Offener Brief der FDP

Am Mittwoch, 30. November findet im großen Sitzungssaal des Landratsamtes ab 19.30 Uhr eine Sondersitzng des Starnberger Stadtrates zum Thema B2-Tunnel statt.

Folgenden offenen Brief hat der FDP-Ortsverband in diesem Zusammenhang der Presse übermittelt:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Janik,

Sehr geehrte Mitglieder des Starnberger Stadtrates,
Sehr geehrter Herr Leitender Baudirektor Scheckinger,
Sehr geehrte Damen und Herren das staatlichen Bauamts Weilheim,

Transparenz und fortlaufende Bürgerbeteiligung sind die Grundlage für eine freiheitliche Demokratie.

Anlässlich der Sondersitzung des Starnberger Stadtrats zum B2 Tunnel am 30.11.2022 hat die Freie Demokratische Partei, Ortsverband Starnberg, die Fragen der Bürgerinnen und Bürger gesammelt, öffentlich diskutiert (u.a. mit dem Vorsitzenden des Verkehrsausschuss des bayerischen Landtags Sebastian Körber, MdL) und im Ortsvorstand beschlossen. 

In der Demokratie verdient jeder Bürger eine Antwort.

Wir bitten um entsprechende Auswertung der Fragen und Mitteilung bis wann wir mit einer Beantwortung rechnen dürfen. 

Gerne diskutieren wir die Antworten auch mit Ihnen im Kommunalpolitischen Forum des Ortsverbandes der Freien Demokratischen Partei in Starnberg.

Für Fragen und Anregungen stehen wir gerne und jederzeit zur Verfügung.

Mit freiheitlichen Grüßen

Ihre

Anke Henniger

Stadträtin
Vorsitzende

Stefan W. Zeil
Vorsitzender 

FDP Ortsverband Starnberg

Der Fragenkatalog kann über die Homepage der FDP Starnberg eingesehen werden.

Grundwassermessung für Tunnel

Eine Mitteilung des Staatlichen Bauamtes Weilheim:

Logo Staatliches Bauamt Weilheim

PRESSEMITTEILUNG 147

_________________________________________________________________________________

Weilheim, den 28.10.2022

B 2 Tunnel Starnberg: Ab 9. November weitere Erkundungsbohrungen

Zur Nacherkundung der Grundwasserverhältnisse im Starnberger Süden

Am 9. November 2022 startet ein fünftes Bohrprogramm für den Tunnel Starnberg. Insgesamt wird mit zwei Bohrgeräten an zwölf Stellen bis zu einer maximalen Bohrtiefe von 35 m gebohrt. In der Infografik sind die Bohrstellen und deren geografische Lage im Starnberger Stadtgebiet gekennzeichnet. Das Erkundungsprogramm dauert bis ca. Mitte Dezember 2022.

Diese Nacherkundung betrifft die Grundwassersituation im sogenannten ersten Grundwasserstockwerk unterhalb von Starnberg.

Auf unmittelbar betroffene Bürgerinnen und Bürger ist das Staatliche Bauamt Weilheim bereits im Vorfeld mit auf die jeweiligen Bohrstellen zugeschnittenen Anwohnerinformationen zugegangen. Diese wurden per Posteinwurf verteilt. Damit sind Schlüsselinformationen zur Passierbarkeit von bestimmten Straßen bei bestimmten Bohrstellen sowie räumliche Einschränkungen oder Sperrungen, die Umwege erfordern werden, rechtzeitig bekannt.  

Wo wird gebohrt?

In folgenden Straßen und Bereichen wird das fünfte Erkundungsprogramm im November und Dezember 2022 aktiv – siehe die orangen Ziffern von 1 bis 12 in der entwickelten Infografik. Die dort eingezeichneten Bohrstellen werden auch als Grundwassermessstellen bezeichnet:

Gegenüber Weilheimer Straße 29 (Bohrstelle 1)

Rad- und Fußweg zwischen Waldspielplatz und Franz-Heidinger-Straße (2)

Jakob-Tresch-Straße (3)

Kreuzung Jahnstraße/Ina-Seidel-Weg (4)

Kreuzung Prinzenweg/Ina-Seidel-Weg (5)

Eduard-Süskind Spielplatz (6)

Zentrale Baulogistik (7)

Kreuzung Heimstättenweg/Jahnstraße (8)

