Wochenmarkt in Weihnachtsferien

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Die Wochenmärkte in Starnberg und Söcking haben rund um Weihnachten wie folgt geöffnet:

Der Donnerstagsmarkt am Kirchplatz findet am Donnerstag, den 24.12.2020, 31.12.2020 und am 07.01.2021 mit eingeschränkter Händlerzahl statt.

Der Freitagsmarkt in Söcking bei der Pfarrkirche St. Ulrich entfällt in den Weihnachtsferien und geht regulär wieder ab dem 15.01.2021 weiter.

Der Samstagsmarkt am Kirchplatz entfällt am 26.12.2020 und findet ab 02.01.2021 mit eingeschränkter Händlerzahl wieder statt.

Bitte haben Sie Verständnis, dass einige Händler zwischen den Jahren Betriebsurlaub machen.

Die Wochenmarkttermine in Starnberg und Söcking im Überblick (immer von 8 bis 13 Uhr):

Donnerstag, 24.12.2020: Wochenmarkt am Kirchplatz

Donnerstag, 31.12.2020: Wochenmarkt am Kirchplatz

Samstag, 02.01.2021: Wochenmarkt am Kirchplatz

Donnerstag, 07.01.2021: Wochenmarkt am Kirchplatz

Samstag, 09.01.2021: Wochenmarkt am Kirchplatz

Ab dem 14.01.2021 finden Donnerstags-, Freitags- und Samstagsmarkt wieder wie gewohnt statt.“

Bayerischer Hof ist geschlossen

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Der Betrieb des Hotels Bayerischer Hof und der Griechischen Taverne muss ab sofort eingestellt werden, da das denkmalgeschützte Gebäude erhebliche Mängel aufweist. Auf Grund des schlechten Zustandes der Gebäudesubstanz bestanden bei der Starnberger Stadtverwaltung schon lange Bedenken, ob eine weitere Nutzung des Gebäudes durch das Hotel Bayerischer Hof und die Griechischen Taverne noch vertretbar ist.
Im Dezember 2020 fanden im Auftrag der Stadtverwaltung Sicherheitsbegehungen durch die Kreisbaubehörde und einen Tragwerksplaner statt. Die Untersuchungen haben ergeben, dass die Statik des Gebäudes und insbesondere der Dachstuhl sowie die Haustechnik mit Elektroverkabelung so große Mängel aufweisen, dass akuter Handlungsbedarf besteht und die Gefährdungslage für Leib und Leben erheblich ist. „Auf Grund des schlechten Zustands des Gebäudes hat das städtische Bauamt bereits in der Vergangenheit Maßnahmen unternommen, um den Betrieb des Hotels und des Restaurants weiter aufrecht zu erhalten. Vom eigentlichen Ausmaß der Mängel wurden aber auch wir nach der letzten Begehung durch das Landratsamt und den Statiker überrascht, wir hätten nicht erwartet, dass die Mängel am Gebäude so drastisch und massiv sind“, erläutert Erster Bürgermeister Patrick Janik und fügt hinzu: „Wir bedauern es außerordentlich diesen Schritt gehen zu müssen, insbesondere im Hinblick auf die Pächter. Angesichts der vorliegenden Fakten bleibt uns jedoch keine andere Wahl.“
Der Starnberger Stadtrat wurde bereits in nichtöffentlicher Sitzung am 14. Dezember 2020 darüber informiert, dass der Betrieb des Bayerischen Hofes und der Griechischen Taverne eingestellt wer- den muss. Die Stadtverwaltung hat nach dem gefassten Beschluss durch den Starnberger Stadtrat einen Gesprächstermin mit den Gebäude-Pächtern vereinbart. Dieses Gespräch fand am heutigen Montag, 21. Dezember 2020 gemeinsam mit dem Landratsamt Starnberg statt. Beide Pächter haben zugesagt, dass sie bis auf weiteres den Betrieb des Hotels und des Restaurants einstellen wer- den. Sie wurden bereits im Vorfeld durch die Stadtverwaltung über die Gefahrenlage informiert.
Die Stadtverwaltung wird sich nun mit großem Nachdruck kurzfristig Gedanken machen, wie es mit dem denkmalgeschützten Gebäude weitergeht. Das Thema wird so bald als möglich dem Starnberger Stadtrat im neuen Jahr vorgelegt und gemeinsam evaluiert. Bis dahin muss das Gebäude stillgelegt und gesichert werden.“

