Zeitzeugen gesucht

Stadtarchiv Starnberg sucht nach Zeitzeugen.

Für ein Projekt sucht das Stadtarchiv Starnberg Zeitzeugen, die Anekdoten zum ehemaligen Gasthof Pellet-Mayer beitragen können. Die Befragten werden auf Video aufgenommen, welches später für ein geschichtliches Vorhaben verwendet werden soll. Die einzelnen Beiträge sollen eine Länge von zwei bis drei Minuten haben.

Sie erinnern sich noch an das Kino im Pellet-Mayer, hatten einen unvergesslichen Stammtisch im Gasthof oder haben noch auf der hauseigenen Kegelbahn gespielt? Dann melden Sie sich beim Stadtarchiv Starnberg telefonisch unter 08151/4462658 oder per E-Mail an stadtarchiv(at)starnberg.de. Als kleines Dankeschön erhalten Sie den Band 9 der Starnberger Stadtgeschichtsreihe zur Bau- und Siedlungsgeschichte.

Stege werden geöffnet

Das Landratsamt Starnberg hat in einer Presseinformation angekündigt, dass es das Alkoholverbot für bestimmte Plätze sowie die Sperrung der Stege an den Seen ab heute aufhebt. Die entsprechende Allgemeinverfügung, deren Bestimmungen an den 7-Tage-Inzidenzwert während der Corona-Pandemie geknüpft war, ist am 11. Mai 2021 ausgelaufen und wurde nicht noch einmal verlängert.

Siehe auch die vorherigen Artikel Klage wegen gesperrter Stege und Stege bleiben vorerst gesperrt.

Das Landratsamt will die Entwicklung der Inzidenzzahl, die gestern bei 55,6 – also deutlich unter der Grenze von 100 –  lag, sowie die Situation an Stegen und Plätzen weiter beobachten. Der Starnberger Rechtsanwalt Hans-Peter Tauche widerspricht der Aussage in der Presseinformation des Amtes, das Verwaltungsgericht habe die Stegsperrung kürzlich als rechtens erklärt. Richtig sei vielmehr, dass es seiner Mandatin mit ihrem Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz um eine kurzfristige Öffnung der Stege gegangen sei, damit sie ihrem Schwimmsport nachgehen kann. Das Gericht habe den Antrag abgelehnt, damit aber auf keinen Fall eine endgültige Entscheidung über die Rechtsmäßigkeit der Stegsperrungen getroffen. Ein ordentliches Verfahren vor dem Gericht mit einer Hauptsacheentscheidung habe bisher nicht stattgefunden.

Tauche ist überzeugt: „Insoweit war es für den Landrat absehbar, dass er in zweiter Instanz (Beschwerdeverfahren) mit der Stegsperrung keinen Erfolg gehabt hätte. Herr Frey kommt mit seiner Öffnung daher lediglich der absehbaren gerichtlichen Aufhebung zuvor.“ Dem Rechtsanwalt wäre es lieber gewesen, Landrat Stefan Frey hätte von Beginn an verbindliche Inzidenz-Werte für die Öffnung der Stege an den Seen benannt. Im Februar dieses Jahres seien diese bei einer Inzidenz  unter 35 wegen des hohen Besucheraufkommens gesperrt worden, während sie jetzt bei mehr als 50 wieder geöffnet würden. Im Übrigen vertrete auch das  Robert-Koch-Institut eine geringere Ansteckungsgefahr im Freien.

Ramadama Bilanz 2021

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Letzte Woche hat das diesjährige Ramadama unter dem Motto „Sauberes Starnberg – ge- meinsam packen wir an“ stattgefunden. „Das auf Corona-Bedingungen angepasste Konzept ist aufgegangen“, freut sich Erster Bürgermeister Patrick Janik und fügt hinzu: „Ich danke allen Helferinnen und Helfern, dass sie sich trotz der Einschränkungen für ein sauberes Stadtbild und unsere Umwelt eingesetzt haben.“

In diesem Jahr haben besonders viele Privatpersonen und Familien mitgemacht. Die Starnberger Vereine haben in kleinen Teams die Stadt von Müll und Unrat befreit und sich so perfekt auf die aktuelle Situation angepasst. Insgesamt beteiligt waren rund 100 Starnberger Bürgerinnen und Bürger. Neben Privatpersonen waren Vertreter aus Vereinen, Starnberger Firmen, der Stadtverwaltung und des Stadtrates dabei.

