B2 Tunnel Bauaktivitäten 2021

Eine Mitteilung des Staatlichen Bauamtes Weilheim:

Zufahrt der Moosstraße in die B 2 ab 26. April gesperrt. Grund: Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen. – Überblick zu weiteren diesjährigen Baumaßnahmen im Nordzulauf.

 

Wie in der Pressemitteilung vom 19. März 2021 angekündigt, wird die Zufahrt der Moosstraße in die B 2 wegen Spartenarbeiten gesperrt. Der Zeitraum dafür steht jetzt fest: Beginn der Vollsperrung ab Montag, den 26. April bis voraussichtlich 18. Mai 2021. Hier werden Ver- und Entsorgungsleitungen quer unterhalb des Einmündungsbereichs der Moosstraße zur B 2 verlegt.

Verkehrsführung während der Vollsperrung

Einmündung Moosstraße in B 2 gesperrt

Einfahrt in Moosstraße aus Richtung München sowie Ausfahrt aus Moosstraße in Richtung Weilheim nicht möglich

Zufahrt zu MAHAG aus Richtung Starnberg über Gautinger Straße, Petersbrunner- und Moosstraße; aus Richtung München direkte Zufahrt von der B 2 möglich wie gehabt.

Buslinien 904, 961 und 975: Der Halt in der Moosstraße entfällt. Es werden ersatzweise temporär – für die Dauer der Maßnahme – Bushaltestellen in der Gautinger Straße eingerichtet. Die Ersatzhaltestellen sind von der Moosstraße aus über den Gustav-Otto-Weg zu erreichen.

Vorschau Bauaktivitäten in Nordzulauf 2021

Die für das Jahr 2021 vorgesehenen Bauaktivitäten für den Tunnel Starnberg sind gekennzeichnet von der Fertigstellung des Straßenzulaufs Nord auf dem Abschnitt zwischen der Perchastraße bis kurz vor die Eisenbahnbrücke.

Hier wird es im Anschluss an die oben beschriebenen Arbeiten an den Sparten zunächst auf der Nordseite der Münchner Straße und im Kreuzungsbereich zur Gautinger Straße zu Gehweg- und Fahrbahnanpassungen sowie Umbauten im Kreuzungsbereich kommen. Die gleichen Arbeiten werden zeitlich versetzt auch auf der Südseite der Bundesstraße 2 und im Kreuzungsbereich Uhdestraße ausgeführt. Außerdem wird in diesem Kreuzungsbereich, wie auf Höhe des Landratsamtes bereits vollzogen, eine Querungsinsel in der Mitte der Münchner Straße für Fußgänger und Radfahrer eingebaut. Zum Abschluss wird der Bereich zwischen der Kreuzung der B 2 mit der Moosstraße/Perchastraße bis zum Ende des Straßenzulaufs Nord (kurz vor der Eisenbahnbrücke) vollständig neu asphaltiert und markiert.

Im Bereich des Südzulaufs wird es entgegen unserer Ankündigung von 2020 zu keinen baulichen Aktivitäten dieses Jahr kommen. Die Gründe hierzu liegen nach Ausarbeitung der Ausführungs- und Ausschreibungsplanung an dieser Stelle vorrangig in bauablauftechnischen Aspekten. Ein Umbau an der Bundesstraße 2 im Süden ist im Rahmen der Hauptbaumaßnahme vom Bauablauf einfacher und mit zeitlich geringeren Eingriffen in den fließenden Verkehr zu realisieren. Daher wird diese Teilbaumaßnahme, die eine knapp 170 m lange Verbreiterung der Bundesstraße 2 zur Anlage der künftigen Ein- und Ausfädelstreifen vorsieht, vorerst verschoben. Eine Rodung in diesem Bereich ist daher ebenso vorerst nicht erforderlich.

Tunnel Fortsetzung

Das Staatliche Bauamt teilt mit:

Ab 22. März im Norden Restarbeiten in der Petersbrunner Straße OHNE AUSWIRKUNG auf den Verkehrsfluss. Mit der Vollsperrung der Moosstraße ab vorraus. Ende April sind die Arbeiten zum Nordzulauf wieder in vollem Gange.

Im Mittelpunkt der Restarbeiten in der Petersbrunner Straße ab Montag nächster Woche, 22. März 2021 steht u. a. der behindertengerechte Um- und Ausbau. Konkret bedeutet das Eingriffe im Geh- und Radwegbereich sowie den Randbereichen des Ende 2020 neu erstellten Abschnitts der Petersbrunner Straße in Richtung B 2. In den Verkehrsfluss der Petersbrunner Straße oder der B 2 wird dabei nicht eingegriffen. Fußgänger und Radfahrer bittet das Staatliche Bauamt um Verständnis für diese erforderliche Maßnahme.

Vorankündigung Vollsperrung Moosstraße

Nach den Osterferien ab voraussichtlich Ende April 2021 wird die Moosstraße gesperrt. Hier werden Ver- und Entsorgungsleitungen quer unterhalb des Einmündungsbereichs der Moosstraße zur B 2 verlegt. Nach derzeitigem Stand wird diese Vollsperrung voraussichtlich 14 Tage dauern. Hierzu wird gesondert mit Infografik rechtzeitig informiert.

B2 Tunnel: Größere Aufzüge für Feuerwehr

Eitel Freude im Stadtratsausschuss für Feuerwehr- und Rettungsdienstangelegenheiten. Der Starnberger Merkur berichtete nach der Sitzung: „Bund und Freisstaat haben den Forderungen der Stadt und ihrer Feuerwehren zum Brandschutz im B2-Tunnel weitestgehend entsprochen.“ Das Staatliche Bauamt Weilheim, Freistaat und Bund seien den Argumenten der Stadt und ihrer Feuerwehren zu Sicherheitseinrichtungen im Tunnel „auf ganzer Linie gefolgt“. Das gelte für Aufzüge ebenso wie für eine Löschanlage, Aufstellflächen und mehr, die nun auf Kosten des Bundes im Tunnelplan vorgesehen seien. „Eine Brandbekämpfungsanlage  wird eingebaut, die mehrere Millionen Euro kostet“, heißt es dort weiter. Was die Aufzüge angehe, habe es zuletzt noch Klärungsbedarf gegeben über dessen Maße. Das sei aber geklärt. Feuerwehrkommandant Markus Grasl hat laut Pressebericht gesagt: „Für uns eine enorme Erleichterung.“ Der Merkur berichtete auch, noch am Sitzungstag hätten sich Behörde und Stadt auf Details verständigt.

