Zukunft See and the City

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Am 3. Oktober 2022 endet der Projektzeitraum von „See and the City“ am Bahnhofplatz. „Es geht nun darum, ein Fazit zum Projekt zu ziehen, die Umfragebögen auszuwerten und die Bürgerinnen und Bürger in einem Abschlussgespräch nach ihrer Meinung und ihren Wünschen für die zukünftige Gestaltung des Areals am Bahnhofplatz zu fragen“, so Erster Bürgermeister Patrick Janik.

Dazu hat die Stadtverwaltung Vorschläge erarbeitet, welche Maßnahmen sich während des Verkehrsexperiments bewährt haben und welche Bereiche auf ihren ursprünglichen Zustand zurückgebaut werden sollten. In der Sitzung des Stadtrates am 26. September 2022 haben die Stadträtinnen und Stadträte im ersten Schritt folgenden Rückbau beschlossen:

Ab dem 5. Oktober 2022 werden die Halteverbote am „Park and Ride Parkplatz“ wieder freigegeben. Die Einbahnstraßenregelung zur Theresienstraße wird rückgängig gemacht, sodass die Zufahrt zwischen Theresienstraße und Rondell wieder in beide Fahrtrichtungen möglich ist. Die Regelung hat zu Einschränkungen für die Anwohner geführt, da eine Ausfahrt nur mehr über die Achheimstraße möglich war. Zudem wird der Taxistand wieder an seine ursprüngliche Position an den Fahrbahnrand versetzt.

In der Stadtratssitzung am 26. September 2022 haben sich die Stadträte auch für die Beibehaltung einiger Teilaspekte des Projekts ausgesprochen:

Die reduzierte Geschwindigkeit auf Tempo 20 soll beibehalten werden, denn der Bahnhofplatz erfüllt auch außerhalb des Projektzeitraums die Voraussetzungen eines verkehrsberuhigten Bereiches, um die Fußgänger besonders zu schützen. Die Polizeiinspektion Starnberg hat der Beibehaltung von Tempo 20 ebenfalls zugestimmt. Der Schanigarten am Bahnhofplatz 8 soll bestehen bleiben, denn die neu gewonnene Aufenthaltsfläche sorgt für eine gastronomische Belebung des Bereichs. Dafür entfallen weiterhin sechs Kurzzeit-Parkplätze. Als Hol- und Bringzone steht der Abschnitt entlang des Kulturbahnhofs wieder zur Verfügung.

Der Stadtrat hat sich außerdem dafür ausgesprochen, dass die aktuelle Regelung am Rondell vor dem Bayerischen Hof beibehalten wird. Der verkehrsberuhigte Bereich vor dem Bayerischen Hof wird häufig als Aufenthaltsfläche von den Bürgern genutzt und hat sich auch als Fläche für Veranstaltungen bewährt. Die Zu- und Abfahrt an der östlichen Zufahrt zum Rondell hat während des Projekts gut funktioniert und soll daher beibehalten werden. Die verfügbaren Parkplätze in diesen Bereich sollen ebenso bestehen bleiben. Um die Fläche am Rondell weiterhin attraktiver zu gestalten, wird angestrebt, den Stadtstrand zu erhalten und um ein gastronomisches Angebot im nächsten Jahr zu ergänzen.

Im nächsten Schritt soll bei einem digitalen Abschlussgespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern am Dienstag, 18. Oktober 2022, um 18.30 Uhr geklärt werden, wie sie sich die zukünftige Gestaltung des Areals vorstellen und ob ggf. noch weitere Teilbereiche der derzeitigen Neugestaltung aus Sicht der Bürger rückgebaut werden sollen. Der Einwahllink zum digitalen Bürgergespräch wird rechtzeitig unter der Homepage von „see-and-the-city“ veröffentlicht.

Im letzten Schritt stellt die Stadtverwaltung die Ergebnisse aus dem Bürgergespräch und der Fragebogenauswertung sowie der Fachstellenbeteiligung in der Sitzung des Stadtrates am 24. Oktober vor. Hier soll abschließend geklärt werden, ob noch weitere Rückbauschritte eingeleitet werden.

See and the City wird angepasst

Am heutigen Dienstag hat die Stadtverwaltung damit begonnen, die Gestaltung der Projektfläche von „See and the City“ am Bahnhofplatz anzupassen. In der Stadtratssitzung vom 27.06.2022 hatten sich die Stadträtinnen und Stadträte für diesen Weg ausgesprochen. Die Stadt Starnberg reagiert damit auf die Erkenntnisse aus den bisher eingegangenen Rückmeldungen und Fragebögen mit dem Wunsch der Bürgerschaft nach mehr Parkplätzen in der Starnberger Innenstadt.

Beim Projekt „See and the City“ handelt es sich um keine abgeschlossene Planung, sondern um ein Experimentierfeld, welches Anpassungen ausdrücklich wünscht. Durch die praktische Umsetzung der zugrundeliegenden Machbarkeitsstudie soll erprobt werden, wie sich der Bahnhofplatz zukünftig entwickeln könnte, was sich die Bevölkerung wünscht und welche Ansprüche der Raum erfüllen muss. „Wir haben uns daher bewusst zu diesem Schritt entschieden. Es war von vornherein geplant, Anpassungen während des Projektzeitraums vorzunehmen. Ein Großteil der Starnbergerinnen und Starnberger hat angegeben, dass sie sich wieder mehr Parkflächen am Bahnhofplatz wünschen. Wir gehen auf diese Kritik ein und stellen einige der Parkflächen vor dem eigentlichen Projektende wieder her. Für uns ist die Meinung aus der Bürgerschaft sehr wichtig, denn sie ist ein wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung der Starnberger Innenstadt, insbesondere der Verkehrsführung“, erläutert Erster Bürgermeister Patrick Janik.

Konkret wird im Laufe dieser Woche folgendes umgesetzt: Das Projektgebiet von „See and the City“ wird verkleinert und endet an der Maximilianstraße. Dadurch werden die Parkplätze vor dem Restaurant „Gallo Nero“ sowie die Busbucht wiederhergestellt. Am Rondell wird das Halteverbot östlich der Zufahrt zur Theresienstraße aufgehoben. Die Parkplätze zwischen Theresienstraße und Wittelsbacherstraße stehen somit wieder zur Verfügung.

Es ist zudem erfreulich, dass sich das Restaurant „Comodo“ für die Einrichtung eines Schanigartens entschieden hat und damit die neu gewonnenen Aufenthaltsflächen für seine Gäste auch gleich nutzt.

Im Oktober, zum Abschluss des Projektzeitraums, wird es eine erneute öffentliche Veranstaltung geben, um die Erkenntnisse des Sommers zu diskutieren. Die Ergebnisse werden schließlich dem Stadtrat dazu dienen, Schlüsse für eine zukünftige Gestaltung zu ziehen.