Löschwasser für Hadorf

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Auf dem städtischen Grundstück an der Uneringer Straße in Hadorf, neben dem vorhandenen Löschwasserweiher, wird ein unterirdischer Löschwasserbehälter eingebaut. Mit den Bauarbeiten wird die von der Stadt beauftragte Fachfirma Gebrüder Huber aus Ascholding voraussichtlich ab Montag, 6. Juli 2020 beginnen. Derzeit geht das städtische Bauamt von einer Bauzeit bis einschließlich Mitte September 2020 aus. Die Uneringer Straße muss während dieser Zeit halbseitig gesperrt werden.

Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis für die mit den Bauarbeiten verbundenen und leider manchmal unvermeidbaren Beeinträchtigungen.

Zum Hintergrund:

Der Löschwasserbehälter ist notwendig, da sich der Ortsteil Hadorf in den letzten Jahren vergrößert hat. Dadurch ist die Stadt Starnberg gesetzlich verpflichtet eine größere Löschwassermenge für den Ortsteil zur Verfügung zu stellen (geforderte Löschwassermenge: 96 Kubikmeter/Stunde). Der unterirdische Löschwasserbehälter hat ein Gesamtvolumen von insgesamt 130 Kubikmetern.“

Kinderhaus Perchting öffnet

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Das neue Kinderhaus Perchting ist nun fertiggestellt und bezugsfertig. Am heutigen Donnerstag, 25.06.2020 ziehen bereits die ersten Kindergartenkinder und die Krippengruppe in die hellen und freundlichen Räumlichkeiten ein. Zuvor hatte Erster Bürgermeister Patrick Janik das fertiggestellte Kinderhaus zusammen mit Stadtbaumeister Stephan Weinl und Christina Frei (städtisches Hochbauamt) an Stadtpfarrer Andreas Jall und Kindergartenleiterin Margarete Haseidl von der Katholischen Pfarrkirchenstiftung Perchting zum weiteren Betrieb übergeben. Mit dabei waren die planenden Architekten Walter Waldrauch und Rainer Hoffmann von der raumstation Architekten GmbH. Als Willkommensgeschenk für die Kinder hatte der Erste Bürgermeister einen kleinen Spielzeuglaster mit im Gepäck, den stellvertretend Kindergartenleiterin Margarete Haseidl in Empfang nahm.

Für die individuelle Kinderbetreuung stehen den Kleinen zukünftig neben einem Bewegungsraum, ein Werkraum und ein Essraum mit Küche zur Verfügung. Ein Highlight ist sicherlich auch der großzügige und begrünte Außenspielbereich, der Abenteuer für unterschiedliche Altersgruppen bietet. Außerdem gibt es Räume für die Verwaltung, Personal und Elterngespräche sowie Sanitärbereiche. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Pelletheizung, auf den südwärts ausgerichteten Dächern befindet sich eine Photovoltaikanlage.

Durch die gute Zusammenarbeit aller Handwerker, der beteiligten Planungsbüros und ausführenden Firmen konnte das Kinderhaus in einem Jahr und 3 Monaten fertiggestellt werden. Am 18. März 2019 fuhr der erste Bagger über das Gelände, fünf Monate später am 9. August 2019 fand das Richtfest statt.

Wegen der aktuellen Lage hat sich die Stadtverwaltung zusammen mit der Katholischen Pfarrkirchenstiftung Perchting schweren Herzens dazu entschieden, auf ein Einweihungsfest zu verzichten. Als kleines Trostpflaster und zum Dank an alle Beteiligten ist zu einem späteren Zeitpunkt ein gemeinsames Essen in Planung. Auch ein Tag der offenen Tür zum Kennenlernen der neuen Räumlichkeiten für die Perchtinger Bürgerinnen und Bürger soll noch stattfinden.“

FW Leutstetten: Drei Kommandanten

Einen Sonderfall im Sinne des Bayerischen Feuerwehrgesetzes gibt es in Leutstetten, weshalb der Stadtrat noch in der abgelaufenen Ratsperiode einstimmig grünes Licht dafür gab, dass der Erste Kommandant Michael Rattelmüller zwei statt nur einen stellvertretenden Kommandanten zur Seite bekommt. Weil Rattelmüller noch vor Ende der in diesem Jahr beginnenden Wahlperiode das Alter von 65 Jahren erreicht, was ein automatisches Ausscheiden aus dem aktiven Feuerwehrdienst bedeutet,  hatte er im Rathaus darum gebeten, einen zweiten Stellvertreter etablieren zu dürfen, damit dieser gemeinsam mit dem ersten Stellvertreter in die Aufgaben eines Ersten Kommandanten eingewiesen werden kann. Beide sollen sich dann nach Rattelmüllers Ausscheiden in vier Jahren der Kommandantenwahl im Jahr 2026 stellen. Dann fällt die zweite Stellvertreterstelle wieder weg. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, dass Rattelmüller noch einmal als Erster Kommandant gewählt werden konnte.