Wie berichtet hat das Staatliche Bauamt Weilheim im Sommer letzten Jahres ein Planänderungsverfahren für den B2 Tunnel auf den Weg gegeben. Das ist ein förmliches, öffentliches Verfahren, bei dem  die inzwischen als notwendig erachteten Änderungen an der schon etwas älteren Tunnelplanung benannt wurden. Zu diesen Änderungen konnten Bürger oder von dem Bau Betroffene innerhalb einer Frist Stellung nehmen und selbst nochmals Änderungen daran fordern. So hatte auch die Stadt Starnberg interveniert, weil Forderungen der Feuerwehr im Erläuterungsbericht zum Planänderungsverfahren nicht berücksichtigt worden waren (siehe Feuerwehrforderungen nicht erfüllt ). Konkret ging es um den Einbau einer Brandlöschanlage und die Forderung, Feuerwehraufzüge mit dem Din-Maß 1,40 x 2,40 Meter statt der vom Bauamt vorgesehenen Evakuierungsaufzüge mit dem Maß 1,10 x 2,10 Meter einzubauen und die Querschnitte der sechs Notausstiegsschächte entsprechend zu vergrößern sowie Aufstellflächen für die Rettungsdienste und die Feuerwehr an der Oberfläche ebenfalls größer zu bemessen.

Zur Zeit werden die Einwendungen im Planänderungsverfahren in Weilheim bearbeitet und wohl auch bereits abgewogen, was nachgebessert oder abgelehnt werden soll. Die Forderungen der Starnberger Feuerwehr sind dabei offenbar auf fruchtbaren Boden gefallen. Das ergibt sich aus der Antwort der Behörde auf eine Anfrage von „Lokales aus Starnberg“. Die geänderte Planung muss am Ende des Verfahrens dem Baulastträger Bund zur Genehmigung vorgelegt werden, der dann entscheidet, ob der B2-Tunnel genau so gebaut wird, was bedeutet, dass der Bund dann auch dafür zahlt. Die Frage des Blogs nach dieser Zahlungszusicherung des Bundes hat das Staatliche Bauamt Weilheim leider nicht beantwortet.

 

Wortlaut der Anfrage beim Staatlichen Bauamt Weilheim:

„nach Berichten der lokalen Zeitungen, hat es gestern im Feuerwehrausschuss des Starnberger Stadtrates geheißen, die Forderungen der Stadt Starnberg nach dem Einbau von Din-gerechten Feuerwehraufzügen – statt der bisher angedachten Evakuierungsaufzüge mit geringeren Innenmaßen – und einer Brandbekämpfungsanlage würden voll erfüllt und die Kosten vom Bund übernommen.

Da diese Forderungen Teil des noch laufenden Planänderungsverfahrens für den Starnberger Tunnel sind, wundert mich diese Aussage, denn das Verfahren ist meines Wissens bisher nicht abgeschlossen.

Vor diesem Hintergrund bitte ich um Mitteilung, ob die berichteten Aussagen  zutreffend sind, es also eine offizielle Zusage des Bauherrn Bund gibt.“

Wortlaut der Antwort des Staatlichen Bauamtes Weilheim:

„zu Ihrer Anfrage können wir Ihnen mitteilen:

 

Die Forderungen der BOS Kräfte wurden bereits in mehreren Arbeitskreissitzungen thematisiert und beziehen sich vorrangig auf:

–             Ausreichende und definierte Aufstellflächen vor allen Notausstiegen

–             Einbau von Aufzugsanlagen (1,4 m x 2,4 m) in allen Notausstiegen

–             Einbau einer Brandbekämpfungsanlage im Haupttunnel (Fahrröhre)

 

Diese Forderungen wurden damit bereits im laufenden Planungsprozess frühzeitig an uns herangetragen und sind zunächst keine Neuerungen aus dem laufenden Planänderungsverfahren.

 

Weiterführende Abstimmungen auch mit vorgesetzten Dienststellen und die vertiefte Planung haben zu dem Ergebnis geführt, die geforderten Änderungsvorschläge zu Aufstellflächen, Evakuierungsaufzügen (1,4 m x 2,4 m) und Brandbekämpfungsanlage in den weiteren Planungen zum Tunnel Starnberg zu berücksichtigen.“

 

 

 

In der Sitzung hat Bürgermeister Patrick Janik berichtet, dass die Stadt beim Bund auch beantragt hat, während der Bauzeit des Tunnels eine professionelle Werksfeuerwehr vorzuhalten und diese zu bezahlen. Eine Antwort darauf gibt es noch nicht. Erst nach Fertigstellung der Röhre kann die örtliche Feuerwehr nämlich Einsätze im Tunnel abdecken. Eine Entscheidung darüber, ob dann für Einsatzfahrten der Söckinger Feuerwehr die bisher nur für Fußgänger und Radfahrer geeignete Holzbrücke über den Maisinger Bach zwischen Söcking und Neusöcking für schwere Fahrzeuge ertüchtigt wird, könne erst nach Vorliegen des fertigen Feuerwehrbedarfsplans entschieden werden, hieß es. Mit diesem wird bis zum Sommer gerechnet.

 

Kosten aufschlüsseln

Im Projektausschuss für Feuerwehr- und Rettungsdienstangelegenheiten des Stadtrates haben Josef Pfister (BMS) und Johannes Glogger (WPS) einen Antrag an den Bürgermeister gestellt, darzustellen, in welcher Höhe für Bau und Betrieb des B2-Tunnels Kosten entstehen und was davon von der Stadt Starnberg zu tragen sein wird. Die beiden Stadträte verwiesen auf die Haushaltsberatungen und fordern belastbare Zahlen als Grundlage für die Haushaltsplanung. Die Zahlen sollen dem Stadtrat zur Beratung und Abstimmung vorgelegt werden. Hier der Antrag:

„Der Stadtrat beschließt den Ersten Bürgermeister zu beauftragen,

1. alle für den Bau und dauerhaft sicheren Betrieb des Tunnels erforderlichen Maßnahmen, insb. im Bereich des Brandschutzes, von den Vorhabenträgern/Bauherrn Bund/Freistaat Bayern benennen und deren Kosten (einmalige und dauerhafte Aufwendungen) beziffern zu lassen und
2. sich verbindlich zusichern zu lassen, dass diese Aufstellung vollständig ist und alle Kosten vollständig und dauerhaft vom Vorhabensträger/Bauherrn übernommen werden und
3. dem Stadtrat baldmöglichst darüber zu berichten. Dem Bericht soll auch zu entnehmen sein, welche Kosten (einmalig/wiederkehrend) durch die Stadt Starnberg zu tragen sind.“