Die Müllausbeute kann sich sehen lassen: Zusammen haben die tatkräftigen Starnbergerinnen und Starnberger rund vier Kubikmeter Abfall gesammelt, das entspricht in etwa der Menge, die in einen großen Container oder VW-Bus reinpasst. Auch kuriose und sperrige Dinge wurden gefunden: Ein Motorradhelm, ein rostiges Fahrrad, Teile eines Warnbaken, Farbeimer und Autoreifen.

Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind dem Aufruf der Stadt Starnberg gefolgt und haben Fotos von ihrem persönlichen Ramadama eingereicht. Die Fotos werden bald als Collage im Museum Starnberger See zu sehen sein. Alle, die Fotos eingereicht haben, bekommen als Dankeschön noch einen Gutschein für freien Eintritt ins Museum zugeschickt, damit sie ihr Gemeinschaftswerk auch gleich bewundern können.“

Eigene Grusellesung

Die Stadtbücherei teilt mit:

„Lesung to go: Für Kinder ab 9 Jahren hat die Stadtbücherei Starnberg ein Materialpaket erstellt mit dem Coronakonform zu Hause eine eigene kleine Grusellesung durchgeführt werden kann.

Ursprünglich als Taschenlampenlesung zur Aktion „Ins Wasser gefallen“ des städtischen Kulturbüros geplant, konnte sie aufgrund des Veranstaltungsverbots ab Herbst 2020 noch nicht wie geplant durchgeführt werden.

Die vorbereiteten Materialien kann man sich deshalb ab Dienstag, 4. Mai 2021 für je zwei Wochen ausleihen, um sich in dem von Corona-Bedingungen erlaubten Rahmen zu gruseln. Als Vorlesetext beigefügt ist ein Ausschnitt aus dem Kinderbuch „Nightmares! Die Schrecken der Nacht“ von Jason Segel. Die reine Vorlesezeit beträgt ca. 45 Minuten.

Die Gruselbox enthält neben Dekorationsartikeln auch Materialien für drei schaurige Spiele: Ein Geräuschememory, eine Fühlbox und ein Skelett-T-Shirt das mit Hilfe einer App einen Blick in den menschlichen Körper erlaubt. Die Aktivitäten dienen zur Auflockerung und zur Vertiefung des Textes. Darin geht es um Albträume, wie sie in der Albtraumwelt Anderland entstehen und wie man sie besiegen kann. Wenn der Protagonist Charlie nachts noch durch die Küche tappst und komischen Zutaten für Heilmittelchen ausweicht, fühlen sich in der Fühlbox ein gepelltes Ei oder kalte Spaghetti ähnlich eklig an. Für die Vorleserin oder den Vorleser sind an den passenden Textstellen Hinweise angebracht, wann die beigefügten Spiele eingebaut werden können sowie natürlich Anleitungen zur Durchführung und die Auflösung zum Memory.

Mit dieser Gruselbox möchte die Stadtbücherei Starnberg für Schulkinder besondere Vorlesemomente ermöglichen bis dies wieder in unseren Räumlichkeiten möglich ist.

Bei Fragen können Sie sich während der Öffnungszeiten telefonisch unter 08151/3049 an das Büchereiteam wenden oder Sie schreiben eine E-Mail an buecherei(at)starnberg.de.“

Wochenmarkt verlegt

Am Donnerstag, 13. Mai und am Donnerstag, 3. Juni 2021 kann der Starnberger Wochenmarkt auf dem Kirchplatz nicht stattfinden, da beide Markttage jeweils auf einen Feiertag fallen. Wie bereits in den vergangenen Jahren findet der Wochenmarkt deshalb einen Tag früher am Mittwoch, 12. Mai und am Mittwoch, 2. Juni 2021 statt.

Nachruf für Prof. Helmut Bomhard

Starnberg hat eine höchst engagierte, auf Grund seines Fachwissens oft und unermüdlich mahnende, aber stets an den Themen der Stadt positiv mitarbeitende Stimme verloren. Professor Helmut Bomhard ist am 1. Mai 2021 nur wenige Wochen vor seinem 91. Geburtstag verstorben.