Vollsperrung für Kinderhaus

Die Arbeiten am neuen Kinderhaus Perchting befinden sich auf der Zielgeraden. Ab dieser Woche werden der Vorplatz und die Mitarbeiterstellplätze für das Kinderhaus gepflastert und die abschließenden Pflanzarbeiten durchgeführt. Im Anschluss daran wird die von der Stadt Starnberg beauftragte Firma Peine & Wilhelm aus Gilching unmittelbar mit der Gehwegverlängerung und Erneuerung der Straßendeckschicht in der Jägersbrunnerstraße beginnen. 

Deshalb ist es erforderlich, die Jägersbrunnerstraße ortsauswärts ab Höhe Hausnummer 29 ab dem 20.04.2020 bis voraussichtlich 15.05.2020 für den Durchfahrtsverkehr zu sperren.

Das Sportgelände des TSV Perchting und das Sportheim „La Cassetta“ sind fußläufig über den kürzlich hergestellten Verbindungsweg zum Keltenweg erreichbar. Die Zufahrt mit dem Auto zu Sportgelände und Gaststätte sowie zum Reiterhof der Familie Seethaler wird in dieser Zeit nur über den von Süden kommenden Landstettener Weg und den Feldweg nördlich des Reiterhofes möglich sein. Die Umleitung ist ausgeschildert.

Die Stadt Starnberg bittet um Verständnis für die mit der Baumaßnahme einhergehenden und nicht zu vermeidenden Einschränkungen.

Nachruf Lieselotte Bach

Am 2. Mai 2020 wäre Lieselotte Bach hundert Jahre alt geworden. Das kann sie nun nicht mehr wie eigentlich geplant groß feiern. Sie ist am 11. April verstorben.

Bach war vor der Gebietsreform Gemeinderätin im damals noch selbständigen Dorf Wangen gewesen. von 1984 bis 1990 saß sie für die UWG im Starnberger Stadtrat, war Ortsteilsprecherin für Wangen und hatte im Stadtrat das Bäderreferat inne. Alles was in der Politik mit Wasser zu tun hatte, begleitete sie mit besonderem Interesse. So war die Jahreshauptversammlung der Wasserwacht Ortsgruppe Starnberg stets ein fester Termin in ihrem Kalender. Für ihr Engagement ist sie 1998 mit der Bürgermedaille der Stadt Starnberg ausgezeichnet worden. Bach war rüstig bis zum Schluss und genoss es, bei möglichst zahlreichen Veranstaltungen dabei sein zu können. Es fand sich dann immer jemand, der sie gern wieder nach Hause chauffierte, denn die Anreise bewältigte sie gern selbst mit dem Bus. In ihrem Heimatdorf Wangen war sie stets engagiert, sei es für Jubiäumsfeiern wie zum Beispiel „1000 Jahre Wangen“, oder bei der Dorfentwicklung sowie für die evangelische Kirche.

Lieselotte Bach ist die einzige weibliche Vertreterin der UWG, die bei einer Wahl auf grund eigener Beliebtheit und Verdienste in den Starnberger Stadtrat gewählt worden ist. Spätere Stadträtinnen gehörten dieser Fraktion ausschließlich dann an, wenn sie während der Ratsperiode aus anderen Fraktionen zur UWG gewechselt hatten.

Absage städtischer Veranstaltungen

Die Stadt Starnberg wird, um die bisher erreichten Zwischenziele zur Eindämmung der Corona- Pandemie nicht zu gefährden, bis einschließlich 31.08.2020 keine eigenen Veranstaltungen (Stadtfest mit Stadtlauf sowie Ausstellungen und Veranstaltungen in den städtischen Einrichtungen wie Kulturbahnhof, Museum Starnberger See, Musikschule, Bücherei und Seebad) durchführen.

