Container für Schule Percha

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

 

„Die Stadt Starnberg hat an der Grundschule Percha zusätzlichen Raum zum Lernen geschaffen. Auf dem Pausenhof der Grundschule wurden drei geräumige und helle Container aufgestellt, in denen jetzt die Zweitklässler unterrichtet werden. Außerdem werden die Räumlichkeiten für die Nachmittagsbetreuung genutzt. Die Container bieten Platz für zwei Klassenzimmer und einen Aufenthaltsraum.

„Die Grundschule Percha ist bei Kindern aus dem Stadtgebiet und den umliegenden Gemeinden sehr beliebt. Durch viele Anmeldungen in diesem Schuljahr und die große Nachfrage bezüglich der Nachmittagsbetreuung haben wir zeitnah reagiert und die Container im Pausenhofbereich realisiert“, so Erste Bürgermeisterin Eva John. Natürlich ist es eine kleine Einschränkung des bisherigen Flächenangebots, aber trotz der Nutzung eines Teils der Pausenhoffläche für die Container ist fürs Spielen und Austoben noch viel Platz. Konkret steht den Kindern sogar mehr als doppelt so viel Fläche zur Verfügung als die gesetzlich vorgeschriebene Pausenhoffläche. Genutzt zum Spielen und Sporteln wird auch der beliebte Wasserspielplatz auf dem Nachbargrundstück.

Der Bedarf der Eltern nach Mittags- und Nachmittagsbetreuung für ihre Kinder wird immer größer. In der Grundschule Percha wird das Angebot von 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler angenommen. Der Stadt Starnberg ist es wichtig, geeignete Räumlichkeiten für die Betreuung zur Verfügung zu stellen. Auch wenn es sich bei den Containern nur um Ersatz-Klassenzimmer handelt bis der Anbau an der Grundschule Percha realisiert wird, so bieten sie doch alles, was Kinderherzen höher schlagen lässt. Die Kinder sind begeistert, dass die Container so hell und geräumig sind und auch ein gutes Raumklima bieten.“

Entlastung für Percha

Der Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität hat eine Verkehrslösung auf den Weg gebracht, die zumindest den morgendlichen Verkehr zur Munich International School (MIS) aus dem Zentrum von Percha heraushalten würde. Es wurde einstimmig beschlossen, die erforderlichen Planungen in Auftrag zu geben und zur Genehmigung  bei der Autobahndirektion Südbayern einzureichen, wenn sie auch noch vom Bauausschuss des Stadtrates für gut befunden wurden. Den Anwohnern ist die Lösung schon vorgestellt worden. Sie sieht vor, dass die Beschleunigungspur an der Einfahrt in die Autobahn A952 aus Percha kommend in Richtung Norden verlängert wird, und zwar bis auf Höhe des Parkplatzes der MIS,  der dann über eine neue Autobahnausfahrt anfahrbar wäre. Eine vergleichbare Lösung Richtung Starnberg oder eine Einfahrt in die Autobahn in Richtung München von dem Parkplatz aus gestattet die Autobahndirektion laut Bürgermeisterin Eva John nicht. Mit der neuen Lösung ist es nicht mehr nötig, die Schule morgens über die Buchhofstraße anzufahren. Nach Angaben des Vertreters des Verkehrsplanungsbüros Vössing, das die Stadt unterstützt, fällt das nachmittägliche Unterrichtsende noch nicht in die Zeit des Berufsverkehrs, so dass zu dieser Tageszeit mit weitaus weniger Konflikten an der Perchaer Hauptkreuzung zu rechnen sei. Die soll fußgänger- und radlfreundlicher umgebaut werden. Darüber morgen mehr.

Für die Umsetzung der neuen Autobahnabfahrt müsste der Standstreifen im Anschluss an die Beschleunigungsspur etwas verbreitert und auf halber Strecke zwischen Ein- und Ausfahrt eine neue Nothaltebucht angelegt werden. Das hält die Bürgermeisterin für machbar. Auch artenschutzrechtliche Konflikte könnten gelöst werden. Ein landschaftspflegerischer Begleitplan müsse noch erstellt werden.