Lesen sie auch den 2019 erschienenen Blog-Beitrag:

Feuerwehr spricht Klartext (12.3.19)

 

Mit einem klar umrissenen Forderungskatalog hat der Erste Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Starnberg, Markus Grasl, gestern Abend dem Stadtrat deutlich zu machen versucht, welche Maßnahmen, Investitionen und Finanzmittel er für nötig hält, damit es für die Stadt und ihre Bewohner in Zukunft einen sicheren Grundschutz beim abwehrenden Brandschutz gibt und es gelingt, die notwendigen Einsatzkräfte vorzuhalten. Wobei deutlich wurde, dass es allein mit Ehrenamtlichen nicht gehen wird. Hintergrund ist nicht nur die jetzt schon mangelhafte Situation, sondern die Tatsache, dass mit Einsätzen im geplanten B2-Tunnel und im noch zu erweiternden Gewerbegebiet in Schorn weitere große Herausforderungen auf die Feuerwehr zukommen werden. Grasl zählte neben den gesetzlichen Mindestanforderungen auch eine Reihe von Dingen auf, die seiner Ansicht nach helfen könnten, mehr aktive, ehrenamtlich tätige Feuerwehrleute zu gewinnen, was der Stadt wiederum helfen könnte, Ausgaben für hauptamtliche Einsatzkräfte zu reduzieren und die Nachwuchssuche zu erleichtern. Er sprach auch die Bedürfnisse der Rettungsdienste des Roten Kreuzes an, mit dem gemeinsam Lösungen möglich sein könnten. Sowohl vom Roten Kreuz (BRK) als auch von der Feuerwehr waren viele Besucher in den Kleinen Saal der Schlossberghalle gekommen, um Vortrag und Debatte zu verfolgen. Die Reaktionen im Stadtrat reichten von „war doch schon immer klar, dass da hohe Kosten auf uns zu kommen“ bis zu „es hieß doch immer, alles was mit dem Tunnel zusammenhängt, zahlt der Bund“. Man nahm den Vortrag von Grasl zur Kenntnis und wird auf Vorschlag des Rathauses demnächst entscheiden müssen, ob ein ordentlicher Stadtratsausschuss für Feuerwehrangelegenheiten ins Leben gerufen wird. Als Deadline für alle Maßnahmen hat der Kommandant das Datum genannt, zu dem der Tunnel fertig gestellt sein soll: 2026.

Sein Anfang 2018 der Presse vorgestelltes Konzept hatte Grasl zusammen mit seinem Kommandanten-Team überarbeitet und an die neueren Erkenntnisse und Auskünfte des Staatlichen Bauamtes Weilheim, das für den Tunnelbau verantwortlich zeichnet, sowie der in dieser Angelegenheit tätig gewesenen Gutachter angepasst (siehe Feuerwehr organisiert sich neu). Hier eine Zusammenfassung der geforderten Dinge:

  • Die Brücke über den Maisinger Bach zwischen den Starnberger Ortsteilen Söcking und Neusöcking muss für schwergewichtige Feuerwehrfahrzeuge ertüchtigt werden, damit die Feuerwehr Söcking, einzige auch tagsüber einsatzfähige Einheit, im Notfall auf schnellstem Weg die Starnberger Wehr verstärken kann. Derzeit gibt es nur eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer, die für Autoverkehr gesperrt ist.
  • Zahlreiche Synergieeffekte erwartet Grasl davon, dass am städtischen Betriebshof am Hanfelder Kreisverkehr ein Feuerwehr-Service-Zentrum eingerichtet wird, in dem alle Fahrzeuge gewartet und Material zentral gelagert werden könnte. Außerdem sollte hier eine Tagdienstwache installiert werden.
  • Das bisherige Gerätehaus an der Ferdinand-Maria-Straße sei mit einem an heutige Bedürfnisse angepassten Standard besser als Neubau an einem Standort im Gewerbegebiet zwischen Gautinger- und Petersbrunner Straße aufgehoben, so der Kommandant. Möglich wäre dort dann eine gemeinsame Feuer- und Rettungswache, die alle bisher über das Stadtgebiet verteilten Einrichtungen bündelt. Die am Ende der Petersbrunner Straße derzeit untergebrachte Rettungswache des BRK ist nicht zukunftsfähig, da ihre Zufahrt nach dem Umbau der Petersbrunner Straße und dem Durchstich auf die Münchner Straße im Zuge der Tunnelpläne unsicher wird. Außerdem hielt es Grasl für denkbar, dass es der in gleicher Sitzung auf den Weg gebrachte Feuerwehrbedarfsplan ergibt, dass der dann sehr nahe Standort der Ortsteilfeuerwehr Percha aufgegeben wird. Hier bestünden schon länger Konflikte, weil Grundschule und Feuerwehrgerätehaus auf dem gleichen Grundstück untergebracht seien. Derzeit sind nach Angaben des Kommandanten die Gerätehäuser in Starnberg, Perchting, Wangen und Hanfeld „baufällig“ und/oder es gibt Konflikte mit dem Umfeld.
  • Für das neue Gewerbegebiet in Schorn sollte es eine eigene Feuerwehr-Abfahrt von der Autobahn A952 geben.
  • Am früheren Standort des Kreisverbandes des Roten Kreuzes in der Kaiser-Wilhelm-Straße – heute Hubschrauberlandeplatz und Garagenplatz für Einsatzfahrzeuge – könnte sich die Feuerwehr vorstellen, dass das Grundstück mit bezahlbaren Wohnungen für ehrenamtliche Rettungskräfte von Feuerwehr und BRK bebaut wird. Die Vermietung wiederum würde helfen, die dafür notwendigen Geldmittel zu refinanzieren.
  • An den neuen Rettungswachen soll zentral die Ausbildung der bei der Feuerwehr Tätigen erfolgen, möglichst in Block-Ausbildungsabschnitten am Tag, damit nicht alles in der Freizeit das Familienleben beeinträchtigt. Deshalb verlangte Grasl, die neuen Rettungswachen an den Bedürfnissen der Ehrenamtlichen auszurichten.
  • Die Stadt müsse für all diese Dinge finanzielle Rücklagen aufbauen, lautete die letzte Forderung.
    „Wir haben damit unsere Informationspflicht erfüllt“, wandte sich der Kommandant an die Stadträte. Mit diesem Konzept sei es möglich, trotz hinzu kommender Aufgaben durch den Tunnel und das Gewerbegebiet in Schorn in Starnberg einen Grundschutz zu leisten. BRK und Feuerwehr würden dadurch zukunftsfähig aufgestellt, das Ehrenamt stabilisiert. Man könne so wirtschaftlicher und innovativer arbeiten und bestehende Ressourcen der Stadt nutzen und optimieren. Einen besonderen Vorschlag hatte der Grasl auch noch in der Tasche: Auf dem Gelände des Strandbades am neuen Seebad wäre der Bau einer Feuerwehr-Bootshütte mit Jugendraum wünschenswert, zu der die Familien der ehrenamtlich dort Dienst schiebenden Einsatzkräfte am Wochenende Zugang hätten. „Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie, Freizeit und Feuerwehrdienst sollte strategisches Ziel sein“, verlangte der Kommandant. Hier könne das ähnliche Konzept des Jugendrotkreuzes des BRK die Nachwuchswerbung erfolgreicher machen. Die alte Bootshütte am Rand der Wassersportsiedlung sollte aufgegeben werden, denn dort hat das Feuerwehrboot ohnehin ständig Probleme, sich durch das im Kanal wachsende Seegras, das den Bootsmotor beeinträchtigt, zur Würm und in Richtung See zu kämpfen. Grasls Team erhofft sich durch das Angebot einer neuen Bootshütte mehr Motivation, trotz Familie in der Freizeit

