Gelöbnis ohne Stil und Ton

Dem Starnberger Stadtrat gehören ab sofort zwei neue Mitglieder an. Es sind Johannes Glogger und Raphael Felber, die auf die ausgeschiedenen WPS-Stadträte Günther Picker und Markus Mooser folgen. Der öffentlichen Vereidigung fehlte jedoch jegliche Feierlichkeit, die sonst bei solchen Anlässen üblich ist.

Die Stadtratssitzung gestern Abend wurde von Vizebürgermeisterin Angelika Kammerl geleitet, weil Bürgermeister Patrick Janik nach ihren Angaben verhindert war. Kokettierend griff sich Kammerl schon zu Beginn der Sitzung immer wieder an die auffällige goldene Kette um ihren Hals: „Sie haben ja schon gesehen, dass ich heute aus besonderem Anlass die Amtskette trage“, ließ sie die Stadträte mehrmals wissen. Es sei ihr eine Ehre heute zwei neue Stadträte zu vereidigen. Bevor man in die Tagesordnung einstieg erläuterte die Vizebürgermeisterin noch, dass sich aus Kostengründen immer zwei Stadträte ein Mikrofon der Sprechanlage teilen müssten: „Wir haben nur 15 Stück. Nochmals 15 zu mieten kostet rund 650 Euro pro Sitzung. Wir müssen sparen. Würden wir die selbst kaufen, würde es noch teurer.“ Da die Stadträte bedingt durch die Coronakrise im großen Saal der Schlossberghalle wie in der Schule jeder einzeln an einem weit vom Nachbarn abgesetzten Tisch sitzen, ein nicht ganz leichtes Unterfangen. Es waren allerdings auch mehrere Saalmikrofone aufgestellt, doch die wollte außer Bürgern, die vor der Sitzung noch Fragen stellen wollten, niemand nutzen.

Als der Tagesordnungspunkt der Vereidigung der beiden neuen Stadträte aufgerufen wurde, überlegte Kammerl laut, dass sie wohl am besten auf ihrem Platz vorn vor dem Gremium stehen bleibe. Glogger und  Felber sollten sich erheben und ihr die Gelöbnisformel nachsprechen. Kein anderer Stadtrat hielt es für angebracht, sich ebenfalls zu erheben, geschweige denn Glogger und Felber ein Mikrofon zu geben, denn auf ihren Plätzen befand sich keines. Auch wurden die Beiden nicht einzeln vereidigt, sondern sozusagen „in einem Abwasch“. Zu verstehen waren sie nicht. Selbst Kammerl ulkte: „Ich weiß jetzt gar nicht genau was Sie gesagt haben.“ Es wäre durchaus anders gegangen, wäre Kammerl mit dem Saalmikrofon zu den beiden zu Vereidigenden gegangen oder hätte diese damit zu sich gebeten. Selbst der geforderte Corona-Abstand wäre dabei einhaltbar gewesen.

Gipfel der Stillosigkeit war die „Nicht-Überreichung“ der Blumensträuße an Glogger und Felber. Zwei in Zeitungspapier eingewickelte Sträuße standen in Vasen hinter Kammerl auf der Bühne. Sie zeigte auf die vorbereiteten Geschenke und meinte, am besten lasse man die so eingewickelt in der Vase hier stehen, denn die Blumen brauchten ja Wasser, und sonst müssten Glogger und Felber die nachher nur wieder einwickeln.

Die Amtskette blieb übrigens danach für den ganzen weiteren Sitzungsverlauf um Kammerls Hals.