Für die Regierenden im Rathaus war er eher unbequem. So reagierte schon der Starnberger Ehrenbürger und langjährige Bürgermeister Heribert Thallmair leicht genervt, wenn sich Bomhard in den jährlichen Bürgerversammlungen zu Wort meldete und dort seine fundierten Vorträge hielt. Noch weniger Begeisterung kam auf, als sich Bomhard als erster Starnberger traute, in der Versammlung einen von der Mehrheit der Anwesenden befürworteten Bürgerantrag zu stellen. Schließlich konnte man den nicht so einfach abbügeln, sondern der Stadtrat musste sich innerhalb von drei Monaten damit befassen. Seit damals gibt es nun jedes Jahr solche Bürgeranträge von verschiedenen Starnbergern.

Unbequem wurde es für die bis dahin relativ ungestört agierende CSU/UWG-Mehrheit im Stadtrat auch, als unter Bomhards engagierter Mitarbeit die Bürgerinitiative Pro Umfahrung – Contra Amtstunnel (BI) gegründet wurde, er die Seniorenunion der CSU für seine Themen sensibilisierte und über die aus der BI hervorgegangene Wählergemeinschaft Pro Starnberg (WPS) zudem noch in der Stadtpolitik mitmischte, wenngleich immer aus dem Hintergrund als deren Vorstandsmitglied. Die Informationen, die er zu den zahlreichen öffentlichen Diskussionen in der Stadt beitrug, bezogen sich vornehmlich auf Themen des Verkehrs, der Luftschadstoffe – und reinhaltung, Lärmaktionspläne sowie Seeanbindung und Stadtplanung. Bis zu seinem Tod mischte er mit seiner leisen, aber nicht minder beharrlichen Art weiter mit.

Geboren worden war Helmut Bomhard in Rothenburg ob der Tauber. Nach den Abitur studierte er an der Technischen Hochschule München Bauingenieur- und Vermessungswesen. Die meisten Jahre seines beruflichen Lebens verbrachte er bei der Firma Dyckerhoff & Widmann. 1989 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Essen, wurde 1994 zum Honorarprofessor für Entwurf und Gestaltung von Ingenieurhochbauten im Hoch- und Industriebau an der Technischen Universität Dresden bestellt. Nach seinem Ausscheiden aus der Firma mit Erreichen der Altersgrenze begann Bomhard eine freiberufliche Tätigkeit als beratender Ingenieur und arbeitete weiter an der TU Dresden im Bereich „Gestaltendes Bauen“. Sein Name und seine Tragwerksplanung ist mit zahlreichen bedeutenden Bauprojekten auf der ganzen Welt verbunden, vom BMW-Vierzylinder in München bis zum Wasserturm in Riad. Besondere Beachtung fand auch sein Verfahren zum Wiederaufbau der Berliner Kongresshalle („Schwangere Auster“).

Für Professor Bomhard war es ein Erfolgserlebnis, als die Starnberger Westumfahrung eröffnet wurde und fortan die Anwohner der Hanfelder Straße nicht mehr im vorangegangenen Ausmaß mit den Folgen des übermäßigen Lkw-Verkehrs belastet waren. Hoffnungsfroh begleitete er auch die Vorstöße für eine zusätzliche Nord-Ost-Umfahrung. Dass die beiden Umfahrungen zusammen  die Stadt Starnberg viel mehr vom überbordenden Verkehr entlasten würden als der ohnehin sehr umstrittene Tunnel unter der B2 versuchte er viele Jahre lang den Bürgern klar zu machen. Die waren jedoch inzwischen der Diskussion müde und wählten 2020 die politische Mehrheit, die sich die Realisierung des Tunnels auf die Fahnen geschrieben hat. In der Suche nach Argumenten gegen dieses Projekt hat der nun gestorbene engagierte Starnberger trotzdem nicht nachgelassen.

Die Trauerfeier findet am Montag, dem 17. Mai ind der Starnberger Friedenskirche an der Kaiser-Wilhelm-Straße 18 statt, die Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis.

Stege bleiben vorerst gesperrt

Das Verwaltungsgericht München hat am 5. Mai 2021 den Antrag auf einstweilige Anordnung abgelehnt, die Sperrung der Stege am Starnberger See aufzuheben. Wie berichtet hatte der Starnberger Rechtsanwalt Hans-Peter Tauche mit seinem Antrag im Namen einer Mandantin erreichen wollen, dass das Landratsamt Starnberg die von diesem erlassene Sperrung aufhebt (siehe Klage wegen gesperrter Stege).