ehrenamtlich tätig zu sein. Als Hausnummer für die Investitionen insgesamt nannte er den Betrag von 30 bis 50 Millionen Euro.
Um die Feuerwehr auch personalmäßig auf die nötige Einsatzstärke zu bringen, rechnet er mit Mehrkosten von mindestens 2,5 Millionen Euro pro Jahr, denn hauptamtliche Kräfte müssten das Ehrenamt verstärken. Wie schon von den Gutachtern bestätigt, würden in Starnberg 60 einsatzfähige Kräfte benötigt, 48 davon sollten als Atemschutzträger ausgebildet und ausgerüstet sein, wichtige Voraussetzung dafür, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Fristen, innerhalb derer die Feuerwehr am Einsatzort eintreffen muss, eingehalten werden können (siehe B2-Tunnel braucht Nachrüstung und Tunnel: Nachrüstung zwingend erforderlich). Im Blick haben solle man auch die Verkehrslage in Starnberg, die das Anrücken erschwere. Die Forderung der Feuerwehr und des Stadtrates, der Bund möge beim Bau des Tunnels eine automatische Brandlöschanlage sowie in allen Notausstiegsschächten Feuerwehraufzüge installieren, bleibt aufrecht erhalten und ist Voraussetzung für

Grasls Zahlen. Mit geringerem Aufwand wäre nur zu rechnen, wenn seine ursprüngliche Forderung nach dem Einbau einer Mitteltrennwand in der Tunnelröhre erfüllt worden wäre, was aber nicht der Fall sei, sagte er. Wie berichtet entscheiden Freistaat und Bund, ob es die Löschanlage und die Aufzüge geben wird, die laut Auskunft des Staatlichen Bauamtes Weilheim nicht zur üblichen Ausstattung eines solchen Tunnels zählen.

Hier ein Ausschnitt aus den politischen Stellungnahmen der Stadträte:

  • Günther Picker (WPS) erwartet doppelt so hohe Personalkosten wie die von Grasl genannten.
  • Sein Fraktionskollege Markus Mooser befürchtet, es könnte gar nicht genug Personal gefunden werden,
  • dass die „Leistungssportler-Anforderungen“ für Einsätze im Tunnel erfüllen. Er forderte Grasl auf, an einem Kostenbedarfsplan mitzuarbeiten, was diesen veranlasste zu betonen, er berate die Stadt nur. Entscheiden müsse der Stadtrat. Der könne aber mit einer sachgerechten Beratung rechnen.
  • Iris Ziebart (FDP) wurderte sich darüber, dass all diese Forderungen bei der Genehmigung der Planfeststellung für den Tunnel offenbar keine Rolle gespielt haben, und auch von Seiten des Landratsamtes keine Bedenken gegen die Planung vorgetragen worden seien. „Mit den heutigen Erkenntnissen nehmen die finanziellen Belastungen der Stadt dramatisch zu“, bedauerte sie.
  • Stefan Frey (CSU) war der Ansicht, die Stadt müsse sich den Herausforderungen stellen, die auch ohne Tunnel und Schorn entstanden wären. Im Übrigen sei immer schon klar gewesen, dass auf die Stadt ein Eingeanteil von zehn Millionen Euro für den Tunnel zukommen werde. Da sich Starnberg für 23 Millionen Euro das Seebad habe leisten können, sei es „sinnvoll und gut in die Feuerwehrausstattung zu investieren, die nicht nur für den Tunnel nötig ist“. Außerdem solle man bezüglich Brandereignissen nicht „den Teufel an die Wand“ malen: „Glauben Sie denn, dass es nur in Starnberg einen einröhrigen Tunnel gibt? Wollen wir weiter die Verkehrslawine in der Stadt? Die Kostendrohung halte ich für Panikmache. Sie sollten lieber einen vernünftigen Weg mitgehen und mit dem Genörgel und Stunk aufhören“, verlangte er.
  • Angelika Kammerl (DPF) wunderte sich „sehr, wie weit die Stadt die Situation verschlafen hat“. Nichts sei in den Haushalt eingestellt, zum Beispiel für ein neues Gerätehaus. „Ich bin entsetzt, dass man das so hat schleifen lassen. Sind denn schon Gespräche über Grundstücke geführt worden? Ich bin dafür die Sanierung der Musikschule zurückzustellen.“
  • Ludwig Jägerhuber (CSU) zählte die vielfältigen Investitionen in Feuerwehr und Gerätehaus der Vergangenheit auf. Die Anforderungen an die Zukunft umzusetzen solle man mit Nachdruck verfolgen. Aber: „Eins zu eins wird sich das nicht umsetzen lassen.“
  • Gerd Weger (CSU) wies mit Blick auf die unsichere Zukunft mancher Ortsteilfeuerwehren darauf hin, dass die Feuerwehrvereine für das dörfliche Leben ganz wichtig seien. Bei Veränderungen müsse man das genau abwägen.
  • Im anschließenden Tagesordnungspunkt folgte der Stadtrat einstimmig der Empfehlung der Verwaltung, das Leistungsverzeichnis für die Erstellung eines Feuerwehrbedarfsplans, das nach einigem Hin und Her doch gemeinsam mit Kommandant Grasl und Team erarbeitet worden war, zur Grundlage für die öffentliche Ausschreibung des Bedarfsplans zu machen. Über die Vergabe entscheidet dann der Hauptausschuss des Stadtrates.