Museum zum Jahreswechsel

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Das Museum Starnberger See öffnet während der Weihnachtsferien den Museumsweg und die Außenbereiche, um trotz der aktuellen Einschränkungen als lebendiger Kulturort für alle Starnbergerinnen und Starnberger da zu sein.
Ein besonderes Weihnachten steht uns bevor. Die Feiertage sind überschattet von der Pandemie und strengen Kontaktbeschränkungen. Spaziergänge in kleinstem Kreis bleiben aber erlaubt. Daher verwandelt sich das Museum Starnberger See vorrübergehend in ein „Spaziergangs-Museum“.

Zentrum dieses ist die Glasfront des Museumscafés im Innenhof. In Kooperation mit dem Stadtarchiv Starnberg wird hier in großer Projektion eine bisher unveröffentlichte Auswahl von Fotografien aus dem Nachlass von Richard Wörsching gezeigt. Die historischen Aufnahmen portraitieren ein winterliches Starnberg von damals. Die großformatige Projektion verleiht den Bildern eine leuchtende Lebendigkeit zum ruhigen Ausklang eines turbulenten Jahres.

Durch die Fenster der Stube im Lochmannhaus fällt der Blick in den kommenden Tagen direkt in die Sammlung des Museums. Hier werden auf einem großformatigen Display Fotos präsentiert, die im Rahmen der Ausstellung „Schätze schauen“ entstanden. Menschen aus der Region um den Starnberger See präsentieren auf den Bildern eine Auswahl der interessantesten, wertvollsten, geschichtsträchtigsten oder kuriosesten Objekte aus der Sammlung des Museums. Die Fotografien wurden bisher nur im Buch zur Ausstellung veröffentlicht.

Das beleuchtete Treppenhaus des Museumsneubaus zur Possenhofener Straße ist die dritte Station des Museumsspaziergangs. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Starnberg zeigen hier künstlerische Arbeiten zum Thema „Illustrierte Wörter“, die in einem P-Seminar entstanden.

Der Museumsspaziergang ist vom 20.12.2020 bis 11.01.2021 geöffnet. Die Projektion der historischen Bilder und die Fotografien in der Stube sind täglich mit beginnender Dämmerung ab 15.30 bis 21 Uhr zu sehen.

Der Museumsweg ist ab sofort rund um die Uhr geöffnet, um allen Menschen in Starnberg auch in schwierigen Zeiten einen besonderen Ort zugänglich zu machen. Wir bitten bei der Nutzung des Museumsgeländes um Einhaltung der aktuellen Infektionsschutzregeln und um Respekt für den historischen Gebäudekomplex.“

Kinder packen liebevoll Geschenke

In diesem Jahr macht der Kindergarten am Hirschanger bei der Weihnachtspäckchenaktion für die Starnberger Tafel mit. Alle Kinder aus den fünf Gruppen haben fleißig mit ihren Eltern Geschenke besorgt und verpackt und die Päckchen weihnachtlich geschmückt. Mit ihrem Einsatz sorgen sie dafür, dass auch Kinder aus Familien, denen es nicht so gut geht, tolle Geschenke unter dem Christbaum haben.

Vergangene Woche hat ein Teil der Kinder, stellvertretend für alle Kinder des Kindergartens Hirschanger, insgesamt 75 Päckchen an Erika Ardelt und Tanja Unbehaun von der Starnberger Tafel übergeben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafel verteilen die Geschenke vor Weihnachten auf dem Gelände der evangelischen Kirchengemeinde an bedürftige Familien des Landkreises.