Laut Gericht gilt die Sperrung als Allgemeinverfügung über Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz. Diesbezügliche Anfechtungsklagen entfalteten kraft Gesetz keine aufschiebende Wirkung. Der Antrag sei unbegründet. Die in der Hauptsache zu erhebende Anfechtungsklage werde voraussichtlich keinen Erfolg haben, da das öffentliche Interesse (Einschränkung des Infektionsrisikos für die Bevölkerung) am Vollzug der Sperrungsanordnung das Interesse der Antragstellerin, den Steg als Zugang zu ihrem persönlichen Schwimmen im See zu nutzen, überwiege. Keinen Zweifel hat das Gericht daran, dass die Untersagung der Betretung von Stegen eine grundsätzlich zulässige Schutzmaßnahme ist. Dem stünden auch die inzwischen sinkenden Inzidenzzahlen im Landkreis Starnberg nicht entgegen. Auch halten die Juristen die Schließung der Stege für angemessen, Menschenansammlungen zu verhindern.

Der Eingriff in die Grundrechtsposition der Antragstellerin wiege nicht besonders schwer, heißt es weiter in der Begründung des Gerichtes, denn diese könne an anderer Stelle vom Seeufer aus zum Schwimmen gehen. Die Antragsgegenerin, das Landratsamt Starnberg hatte argumentiert, auf den Stegen sei der hohen Gefährdungslage durch den nicht eingehaltenen Mindestabstand, Nachlässigkeiten beim Masketragen und die Zahl übermäßiger Besucher bei schönem Wetter mit der Sperrung begegnet worden.

Rechtsanwalt Tauche prüft nun, ob  eine Beschwerde gegen die Entscheidung anzuraten ist. Nach einer ersten Prüfung resumierte er bereits: „Der Beschluss ist nicht hinnehmbar.“ Da könnte nach seinem Rechtsempfinden jede beliebige Fläche im Freien dauerhaft gesperrt werden, wenn sich dort zu viele Menschen aufhalten, sagt er. Er hat aber noch die Hoffnung, dass Landrat Stefan Frey die Sperrung in der nächsten Zeit selbst aufhebt.

 

Neuer Mobilfunkmast

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

In Söcking südlich der Friedhofstraße zwischen Mausoleum und der Pfarrkirche St. Ulrich wird auf städtischem Grund ein neuer Mobilfunkmast durch ein Telekommunikationsunternehmen errichtet. Die Arbeiten dazu beginnen am Dienstag, 4. Mai 2021 und sind voraussichtlich Ende Juli 2021 abgeschlossen. Der Mobilfunkmast soll im Dezember 2021 in Betrieb genommen werden. Im Anschluss daran, voraussichtlich Anfang 2022, wird der bestehende Sendemast am Höhenweg süd- östlich des Kindergartens Fortschritt zurückgebaut und außer Betrieb genommen.
Den Standort für den neuen Mobilfunkmasten hatte die Stadtverwaltung im Vorfeld mit Landratsamt und der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt und in der Stadtratssitzung vom 30. März 2020 endgültig beschließen lassen. Zudem ist der neue Standort in den „Rahmenplan zur schonenden und effizienten Mobilfunk-Versorgung in Söcking vom 9. Januar 2020“ eingebettet. Dieser wurde in der Sitzung des Bauausschusses am 13. Februar 2020 als städtebaulicher Rahmenplan beschlossen.

Museum Starnberger See

Eine Information des Museums:

Im Schein der Sterne Geschichten vom Nachthimmel

Mai 2021 bis Januar 2022

Wie Ludwig II. seine eigenen Sterne schuf und das Firmament die Menschheit seit jeher prägt. Die Ausstellung im Museum Starnberger See folgt dem menschlichen Blick in den Nachthimmel und führt ein in einen Raum der Deutungen und Projektionen. Sie verbindet kulturhistorische Betrachtung und Kunst und erzählt Geschichten der Sternbeobachtung von der Frühzeit bis in die Gegenwart. Die Installationen der zeitgenössischen Künstler*innen sind im Lochmannhaus ausgestellt – einem denkmalgeschützten Anwesen aus dem 16. Jahrhundert im Museumskomplex.