Das lässt sich der Bund den Tunnel kosten

Gestern haben Sie an dieser Stelle die Bilanz des Staatlichen Bauamtes Weilheim über die Baumaßnahmen 2020 für den B2 Tunnel in Starnberg lesen können.

In dieser Woche berät der Deutsche Bundestag über den Haushalt für 2021 und will ihn noch in dieser Woche verabschieden, damit er am 1. Januar 2021 in Kraft treten kann. Die Vorlage ist als Bundesdrucksache 19/22600 jedermann zugänglich. Dort lässt sich im Straßenbauplan Kapitel 1201 Teil A 1 nachlesen, wie viel Geld dem Staatlichen Bauamt im kommenden Jahr zur Verfügung steht. Es sind sechs Millionen Euro für Baumaßnahmen und 3,3 Millionen Euro für Grunderwerb. Für das anschließende Haushaltsjahr 2022 und folgende sind laut Haushaltsplan 163 Millionen Euro zum Bauen und  nochmals fast 2,8 Millionen Euro für Grunderwerb eingestellt, denn der Bund hat die Gesamtkosten bisher nicht aktualisiert. Er rechnet weiter mit 193,7 Millionen Euro gesamt. Aufgrund des inzwischen nötigen und schon in Arbeit befindlichen ergänzenden Planänderungsverfahrens zur Baugenehmigung könnte sich dieser Betrag erhöhen und der tatsächliche Baubeginn für Düker und Tunnelröhre verzögern. Bisher wurde als Inbetriebnahmetermin für den Tunnel stets 2026 genannt.

Insgesamt hat der Bund bisher 15,085 Millionen Euro in das Projekt investiert. Davon waren 6,823 Millionen Euro für das Bauen und 8,262 Millionen Euro für Grunderwerb.

Wer mehr Informationen zum Zeitplan lesen möchte findet sie hier: B2 Tunnel: Bund gibt heuer nur 3 Mio. und B2 Tunnel – die Änderungen am Bau.

B2 Tunnel: Bilanz 2020

Dies ist die Bilanz, die das Staatliche Bauamt Weilheim bezüglich der 2020 getätigten vorbereitenden Arbeiten für den geplanten B2 Tunnel in Starnberg jetzt vorgestellt hat:

TUNNEL STARNBERG: BILANZ ZU 2020 – AUSBLICK AUF 2021

DAS STAATLICHE BAUAMT WEILHEIM ZIEHT FÜR 2020 EINE POSITIVE BILANZ
FÜR DEN BAU- UND PLANUNGSFORTSCHRITT IM TUNNELPROJEKT.
MAßNAHMEN-QUARTETT FÜR 2021 GEPLANT.

WICHTIGER MEILENSTEIN IM NORDZULAUF: DURCHSTICH PETERSBRUNNER STRAßE

Dem Durchstich und damit der neuen Anbindung an die B 2 durch
Verlängerung der Petersbrunner Straße fällt beim Umbau der
Kreuzungen im Nordzulauf eine Schlüsselrolle zu. Planerisch und
baulich bedeutete dies intensive Vorbereitungen und Abstimmungen. Die
menschliche Seite der zum Jahreswechsel 2019/2020 vom Rückbau
betroffenen Gebäude, wo Menschen gelebt und gearbeitet haben, hatte
das Bauamt ebenso berücksichtigt.

Diese Herausforderung am B 2-Tunnel wurde 2020 gemeistert und zu einem
erfolgreichen Abschluss gebracht. Die Verkehrsfreigabe der „neuen“
Petersbrunner Straße wird bis zum Weihnachtsfest erfolgen.

In Verbindung mit dem Einbau einer neuen Mittelinsel an der Kreuzung B
2/Gautinger Straße/Uhdestraße gewährleistet dieses Konzept auch in
Stoßzeiten eine kontinuierliche Verkehrsabwicklung und eine
ausreichende Leistungsfähigkeit der B 2, um Rückstauungen in den
Tunnel auch in den Hauptverkehrszeiten zuverlässig zu vermeiden.

BIS ZU 80 M TIEF: ERKUNDUNGSBOHRUNGEN

Fünf Bohrungen am Schlossberg – drei davon Schrägbohrungen bis zu
einer Tiefe von 80 m (!) – lieferten detailliertere Informationen zu
Ton, Tonstein und Feinsand aus dem Tertiär, also vor ca. 18 Mio.
Jahren, sowie zu Sand, Kies und weiterem Ton aus dem Quartär (vor ca.
2,6 Mio. Jahren) im Bereich des dort geplanten Stollens mit
Pannenbucht und Lüftungsquerschlag. Im Ergebnis ist der Baugrund dort
besser als erwartet, was für die Statik relevant ist.

In einer späteren Bauphase werden einzelne Bohrungen eine
Zweitnutzung als Brunnen zur Entwässerung erfahren. Für 2021 sind –
nach derzeitigem Planungsstand – keine Bohrungen vorgesehen.

FÜR FUßGÄNGER UND FAHRRADFAHRER: NEUE QUERUNGSHILFE BEIM
LANDRATSAMT

Die Mitte November fertiggestellte neue Querungshilfe vor dem
Landratsamt wird von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen.

„VERSCHOBEN IST NICHT AUFGEHOBEN“: TESTFELD FÜR
DÜSENSTRAHLVERFAHREN

Nachdem im Vorjahr Angebote von infrage kommenden Spezialfirmen nicht
wirtschaftlich waren, konnte das DSV-Testfeld in den Sommerferien 2020
erfolgreich durchgeführt werden.

Zwei Anwendungsfälle während der späteren Hauptbaumaßnahme machten
dieses Testfeld erforderlich: a) die Stabilisierung des Baugrunds für
sicheren Tunnelbau in beiden Portalbereichen und b) die Verfestigung
der Seetone.

Im Ergebnis konnten detaillierte Vorgaben für die Ausschreibung und
Ausführung der nachfolgenden Hauptbaumaßnahme ermittelt werden. Dies
bedeutet zugleich Kostensicherheit. Das Team Tunnel Starnberg passt
nun das bewährte Düsenstrahlverfahren an die konkreten geologischen
Verhältnisse im Starnberger Seeton an.

AUF DEN WEG GEBRACHT: PLANÄNDERUNGSVERFAHREN

Teile der Planung wurden optimiert und bedürfen einer rechtlichen
Würdigung. Die Regierung von Oberbayern steuert dieses Verfahren,
für das ein Regelwerk an Zuständigkeiten und zeitlichen Abläufen
einzuhalten ist. Die Auslage im Rathaus zur Einsichtnahme durch die
Bürgerinnen und Bürger Starnbergs erfolgte im Sommer 2020. Insgesamt
wurden knapp 70 Einwendungen eingereicht. Das Bauamt erarbeitet nun
die Stellungnahmen.