Die Pakete enthalten Mal- und Bastelsachen, Spielzeug, Bilderbücher, Kleidung, Schreibwaren und Süßigkeiten. Beim Verpacken haben sich die Kinder mit Unterstützung ihrer Eltern viel Mühe gegeben: Jedes einzelne Päckchen ist beschriftet und verdeutlicht, für welche Altersgruppe sich das Geschenk eignet und ob es sich eher an einen Jungen oder Mädchen richtet.

Erika Ardelt und Tanja Unbehaun von der Starnberger Tafel haben ein riesengroßes Dankeschön an die Kindergartenkinder gerichtet: „Wir sind dankbar für die tolle Unterstützung. Es ist wunderbar zu sehen, wie liebevoll die Päckchen gepackt sind und wie sie den Kindern an Weihnachten mit Sicherheit ein Lächeln auf das Gesicht zaubern werden.“

Bürgerbeteiligung verschoben 

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:
„Die Corona-Pandemie wirkt derzeit in allen Lebensbereichen einschränkend. Dies betrifft auch die Stadtentwicklungsprozesse der Stadt Starnberg. So können geplante Beteiligungsveranstaltungen wie in der Septembersitzung des Bauausschusses beschlossen, vorerst nicht durchgeführt werden. Konkret geht es um eine Ortsteil-Bürgerversammlung in Leutstetten zu den Themen „Umgang mit dem Alten Feuerwehrhaus“ und die Diskussion eines „Ortsteilspielplatzes“ sowie einen Bürgerworkshop im Zusammenhang mit der Erarbeitung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts für den Ortsteil Söcking.

Öffentliche Beteiligungsveranstaltungen und die gemeinsame Diskussion sind für die Gestaltung der Stadt Starnberg wichtig, genauso wie die Möglichkeit der Teilnahme durch viele Bürgerinnen und Bürger. Um die Veranstaltungen den Themen angemessen durchführen zu können, hat sich die Stadtverwaltung dazu entschieden, diese in das kommende Jahr zu verschieben. Der Durchführungszeitpunkt ist abhängig von den weiteren Entwicklungen der Corona-Pandemie und wird frühzeitig öffentlich bekanntgegeben. Die Stadt Starnberg bittet alle Bürgerinnen und Bürger um ihr Verständnis.“

Bahnhof See bleibt ohne Dächer

Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Deutsche Bahn vor kurzem Stahlstützen auf den Bahnsteigen des Seebahnhofs Starnberg eingebaut. Wer glaubte, es könnten nun doch –  zumindest provisorisch – Dächer oder Abdeckungen auf die alte Dachkonstruktion mit den denkmalgeschützten Gußeisen-Säulen kommen, damit die Fahrgäste in diesem Winter nicht mehr in Schnee und Regen auf den Zug warten müssen, wird enttäuscht sein. Auf Nachfrage des Blog „Lokales-aus-Starnberg“ teilte ein Bahnsprecher mit:

 

„Die aktuell durchgeführten Maßnahmen dienen der Verkehrssicherung. Die vorhandene Dachkonstruktion muss mit zusätzlichen Stahlstützen / Verstärkungen gesichert werden. Weitere Maßnahmen sind aktuell nicht geplant.“

 

Am Montag hatte die ehemalige FDP-Stadträtin Iris Ziebart unter der Rubrik „Bürger fragen“ auf die neu eingebauten Stahlstützen – jeweils rechts und links jeder denkmalgeschützten Säule, die sich wie jedermann sehen kann, in einem erbarmungswürdigen Zustand befinden – hingewiesen und nachgefragt, welchen Hintergrund diese Maßnahme habe und was geplant sei, beziehungsweise, wer die Kosten getragen habe. Bürgermeister und Stadtbauamt mussten die Antwort jedoch schuldig bleiben. Sie waren zu dem Zeitpunkt noch nicht über die Veränderungen informiert. (Lesen Sie auch Zeil und Co stellen Antrag und Seebahnhof: Spenden sammeln für Testfeld)

Präsenzuntericht eingestellt

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„In Vorbereitung auf den von der Bundesregierung beschlossenen harten Lockdown muss der Präsenzunterricht der Städtischen Musikschule Starnberg ab Mittwoch, 16.12.2020 eingestellt werden. Die Lehrkräfte werden die Schülerinnen und Schüler ab diesem Zeitpunkt per Fernunterricht betreuen.“

Eröffnung Petersbrunner Straße

Eine Mitteilung des Staatlichen Bauamtes Weilheim:

Die „neue“ Petersbrunner Straße ist fertig. Freigabe für die Verkehrsteilnehmer am Mittwochnachmittag, 16. Dezember.
 