 Diese Richtlinie gilt auch für Veranstaltungen, die in und auf städtischen Liegenschaften durchgeführt werden (z.B. Französische Woche, Pfälzer Weinfest, Afrika-Karibik-Festival, Strandgutmarkt, Papierbootrennen sowie sämtliche Veranstaltungen in der Schlossberghalle ausgenommen Sitzungen politischer Gremien). Die Stadtverwaltung wird hierzu mit den Veranstaltern Kontakt aufnehmen, um eine freiwillige Absage bzw. eine Verschiebung in den Herbst zu erwirken. Die Maifeiern in Perchting und Percha wurden bereits von den Veranstaltern abgesagt, ebenso das für Juli geplante Stadlfest in Perchting.

„Mit Blick auf die Fortführung und Anpassung der bayerischen Corona-Strategie haben wir entschieden bis einschließlich August keine städtischen Veranstaltungen durchzuführen oder dafür Räume und Plätze zur Verfügung zu stellen. Bei allen verständlichen Wünschen nach Rückkehr zur gewohnten „Normalität“ gilt es jetzt die fragilen Zwischenerfolge in der Bekämpfung der Corona – Pandemie nicht leichtsinnig zu gefährden und gemeinsam für eine weitere Reduzierung der Infektionszahlen zu kämpfen – und das geht am besten, indem wir uns durch die Einhaltung von Distanz gegenseitig schützen“, so Erste Bürgermeisterin Eva John.

Kommission zur Grundstückfindung

Die SPD-Fraktion hat einen erfolgreichen Antrag aus der Vergangenheit wieder aufleben lassen. Wie berichtet hatte sie um einen Stadtratsbeschluss gebeten, eine den damaligen Verhältnissen entsprechende „Grundstücksfindungskommission“ wieder einzurichten. Aus jeder Stadtratsfraktion solle ein Mitglied dort einen Sitz haben (siehe SPD: Grundstück finden). Hintergrund ist, dass die Durchführung des aktuellen Einheimischenmodells der Stadt gezeigt hat, dass der Bedarf wesentlich höher als das bisherige Angebot an Grundstücken ist und deshalb ein neues Projekt aufgelegt werden sollte.

„Je früher wir beginnen, desto früher kann mit den notwendigen Untersuchungen von geeigneten Flächen begonnen werden“, bekräftigte Tim Weidner (SPD) nochmals den Antrag. Gerd Weger (CSU) verlangte, nur nichtöffentlich zu diskutieren. Iris Ziebart (FDP) beurteilte den Vorstoß der Genossen als „generell sehr vernünftige Sache“, empfahl aber, die Kommission erst im neuen Stadtrat nach der Kommunalwahl einzusetzen. „Nichts darf unterlassen werden, Wohnraum, möglichst auch für Einheimische zu suchen“, sagte Markus Mooser (WPS). Ludwig Jägerhuber (CSU) erinnerte sich an die Arbeit der früheren Grundstücksfindungskommission und meinte, die habe sehr zielführend und sehr diskret gearbeitet. Die CSU begrüße dieses Vorgehen. „Auch von der Bürgerliste volle Zustimmung“, pflichtete ihm Michael Mignoli (BLS) bei. Der Antrag wurde vom Stadtrat einstimmig befürwortet.

Kommandanten bestätigt

Der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates hat einstimmig die neu gewählten Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Wangen bestätigt. Das gilt, sobald der Kreisbrandrat sein schriftliches Einvernehmen erklärt hat. Erster Kommandant ist wie bisher Florian Feuerlein, sein Stellvertreter bleibt Franz Pentenrieder.

Söckinger arbeiten begeistert mit

Rund 100 Söckinger Bürger – jung und alt – haben sich gestern Abend in der Franz-Dietrich-Halle eingefunden. Es ging darum der Auftaktveranstaltung für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für ihren Ortsteil zum Erfolg zu verhelfen. Die große Turnhalle war zweigeteilt. Vor der Bühne gab es Sitzplätze, wo die Besucher dem einführenden Vortrag lauschen konnten, hinter dem teilenden Vorhang hingen an den Wänden zahlreiche Plakate mit Stadtentwicklungsthemen, zu denen bereits Stärken, Schwächen, Entwicklungschancen und besondere Herausforderungen aufgelistet waren. Aufgabe der Söckinger Bürger war es, diese Listen mit ihren Ideen und konkreten Vorschlägen oder ihrer Kritik an den bestehenden Zuständen zu ergänzen. Auch bekamen sie von dem europaweit tätigen Büro „sweco“ ein umfangreiches Umfrageheft in die Hände gedrückt, das bereitwillig ausgefüllt wurde. Bei allen Fragen ging es um Söcking, wie es ist und wie es werden sollte.

