B2 Tunnel Bauaktivitäten 2021

Eine Mitteilung des Staatlichen Bauamtes Weilheim:

Zufahrt der Moosstraße in die B 2 ab 26. April gesperrt. Grund: Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen. – Überblick zu weiteren diesjährigen Baumaßnahmen im Nordzulauf.

 

Wie in der Pressemitteilung vom 19. März 2021 angekündigt, wird die Zufahrt der Moosstraße in die B 2 wegen Spartenarbeiten gesperrt. Der Zeitraum dafür steht jetzt fest: Beginn der Vollsperrung ab Montag, den 26. April bis voraussichtlich 18. Mai 2021. Hier werden Ver- und Entsorgungsleitungen quer unterhalb des Einmündungsbereichs der Moosstraße zur B 2 verlegt.

Verkehrsführung während der Vollsperrung

Einmündung Moosstraße in B 2 gesperrt

Einfahrt in Moosstraße aus Richtung München sowie Ausfahrt aus Moosstraße in Richtung Weilheim nicht möglich

Zufahrt zu MAHAG aus Richtung Starnberg über Gautinger Straße, Petersbrunner- und Moosstraße; aus Richtung München direkte Zufahrt von der B 2 möglich wie gehabt.

Buslinien 904, 961 und 975: Der Halt in der Moosstraße entfällt. Es werden ersatzweise temporär – für die Dauer der Maßnahme – Bushaltestellen in der Gautinger Straße eingerichtet. Die Ersatzhaltestellen sind von der Moosstraße aus über den Gustav-Otto-Weg zu erreichen.

Vorschau Bauaktivitäten in Nordzulauf 2021

Die für das Jahr 2021 vorgesehenen Bauaktivitäten für den Tunnel Starnberg sind gekennzeichnet von der Fertigstellung des Straßenzulaufs Nord auf dem Abschnitt zwischen der Perchastraße bis kurz vor die Eisenbahnbrücke.

Hier wird es im Anschluss an die oben beschriebenen Arbeiten an den Sparten zunächst auf der Nordseite der Münchner Straße und im Kreuzungsbereich zur Gautinger Straße zu Gehweg- und Fahrbahnanpassungen sowie Umbauten im Kreuzungsbereich kommen. Die gleichen Arbeiten werden zeitlich versetzt auch auf der Südseite der Bundesstraße 2 und im Kreuzungsbereich Uhdestraße ausgeführt. Außerdem wird in diesem Kreuzungsbereich, wie auf Höhe des Landratsamtes bereits vollzogen, eine Querungsinsel in der Mitte der Münchner Straße für Fußgänger und Radfahrer eingebaut. Zum Abschluss wird der Bereich zwischen der Kreuzung der B 2 mit der Moosstraße/Perchastraße bis zum Ende des Straßenzulaufs Nord (kurz vor der Eisenbahnbrücke) vollständig neu asphaltiert und markiert.

Im Bereich des Südzulaufs wird es entgegen unserer Ankündigung von 2020 zu keinen baulichen Aktivitäten dieses Jahr kommen. Die Gründe hierzu liegen nach Ausarbeitung der Ausführungs- und Ausschreibungsplanung an dieser Stelle vorrangig in bauablauftechnischen Aspekten. Ein Umbau an der Bundesstraße 2 im Süden ist im Rahmen der Hauptbaumaßnahme vom Bauablauf einfacher und mit zeitlich geringeren Eingriffen in den fließenden Verkehr zu realisieren. Daher wird diese Teilbaumaßnahme, die eine knapp 170 m lange Verbreiterung der Bundesstraße 2 zur Anlage der künftigen Ein- und Ausfädelstreifen vorsieht, vorerst verschoben. Eine Rodung in diesem Bereich ist daher ebenso vorerst nicht erforderlich.