Das Maßnahmen-Quartett im Jahr 2021 wird umfassen (Stand: Dezember
2020):

STROMLEITUNG FÜR TUNNELVORTRIEBSMASCHINE

Die ca. 100 m lange Tunnelvortriebsmaschine braucht für ihren Einsatz
unter Starnberg eine Stromleitung. Das Verlegen im nächsten Jahr
übernimmt das Bayernwerk, das diese bauliche Maßnahme auslöst und
auch den Löwenanteil der Kosten tragen wird. Denn nach der
Stromversorgung der Tunnelvortriebsmaschine schließt sich eine
langfristige Folgenutzung dieser neuen Leitung durch das Bayernwerk
an. Die geplante Route startet beim Umspannwerk am Bahnhof Nord und
führt entlang der B 2 bis nach Starnberg Süd. Denn die
Tunnelvortriebsmaschine wird im Süden ihre Arbeit aufnehmen.

BEGINN DER SPARTENMAßNAHMEN

Im nächsten Jahr werden auf der B 2 Umlegearbeiten von Ver- und
Entsorgungsleitungen im Rahmen der baulichen Maßnahmen des künftigen
Straßenzulaufs zum Nordportal starten.

ABSCHLUSS STRAßENBAU NORDZULAUF

Die Bauarbeiten für den Straßenbau des künftigen Nordzulaufs sollen
im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Auf dem Plan stehen zunächst
die Nordseite der B 2 bis zur Gautinger Straße, im Anschluss folgt
die Südseite. Der am Ende nächsten Jahres voraussichtlich
fertiggestellte Bereich erstreckt sich dann von der
Würmbrücke/Anschlussstelle „Percha“ bis kurz vor die
Bahnbrücke.

BEGINN STRAßENBAU SÜDZULAUF

Die erste Maßnahme wird eine Länge von knapp 200 m umfassen. Konkret
wird damit begonnen, auf der B 2 auf Basis der Planfeststellung auf
Höhe der Zufahrt des Zwischenlagers eine bauliche Interimslösung zu
realisieren. Diese Maßnahme dient auch der sicheren Zu- und Ausfahrt
zum Zwischenlager Süd.

AB 2021 STANDARD: INNERSTÄDTISCHE LED-HINWEISE

Bewährt haben sich die LED-Hinweise, die die Verkehrsteilnehmer
parallel zur Presse- und Onlinearbeit des Staatlichen Bauamts auf
bevorstehende Maßnahmen hinweisen. Dies rückt die konkreten Termine
der einzelnen Maßnahmen noch näher ins Bewusstsein der Bürgerinnen
und Bürger.

„Auch im neuen Jahr 2021 wird die vernetzte Kommunikation mit
unseren Projektpartern wie zum Beispiel mit ausführenden Firmen, dem
Landratsamt, dem Rathaus und weiteren Behörden ein zentraler
Grundsatz unserer Arbeit sein“, betont Raphael Zuber,
Abteilungsleiter Bergmännischer Tunnelbau am Staatlichen Bauamt
Weilheim.

Weniger Spuren auf B2

Eine Mitteilung des Staatlichen Bauamtes Weilheim:

TUNNEL STARNBERG: DREI BEVORSTEHENDE MAßNAHMEN MIT SPURWEGNAHMEN AUF DER B 2

ABSCHLUSS AMPELBEREICHE NORDSEITE B 2 — WIEDERHERSTELLUNG
SCHUTZPLANKEN BEREICH WÜRMBRÜCKE — NEUE BESCHILDERUNG FÜR NEUEN
ASPHALTABSCHNITT. DIESES MAßNAHMEN-TRIPLE FINDET ZWISCHEN DEM 29.
NOVEMBER UND 4. DEZEMBER STATT – KURZFRISTIGE SPURWEGNAHME(N) NACH
BEDARF

ABSCHLUSS AMPELBEREICHE NORDSEITE B 2

Wann und wo?

AM SONNTAG, 29. NOVEMBER 2020 ZWISCHEN 9:00 UHR UND 15:00 UHR auf der
Nordseite der B 2 STADTEINWÄRTS

Was wird gemacht?

In zwei Ampelbereichen auf der B 2 werden Induktionsschleifen
eingebaut. Das sind Kontaktschleifen im Asphaltbelag zur
verkehrsabhängigen Ampelsteuerung. Betroffen ist die Ampelanlage des
Kreuzungsbereichs der B 2 Münchner Straße/Strandbadstraße und die
neue Ampel an der neuen Überquerungshilfe der B 2 Münchner Straße
auf Höhe des Landratsamtes. Beide auf der Nordseite der B 2 in
Fahrtrichtung Starnberg.

Auswirkung auf Verkehr

Wechselnde Spurwegnahme auf der B 2 STADTEINWÄRTS. Es handelt sich um
zwei je ca. 30 m lange, wandernde Sperrbereiche. Die Südseite der B
2, also die Fahrtrichtung von Starnberg Richtung BAB 952, ist von
diesen Arbeiten nicht betroffen. Die Kontaktschleifen konnten hier
bereits verlegt werden.

WIEDERHERSTELLUNG SCHUTZPLANKEN BEREICH WÜRMBRÜCKE

Wann und wo?

AM MONTAG, 30. NOVEMBER UND DIENSTAG, 1. DEZEMBER 2020 ZWISCHEN 9:00
UHR UND 16:00 UHR AUF HÖHE DER WÜRMBRÜCKE zwischen Anschlussstelle
BAB 952 „Percha“ und Stadt Starnberg.

Was wird gemacht?

Die Anfang November entfernten Schutzplanken im Mittelstreifenbereich
zur Vorbereitung der mittlerweile abgeschlossenen Baumaßnahme werden
wiederhergestellt.

Auswirkung auf Verkehr

Wechselnde Spurwegnahmen auf der B 2 STADTEINWÄRTS UND STADTAUSWÄRTS

NEUE BESCHILDERUNG FÜR NEUEN ASPHALTABSCHNITT

Wann und wo?

VON MONTAG, 30. NOVEMBER BIS FREITAG, 4. DEZEMBER 2020

Was wird gemacht?