„sweco“ plant und gestaltet laut Homepage des Büros „die nachhaltigen Städte und Gemeinden der Zukunft“. Das ISEK für Söcking soll bis zum Jahresende fertig sein und gibt der Stadt Starnberg dann einen Maßnahmenkatalog an die Hand, der Grundlage sein kann für positive Veränderungen, die wiederum der Freistaat Bayern mit Städtebaufördermitteln unterstützen würde, wenn sich der Stadtrat dazu durchringt, diese Maßnahmen umzusetzen und Fördermittel zu beantragen. In der Stadt Starnberg selbst ist schon so verfahren worden. Jetzt kommt also Söcking an die Reihe. Das hatte der Stadtrat so beschlossen und das Büro beauftragt. Einbezogen in die Arbeit werden alle beim Stadtbauamt bereits vorhandenen Datengrundlagen, wie zum Beispiel das Stadtentwicklungskonzept „Vision Starnberg 2025“. Vertreter des Inklusionsbeirates und des Stadtbauamtes begleiten den Prozess.

„Wir brauchen Ihre Ideen und Ihr Interesse“, lud die für die Bürgerbeteiligung zuständige Gwendolin Dettweiler von „sweco“ zum Mitmachen ein. Städteplaner Tobias Bakken von „sweco“ erläuterte nochmals, was ein ISEK ist: „Ein ganzheitliches Konzept über die Wohn- und Lebensverhältnisse, das Wohnumfeld und den öffentlichen Raum, die Mobilität und Barrierefreiheit sowie zu den Verkehrs- und Umweltbelastungen. Betrachtet würden auch die Grünflächen und die umgebende Landschaft, der Einzelhandel und die Wirtschaft, Soziales, Bildung, Kultur und Vereine. Bis zu den Pfingstferien soll noch ein öffentlicher Workshop mit den Bürgern folgen, bis zu den Herbstferien werden Ergebnisse vorliegen, die dann im Stadtrat und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bis zu den Weihnachtsferien haben die Gremien Zeit darüber zu entscheiden.

Gut eine Stunden arbeiteten die Söckinger gemeinsam mit Sweco-Vertretern an den Plakaten. Anregungen wurden schriftlich festgehalten. Die Umfragehefte wurden ausgefüllt und werden den Planern genauso Grundlage für ihre Arbeit sein. Hier das erste Fazit zu den wichtigsten Themen der Auftaktveranstaltung:

  • Grünflächen, Landschaft, Klima: Vorhandenes Grün und Landschaftsflächen in Söcking müssen geschützt werden, aber auch zugänglich und erreichbar sein. Es fehlen noch Wegeverbindungen. Ganz wichtig ist den Bürgern der Schutz der Maisinger Schlucht.
  • Soziales, Kultur, Vereine: Vermisst wird ein Dorfstammtisch, erhalten bleiben sollen Theater, die Feuerwehr und die vorhandenen Einkaufsmöglichkeiten. Manko sind fehlende Treffpunkte für die Jugend, eine Plattform für Informationen und Angebote, die Einheimische und Neuzugezogene verbinden könnte. Dringend ist der Wunsch – das zog sich auch durch alle anderen Themen – nach einem Fußweg zum „Pförtnerhaus“, einem beliebten Lokal am westlichen Ortsende. Der Sportplatz könnte für alle geöffnet werden, nicht nur für Mitglieder. Zu den Herausforderungen für die Zukunft wurde Wohnraum für junge Menschen oder Mehrgenerationenwohnen benannt.
  • Baukultur und Identität: Der Ortskern von Söcking muss aufgewertet werden, da war man sich einig. Das gelte auch für die Architektur der Gebäude und die schwierige Parkplatzsituation. Entwicklungspotenzial wird zwischen dem Höhenweg und der Andechser Straße gesehen, wobei Bedingung sein muss, dass die schöne Aussicht vom Höhenweg nicht zugebaut werden darf. Wichtig war den Teilnehmern auch, dass Starnberg und Söcking wie bisher durch Grün getrennt bleiben,und dass eine gute Balance zwischen Nachverdichtung und Erhalt des Bestandes gefunden wird.
  • Mobilität und Radverkehr: Durchgangsverkehr soll reduziert und verlangsamt werden, bei Buslinien sind engere Takte und ein Angebot nach 21 Uhr stark nachgefragt. In der Alpspitzstraße fühlen sich Fußgänger bisher „sehr an den Rand gedrängt“.
  • Einzelhandel und Wirtschaft: Was in der Ortsmitte schon da ist, soll auch da bleiben, aber Weiterentwicklungen könnten für Verbesserungen sorgen, zum Beispiel für Betriebe und Handwerker, für das Nachtleben der Jugend und zum Erhalt des Know-How am Ort. Als fehlend wurden genannt ein Bioladen und ein Cafe oder Bistro im Zentrum.
  • Straßen, Wege, Plätze: In den Wohngebieten müsste das Parken besser geordnet werden. Öffentliche Toiletten, Ruhebänke und etwas gegen den zunehmenden Verkehrlärm tun, waren wichtige Wünsche. Ihr Trambahnbergl samt besonders guter Aussicht auf die Berge und der Maibaumplatz sind den Söckingern heilig. Von Letztgenanntem müsse der Verkehr besser fern gehalten werden.