Dem Durchstich und damit der neuen Anbindung an die B 2 durch Verlängerung der Petersbrunner Straße fällt beim Umbau der Kreuzungen im Nordzulauf eine Schlüsselrolle zu. Für viele Bürger ist dies ein sichtbares und zugleich leicht nachvollziehbares Zeichen, dass es mit großen Schritten Richtung Tunnel geht.
Planerisch und baulich bedeutete dies intensive Vorbereitungen und Abstimmungen zwischen den beiden Hauptakteuren Stadt Starnberg und Staatliches Bauamt Weilheim sowie dem Landratsamt Starnberg. 2020 konnte diese gemeinsame Herausforderung am B 2 Tunnel Starnberg zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden.  
„Für das Tunnelprojekt ist dies ein erster Meilenstein“, fasst Raphael Zuber, Abteilungsleiter Bergmännischer Tunnelbau am Staatlichen Bauamt Weilheim, die Bedeutung dieser Maßnahme zusammen.
Die Verkehrsfreigabe der „neuen“ Petersbrunner Straße erfolgt am Mittwoch, den 16. Dezember 2020 am Nachmittag. Auf ein Pressefoto mit dem Ersten Bürgermeister Patrick Janik, Landrat Stefan Frey und Raphael Zuber beim Durchschneiden des Bandes wird aus aktuellem Anlass verzichtet. Viele Bürgerinnen und Bürger freuen sich auf das Befahren der neuen Trasse.
„Durch den Bau des B 2-Tunnels haben wir die Chance erhalten, den Verkehrsraum an der Petersbrunner Straße neu und übersichtlich zu ordnen und besonders auch auf die Belange von Fußgängern und Radfahrern einzugehen. Die Stadt Starnberg hat zwischen der Gautinger- und Münchner Straße einen durchgängig breiten kombinierten Geh- und Radweg baulich hergestellt, der zudem barrierefrei ausgebaut wurde. Für die geänderte Verkehrsführung wurde im Jahr 2020 die Kreuzung an der Gautinger Straße umgebaut. Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Starnberg und dem Staatlichen Bauamt hat sehr gut funktioniert. Mit der Fertigstellung des Durchstichs zur Münchner Straße in Regie des Staatlichen Bauamtes Weilheim wurde eine maßgebliche Komponente für die nördliche Zulaufstrecke des Tunnels fertiggestellt. Ich danke dem Staatlichen Bauamt Weilheim, dem städtischen Bauamt und den beteiligten Baufirmen herzlich für die gute und reibungslose Zusammenarbeit. Mein Dank geht besonders auch an die Anlieger und Gewerbetreibenden, die während der Baumaßnahme und den verschiedenen Bauphasen mit geänderter Verkehrsführung viel Geduld bewiesen haben“, erläutert Erster Bürgermeister Patrick Janik.
Landrat Stefan Frey betont: „Der Starnberger Tunnel ist ein Thema, das die Menschen in der Stadt Starnberg seit vielen Jahren umtreibt. Ich bin froh, dass wir jetzt endlich die ersten konkreten Schritte sehen und dass diese gar nicht so kleine Baumaßnahme relativ unaufgeregt über die Bühne gegangen ist. Das macht mich zuversichtlich, was die künftigen Baustellen in Bezug auf die Tunnelarbeiten angeht. Besonders freut es mich, dass es uns gemeinsam, in vielen Abstimmungsgesprächen gelungen ist, die Gelegenheit zu nutzen, die Verkehrssituation im Bereich vor dem Landratsamt für alle Verkehrsteilnehmer zu verbessern. Durch getrennte Spuren zwischen Radfahrern und Fußgängern in den Kreuzungsbereichen, rote Aufstellflächen, Blinklichter sowie die Querungsinsel mit Ampel auf Höhe des Landratsamtes wird die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger erhöht. Bodenleitsysteme und weitere Maßnahmen gehen in besonderem Maße auf die Bedürfnisse von Menschen mit verschiedenen Einschränkungen ein.“
„Unser besonderer Dank gilt den Grundstückseigentümern für ihre Zusammenarbeit und ihr Verständnis“, ergänzt Zuber. „Die Abstimmung des Bauablaufes sowie die Fertigstellung des Knotenpunkts Gautinger Straße hat mit der Stadt Starnberg in der Schlussphase nun sehr gut geklappt. Ab Mittwochnachmittag, 16. Dezember 2020 kann auch deswegen der Verkehr hier fließen“, bestätigt Zuber das positive Verhältnis zum Rathaus.
Ein Blick auf die Kosten: der Bund hat für die B 2 zwischen Petersbrunner und Moosstraße 3,5 Mio. Euro verausgabt. Für die Petersbrunner Straße bis zur Kreuzung an der Gautinger Straße zahlt der Bund ca. 1,5 Mio Euro. Das gesamte Kostenvolumen für letzteren Abschnitt beläuft sich auf 3,5 Mio. Euro. Die Stadt Starnberg, das Staatliche Bauamt Weilheim, das Wasserwerk Starnberg und der Abwasserverband Starnberger See arbeiteten hier eng zusammen. Die Förderung durch den Freistaat Bayern nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) beläuft sich auf 760.000 Euro. Dieser Betrag fließt an die Stadt Starnberg.