CSU und WPS reklamierten beide den Erfolg für sich. Klaus Huber (WPS) freute sich, dass „mein Vorschlag“ umgesetzt wird, Stefan Frey (CSU) betonte, „ich habe den Antrag gestellt“. Günther Picker (WPS) sprach John eine Kompliment aus, dass sie das erreicht habe, was ihr Amtsvorgänger 2012 nicht geschafft habe. Das gebe der MIS auch für die Zukunft Planungssicherheit hinsichtlich ihrer Entwicklungsmöglichkeiten. Der aktuelle Masterplan der MIS von 2018 spricht wie berichtet von maximal 1500 Schülern (siehe Neuer Masterplan für MIS). Diese Zahl ist laut John noch nicht erreicht. Außerdem sieht sie Grenzen für das Wachstum, weil die Schule im Landschaftsschutzgebiet liegt. Bis zur Beratung im Bauausschuss versprach die Bürgermeisterin eine ungefähre Baukostenschätzung für die Umbaumaßnahme vorzunehmen und eine Prognose abzugeben, in welchem Zeitraum alles zu realisieren sein könnte.

MIS: Herausnahme aus Landschaftsschutz?

Seit die Munich International School im vergangenen Jahr ihren neuen Masterplan vorgestellt hat (siehe Neuer Masterplan für MIS) haben Schulverantwortliche und Starnberger Bauverwaltung bereits wesentliche Schritte zur Umsetzung unternommen. Die Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplanes wurden öffentlich ausgelegt. In der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gingen keine Anregungen von Bürgern, sondern lediglich von Trägern öffentlicher Belange und Behörden ein (siehe Bauleitplan MIS auf gutem Weg). Diese Einwände und Anregungen sind jetzt im Bauausschuss des Stadtrates abgewogen und einstimmig einer Entscheidung zugeführt worden. Das Ergebnis muss nochmals öffentlich ausgelegt werden. In der jüngsten Stadtratssitzung, in der das Ergebnis der Abstimmung im Bauausschuss abgesegnet werden musste, stimmten die beiden grünen Stadträte Franz Sengl und Martina Neubauer gegen diese Handhabung.

Ernsthafte Schwierigkeiten bereitet der Einwand der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt. Hier hat man es abgelehnt, die neuerlichen Änderungen auf dem Schulcampus wie in früheren Fällen im Wege der Befreiung von den Vorgaben der Landschaftzschutzverordnung „Starnberger See Ost“ zu ermöglichen.  Begründet worden waren diese in der Vergangenheit mit dem „besonderen öffentlichen Interesse an der internationalen Schule“. Die Untere Naturschutzbehörde verlangt jetzt, dass mit einem ordentlichen Verfahren die gesamten von der Schule benutzten Teile des Landschaftsschutzgebietes aus diesem herausgenommen werden. Dorn im Auge ist der Behörde unter anderem die geplante Einzäunung.  Es handelt sich ihrer Ansicht nach nämlich „weder um eine militärische oder kerntechnische Anlage, noch um ein Gefängnis.“  Der tatsächliche Sicherheitsgewinn im Hinblick auf eine hypothetische Gefahrenlage rechtfertige diese Einfriedung und den damit verbundenen, nachteiligen Gesamteindruck nicht, zumal der Bereich in einem regionalen Grünzug liege und damit den Belangen des Landschaftsbildes und des Naturhaushalts eine besondere Bedeutung zukomme.  Die Ausschussmitglieder hielten aber an der Einfriedung fest, sie soll begrünt werden. Entlang dieses Zaunes soll das herauszunehmende Gebiet, das etwa 13 Hektar umfasst, festgelegt werden.