11. Band Stadtgeschichte

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Am Dienstag, 22. September wurde im großen Saal der Schlossberghalle der elfte Band der Starnberger Stadtgeschichte „Gotteshaus und Totenacker. Die Ausgrabung der ehemaligen Pfarrkirche St. Benedikt in Starnberg (2007-2009)“ vorgestellt. „Mit dem neuen Band der Starnberger Stadtgeschichte wird ein Stück weit Licht ins Dunkel der Besiedelungsgeschichte Starnbergs gebracht. Ich bedanke mich besonders bei Herrn Dr. Christian Later, der die Grabungen für die Stadt durchgeführt und anschließend diese spannenden Erkenntnisse mit weiteren engagierten Autoren zu Papier gebracht hat“, so Erster Bürgermeister Patrick Janik.

Das Werk beschäftigt sich mit der wohl ältesten Starnberger Pfarrkirche St. Benedikt sowie dem dazugehörigen Friedhof, deren Relikte bei Bauarbeiten in der Possenhofener Str. im Jahr 2007 wieder zu Tage traten. Bei anschließend durchgeführten Grabungen wurden die Überreste von mindestens drei Kirchen sowie über 350 Gräber gefunden und anschließend mordernsten wissenschaftlichen Standards entsprechend untersucht. Detailliert werden in dem Buch daher sowohl die Geschichte des Gotteshauses als auch die Grabungen und deren Ergebnisse präsentiert.

„Mit diesem Buch können wir den Starnbergerinnen und Starnbergern ein bislang unbekanntes, spannendes Stück Stadtgeschichte an die Hand geben. Und es ist gleichzeitig der Schlusspunkt einer eigenen, neuen Geschichte, die zeigt wie Bodendenkmalpflege im Optimalfall funktioniert“, betonte Generalkonservator Prof. Mathias Pfeil, Leiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege.

Die Anfänge des Gotteshauses können dank der archäologischen Grabungsergebnisse bis in das 7. Jahrhundert zurückverfolgt werden und setzen somit wesentlich früher an als die überlieferten schriftlichen Quellen zur Starnberger Geschichte, welche erst ab dem 13. Jahrhundert zu finden sind.

Interessierte können die gesammelten Erkenntnisse ab sofort in Buchform für 29,80 Euro im Buchhandel erwerben.

Offener Brief an Janik

Stefan W. Zeil, FDP- Mitglied, hat einen offenen Brief an Bürgermeister Patrick Janik geschrieben, in dem er diesen bittet, die Verbesserung der Situation am Starnberger Seebahnhof zur Chefsache zu machen. Zeil schreibt:

„…seit über acht Jahren hat der Starnberger Seebahnhof kein Dach mehr. Barrierefrei war der Bahnhof noch nie. Deshalb habe ich – bekanntermaßen – im Januar 2020 die Petition DACH UND AUFZUG FÜR DEUTSCHLANDS “SCHÖNSTEN” SEEBAHNHOF! unter Webseite „openpetition.de/!Seebahnhof“ gestartet. Die Petition fordert den Starnberger Bürgermeister Patrick Janik und den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Dr. Richard Lutz, auf, sich kurzfristig abzustimmen und dafür zu sorgen, dass der Starnberger Seebahnhof noch im Jahr 2020 ein Dach und einen barrierefreien Bahnsteigzugang bekommt.
Am 15. Juli 2020 wurde die Petition offiziell an Sie als Starnbergs 1. Bürgermeister übergeben. Dabei haben Sie öffentlich gegenüber dem Starnberger Merkur mitgeteilt, dass auch Sie das Anliegen der Petition, ein provisorisches Dach für den Starnberger Seebahnhof, unterstützen.
Mit Schreiben vom 21. August 2020 hat der Konzernbevollmächtigte für den Freistaat Bayern der Bahn, Klaus-Dieter Josel, mitgeteilt, “dass bis zur Klärung des […] juristischen Sachverhaltes kein barrierefreier Ausbau sowie weitere bauliche Maßnahmen erfolgen können.”
Die Stadt Starnberg ist in der Pflicht
Mit dieser Rückmeldung der Bahn sind nun Sie in der Verantwortung, auf eine kurzfristige Lösung beim Seebahnhof im Sinne der Petition hinzuwirken. Die Ausrede der Bahn ist für die Starnberger*innen nicht akzeptabel und entbehrt auch jeder Grundlage, da der von der Bahn eingereichte Rechtsstreit Jahre dauern kann und davon keinerlei Beitrag zu einer kurzfristigen Lösung zu erwarten ist. Dieser Prozess dürfte wohl mehr Kosten verursachen, als für eine kurzfristige Lösung überhaupt aufzuwenden wären.