Moosaik – wichtiger Schritt geglückt

Der Bauausschuss des Stadtrates hat diese Woche einstimmig die Änderung des derzeit gültigen Bebauungsplanes für den Bereich zwischen Moos-, Petersbrunner- und Münchner Straße beschlossen und die Ziele für die Änderung festgelegt. Die Planungsleistungen für die Neuaufstellung des Bebauungs- und Flächennutzungsplan, die Grünordnungsplanung und den Umweltbericht werden laut Beschluss öffentlich ausgeschrieben. Hier die Pressemitteilung der Initiatoren und Investoren des Projektes „moosaik“ zu diesem Fortschritt:

 

„Ein lebendiges und besonders nachhaltiges Quartier mit einer urbanen Mischung aus Arbeiten, Wohnen und Freizeit am Starnberger Ortseingang als Ersatz für ein marodes Gewerbegebiet: Mit einem einstimmigen Beschluss macht der Starnberger Stadtrat den Weg frei zur Änderung des Bebauungsplans und damit für das Projekt „moosaik – das verbindende Quartier“. 

 

Am 10. Dezember 2020 wurde der nächste Baustein für ein innovatives Stadtquartier im Starnberger Westen gelegt. Die von der Starnberger Unternehmerfamilie Houdek vorgelegten Planungsziele für das rund 30.000 qm große Areal moosaik wurden vom Bauausschuss einhellig und unter großer Zustimmung angenommen. Um zugleich zukünftige weitere Entwicklungen im Umfeld anzustoßen, wurde ebenfalls ein Masterplan für das gesamte Gewerbegebiet beschlossen, der das Gewerbegebiet bis zur S-Bahn-Station Starnberg-Nord umfasst. Dem Stadtrat wurde ein Aufstellungsbeschluss für die Änderung des bestehenden Bebauungsplanes für das gesamte Gewerbegebiet unter Zugrundelegung der Planungsziele für das Areal vom Grundstück der Familie Houdek bis zum Grundstück der Familie Hauser an der Münchner Straße empfohlen.