„Ich begreife es nicht“, schimpfte Iris Ziebart (FDP). Das Sicherheitsbedürfnis jedes Kindergartens werde respektiert, aber: „ausgerechnet dieser Schule will man es verweigern“. Dabei habe die Schuleitung die Untere Naturschutzbehörde zur Ortsbesichtigung eingeladen und auch viele Kompromisse geschlossen. „Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass durch diese Forderungen das Projekt wieder verzögert wird.“ Für Bürgermeisterin Eva John ist das jedoch „eine klare Ansage“ der Landratsamtes. Das Herausnahmeverfahren müsse abgeschlossen sein, bevor der geänderte Bebauungsplan Rechtskraft erlangen könne. Für CSU-Stadt- und Kreisrat Ludwig Jägerhuber ist es „völlig gerechtfertigt, dass das Landratsamt da hinein beißt.“

Einstimmig votierte der Ausschuss dafür, dass die Stadt den Antrag auf Herausnahme aus der Landschaftsschutzverordnung bei der Kreisbehörde einreicht. Im Stadtrat lautete das Abstimmungsergebnis 25:3.

LTE ergänzen

Wie Bürgermeisterin Eva John in der jüngsten Bauausschusssitzung bekannt gab, wird die Mobilfunkgesellschaft Telefonica auf dem bestehenden Sendemast am Höhenweg technische Vorrichtungen für den LTE-Standard ergänzen. Eigentlich hätte im nächsten Jahr ein neuer Sendemast an der Friedhofstraße gebaut werden sollen, doch dagegen sind fast in letzter Minute denkmalschützerische Bedenken vorgebracht worden. Noch gibt es keine Klarheit, ob und wo ein Alternativstandort gefunden wird. „Wir akzeptieren die Ergänzung am Höhenweg als Provisorium, bis eine Lösung gefunden ist“, sagte John. Von Seiten der Stadträte kam kein Widerspruch (siehe auch Genehmigung für Funkmast verlängert).

Holzkreuz restauriert

Eine Mitteilung aus dem Starnberger Rathaus:

 

„Das aus dem Jahr 1930 stammende Holzkreuz auf dem Friedhof in Söcking erstrahlt in neuem Glanz.

Auf Hinweis einer Söckinger Bürgerin und der Kirchenverwaltung Söcking hat sich die Stadt der Sanierung angenommen.
Die Holzverkleidung des Daches war in keinem guten Zustand, ebenso die Jesus-Figur selbst. Am Kreuz hatte der Zahn der Zeit sehr deutlich genagt.

Der von der Stadt beauftragte Restaurator Markus Pfister aus Heinrichshofen hat ein neues schützendes Kupferdach angefertigt. Die Jesus-Figur selbst wurde ebenfalls restauriert und hat einige Schichten Schutzlack erhalten.
Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs haben den Restaurator beim Abbau und nun auch beim Wiederaufstellen des massiven Eichenkreuzes unterstützt.

In Anwesenheit des Restaurators Markus Pfister, Kirchenpfleger Wolfgang Wittmann und Eugen Hartmann von der Kirchenverwaltung wurde das Kreuz nach mehrwöchigen Restaurierungsarbeiten wieder aufgestellt. „Ich danke allen Beteiligten für die gute und nachhaltige Arbeit. Es ist mir sehr wichtig, dass wir dieses Stück Söckinger Geschichte durch die Restaurierung bewahren können. Das Kreuz in unmittelbarer Nähe zur Grabstätte von Pfarrer Hindelang ist ein bedeutender Bestandteil des Friedhofes in Söcking und für viele Friedhofsbesucher immer einen Blick und ein Innehalten wert“, so Erste Bürgermeisterin Eva John.“