Mit dem Programm „Bayern barrierefrei“ treibt der Freistaat Bayern den Abbau von Barrieren voran. Der Freistaat stellt dafür allein von 2015 bis 2020 mehr als 656 Millionen Euro zur Verfügung. Das Ziel der Staatsregierung ist klar: Bayern soll bis 2023 im öffentlichen Raum und im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) barrierefrei werden.
Ich fordere Sie daher konkret auf:
– Machen Sie das Thema “Kurzfristige Lösung am Seebahnhof im Sinne der Petition“ zur Chefsache.
Handlungsmöglichkeiten der Stadt Starnberg
– Zeigen Sie den Starnberger*innen, dass Sie die Interessen der Seebahnhofnutzer*innen beim Thema “Kurzfristige Lösung am Seebahnhof im Sinne der Petition” vertreten, indem auch Sie sich öffentlichkeitswirksam an die Bahn wenden.
– Setzen Sie das Thema “Kurzfristige Lösung am Seebahnhof im Sinne der Petition” bei jeder Stadtratssitzung auf die Agenda des öffentlichen Teils und berichten Sie der Öffentlichkeit zum Sachstand.
– Nutzen Sie die Möglichkeiten der Prozessordnung (unabhängig vom Streitgegenstand Schadensersatz), um die Bahn zur Vernunft zu bringen: z.B. mit einem Teilvergleichsvorschlag oder ggfs. einer Widerklage bzgl. einer kurzfristigen Lösung im Sinne der Petition.
– Setzen Sie alle Hebel in Bewegung, um politischen Druck auf die Bahn aufzubauen (Ihre Gruppierung stellt in Bayern fünf Mitglieder der Staatsregierung; die Partei Ihrer Stellvertreterin stellt die Verkehrsminister*innen in Freistaat und Bund)
– Schreiben Sie – wie andere Stadtratsmitglieder auch – an den Ministerpräsidenten und bitten Sie ihn, hier für Starnberg aktiv zu werden.
– Treiben Sie die konkrete Planung einer kurzfristigen Lösung im Sinne der Petition voran und prüfen Sie, welche Fördergelder es hier unter welchen Voraussetzungen gibt (Stichwort: „Bayern barrierefrei“ – Hat die Stadt Starnberg hier bereits eine Förderung beantragt?). Für das Dach stehen Ihnen zudem bereits ca. 50.000 Euro zur Verfügung.
– Richten Sie einen Infostand am Bahnhof ein, an dem die Bürger*innen die Petition unterschreiben können.
Es gibt viele weitere Möglichkeiten, juristisch und politisch das Thema “Kurzfristige Lösung am Seebahnhof im Sinne der Petition” voranzutreiben.