 

„Beispielhafte Entwicklung für jede Stadt in Deutschland“ 

„Moosaik wird das Gesicht von Starnberg nicht nur prägen, sondern extrem positiv verändern“, attestierte Marc Fiedler, städtischer Referent für Bauen und Wohnen. „Das Projekt bringt Starnberg nach vorne, in einer Art und Weise, wie wir es hier noch nicht gesehen haben“, erwartet Fiedler. Das Projekt habe sich durch die konstruktive Zusammenarbeit von Bauherrn, Architekt, Verwaltung und Gestaltungsbeirat beeindruckend weiterentwickelt. „Bedenken wurden in einer beispielhaften Art Rechnung getragen“, lobt Fiedler. Für den Referenten steht fest, dass Starnberg eine Vorlage für modernen Städtebau abliefert. „Die Entwicklung dieses Quartiers ist beispielhaft für jede Stadt in Deutschland“, betonte Fiedler.

Zuvor hatte Stadtbaumeister Stephan Weinl mit Hinweisen auf den guten Verlauf der Zusammenarbeit für die Änderung des Bebauungsplans geworben. Es sei an der Zeit, das desolate Gewerbegebiet in Richtung urbanes Gebiet zu entwickeln. Auf Grundlage von verbindlichen Planungszielen kann das Verfahren nach der erfolgreichen Abstimmung in die nächste Runde gehen. Die Leitlinien legen unter anderem die Art der Nutzung für das künftige Quartier fest. Statt der bisherigen Monokultur ist ein bunter Mix aus Nutzungen gewünscht: innovative Gewerbebetriebe ebenso wie Handwerker, Dienstleister und Gastronomie ebenso wie Betreuungsangebote und öffentliche Einrichtungen als auch Zentralen von Rettungsdiensten. Ein Augenmerk soll auch auf der Schaffung von Wohnraum liegen.

Das Thema Nachhaltigkeit und Ökologie ist ein zentraler Aspekt der beschlossenen Planungsziele: vorgesehen sind unter anderem „klimagerechte Mobilitätskonzepte mit Verbesserung der Fuß- und Radwegeverbindung“, eine konsequente „Durchgrünung“ zur Förderung des Stadtklimas, „klimagerechtes Regenwassermanagement“ und auch die Architektur soll nicht nur „hochwertig“ und „dem Ort angemessen“ sein, sondern zudem „klimagerecht“.

Rudolf Houdek fühlt sich nach der Sitzung bestärkt, das moosaik weiterhin mit außergewöhnlichen Engagement und einem besonderem Qualitätsanspruch voranzutreiben. „Wir sind sehr angetan von der positiven Dynamik, die sich rund um das Projekt entwickelt hat. Ich bedanke mich bei den Stadträten für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen in unsere Arbeit“, so Rudolf Houdek.

Auch Robert Houdek blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Trotz der besonderen aktuellen Bedingungen hat unsere Vision im vergangenen Jahr einen großen Schritt nach vorne gemacht. Ich glaube, hier ist nicht zuletzt die Teamarbeit ein Erfolgsrezept. Gerade wenn man als Bauherr viele Hausaufgaben zu erledigen hat, ist die gemeinschaftliche Herangehensweise ein wichtiger Antreiber“, so Robert Houdek.

 

Entwicklung in guter Nachbarschaft 

Nicht nur auf politischer Ebene kommt „moosaik – das verbindende Quartier“ gut voran: In der Zwischenzeit konnte die Investorengruppe unter Leitung von Rudolf und Robert Houdek die Gespräche mit der Nachbarschaft erfolgreich abschließen. So ist nun auch Familie Baasel mit ihrem ehemaligen Firmengelände offizieller Partner des Projekts. „Wir freuen uns, dass wir Teil dieser schönen Entwicklung sein können, die eine große Chance für ein zukunftsfähiges Starnberg bietet – sowohl was die spannende Architektur betrifft, als auch die vielseitige Nutzung“, so Susy Baasel.

Die Firma Baasel Lasertech hatte sich unter dem Label „Spitzentechnologie made in Starnberg“ einen Namen gemacht. Vor vier Jahren hat das erfolgreiche Unternehmen Starnberg in Richtung Gilching verlassen. Seither wurde viel über die bestmögliche Nutzung des ehemaligen Firmengeländes diskutiert. Auch durch die kooperative Vereinbarung mit Familie Hauser, die ihre Grundstücke in das Projekt einbringt, aber weiterhin als Eigentümerin im Bestand hält, wird moosaik seinem Namen als verbindendes Quartier gerecht. Zudem, weil es der Investorengruppe gelungen ist, noch weitere benachbarte Grundstücke anzukaufen und in die Planungen zu integrieren.