Teilnehmende Künstler*innen

Björn Dahlem, Mischa Kuball, Katarína Poliačiková, Johanna Reich, Susanne Rottenbacher, Michael Sailstorfer, Brigitte Waldach, Johannes Wohnseifer … und das Schlafzimmer von Ludwig II. nach Entwürfen von Moritz von Schwind

Seit Jahrtausenden beobachten Menschen den Nachthimmel. Schon früh – vielleicht von Anfang an – erkannten sie Bilder in den Sternen, die ihre eigene Lebenswelt spiegelten. Jägerkulturen beschrieben Tiere in den wandernden Gestirnen. Frühe Kaiserreiche sahen in ihnen himmlische Herrscher und Minister. Priester*innen und Philosoph*innen erklärten aus ihnen den Aufbau der Welt. Künstler*innen schufen aus den Sternen mythischen Figuren und Sinnbilder des menschlichen Schicksals.

Das Schlafzimmer von König Ludwig II.

Im Zentrum des historischen Teils der Ausstellung steht das Schlafzimmer der bayerischen Könige auf Schloss Hohenschwangau. König Ludwig II. ließ in dieses Zimmer einen künstlichen Sternenhimmel einbauen, um auch am Tage die Sterne leuchten zu sehen. Nach seinem Tod wurde die Installation entfernt. Für die Ausstellung erstrahlen Ludwigs Sterne wieder – in einem Nachbau des Schlafgemachs in Originaldimension im Museum Starnberger See.

Die Kunst

Für den zeitgenössischen Teil der Ausstellung sind Künstler*innen eingeladen, in deren Werken die Sterne in aktueller Reflektion erscheinen. Die Kunstwerke stehen in einer Tradition der künstlerischen Deutung des Himmelsraums, die geprägt ist vom Spannungsfeld zwischen Erstaunen, Erkenntnis und Erfindung; zwischen bewahrender Ordnung und schwindelnder Dynamik; zwischen Naturwissenschaft und Übernatürlichem.

Das Museum

Hervorgegangen aus bürgerschaftlichem Engagement vor über 100 Jahren, steht das Museum Starnberger See heute in Trägerschaft der Stadt Starnberg. Es pflegt eine historisch gewachsene Sammlung der klassischen Volkskunde und bildenden Kunst. Drei besondere Sammlungsobjekte stehen als Alleinstellungsmerkmale des Museums: Das Lochmannhaus ist seit spätestens 1520 vor Ort nachweisbar. Es ist einzigartig in seiner historischen Doppelfunktion als Hofmarksitz und Bauern- bzw. Fischerhaus. Erforschung, Erhalt, Belebung und Vermittlung des historischen Anwesens sind Kernaufgaben des Museums. Die Starnberger Heilige ist eine herausragende Skulptur des Holzbildhauers Ignaz Günther aus dem Jahr 1755 und ein glanzvolles Werk des bayerischen Rokoko. Der Delphin ist das letzte erhaltene Boot aus der Prunkflotte der bayerischen Fürsten und Könige und steht damit für die jahrhundertelange höfische Schifffahrt auf dem Starnberger See.

Die Dauerausstellungen des Museums vermitteln Geschichte und Kunst mit Bezug zur Region als Grundlage für das Verständnis der Gegenwart, des interkulturellen Austauschs und als Orientierung für die Zukunft. Die Wechselausstellungen erweitern und vertiefen die thematische Grundaufstellung des Museums und knüpfen an aktuelle gesellschaftliche Themen, Prozesse und Fragestellungen an. Dabei spielt zeitgenössische Kunst als Konfrontationsraum eine zunehmend bedeutende Rolle für das Programm. Seinen gesellschaftlichen Bildungsauftrag nimmt das Museum Starnberger See mit einem umfangreichen Vermittlungsangebot wahr.

Zur Ausstellung erscheint eine begleitende Publikation.

Museum Starnberger See Possenhofener Straße 5 82319 Starnberg

+49 (0)8151 4477570 und über die Homepage des „museum-starnberger-see“

Di-So 10:00-17:00
an Feiertagen geöffnet

In der aktuellen Situation ist eine Anmeldung zum Besuch des Museums erforderlich.