Bürgermeisterin Eva John bedankte sich am Ende für die vielen wertschätzenden Gespräche der Teilnehmer. Es gebe nun Nüsse zu knacken, doch sie sei zuversichtlich, „dass wir das schaffen“. John machte darauf aufmerksam, dass  ein Fragebogen bis 15. März 2020 noch bei der Stadtverwaltung abgegeben werden kann, wenn jemand ihn lieber in Ruhe zu Hause ausfüllt. Wer die Abgabefrist einhalte, könne sicher sein, dass seine Anregungen noch Berücksichtigung fänden. Der Fragebogen ist über die Homepage der Stadt herunterzuladen und kann ausgefüllt an ISEK(at)starnberg.de zurückgesandt werden. „Dank an alle, es war ein guter Abend für Söcking“, schloss die Bürgermeisterin.

Inzwischen hat die Stadt auch eine Pressemitteilung herausgegeben, die Sie hier im Wortlaut finden:

Söcking: Große Beteiligung der Söckingerinnen und Söckinger an der Auftaktveranstaltung

Rund 100 Söckingerinnen und Söckinger sind der Einladung zur Auftaktveranstaltung gefolgt. „Miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam überlegen und Wünsche und Ideen für Söcking einbringen. Ein buntes Publikum, jung und alt, Mitglieder von Vereinen und Verbänden und viele Interessierte, beteiligten sich mit großen Einsatz“, so Erste Bürgermeisterin Eva John.

Die Veranstaltung markierte den Startschuss für die Öffentlichkeitsbeteiligung. Es sind noch zwei weitere Veranstaltungen geplant, voraussichtlich im Mai und im Juli diesen Jahres. Das von der Stadt Starnberg beauftragte Planungsbüro SWECO aus München hat mit den Söckingerinnen und Söckingern gemeinsam die Bestandsanalyse des Planungsbüros zu den Themen Wohnen, Arbeiten, Freizeit/Sport, soziales Leben, Verkehr, Ortsbild und Landschaft überprüft und ergänzt. „Mit dieser ersten Ideensammlung haben wir eine gute Basis für die weiteren Planungen in Söcking“, so Erste Bürgermeisterin Eva John.

Für alle interessierten Söckinger besteht bis zum 15. März die Möglichkeit sich mittels eines Fragebogens zu beteiligen. Was zeichnet Söcking aus? Wo können wir etwas verbessern und was muss dafür getan werden? Diese und andere Fragen werden im Fragebogen thematisiert. Der Fragebogen ist unter „Aktuelles“ auf der Homepage der Stadt zu finden. Wer mitmachen möchte, schickt ihn ausgefüllt zurück an ISEK(at)starnberg.de.

Vier Fragen an die Kandidat(Inn)en

Zehn Tage vor der Bürgermeister(In)wahl am 15. März 2020 wollte „Lokales-aus-Starnberg“ für seine Leser die Haltung der vier Kandidaten für das höchste Amt der Stadt zu den wichtigsten Themen der nächsten Stadtratsperiode erfragen. Wie berichtet stellen sich die Amtsinhaberin Eva John (BMS und WPS), Kerstin Täubner-Benicke (Grüne), Patrick Janik (CSU, UWG, SPD und BLS) sowie Marc Fiedler (FDP) zur Wahl. Allen vier sind die Fragen gleichzeitig vor einer Woche zugegangen. Geantwortet hat lediglich Eva John. Täubner-Benicke wollte für ihr Schweigen offenbar keine Begründung geben. Sie hat auf die Bitte um Rückruf nicht reagiert. Janiks Reaktion am Telefon: „Ich sehe in der Fragestellung schon wieder die Schöner-zum-See-Propaganda. Da mache ich mir gar nicht erst die Mühe das zu beantworten.“ Fiedler fand es nach eigener Aussage zu schwierig in der geforderten Kürze Anworten auf die gestellten Fragen zu geben: „Ich brauche da viel mehr Text. So sind die Fragen für mich nicht zu beantworten.“