Tunnel Fortsetzung

Das Staatliche Bauamt teilt mit:

Ab 22. März im Norden Restarbeiten in der Petersbrunner Straße OHNE AUSWIRKUNG auf den Verkehrsfluss. Mit der Vollsperrung der Moosstraße ab vorraus. Ende April sind die Arbeiten zum Nordzulauf wieder in vollem Gange.

Im Mittelpunkt der Restarbeiten in der Petersbrunner Straße ab Montag nächster Woche, 22. März 2021 steht u. a. der behindertengerechte Um- und Ausbau. Konkret bedeutet das Eingriffe im Geh- und Radwegbereich sowie den Randbereichen des Ende 2020 neu erstellten Abschnitts der Petersbrunner Straße in Richtung B 2. In den Verkehrsfluss der Petersbrunner Straße oder der B 2 wird dabei nicht eingegriffen. Fußgänger und Radfahrer bittet das Staatliche Bauamt um Verständnis für diese erforderliche Maßnahme.

Vorankündigung Vollsperrung Moosstraße

Nach den Osterferien ab voraussichtlich Ende April 2021 wird die Moosstraße gesperrt. Hier werden Ver- und Entsorgungsleitungen quer unterhalb des Einmündungsbereichs der Moosstraße zur B 2 verlegt. Nach derzeitigem Stand wird diese Vollsperrung voraussichtlich 14 Tage dauern. Hierzu wird gesondert mit Infografik rechtzeitig informiert.

WPS will Sicherheitsanalyse

Eine Pressemitteilung der WPS-Stadtratsfraktion:

„Der genehmigte – noch nicht gebaute – Tunnel entspricht nicht dem heutigen Stand der Technik. Wie schon vor 2 Jahren hat das erneut die jetzige Feuerwehrdiskussion bestätigt.
Das hat Folgen, die bislang noch nicht öffentlich diskutiert worden sind. Im Havariefall „Kollision im Tunnel“ können Feuerwehr und Rettungsdienste wegen der zu langen Zugriffszeiten nicht rechtzeitig vor Ort sein. Retten müssen sich die Tunnelbenutzer daher selbst. Sie müssen ohne Hilfe von außen die Notausgänge/Schleusen erreichen, um in die sicheren Bereiche zu gelangen, wo sie geborgen sind. Zu unterscheiden ist deshalb zwischen Rettung (Selbstrettung) und Bergung (Feuerwehr).

Der Planfeststellungsbeschluß (Baugenehmigung) von 2007 stellt dazu fest: „Für Personen mit Mobilitätseinschränkungen wird zum Erreichen der geschützten und belüfteten Räume in der Regel die Hilfe Dritter erforderlich sein, da im Katastrophenfall durch querstehende Fahrzeuge bzw. offene Fahrzeugtüren u. U. keine durchgängig ausreichend breite Fluchtgasse vorhanden ist“. Starke und Schwache – Schnelle und Langsame – sollen auf einem schmalen Notgehweg gemeinsam den nächsten Notausgang erreichen, der 300m entfernt ist und 10,5m höher liegt

Sobald Panik entsteht dominiert die Devise „Rette sich wer kann“ das Geschehen – was Katastrophen regelmäßig belegen. Was ist dann die Hilfe Dritter, die ja auch Rettungsuchende sind, noch wert? Ist der genehmigte Tunnel auch dann noch für die Selbstrettung sicher genug?
Das müssen Sicherheitsanalysen klären, was bisher weder geschehen ist, noch diskutiert wurde. Wir werden dazu einen Antrag stellen und einbringen. Im ureigensten Interesse der Stadt und ihrer Bürger muß es sein, daß der Tunnel in der Öffentlichkeit nicht als unsicher gilt. Denn dann würde der Durchgangsverkehr weiterhin den Weg durch die Stadt nehmen.

Genehmigt ist der Tunnel mit Rettungsschächten in 300m Abstand. Dieses Konzept erfordert dringend die Sicherheitsanalysen, die wir beantragen, weil es dafür keine anerkannten Regeln der Technik gibt, deren Einhaltung per se die Selbstrettungsfähigkeit bestätigen würden.“