 

Gestaltungsbeirat schafft weitere Qualitäten

Auch die planerischen Arbeiten rund um Architektur und Städtebau wurden in den vergangenen Monaten engagiert vorangetrieben. Gerne sind die Bauherren einer Empfehlung der Verwaltung gefolgt, einen unabhängigen Gestaltungsbeirat einzuberufen. Hochrangige Experten fördern seither die Qualität des Konzepts in den Bereichen Städtebau, Architektur, Mobilität, Nachhaltigkeit und Umweltschutz mit ihren spezifischen Erfahrungen. Die von Kehrbaum Architekten skizzierte Vision eines gemischten Quartiers mit urbaner Dichte, viel Grün, ökologischen Baustoffen und nachhaltigen Mobilitätslösungen wurden von dem beratenden Gremium in mehreren Sitzungen reflektiert und in der Grundausrichtung sehr positiv bewertet. „Ich freue mich, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, unsere Konzepte durch den ganzheitlichen Blick hochkarätiger Experten und Kollegen mit ihrem ganz speziellen Blickwinkel zu fokussieren. So kommt das gesamte Projekt in den Genuss einer zusätzlichen Qualitätssteigerung“, betont Architekt Kehrbaum. „Ich freue mich, dass der Beirat einhellig von dem Gesamtkonzept überzeugt ist“, so Kehrbaum. Er freue sich darauf,  die zusätzlichen Empfehlungen in das Projekt einarbeiten.

Die Namen und Funktionen der Personen im Gestaltungsbeirat gewährleisten höchste Expertise: Im Bereich Stadtplanung kommen die Anregungen von Prof. Franz Pesch. Im Feld der Architektur gibt Prof. Markus Allmann seine Erfahrungen weiter. Die Landschaftsarchitektur wird von Prof. Susanne Burger als Expertin für Landschaft und Freiraum bereichert. Unterstützt werden diese drei Experten von weiteren Spezialisten: Prof. Klaus Bogenberger, Leiter des Lehrstuhls für Verkehrstechnik an der TU München, berät in Sachen zukunftsfähiger Mobilität, Dr. Hans Michael Schober bewertet die Naturschutzaspekte unter besonderer Berücksichtigung des nahegelegene einzigartigen Biotops, während die energetisch vorbildliche Planung  von Prof. Thomas Auer, Lehrbeauftragter am TUM-Lehrstuhl für Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen, unterstützt wird.

In bisher drei Sitzungen haben die Experten gemeinsam mit Bürgermeister, Stadträten und Verwaltung die vom Architekten vorgestellten Ziele vielschichtig betrachtet und diskutiert. Nachdem die Empfehlungen und Optimierungen eingearbeitet wurden, werden sie vertieft in die Planung einfließen.  

 

Nächster Baustein: Frühzeitige Bürgerbeteiligung

Die Ergebnisse aus der kollegialen Zusammenarbeit zwischen dem Gestaltungsbeirat und dem Architekten der Investoren sind nun zugleich die Grundlage des formellen Bebauungsplan-Verfahrens. Sobald der Beirat und der Stadtrat das städtebauliche Konzept bestätigen, kann die frühzeitige Bürger- und Trägerbeteiligung starten. In diesem Verfahrensschritt werden sowohl den Bürgerinnen und Bürgern als auch den Trägern öffentlicher Belange die Ziele der Planung umfänglich vorgestellt. Alle Starnberger Bürgerinnen und Bürger, aber auch sämtliche Fachstellen sind in diesem Zeitraum eingeladen, ihre jeweiligen Anregungen oder Bedenken zu dem Planungsziel zu äußern. Dies erfolgt voraussichtlich im ersten Halbjahr 2021.