Bushaltestelle in Söcking verlegt

Viel Wirbel gibt es vornehmlich dann, wenn etwas verändert wird. So führte jetzt die Verlegung der Bushaltestelle „Söcking Mitte“ zu viel Aufregung und entsprechenden Berichten in den Medien. Es wird nicht die letzte Änderung im Bereich der Söckinger-/Andechser Straße gewesen sein, denn die gehört seit diesem Jahr der Stadt und ist statt bisher Staats- nun Ortsstraße. Wie berichtet hat es schon Verbesserungen in Sachen Schulwegsicherheit gegeben. Für die Grundschüler wurden Hol- und Bringzonen eingerichtet (siehe Söckinger Straße gehört der Stadt). Das Starnberger Rathaus hat zur Verlegung der Haltestelle und dem damit verbundenen Verzicht auf eine bisher teils fremdgenutzte Busbucht eine Stellungnahme herausgegeben, die unten im Wortlaut abgedruckt ist:

 

„Die Bushaltestelle Söcking Mitte befand sich auf der Andechser Straße im Bereich der Lichtsignalanlage. Sie ist beidseits angelegt.

Die Haltestelle wird von den Buslinien 903, 950 und 951 bedient.

  • Die Buslinie 903 hält im nördlichen Fahrbahnbereich Montag-Freitag 1 mal stündlich zur Minute 46, samstags alle zwei Stunden, Sonn- und Feiertags ist kein Betrieb.
  • Die Buslinie 950 hält im nördlichen Fahrbahnbereich Montag-Freitag 1 mal stündlich zur Minute 00, Samstag, Sonn- und Feiertage alle zwei Stunden..
  • Die Buslinie 951 hält im nördlichen Fahrbahnbereich Montag-Freitag 1 mal stündlich zur Minute 14, Samstag, Sonn- und Feiertage alle zwei Stunden.

 

  • Die Buslinie 903 hält im südlichen Fahrbahnbereich Montag-Freitag 1 mal stündlich zur Minute 16, samstags alle zwei Stunden, Sonn- und Feiertags ist kein Betrieb.
  • Die Buslinie 950 hält im südlichen Fahrbahnbereich Montag-Freitag 1 mal stündlich zur Minute 18, Samstag, Sonn- und Feiertage alle zwei Stunden..
  • Die Buslinie 951 hält im südlichen Fahrbahnbereich Montag-Freitag 1 mal stündlich zur Minute 48, Samstag, Sonn- und Feiertage alle zwei Stunden.

 

Die Beförderung der Schülerinnen und Schüler der Grundschule Söcking ist durch eine eigene Ein- und Ausstiegshaltestelle direkt vor der Grundschule an der Kempterstraße sichergestellt. Die Buslinie 903 (Perchting/Hadorf) hält dort täglich um 7.50 Uhr zu Schulbeginn und nach Schulende um 11.51, 12.36, 13.06 und 15.50 Uhr.

 

Im Norden der Fahrbahn war die Haltestelle direkt am Haltebereich der Lichtsignalanlage angelegt. Sie verfügte über keine Aufstellfläche. Die Busgäste haben im Bereich von Garagenvorplätzen auf Privatgrund gewartet.

Im Süden der Fahrbahn war die Haltestelle direkt im Haltebereich der Lichtsignalanlage in einer zwischen Fahrbahn und Gehweg angelegten Bucht eingerichtet. Die Busgäste haben auf dem dahinterliegenden Gehweg gewartet.

Beide Haltestellen sind im Rahmen der routinemäßigen Überprüfung der Bushaltestellen im Stadtgebiet als besonders mängelbehaftet aufgefallen.

u.a. vorhandene Mängel:

Fehlende Aufstellfläche
Lage im direkten Bereich der Lichtsignalanlage
zu schmale und zu kurze „Bus“-Bucht, deshalb keine gerade Anfahrt möglich
„Bus“-Bucht oftmals zugeparkt
keine geeignete Bordsteinkante zum Einstieg

Die Verlegung der Haltestelle auf der südlichen Fahrbahnseite wurde auch im Zusammenhang mit der anstehenden Umgestaltung des Straßennebenraums durch die Anlage des barrierefreien Zugangs zur Kirche St. Stephan geprüft. Die Verwaltung hat deshalb in Abstimmung mit Polizei und Landratsamt Starnberg die Verlegung der beiden Haltestellen geprüft und durch Straßenmarkierung und Versetzung des Haltestellenmastes umgesetzt.