Nach Abschluss der Asphaltierungsarbeiten folgt jetzt die Ergänzung
und Erneuerung der Verkehrsbeschilderung. Insgesamt werden 20 neue
Pfosten/Bodenhülsen aufgestellt und 68 für die Verkehrssicherheit
erforderliche Schilder montiert. Es handelt sich um den gleichen
Abschnitt, der vor kurzem im November für die Asphaltierung der B 2
zwischen dem Ende der A 952 (Bereich Würmbrücke) und dem Bereich
Moosstraße/Perchastraße betroffen war.

Auswirkung auf Verkehr

Bedarfsweise und kurzfristige Wegnahme einer Fahrspur – je nach
Schilderstandort – auf einem kurzen Abschnitt von jeweils ca. 20 m.
Die dort arbeitenden Personen brauchen Platz, um u. a. die neuen
Schildermasten aufzustellen und die neuen Verkehrsschilder zu
montieren. Die Spurwegnahme betrifft beide Fahrrichtungen – von
München kommend und von Starnberg kommend.

LED-HINWEISTAFELN AUCH FÜR „KLEINERE“ MAßNAHMEN IM EINSATZ

Für die drei oben beschriebenen bevorstehenden Maßnahmen werden zwei
mobile LED-Hinweistafeln zur begleitenden Information der
Verkehrsteilnehmer eingesetzt und wie folgt aufgestellt:

* stadteinwärts von der BAB 952 kommend auf Höhe des Ortsschildes
* stadtauswärts Richtung München bei der neuen Querungshilfe am
Landratsamt

Auf Fritsch folgt Scheckinger

Eine Mitteilung des staatlichen Bauamtes Weilheim:

„Das Staatliche Bauamt Weilheim hat einen neuen Behördenleiter. Herr Leitender Baudirektor Stefan Scheckinger leitet seit 1. September 2020 die Weilheimer Behörde. Er folgt auf Uwe Fritsch, der nach gut dreijähriger Tätigkeit an das Bauministerium in München wechselt.
 
Der bisherige Leiter des Staatlichen Bauamts Weilheim, Herr Leitender Baudirektor Uwe Fritsch, wurde zum 1. September 2020 an das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr in München versetzt. Fritsch hat die Weilheimer Behörde seit Juli 2017 geleitet. Das Staatliche Bauamt ist in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Landsberg am Lech, Starnberg, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen verantwortlich für ein Straßennetz mit einer Gesamtlänge von mehr als 1.500 km. Der Fachbereich Hochbau im Staatlichen Bauamt Weilheim betreut rund 1.300 Gebäude in mehr als 200 Liegenschaften des Freistaates Bayern, des Bundes, der NATO, der Gaststreitkräfte sowie der Kirchen im Rahmen der staatlichen Baupflicht.
In seiner Funktion als Bereichsleiter Straßenbau war Fritsch u.a. verantwortlich für die Bauprojekte B 2 Tunnel Starnberg, B 23 Ortsumgehung Garmisch-Partenkirchen mit Kramertunnel, B 23 Erneuerung der Echelsbacher Brücke, St 2069 Westumfahrung Starnberg, St 2014 Erneuerung der Mühlkanalbrücke Schongau und St 2063 Ausbau der Ortsdurchfahrt Tutzing. Planerische Fortschritte wurden erzielt in den Planfeststellungsverfahren für die B 472 Nordumgehung Bad Tölz und die B 2 Ausbau Wielenbach-Pähl, bei der Wiederaufnahme der Planungen für die B 2 Ortsumgehung Garmisch-Partenkirchen mit Wanktunnel sowie bei den Vorplanungen für die B 2 Ortsumgehung Weilheim, die B 2 Ortsumgehung Murnau und die B 23 Ortsumgehung Oberau.
Künftig leitet er am Bayerischen Bauministerium eine neugeschaffene Einheit, die sich im Rahmen einer Reform der Bauverwaltung mit personellen, organisatorischen und finanziellen Fragestellungen beschäftigen wird.
Zum 1. September 2020 übernahm Leitender Baudirektor Stefan Scheckinger die Leitung des Staatlichen Bauamtes Weilheim.
Stefan Scheckinger, 1971 in München geboren, studierte ab 1991 Bauingenieurwesen an der TU München. Danach trat er als Referendar in die Bauverwaltung ein und legte 1998 die große Staatsprüfung ab. Anschließend war er als Planungsreferent in der Autobahndirektion Südbayern tätig. Er wirkte u. a. bei der Planung des sechsstreifigen Ausbaus der A 8 West und des Neubaus der A 99 West mit. 2003 wurde Scheckinger Abteilungsleiter für den Landkreis Rosenheim am Straßenbauamt Rosenheim. Ab 2004 war er im Straßenbauamt München als Abteilungsleiter für die Landkreise Dachau, Fürstenfeldbruck und Starnberg zuständig. Zu seinen Projekten zählten der Entlastungstunnel Starnberg und die Nord- und Ostumfahrungen von Dachau. Ab 2006 war er als Referent im Sachgebiet „Oberbayern und Schwaben“ in der damals noch im Bayerischen Innenministerium angesiedelten Obersten Baubehörde tätig. 2009 wechselte er in die Pressestelle des Bayerischen Innenministeriums und wurde anschließend persönlicher Referent von Staatsminister Herrmann. 2012 kehrte Scheckinger in die Oberste Baubehörde zurück. Nach einem kurzen Einsatz im Sachgebiet „Bundesautobahnen“ wurde er Referent für das Personalwesen im Sachgebiet „Allgemeine Aufgaben und Straßenbetriebsdienst“. Er wirkte hier unter anderem bei der Ausbildung der Baureferendare mit. Seit April 2016 leitete Scheckinger die Dienststelle München der Autobahndirektion Südbayern und war dort für den achtstreifigen Ausbau des Autobahnrings München, für die Sanierung der Blow-Up gefährdeten A 92 und die Seitenstreifenfreigabe auf der A 9 zuständig. Im September 2017 wechselte Scheckinger nach Augsburg. Er leitete dort den Bereich Straßenbau am Staatlichen Bauamt. In seiner Zeit wurde unter anderem der vierstreifige Ausbau der B 300 zwischen Dasing und Aichach fertig gestellt. Zudem liefen in dieser Zeit die Baumaßnahmen für die Ortsumgehung Adelsried und die Planungen für die Ortsumfahrungen Diedorf und Tapfheim und auch für die Osttangente Augsburg.
Herr Scheckinger wird in seiner Funktion als Bereichsleiter Straßenbau die laufenden Baumaßnahmen und Planungen zielorientiert weiterführen. Wichtige Meilensteine, die es in den nächsten Jahren im Straßenbau zu erreichen gilt, sind der Start der Vortriebsarbeiten für den Tunnel Starnberg, die termingerechte Fertigstellung des Kramertunnels, die Wiedereröffnung der Echelsbacher Brücke, die Baubeginne für die Nordumfahrung Bad Tölz und für den Ausbau der B 2 nördlich Weilheim sowie die konsequente Weiterführung der Planungen für den Wanktunnel und die Ortsumgehungen von Weilheim, Murnau und Oberau. Weitere Schwerpunkte sind bei der Bestandserhaltung des Straßennetzes und dem Bau von Radwegen zu setzen.“  