Weilheimer Straße 15 c, d, e und f (9)

Prinzenweg 2 – 4 (10)

Emslanderstraße 23 – 45 (11)

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft; Institut für Fischerei (12)

Ausblick

Untersuchung des Grundwasserkörpers im Anschluss

Nach bzw. während der beschriebenen Bohrungen, die mit dem Einrichten von Grundwassermessstellen enden, schließen sich direkt, also ab ca. Anfang Dezember 2022, Pumpversuche an. Zeitlich werden sich diese Pumpversuche bis ca. Ende Februar 2023 erstrecken. Pro Grundwassermessstelle werden diese Pumpversuche im Schnitt ca. 3 – 5 Tage dauern. Durch diese sogenannten Langzeitpumpversuche wird zeitlich begrenzt ein konstanter Absenktrichter um die betroffene Grundwassermessstelle geschaffen. Nach Ende dieser Pumpversuche wird sich an den betroffenen Stellen der natürliche Grundwasserspiegel rasch wieder auf das vorherige Niveau einstellen.

Aus den begleitenden Messungen zur entnommenen Wassermenge und Absenktiefe lassen sich wichtige Kennwerte wie Durchlässigkeit und Ergiebigkeit des für den künftigen Tunnel relevanten Grundwasserleiters, in Fachkreisen „Aquifer“ genannt, ermitteln.

Die angesprochene Infografik kann auf der Homepage des Staatlichen Bauamtes Weilheim eingesehen werden.

Forum zum Verkehr bei der FDP

Eine Mitteilung des FDP-Ortsverbandes:

Einladung zum kommunalpolitischen Forum der FDP Starnberg: Thema „Verkehrsgroßprojekte – Meilensteine und Stolpersteine“ / Vortrag von Sebastian Körber, MdL (07.11.2022)



Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde,

sehr geehrte Damen und Herren,

große Verkehrsprojekte stoßen regelmäßig auf juristische, finanzielle und technische Hürden. Gemeinsam mit allen Interessierten möchten wir das Thema Umsetzung von Verkehrsgroßprojekten in Bayern diskutieren:

“Verkehrsgroßprojekte (in Bayern):Transrapid, 3. Startbahn Flughafen München, PKW Maut, 2. S-Bahn Stammstrecke München – Meilensteine und Stolpersteine”

Referent: 

Sebastian Körber, Mitglied des Bayerischen Landtags und Architekt
Vorsitzender des Ausschusses für Wohnen, Bau und Verkehr
Sprecher der FDP-Fraktion für Wohnen, Bau und Verkehr

Wann: Montag, 07.11.2022, ab 19:30 Uhr

Wo: Gasthof In der Au, Josef-Jägerhuber-Straße 15, 82319 Starnberg

Hintergrund:

Die FDP Starnberg hat sich vorgenommen alle kommunalpolitischen Themen Starnbergs in dem neugegründeten Kommunalpolitischen Form des FDP Ortsverbandes zu diskutieren. 

Am 30.11.2022 befasst sich der Starnberger Stadtrat in einer Sondersitzung mit dem B2 Tunnel. Der Starnberger B2 Tunnel ist sicherlich eines der umstrittensten Themen in der Starnberger Kommunalpolitik.

Der Vorstand der FDP Starnberg hatte daher beschlossen, alle Fragen betreffend des B2 Tunnels zu sammeln und aufzubereiten. Alle Starnbergerinnen und Starnberger können Ihre Fragen zum B2 Tunnel (etwa zu Kosten und Zeitplan) an die FDP Starnberg einreichen (www.tunnelstarnberg.de). Die FDP Ortsverband Starnberg wird im Anschluss alle Fragen an die Stadt Starnberg (und ggfs. weitere relevante Stellen) zur vollständigen Beantwortung vorlegen.

Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung unter stefan.zeil@fdp-starnberg.de gebeten.

Save-the-Date: Der nächste LIBERALE STAMMTISCH findet statt am 24.11.2022.

Für Fragen und Anregungen stehen wir gerne und jederzeit zur Verfügung.