Unser Landrat Stefan Frey kritisierte bereits 2017 in seiner Funktion als Stadtrat eine zu “passive Haltung der Stadt” gegenüber der Bahn und gab den Ratschlag “dringend Kontakt zur Bahn aufnehmen.”
Aus Ihrer Gruppierung kommt übrigens deutliche Unterstützung von Herrn Prof. Gaßner, der bekanntlich mit den Bahnverträgen gut vertraut ist, und mir mitgeteilt hat: „Ich kann Ihnen zusichern, dass ich mich mit vollen Kräften für die Ziele Ihrer Petition einsetzen werde.“
Einladung zum Gedankenaustausch
Der anhängige Rechtsstreit zwischen Stadt und Bahn kann die politischen Entscheidungsträger in Starnberg nicht aus der Verantwortung für eine kurzfristige Lösung am Seebahnhof im Sinne der Petition entlassen.
Es braucht nun beherztes Handeln durch die Stadt Starnberg, insbesondere durch ihren ersten Bürgermeister. Insofern bitte ich Sie – auch im Namen meiner über 500 Mitpetenten – hier zeitnah konkrete Handlungsschritte zu benennen.
Wir werden Ihren Bericht zum Sachstand “Kurzfristige Lösung am Seebahnhof im Sinne der Petition” in der Stadtratssitzung vom 28. September 2020 bewerten und abhängig davon weitere Schritte und Aktionen planen. Es würde uns darüber hinaus sehr freuen, wenn Sie uns als Gesprächspartner zu einer Diskussion bzgl. der kurzfristigen Lösung am Seebahnhof zur Verfügung stehen würden.
Seien Sie versichert: Meine Mitstreiter*innen und ich werden nicht lockerlassen, bis der Starnberger Seebahnhof ein Dach hat und barrierefrei ist.“

Seebahnhof – gemeinsame Veranstaltung

Stefan W. Zeil, der Initiator der Petition, die dem Starnberger Seebahnhof endlich zu Bahnsteigdächern und einem Aufzug verhelfen soll, sowie Maximilian Ardelt, Vorsitzender des Bürgervereins “ Schöner zum See“, der seit vielen Jahren für Verbesserungen an diesem Bahnhof samt Umfeld kämpft und eine Gleisverlegung wie von UWG-Stadtrat Otto Gaßner 1987 für Stadt und Bahn ausgehandelt ablehnt, ziehen jetzt an einem Strang. Sie laden zu einer gemeinsamen Veranstaltung ein:

„…die Zukunft des Starnberger Seebahnhofs und dabei insbesondere eine kurzfristige Lösung seiner unhaltbaren gegenwärtigen Zustände ist ein Anliegen aller Starnberger*innen. Aus diesem Anlass laden der Verein SCHÖNER ZUM SEE e.V. (SzS) und die Petition “DACH UND AUFZUG FÜR DEUTSCHLANDS “SCHÖNSTEN” SEEBAHNHOF! zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch zum Thema „Dach und Aufzug für unseren Seebahnhof: Jetzt!“ ein:
Wo: Hotel Bayerischer Hof, 

Wann: 03.10.2020, 16:00 Uhr

Eine Anmeldung ist vor dem aktuellen Hintergrund erforderlich unter seebahnhof(at)posteo.de oder info(at)schoener-zum-see.de. Zudem können Sie uns unter diesen E-Mailadressen auch Ihre Forderungen / Wünsche / Vorstellungen zum Thema kurzfristige Lösung am Seebahnhof zukommen lassen.

Hierzu erklärt Stefan W. Zeil: „Es geht um eine kurzfristige Lösung bzgl. Dach und Barrierefreiheit. Stadt und Bahn sind in der Verantwortung jetzt schnell eine Teileinigung im Sinne aller Betroffenen zu erreichen.“
Maximilian Ardelt erklärt: „Der Verein SCHÖNER ZUM SEE unterstützt ausdrücklich die Petition “DACH UND AUFZUG FÜR DEUTSCHLANDS “SCHÖNSTEN” SEEBAHNHOF! und fordert alle Starnberger*innen auf diese zu unterschreiben. Konkrete Vorschläge einer kurzfristigen Lösung für besseren Wetterschutz und Barrierefreiheit liegen vor und werden von uns nachdrücklich eingefordert.“
Mit freundlichen Grüßen
Maximilian Ardelt

Vorsitzender, Verein Schöner zum See e.V.
Stefan W. Zeil

Initiator Petition “DACH UND AUFZUG FÜR DEUTSCHLANDS “SCHÖNSTEN” SEEBAHNHOF!“

Schnitzeljagd

Die Stadtbücherei Starnberg holt anlässlich des Weltkindertags am 20. September 2020 die Buch- Gutschein-Aktion „Ich schenk dir eine Geschichte“ nach, die ursprünglich am Welttag des Buches am 23. April stattgefunden hätte.