Düsenstrahltestfeld

Das Staatliche Bauamt teilt mit:

Testfeld für Düsenstrahlverfahren im Sommer 2020

Das Staatliche Bauamt Weilheim führt in den Sommerferien 2020 das Testfeld zum Düsenstrahlverfahren durch. Die Baumaßnahme wird auf der Grünfläche neben dem McDonald’s eingerichtet. Am 20. Juli abends Wegfall einer Fahrspur der B 2, am Abend des 21. Juli zwei kurze Vollsperrungen.
„Für den Bau des Tunnels Starnberg gibt es zwei Anwendungsfälle für das sogenannte „Düsenstrahlverfahren“ (DSV). Zum einen ist eine Stabilisierung des Baugrundes in beiden Portalbereichen für einen sicheren Tunnelbau erforderlich. Zum anderen ist dieses Verfahren im Bereich des Nordportals zur Verfestigung der Seetone im Untergrund unabdingbar erforderlich,“ erklärt Raphael Zuber, Abteilungsleiter Tunnelbau am Staatlichen Bauamt Weilheim, die Notwendigkeit dieses Verfahrens. 

In den Sommerferien wird daher ab dem 27. Juli 2020 in der Grünfläche neben dem McDonald’s ein DSV-Testfeld erstellt. Das Testfeld liegt ganz bewusst in unmittelbarer Nähe des Nordportals, da dort die Bodenverhältnisse denjenigen der späteren Hauptbaumaßnahme entsprechen.
Ziel des DSV-Testfeldes ist es, detaillierte Vorgaben für die Ausschreibung und Ausführung der nachfolgenden Hauptbaumaßnahme machen zu können, um dadurch Kostensicherheit zu erlangen. Das Verfahren wird an die konkreten geologischen Verhältnisse im Seeton angepasst.
Im Rahmen des DSV-Testfeldes werden unterschiedliche Säulen erstellt, bis die gewünschte Qualität und Größe bei den DSV-Säulen erreicht werden. Die sofortige Prüfung vor Ort ermöglicht, das Verfahren optimal auf den Seeton in Starnberg anzupassen. Hierzu werden in den nächsten Wochen auf dem Testfeld zur Erstellung jeder Säule Düsendruck, Vorschnitt, Zementgehaltund Ziehgeschwindigkeit verändert und die Auswirkungen beobachtet.
Die geplanten DSV-Testsäulen werden ausschließlich im Seeton ausgeführt. Eine Beeinflussung des Grundwassers besteht nicht. Um dies sicherzustellen, wurden vorab Untersuchungen durchgeführt, mit deren Hilfe die genaue Tiefenlage des Seetons in ca. 8 m – 22 m unter Geländeoberkante gefunden wurde.
Beim Düsenstrahlverfahren handelt es sich grundsätzlich um ein getestetes und bewährtes Verfahren, das zur Bodenverfestigung eingesetzt wird.

Verkehrliche Einschränkungen:



Teilsperrung: am Montag, den 20. Juli 2020 kommt es zwischen 20:00 und 21:00 Uhr für den Aufbau der Masten der Leitungsbrücke im Kreuzungsbereich der B 2 mit der Leutstettener Straße zu einer ca. einstündigen Wegnahme einer Spur der B 2 Richtung Weilheim. 

Vollsperrungen: am Dienstag, 21. Juli 2020 wird es zwischen 20 Uhr und 24 Uhr zu zwei kurzen Vollsperrungen kommen. Dies betrifft zum einen eine ca. viertelstündige Vollsperrung der B 2 im Kreuzungsbereich vor dem DSV-Testfeld und zum anderen eine weitere viertelstündige Vollsperrung der Leutstettener Straße direkt neben dem DSV-Testfeld. Es wird empfohlen, diesen Bereich zu umfahren. Eine Umleitung wird auf Grund der kurzen Sperrzeiten nicht eingerichtet.

Die Zufahrt zur Rheinlandstraße aus der B 2 wird ab 25. Juli bis 6. September 2020 gesperrt. Die Polizei und das Gymnasium sind aufgrund der aufgehobenen Einbahnregelung über die Ferdinand-Maria-Straße erreichbar. Während der Maßnahme wird ein Teil der Rheinlandstraße als Lagerfläche für die DSV-Arbeiten genutzt.
Für Fußgänger und Radfahrer ergeben sich keine Einschränkungen.

Verhandlungstermin abgesetzt

Eigentlich sollte heute vor dem Verwaltungsgerichtshof München (VGH) die Klage des stellvertretenden Vorsitzenden der Starnberger Bürgerinitiative „Pro Umfahrung – Contra Amtstunnel (BI)“, Johannes Glogger, verhandelt werden. Er und sein Rechtsanwalt Franz Sußner hatten dem Freistaat vorgehalten, den Bau des B2-Tunnels weiter voran zu treiben, obwohl die Baugenehmigung (Planfeststellung) dafür bereits im September 2018 abgelaufen sei. Der Freistaat, vertreten durch die Landesanwaltschaft, hielt dagegen und führte an, es seien rechtzeitig von Ablauf der Baugenehmigung ein bedeutendes Grundstück erworben, ein Bauauftrag vergeben und Bauarbeiten begonnen worden. Das habe die Verjährung unterbrochen. Gestern Vormittag teilte die Sprecherin des VGH mit, der Verhandlungstermin sei abgesetzt. Auf Nachfrage ergänzte sie, es werde auch keinen Ersatztermin geben. Das Verfahren habe sich erledigt. BI-Sprecher Klaus Huber bestätigte, dass Glogger die Klage zurückgezogen hat. Hintergrund sei das überraschend jetzt schon von der Regierung von Oberbayern und dem Staatlichen Bauamt Weilheim gestartete Planergänzungsverfahren zur Planfeststellung B2-Tunnel (siehe Änderungen an B2 Tunnel Planung und Tunnel-Änderungen öffentlich), dessen Verlauf man zunächst beobachten und dann diskutieren wolle, bevor man entscheide, wie weiter vorgegangen werden soll.