Mit freiheitlichen Grüßen

Ihre / Eure

Anke Henniger
Vorsitzende

Stefan W. Zeil
Vorsitzender

2023 nur 3,8 Millionen Euro für Tunnel

Die Ampelkoalition im Bund (SPD, Grüne und FDP) hat ihren im Mai erarbeiteten Regierungsentwurf für das Bundeshausgesetz 2023 diese Woche im Bundestag zur 1. Lesung vorgelegt. Ob an dem Zahlenwerk am Ende noch etwas geändert wird ist offen. Teil des Entwurfs ist wie immer die Anlage Teil A 1 „Straßenbauplan – Bundesstraßen in Auftragsverwaltung der Länder“ zum Einzelplan 12 des Verkehrsministeriums. In dieser Anlage ist auch wieder der Starnberger Tunnel aufgeführt. Zum Bau, bzw. für dessen Vorbereitung will die Regierung demnach im kommenden Jahr 3,8 Millionen Euro bereit stellen. Zusätzlich 2,5 Millionen Euro für Grunderwerb und 2,05 Millionen Euro zur Vorfinanzierung von Versorgungs- und Abwasseranlagen. Damit hätte der Bund bisher insgesamt 26,883 Millionen Euro für das Starnberger Tunnelprojekt bereit gestellt, davon 14,573 Millionen Euro für vorbereitende Baumaßnahmen an den Zulaufstrecken. Der Rest war für Grunderwerb und Vorfinanzierung der Versorgungs- und Abwasseranlagen in deren Umfeld. Die Gesamtkosten für das Bauwerk werden im Entwurf wie im diesjährigen Bundeshaushalt mit 317,091 Millionen Euro angegeben (Siehe auch Heuer 4 Mio. für Tunnelprojekt). Ob darin schon alle zu erwartenden Mehrausgaben durch das noch nicht abgeschlossene Planänderungsverfahren und die allgemeine Baukostensteigerung enthalten sind, lässt sich nicht sagen.

Tunnel ohne Zeitziel

Wer bisher von Süden oder Norden nach Starnberg hineinfuhr, konnte auf einem überdimensionalen Schild neben der Straße lesen, dass das Staatliche Bauamt Weilheim für uns baut. Und zwar bis 2026 den Tunnel Starnberg. Ursprünglich hatte das auch schon mal geheißen „Entlastungstunnel Starnberg“, doch das mit der Entlastung war vor längerer Zeit weggenommen worden. Jetzt ist das Schild erneut verändert worden. Vom Fertigstellungsziel 2026 ist nichts mehr zu entdecken. Dort steht jetzt nur „Tunnel Starnberg“. Damit ist es nun wohl amtlich, dass das mit der Fertigstellung 2026 nichts wird. Es hängt vermutlich mit der immer noch nicht genehmigten Planfeststellungsänderung für neu hinzu gekommene Dücker und veränderte Notausstiege zusammen. Wann mit der Genehmigung des Planänderungsverfahrens zu rechnen ist, kann derzeit auch nach Meldungen der lokalen Zeitungen niemand sagen. Auf der Homepage der Weilheimer Behörde ist ebenfalls kein Zeitziel zu finden. Zum Projektstand des Tunnels heißt es dort lediglich „Im Bau“.

WPS hat neuen Vorstand

Im Rahmen der nach der Durststrecke wegen Corona nun endlich wieder möglichen Mitgliederversammlung hat die Wählergemeinschaft Pro Starnberg (WPS) einen neuen Vorstand gewählt. Erster Vorsitzender ist ab sofort der 56jährige Diplomingenieur für Datentechnik, Ralf Breitenfeldt, der sich schon seit mehreren Jahren bei WPS und BI engagiert. Zum 2. Vorsitzenden wählte die Versammlung den WPS-Stadtrat und Zahnarzt Johannes Glogger. Der bisherige 1. Vorsitzende Georg Stahl, der das Amt 2019 von dem damals aus gesundheitlichen Gründen von allen Ämtern zurückgetretenen und vor zwei Wochen verstorbenen langjährigen WPS-Chef Professor Günther Picker übernommen hatte, wird in Zukunft Schatzmeister sein. Schriftführer bleibt der Chef der Bürgerinitiative Pro Umfahrung – Contra Amtstunnel (BI) und ehemalige WPS-Stadtrat, Klaus Huber. Peter Altwickler übernimmt wie bisher die Aufgabe der Kassenprüfung. Die Versammlung billigte nach der Entlastung des bisherigen Vorstands einstimmig auch eine Satzungsänderung, derzufolge die 190 Mitgleider zählende WPS künftig keine Mitgliedsbeiträge erheben wird.