Deshalb an dieser Stelle nur das Interview mit Eva John:

Blog:

Gesetzt der Tunnel wird realisiert. Experten prognostizieren generell bis 2035 zunehmende Verkehrsbelastungen auf Deutschlands Straßen. Mit welchen konkreten Maßnahmen werden Sie den Autoverkehr in der Starnberger Innenstadt und den Schleichverkehr in den Wohngebieten reduzieren und die Aufenthaltsqualität verbessern? Bitte nennen Sie die aus Ihrer Sicht sechs wichtigsten Maßnahmen.

John:

– Durchgangsverkehr nur auf den Hauptverkehrsstraßen und Innenstadtverkehrsberuhigung (vgl. STAgenda Lebendiges Starnberg)

– Tempo-30-Zonen in den Wohngebieten

– barrierefreie Umgestaltung des öffentlichen Raums

– noch mehr sichere Fuß- und Radwege

– mehr Bushaltestellen, bessere Takte und kleinere Busse in der Innenstadt

– Ausbau der Park&Ride-Plätze an den Bahnhöfen und dynamisches Parkleitsystem
 

Blog:

Die Stadtratsmehrheit hat sich Ende 2019 dafür ausgesprochen, die Variante 1 der von der Bahn in ihrem Ultimatum an die Stadt genannten Alternativen zu akzeptieren und der Bahn bei deren Finanzierung deutlich entgegen zu kommen. Die Variante 1 bedeutet Veränderungen an der Gleislage, eine Verschiebung der Bahnsteige nach Osten und die Errichtung eines Abstellgleises. Auf diesem abgestellte Züge werden die Sicht – zum Beispiel von der Terrasse des Bayerischen Hofes – auf den See und die Berg verstellen. Tragen Sie diese Entscheidung mit? Ja oder nein? Bitte jeweils begründen.

John:

Nein, denn das Abstell- und Wendegleis wäre eine städtebauliche Todsünde. Was wir brauchen ist der barrierefreie Ausbau des Bahnhofes, eine Verschlankung der Bahnanlagen und eine attraktive Seepromenade mit See- und Bergblick. Sofort müssen die verwahrlosten Bahnsteige instandgesetzt, die Bahnsteigdächer erneuert und Wartehäuschen und Treppenaufzüge (ggf. in Eigenregie der Stadt) installiert werden.
 

Blog:

Tunnel und Seeanbindung sind für die zukünftige Entwicklung Starnbergs bedeutend. Bitte nennen Sie konkret, ob und bei welchen Planungs- und Entscheidungsschritten Sie im Vorfeld die Bürger beteiligen wollen. Welche Beteiligungsform ist gegebenenfalls Ihr Favorit?

John:

Tunnel: Schlimm, dass die Stadtratsmehrheit den Bürgerentscheid zum Tunnel zweimal abgelehnt hat. Das durch bürgerschaftliches Engagement entstandene Konzept „Lebendiges Starnberg“, das der Stadtrat schon beschlossen hat, soll konsequent und mit Öffentlichkeitsbeteiligung umgesetzt werden.
Seeanbindung: Öffentlichkeitsbeteiligung schon beim Entwurf der Neugestaltung und abschließend einen Bürgerentscheid.

Blog:

Wenn Sie BürgermeisterIn werden, welche Projekte werden Sie sofort stoppen (3 Nennungen möglich), und welche Projekte (3 Nennungen möglich) sofort beginnen?

John:

dem Stadtrat vorschlagen, zu stoppen:
Umbau der Gleisanlagen am Bahnhof See auf Kosten der Stadt (vgl. 2. Frage)
Maximallösung bei der Erweiterung des Gewerbegebietes Schorn
sofort beginnen:
Planung für Blaulichtzentrum (Gebäude für Feuerwehr Starnberg und Rettungsdienste)
Umbau des Bahnhofsplatzes zu einem verkehrsberuhigten Bereich mit Aufenthaltsqualität
Baulandentwicklung in Söcking für geförderten Wohnungsbau