Alle Kinder, die in der Zeit vom 22. bis zum 26. September 2020 in der Stadtbücherei eine Schnitzeljagd bestehend aus fünf Rätselstationen absolvieren und die richtige Lösung herausfinden, erhalten als Belohnung das Buch „Abenteuer in der Megaworld“ von Sven Gerhardt mit Illustrationen und Bildergeschichte von Timo Grubing.

Über das Buch:

Magnus, Mithat, Vicky und Flora könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch sie alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie haben das große Los gezogen und in einem Preisausschreiben eine exklusive Eintrittskarte für den neuen Mega-Erlebnispark gewonnen. Der Park ist am Premierentag nur für die vier geöffnet. Doch es läuft nicht rund: Eine Panne jagt die nächste. Außerdem geht Magnus den anderen mit seinem obercoolen Gehabe tierisch auf die Nerven. Als dann während der atemberaubenden Fahrt auf der Wildwasserbahn auch noch der Strom ausfällt, spitzt sich die Situation zu. Nun ist Teamgeist gefragt, denn nur gemeinsam können sich die Kinder aus dieser brenzligen Situation befreien.

Über den Welttag des Buches:
„Ich schenk dir eine Geschichte“, ist eine deutschlandweite Kampagne zur Leseförderung, die dieses Jahr bereits zum 24. Mal stattfindet. Damit soll Kindern der 4. und 5. Klassen bundesweit die Freude am Lesen geschenkt werden.

Bei Fragen können Sie sich während der Öffnungszeiten unter Tel: 08151/3049 an das Büchereiteam wenden oder Sie schreiben eine E-Mail an buecherei(at)starnberg.de.

Faire Woche

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Im Rahmen der deutschlandweiten „Fairen Woche“ haben engagierte Mitglieder der städtischen Fairtrade-Steuerungsgruppe am gestrigen Donnerstag auf dem Wochenmarkt am Kirchplatz über das Thema Fairer Handel und Nachhaltigkeit informiert.

Stadträtin Kerstin Täubner-Benicke und Ulrike Stockmar vom Starnberger Weltladen hatten aber auch fair gehandelte Schokolade zum Probieren und allerlei Informationsmaterialien rund um den fairen Handel dabei, darunter Rezepthefte von Trans-Fair e.V. Auch der fair produzierte Kaffee aus dem Starnberger Weltladen kam gut an. Viele interessierte Starnbergerinnen und Starnberger informierten sich am Stand der Steuerungsgruppe über den Fairen Handel und worauf man beim Kauf von Lebensmitteln, Kleidung und Textilien achten sollte. Auch erfuhren sie, welche Starnberger Geschäfte und Gastronomen Produkte mit dem Fairtrade-Siegel im Sortiment haben und welche Aktio- nen die städtische Steuerungsgruppe bisher ins Leben gerufen hat.

Unter der Homepage der Stadt, Rubrik „Gesellschaft und Soziales“ können Interessierte mehr über das Engagement der Fairtrade-Stadt Starnberg erfahren. Dort finden Sie auch eine Liste mit den beteiligten Einzelhändlern und Gastronomen.

Zum Hintergrund:

Seit Sommer 2019 ist die Stadt Starnberg offiziell Fairtrade-Stadt. Im Rahmen des Starnberger Stadtfestes wurde die Zertifizierungsurkunde feierlich durch einen Vertreter von Trans Fair e.V. überreicht.

Die Steuerungsgruppe, ein Zusammenschluss aus Ehrenamtlichen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, hat es nach dem positiven Stadtratsbeschluss im Mai 2017 für eine Bewerbung geschafft, alle Kriterien für den Titel zu erfüllen. Neben dem Starnberger Gymnasium konnten die Kirchengemeinden, die STAgenda 21, der Weltladen Starnberg sowie Gastronomen, Einzelhändler und Vereine als Partner gewonnen werden.