Die Haltestelle am nördlichen Fahrbahnrand wurde um ca. 30 m nach Westen verlegt. Der dort ca. 2 m breite Gehweg dient als Aufstellfläche.

Die Haltestelle am südlichen Fahrbahnrand wurde ebenfalls um ca. 30 m nach Westen verlegt. Der dort ca. 1,50 m breite Gehweg dient als Aufstellfläche.

Die Sichtbeziehungen auf der Strecke sind einwandfrei, auch aus dem Kreuzungsbereich Luitpoldstraße/Andechserstraße sind die erforderlichen Sichtbeziehungen möglich.

Das Parken ist auf den markierten Flächen nicht erlaubt. Dies war auch bisher in diesem Bereich nicht möglich (Grundstückszufahrten) bzw. durch die Anordnung eines eingeschränkten Halteverbotes nicht möglich. Die Zufahrt zu privaten Grundstücken über die markierte Fläche ist selbstverständlich erlaubt. Die schmale Bucht am Fahrbahnrand bietet Parkmöglichkeiten für ca. 4 Fahrzeuge. Sie ist aufgrund ihrer zentrumsnahen Lage sehr gut für die Erreichbarkeit der angrenzenden Geschäfte geeignet.“

Richtfest am Kinderhaus Perchting

Genau 145 Tage nach dem so genannten „Baggerbiss“ (18. März 2019), also dem ersten Eintauchen einer Baggerschaufel in den Baugrund, konnte am Freitagvormittag das Richtfest für das künftige Kinderhaus in Perchting gefeiert werden. Bürgermeisterin Eva John begrüßte nicht nur die am Bau beteiligten Planer und Handwerker, sondern auch einige Stadträte sowie eine kleine Gruppe des derzeitigen Kindergartens mit Leiterin Margarete Haseidl, Anwohner, und natürlich für die katholische Kirche, deren Katholische Pfarrkirchenstiftung Perchting Träger der Einrichtung sein wird, Pfarrer Tamás Czopf. „Wirklich eine ganz tolle Leistung“, freute sich John. Sie hofft, dass der Neubau, in dem neben dem Kindergarten auch eine Kinderkrippe und ein Hort Platz finden werden, weiterhin so gut „im Plan“ bleibt, damit er im April oder Mai nächsten Jahres einzugsbereit ist.

„Wir haben das Haus, für dessen Bau die Stadt 4,5 Millionen Euro leistet, für die Zukunft und auf Zuwachs ausgerichtet“, so die Bürgermeisterin. Aber auch ohne nochmalige Erweiterung würden jetzt Kinder jeder Altersgruppe – „von den Minis bis zum Hort“ – hier eine zweites Zuhause finden. Der bisherige Kindergarten platzte aus allen Nähten und war im Oktober vergangenen Jahres wie berichtet etwas erweitert worden (siehe Ausbau für Kinderkrippe Perchting). Im November 2018 wurde dann der entsprechende Bebauungsplan rechtskräftig (siehe Kita-Perchting: Satzungsbeschluss), dem eine lange Diskussion um die besten Zufahrtsmöglichkeiten vorausgegangen war (siehe Pläne Kinderhaus sind öffentlich). Dass man überhaupt bauen konnte, verdanke man dem Privateigentümer, der seinen Grund und Boden an die Kirche übertragen habe, lobte John. Den von der Stadt ausgelobten Architektenwettbewerb hatte das Starnberger Büro „Raumstation“ gewonnen. Architekt Walter Waldrauch war beim Richtfest dabei.