Offener Brief von Zeil

Stefan W. Zeil, Mitglied im Starnberger Ortsverband der FDP und Initiator der Petition DACH UND AUFZUG FÜR DEUTSCHLANDS „SCHÖNSTEN“ SEEBAHNHOF!, hat erneut einen offenen Brief an Bürgermeister Patrick Janik sowie die Stadträte geschrieben, den das Blog hier veröffentlicht:

„Sehr geehrter Herr Bürgermeister Janik, sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,

seit meinem ersten Schreiben an den, im März 2020 neugewählten, Starnberger Stadtrat ist ein Jahr vergangen.

Im Mai 2020 hatte ich Ihnen empfohlen:

1. Der Stadtrat muss zeitnah ein Verhandlungsteam benennen und Gespräche mit der Bahn aufnehmen.
2. Der Stadtrat muss mit einer Stimme sprechen. Unsere Empfehlung ist, dass er diese Petition einstimmig beschließt und auch kräftig weiter bewirbt.

3. In den Verhandlungen mit der Bahn muss, dann als Erstes eine Verständigung dahingehend erreicht werden, dass der Seebahnhof ein provisorisches Dach und einen barrierefreien Zugang noch im Jahr 2020 erhält. Diese Lösung muss natürlich so ausgestaltet sein, dass sie bis zur Fertigstellung des neuen Bahnhofs in ca. 20 Jahren trägt.

Zwischenzeitlich wurde unsere Anregung, direkte Gespräche zwischen Stadt und Bahn wieder aufzunehmen, aufgegriffen.

Konkrete Beschlüsse bzw. Aktivitäten der Stadt bzgl. einer kurzfristigen Lösung zu Dach und Barrierefreiheit sind mir allerdings nicht bekannt.

Angesichts des nach wie vor offensichtlich unbefriedigenden Zustandes unseres Starnberger “Bürklein” Seebahnhofs würde ich gerne wissen, wie diesbezüglich der Stand der Verhandlungen mit der Bahn ist?

Nachdem der Bundesgesetzgeber vorgibt (§ 8 Personenbeförderungsgesetz), dass für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen ist, und manche  Planungsverfahren in Deutschland durchaus etwas länger dauern können, fragen sich viele Bürger*innen, welche Erkenntnisse die Gespräche mit der Bahn hier bisher konkret ergeben haben?

Kürzlich wurden Teile des Starnberger Stadtrat im Zusammenhang mit der Seeanbindung als mutlos bezeichnet, als Petent hoffe ich sehr, dass Sie beim wichtigen Thema kurzfristige Lösung für unseren Seebahnhof standhaft bleiben.

Angesichts der aktuellen Diskussion um die Sanierung der Unterführung zwischen Ludwigstraße und Bucentaurpark, die sowieso Millionen an Steuergeld kosten wird, ist nicht nachvollziehbar, warum Sie sich als Stadträte bisher nicht für uns Bürger*innen deutlicher engagieren. Die Unterführung muss erneuert werden. Die Bahn zahlt den überwiegenden Anteil – aus Steuermitteln (!) – Förderungen kann die Stadt für ihren Anteil aus verschiedenen Fördertöpfen erhalten. Diese enge und wahrscheinlich hässlichste Unterführung Starnbergs sollte nicht einfach so wiederhergestellt werden, ohne das genau geprüft wurde was die Alternativen sind.

Wenn bereits dieses wichtige Puzzlestück für eine fahrradfreundliche Stadt unbezahlbar ist, ist wohl jede Diskussion über eine langfristige Lösung der Seeanbindung zum Scheitern verurteilt. Um so wichtiger ist demnach eine kurzfristige Lösung bzgl. Dach und Aufzug am Seebahnhof.

Im Namen der Bürger*innen, die auf Dach und Barrierefreiheit angewiesen sind – das Thema kurzfristige Barrierefreiheit des Seebahnhofs ist auf Starnbergs Spielplätzen nach meiner Erfahrung ein Dauerbrenner – appelliere ich an Sie erneut gegenüber der Bahn klare Kante zu zeigen. Auch die Coronapandemie kann keine Ausrede dafür sein, den Bahnhof weiter verrotten zu lassen.

Unser Versprechen bleibt: Wir werden bei diesem Thema nicht nachlassen.“