Starnberg ist eine von über 2.000 Fairtrade-Städten in 36 Ländern. In Deutschland tragen inzwischen rund 600 Kommunen den Titel. In allen Fairtrade-Städten haben sich Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft vernetzt und fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene.“

Abschlussfest Leseclub gelungen

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Über 179 Anmeldungen gab es dieses Jahr für den zum vierten Mal durchgeführten Sommerferien- Leseclub der Stadtbücherei Starnberg. Zusammen haben die sechs- bis zwölfjährigen Kinder 1.112 Bücher gelesen und bewertet. Damit wurde dieses Jahr erneut ein neuer Rekord aufgestellt.

Als Belohnung für ihr Engagement in den Schulferien haben sich ca. 60 Kinder am Samstag in der kleinen Schlossberghalle eingefunden um von Frau Rund bei dem Theaterstück „Ein Buch – ein Wurm – Ein Bücherwurm“ zum Lachen und Staunen gebracht zu werden.

Im Anschluss fand durch die Zweite Bürgermeisterin Angelika Kammerl die Preisverlosung statt. Es wurden Eintrittskarten für den Bayernpark, Gutscheine für das Seebad, die Eiswerkstatt, Eisdiele Stracciatella, für Spielgolf, die Bücherjolle sowie Badehandtücher, Spielwaren, und Überraschungspakete verlost.

Ein besonderer Dank gilt folgenden lokalen Unternehmen, die wieder Preise für die leseeifrigen Kinder gespendet haben: Bücherjolle, Buchhandlung Rupprecht, Eisdiele Stracciatella, Eiswerk- statt, gwt, Schreibwaren Zwickel, Seebad Starnberg, Spielgolf und Spielwaren Krömer.

Zudem erhielt der 9-jährige Vielleser Sungmin, der im Aktionszeitraum 52 Bücher gelesen hat ein Badehandtuch. Die Kinder mit den drei kreativ gestalteten Bewertungskarten erhielten zusätzlich einen Buchpreis.

Daneben ging kein Kind leer aus. Neben einer Urkunde hat jedes Kind einen Trostpreis erhalten.

Alle Kinder, die am Samstag nicht persönlich anwesend waren, können ihre Urkunde sowie ggf. gewonnenen Preise während der Öffnungszeiten in der Bücherei im 1. OG an der Info abholen.

Bei Fragen können Sie sich während der Öffnungszeiten unter Tel: 08151/3049 an das Büchereiteam wenden oder Sie schreiben eine E-Mail an buecherei(at)starnberg.de.

Fair Trade auf dem Markt

Die Auszeichnungsfeier der Stadt Starnberg zur Fair-Trade-Town ist nun mehr als ein Jahr her. Bis zur Zertifizierung war es ein intensiver Weg und um weiterhin „Fair-Trade-Town“ zu sein, bedarf es vieler Bemühungen.

Die Steuerungsgruppe, bestehend aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, des Stadtrates und zahlreichen Ehrenamtlichen aus verschiedensten Bereichen, trifft sich regelmäßig, um neue Aktionen zu planen und sich über das Thema“Fair Trade“auszutauschen.

Aufgrund der Corona-Pandemie war es in diesem Jahr zeitweise leider unmöglich, geplante Aktionen und Veranstaltungen umzusetzen. Die Steuerungsgruppe ist sich jedoch einig, dass es jetzt wieder an der Zeit ist, ihre Arbeit auch in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Daher dürfen sich die Besucherinnen und Besucher des Starnberger Wochenmarktes im Rahmen der „Fairen Woche“ am Donnerstag, 17.09.2020 ab 9 Uhr auf dem Kirchplatz über einen Stand freuen, an dem sie sich über das Thema Fair-Trade informieren und einige Schmankerl probieren können.