 

Einmalige Chance für Starnberg 

„moosaik – das verbindende Quartier“ geht zurück auf eine Initiative der Starnberger Unternehmerfamilie Houdek, die gemeinsam mit Partnern und Nachbarn auf ihrem ehemaligen Werksgelände und im direkten Umfeld ein Quartier entwickeln möchte, das mit integrativem Nutzungsmix auf die Anforderungen modernen Städtebaus reagiert. Das marode Gewerbegebiet galt seit Jahren als Sorgenkind der Stadt. Vor allem der desolate Stadteingang mit seinen in die Jahre gekommen Gebäuden ließ in der Bevölkerung den Wunsch nach einer Veränderung immer stärker werden.

Gemeinsam mit der professionellen Unterstützung des erfahrenen Unternehmers Rainer Scherbaum sowie den Nachbarn Baasel und Hauser verwandeln Rudolf Houdek und Robert Houdek das Grundstück zwischen Moos- und Petersbrunner Straße in ein qualitativ hochwertiges und architektonisch ansprechendes Quartier, das die Bereiche Arbeit, Wohnen und Freizeit integriert und das Moos mit dem See verbindet.

Die besonderen Rahmenbedingungen machen die qualitätsvolle Planung überhaupt erst möglich. Durch die Eigentümerstruktur und das Ansinnen der Partner, die Immobilien im Bestand zu halten, geht es allen Beteiligten darum, ein wirklich nachhaltiges und qualitativ hochwertiges Quartier zu schaffen. So wird es möglich, einen Nutzungsmix zu realisieren, innovative Architektur auf den Weg zu bringen, Handwerk und Hightech zu verbinden, auf Holz und Recyclingbeton zu setzen, viel Begegnungsräume und Grünflächen zu schaffen und besonders ökologisch und energetisch vorbildlich zu planen. „Auf dieser Grundlage wird hier ein Pilotprojekt für zukunftsfähige Quartiere in Bayern entstehen“, ist Architekt Klaus Kehrbaum überzeugt.

Als die Vision am 23. Januar 2020 zum ersten Mal in der Vollversammlung des Starnberger Stadtrats vorgestellt wird und Architekt Klaus Kehrbaum die Leitlinien erläutert, gibt es einhellige Zustimmung. Das liegt auch an der Familiengeschichte. Es ist nicht das erste Mal, dass unter dem Namen Houdek entscheidende Akzente für die zukunftsfähige Entwicklung Starnbergs gesetzt werden: Die Houdeks waren 1962 die Ersten, die mit dem Bau ihres Firmensitzes an der Petersbrunner Straße, die Entwicklung des Gewerbegebietes am Moos angestoßen haben. “

Lesen Sie hierzu auch Gewerbegebiet Nord: Ein Stück Zukunft und Houdek-Pläne: Ziel im Bebauungsplan.

„Stadtbär“ to go

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Die Stadtbücherei Starnberg bringt Auszüge der Geschichte „Stadtbär“ in den Bucentaurpark. Aufgrund der Schließung der Stadtbücherei finden momentan auch keine Bilderbuchkinos statt. Deshalb hat sich die Stadtbücherei eine andere Möglichkeit überlegt, um auch während dieser Zeit Leseförderung zu vermitteln. Auf 16 temporären Schildern wird die Geschichte „Stadtbär“ präsentiert. Der Bär macht sich auf den Weg in die Stadt, um seine Freunde zu finden. Dabei erlebt er jede Menge Abenteuer. Somit können Kinder, Eltern und alle anderen Interessierten bei einem Spaziergang die Geschichten über den abenteuerlustigen Bären lesen und ansehen.

Die Schilder wurden in Zusammenarbeit mit dem städtischen Betriebshof angefertigt und aufgebaut. Zukünftig hat das Team der Stadtbücherei geplant, weitere Geschichten temporär im Stadtgebiet zu präsentieren. Die Geschichte kann in den nächsten Wochen bis zum 10. Januar 2021 angesehen und gelesen werden. Bei Fragen können Sie sich während der Öffnungszeiten unter Tel: 08151/3049 an das Büchereiteam wenden oder Sie schreiben eine E-Mail an buecherei(at)starnberg.de.