Vor dem Richtspruch war noch ein kleiner Nadelbaum mit bunten Bändern geschmückt worden. Mit mehrfachen „Hauruck“-Rufen wurde er von vier Zimmererleuten auf das Dach hochgezogen und dort festgenagelt. Den Richtspruch hielt Zimmerer Wolfgang Maurus von der Firma Hubert Schmid aus Marktoberdorf. Daraus sprach durchaus ein gewisser Stolz darauf, dass hier wieder einmal mit dem traditionnellen Baustoff Holz gezeigt wird, was damit möglich ist. „Große Kindermengen soll es fassen“, wünschte Maurus dem neuen Gebäude. „Hoch lebe das Kinderhaus aus Holz“. Nach dem Leeren des obligatorischen Weinglases wünschte er diesem auf dem Segelflug Richtung Boden hinterher: „Nun soll das Glas am Boden zerspringen und seinen Nutzern viel Segen bringen.“ Mit einem dreifachen „Hoch“ war der Tradition Genüge getan, zu der natürlich auch ein zünftiges Mittagessen gehörte, dass die Stadt als Bauherrin den Gästen spendierte.

Das neue Kinderhaus befindet sich in der Jägersbrunner Straße gegenüber dem TSV-Parkplatz und ist multifunktional. Laut Mitteilung aus dem Rathaus wird es eine Krippengruppe für ein- bis dreijährige Kinder, eine Kindergartengruppe sowie den Hort für die Sechsjährigen anbieten. Es enthält ausreichend Bewegungsraum, Platz zum Werken und Essen, eine Küche sowie Räume für die Verwaltung oder Elterngespräche. Für die verschiedenen Altersgruppen werden im Außenbereich Spielflächen geschaffen. Dafür zeichnet das Landschaftsarchitektenbüro Grabner-Huber-Lipp aus Freising verantwortlich. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Pelletheizung und auf den südwärts ausgerichteten Dächer werden Photovoltaikanlagen installiert.

Abstufung Perchting-Hadorf

Wie Bürgermeisterin Eva John im Ausschuss für Energie, Umwelt und Mobilität berichtete, steht das Landratsamt dem Begehren der Stadt, die Verbindungsstraße zwischen Perchting und Hadorf (bisher Staatsstraße STA 3) in städtische Verantwortung zu übernehmen inzwischen positiv gegenüber. Nach einer Ortsteilbürgerversammlung in Perchting, bei der die Bürger sich heftig beklagt hatten darüber, dass die Kreisbehörde trotz der inzwischen erfolgten Inbetriebnahme der neuen Westumfahrung auf dem Straßenabschnitt Tempo 30 verweigert, und gefährliche Situationen vor allem für Kinder und Radfahrer geschildert wurden, hatte John den Stadträten vorgeschlagen, die Abstufung zur Ortsstraße zu beantragen. Dafür erhielt sie die Mehrheit der Stimmen.

Jetzt ging es um die Modalitäten der Übernahme. Die Verwaltung erhielt vom Ausschuss den Auftrag, mit dem Landratsamt und dem Staatlichen Bauamt Weilheim die Straße in Augenschein zu nehmen, ihren baulichen Zustand prüfen zu lassen und eine Einigung hinsichtlich von Ausgleichszahlungen oder Reparaturen anzustreben. Die Ausschussmitglieder billigten das Muster einer Umstufungsvereinbarung und gaben grünes Licht, damit ein Fachbüro beauftragt werden kann. Nur Franz Heidinger (BLS) stimmte dagegen. Zum Jahresende rechnet die Bürgermeisterin mit der offiziellen Abstufung, die der Stadt dann erlaubt Tempobeschränungen anzuordnen. (Siehe auch Hadorf: Frey’s Deal ohne Mehrheit)