Negative Antwort der Bahn

Wie berichtet hat Stefan W. Zeil, Mitglied im Starnberger Ortsverband der FDP, eine Petition gestartet, die dem Starnberger Seebahnhof zu einem Aufzug zu den Bahnsteigen und zu deren Bedachung verhelfen soll. Die Petition erfreut sich großer Unterstützung in der Bevölkerung, scheint die Verantwortlichen bei der Bahn aber nicht zum Handeln zu bewegen. Sie pochen wie seit Jahrzehnten stattdessen auf die Erfüllung des von UWG-Stadtrat Otto Gaßner 1987 ausgehandelten Vertrags zwischen der Stadt Starnberg und der Bahn. Da die Stadt diesen Vertrag bisher aus verschiedenen, vor allem aber Gründen der finanziellen Unausgewogenheit nicht erfüllt hat, wurde sie von der Bahn auf Schadensersatz über 170 Millionen Euro verklagt. Der Ausgang des juristischen Verfahrens, das voraussichtlich mehr als zehn Jahre in Anspruch nehmen wird, ist ungewiss. Deshalb hatten Zeil sowie FDP-Vertreter aus Bund und Land, aber auch der Vorstand des Starnberger Bürgervereins Schöner zum See an den Chef der Deutschen Bahn, Richard Lutz, geschrieben. 

Zeil erklärt zur Antwort aus München:

„Dazu erkläre ich als Initiator der Petition:
Die Deutsche Bahn verweigert sich in ihrer Stellungnahme zur Petition einer kurzfristigen Lösung beim Starnberger Seebahnhof. Dieses ist nicht hinnehmbar, bedeutet es doch, dass die Bahn ihre Kund*innen noch auf unabsehbare Zeit und auch im kommenden Winter in Regen und Schnee stehen lässt und auch ein barrierefreier Ausbau des Bahnhofes nicht in Sicht ist. Der pauschale Verweis auf einen juristischen Sachverhalt, der nicht öffentlich nachvollziehbar ist, ist höchst unbefriedigend und lässt den Willen zu einer schnellen Lösung vermissen.
Jetzt ist der Starnberger Stadtrat und insbesondere Starnbergs Bürgermeister Patrick Janik gefordert auf eine kurzfristige Lösung hinzuwirken. Es haben viele Gruppierungen im Starnberger Stadtrat im Wahlkampf sich für Dach- und Barrierefreiheit am Seebahnhof ausgesprochen, jedoch sind dies nur leere Worte, wenn sich der Stadtrat nun nicht einmütig für eine kurzfristige Lösung im Sinne der Petition ausspricht. Eine konkrete Planung für die Zeit bis eine Gesamtlösung umgesetzt ist muss her und ist von der Stadt Starnberg einzufordern. Sollte der erste Bürgermeister in der nächsten Stadtratssitzung am 28.09.2020 keine öffentliche Erklärung zum Sachstand “Kurzfristige Lösung Seebahnhof” abgeben und weitere konkrete Schritte benennen, wird ein Lösungsvorschlag aus der Zivilgesellschaft erforderlich sein.”
Den Starnberger*innen und allen Freunden des Starnberger Seebahnhofs rufe ich zu: “Unterstützen Sie jetzt die Petition unter openpetition.de/!Seebahnhof . Wir werden bei diesem Thema nicht lockerlassen.”

Hier die Antwort von Klaus Dieter Josel, dem Vertreter der Deutschen Bahn in München:

„Sehr geehrter Herr Zeil,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 02. August dieses Jahres, in welchem Sie die aktuelle Situation am Bahnhof Starnberg ansprechen.
Die DB Station&Service AG ist für den Betrieb und den Ausbau von Bahnhöfen zuständig. Die Rahmenbedingungen der Finanzierung für den barrierefreien Ausbau werden im Allgemeinen von Bund und Freistaat festgelegt.
In diesem speziellen Fall wurde jedoch vor Jahren ein Vertrag mit der Stadt Starnberg geschlossen, der die Finanzierung von wesentlichen Maßnahmen zum barrierefreien Ausbau der Station durch die Stadt Starnberg beinhaltet. Hierzu fordert aktuell die Bahn, wie Sie derzeit auch der Presse entnehmen können, im Rahmen eines Klageverfahrens Schadensersatz wegen Nichterfüllung der genannten Vertragspunkte. Ich kann Ihren Verdruss in der Sache daher sehr gut nachvollziehen.
Das von Ihnen erwähnte Bahnsteigdach musste aus baulichen Gründen abgetragen werden. Um Fahrgästen weiterhin Schutz vor Wind und Regen bieten zu können, wurden vor einigen Jahren zur Kompensation bereits Wetterschutzanlagen errichtet. Ergänzend dazu ist unter der überdachten Treppen-Einhausung ein wettergeschütztes Warten möglich.
Sehr geehrter Herr Zeil, Sie können versichert sein, dass uns die Notwendigkeit des barrierefreien Ausbaus inkl. der damit einhergehenden Neuüberdachung an der Station Starnberg sehr bewusst ist. Ich bitte jedoch um Verständnis, dass bis zur Klärung des oben angeführten juristischen Sachverhaltes kein barrierefreier Ausbau sowie weitere bauliche Maßnahmen erfolgen können.“

Abschlußfest Leseclub

Am Samstag, 12.09.2020 findet um 15 Uhr im Großen Saal der Schlossberghalle, Vogelanger 2, das Abschlussfest des Sommerferien-Leseclubs der Stadtbücherei Starnberg statt. Die teilnehmenden Kinder erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Frau Rund, die ein Theaterstück voller Zauber, Magie und Fantasie aufführt.

Alle Kinder, die im Aktionszeitraum vom 14.07.2020 bis 08.09.2020 mindestens drei Bücher gelesen und bewertet haben, erhalten für ihr Lese-Engagement eine Urkunde.

Daneben werden tolle Preise verlost, die durch die Zweite Bürgermeisterin Angelika Kammerl gezogen werden. Als Hauptpreis gibt es zwei Eintrittskarten für den „Bayern-Park – Das Freizeitparadies“ zu gewinnen. Zudem werden die kreativsten Bewertungskarten prämiert.

Der Einlass zum Abschlussfest ist nur für Mitglieder mit Clubausweis möglich. Aufgrund der aktuellen Situation wird für jedes Kind ein fester Sitzplatz vergeben, sodass eine verbindliche Anmeldung per E- Mail an buecherei(at)starnberg.de oder telefonisch unter 08151/3049 erforderlich ist.

Die Nummer des Clubausweises, die auf der Vorderseite notiert ist, ist gleichzeitig auch die Sitzplatznummer, deshalb muss dieser unbedingt zum Abschlussfest mitgebracht werden.

Auch bei leichten Krankheitssymptomen ist ein Besuch der Veranstaltung leider ausgeschlossen. Jeder Besucher muss außerdem einen Mund-Nasen-Schutz tragen, solange er sich nicht auf seinem Platz befindet.

Über den Sommerferien-Leseclub:
Im letzten Jahr haben rund 15.440 Kinder und Jugendliche in den Sommerferien fast 122.000 Bücher gelesen haben. Damit ist der Sommerferien-Leseclub das erfolgreichste Ferienprogramm in Bayern. Der Sommerferien-Leseclub in Bayern ist eine Initiative des Bayerischen Bibliotheksverbandes e.V. und wird von der Bayerischen Staatsbibliothek/Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen konzipiert.

Bei Fragen können Sie sich gerne telefonisch (08151/3049) oder per E-Mail (buecherei(at)starnberg.de) an die Stadtbücherei Starnberg wenden.