Schorn – wie es weiter geht

Der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität des Kreistages hat sich am 9. Juli 2019 wie angekündigt mit der Frage beschäftigt, ob rund 37 Hektar im Bereich der geplanten Erweiterung des schon bestehenden Gewerbegebietes in Schorn für die Erweiterungspläne der „Asto Campus Starnberg GmbH“ aus der Landschaftsschutzgebietverordnung herausgenommen werden sollen. Das hatte die Stadt Starnberg wie berichtet beantragt (siehe Schorn: Mehrheit will keinen Stillstand und Schorn: Die Debatte). Gegen die Stimmen von Grünen und SPD stimmte eine Mehrheit dafür, die Herausnahme zu ermöglichen, wenn weitere Unterlagen vorliegen, die diesen Schritt rechtfertigen. Die Grünen lehnen das Projekt komplett ab, die SPD will es deutlich kleiner. Der von der Stadt dem Ausschuss vorgelegte Vor-Vorentwurf müsse auch nach Ansicht der Kreisräte von CSU, Freien Wählern und FDP konkreter in Richtung Bebauungsplanentwurf ausgearbeitet werden, hieß es laut Berichten in der Lokalpresse.

Handwerkerhof: Flächenbedarf prüfen

Der Antrag der Bürgerliste (BLS), die Möglichkeit zu prüfen, ob und wie zwischen dem Pförtnerhaus und der Wohnbebauung ortseinwärts an der Andechser Straße in Söcking ein Mischgebiet inklusive Handwerkerhof realisiert werden könnte, ist gegen die Stimme von Franz Heidinger (BLS) vom Bauausschuss des Stadtrates abgelehnt worden (siehe BLS: Handwerkerhof in Söcking). Erfolg hatte die Fraktion insofern, als danach  von Bürgermeisterin Eva John zu Protokoll genommen wurde, dass die Verwaltung gebeten ist, den bei Söckinger Betrieben vorhandenen Erweiterungs- und Flächenbedarf zu ermitteln und Vorschläge für geeignete Flächen zu machen.

Laut Heidinger fürchten diverse Kleinfirmen, die ihren Sitz in Wohnbereichen haben, um ihre Existenz, weil sie immer mehr eingeengt werden. Seine Fraktion hoffe, es lasse sich ortsnah eine Fläche finden, die man für diesen Bedarf ausweisen könne, was wegen der dann vorhandenen Nähe von Arbeiten und Wohnen helfe, weniger Verkehr zu erzeugen.

Gerd Weger (CSU) meinte zu Heidinger: „Sie sind mutig. Die Volksseele in Söcking würde hochkochen, wenn man auf dem von Ihnen vorgesehenen Areal so etwas ausweist. Da tun wir uns keinen Gefallen.“ Man solle besser wo anders etwas finden, denn „dieser Hang ist eine heilige Kuh.“

Franz Sengl (Grüne) fand, der BLS-Vorschlag sei prinzipiell sehr zu begrüßen. Die Handwerksbetriebe brauchten rechtliche Grundlagen dafür, dass sie keine Probleme bekommen. Sengl mahnte, bisher mache man es falsch, wenn man die Wege zwischen Arbeiten und Wohnen verlängere, wie zum Beispiel mit der von seiner Fraktion abgelehnten Erweiterung des Gewerbegebietes in Schorn.

Patrick Janik (UWG) sieht zwar ein, dass Gewerbe im Wohngebiet „meist stark stört“, aber die von BLS ausgesuchte Stelle sei ungünstig und unglücklich. Besser sei es, wenn die Verwaltung nach Alternativen suche.

Laut Iris Ziebart (FDP) plädiert auch die Bayerische Architektenkammer dafür, Wohnen und Arbeiten mehr zusammenzubringen. Sie freute sich, dass es einmal ein Thema gebe, bei dem es unter den Stadträten keine Lagerbildung gebe, sondern man zusammen nach Lösungen suchen wolle.

Heidinger verwies auf Hanfeld, wo Wohnen und Arbeiten nebeneinander gut funktioniere. „Wenn man einen geeigneteren Platz findet, ist es mir auch recht“, schloss er.