Stahl’s Rechenschafsbericht umfasste die Jahre 2019 bis 2021. Er bedauerte, dass die WPS, die den geplanten B2-Tunnel ablehnt, bei der Kommunalwahl 2020 nur noch drei der zuvor sechs Stadtratsmandate wiedererringen konnte. Er schob dies auf den im Februar 2017 von den den Tunnel befürwortenden Parteien CSU, UWG, Grünen und SPD mit Hilfe von „fünf Umfallern“ erreichten Doppelbeschluss „Tunnel bauen, Umfahrung planen“. Dabei sei in Sachen Tunnelbau bisher nicht viel passiert, die fünf Dücker, die vor Baubeginn des Tunnels hergestellt sein müssten, noch nicht einmal begonnen und teilweise noch nicht genehmigt. Die WPS verfolge inzwischen ein Fern- und ein Nahziel, zumal Starnberg inzwischen durch die neu gebaute Westumfahrung starke Entlastung erfahren habe. Fernziel sei es, diese Westumfahrung durch eine Nordumfahrung zu ergänzen, besonders dann, wenn sich herausstellen sollte, dass Bau und Genehmigung des Tunnels Probleme bereiten sollte. Denn ohne den Tunnel werde das Verkehrsaufkommen auf einer Nordumfahrung ausreichend hoch ausfallen, um deren Bau zu rechtfertigen. Deshalb sei die „überraschende Einstellung aller Planungsbemühungen im letzten Stadtrat für die WPS nicht akzeptabel“, so Stahl (siehe Umfahrung bleibt untot). Nahziel bleibe folgerichtig, den Tunnel zu verhindern, denn die WPS wolle Verkehrsentlastung für die ganze Stadt, nicht nur für die Hauptstraße.

WPS-Mitglied Willi Illguth drohte bei diesem Punkt aus der Gruppierung auszutreten, wenn diese sich weiter die Nordumfahrung auf die Fahne schreibe. Deren Bau hält er nach eigenen Worten in der heutigen Zeit für „unrealistisch“. Stahl würdigte Illguths herausragenden Einsatz für die WPS und BI in der Vergangenheit, bat ihn jedoch zu akzeptieren, dass die WPS ihre Haltung in zahlreichen Vorstandsbeschlüssen festgelegt habe und diese auch nicht ändern wolle: „Die Nordumfahrung ist immer Grundlage der Arbeit der WPS gewesen.“ Glogger gab zu Bedenken: „Warum soll man etwas aufgeben, was man viellicht irgendwann noch einmal brauchen könnte?“ Er und Stahl erinnerten an die übermäßige Belastung der Hanfelder Straße, der man anders kaum werde abhelfen können.

Im Bundestagswahlkampf habe die Gruppierung eine „Patentlösung“ zur Verkehrsentlastung der Stadt Starnberg an die hohe Politik herangetragen, die es weiter zu verfolgen gelte. Danach sollte die B2 künftig nicht mehr die Stadtdurchfahrt, sondern die Westumfahrung über die Waldkreuzung nach Gilching mit dortigem Anschluss an die A96 und weiter die A99 sein. Die Stadt könne Durchgangsverkehr dann „vergrämen“ und der Millionen Euro teure Tunnel sei so nicht mehr zu rechtfertigen.

Die Übernahme des zweiten von der BI und WPS gegen den Tunnelbau  initiierten Bürgerbegehrens durch den Stadtrat und die Aufhebung des Doppelbeschlusses von 2017 hat laut Stahl im März 2019 das Versprechen des Stadtrates beinhaltet, „umgehend weitere Schritte zur Realisierung einer ortsfernen Umfahrung einzuleiten.“ Tatsächlich sei jedoch Ziel der Tunnelfreunde gewesen, den Tunnel fortzuführen, die Nordumfahrung aber fallen zu lassen. „Die List und Spitzfindigkeit der zahlreichen Juristen unter den Tunnelfreunden ist kaum zu überbieten“, so Stahl. Es werde nichts anderes übrig bleiben, als das Zusammenwirken der drei Beschlüsse von 2017, 2019 und 2022 von einem Fachanwalt für Verwaltungsrecht überprüfen zu lassen.

Weiteres Kernthema sei und bleibe für die WPS die Stadtplanung und damit vorangig die Seeanbindung. Gespannt sei man auf den inzwischen überfälligen Bericht von Bürgermeister Patrick Janik zum aktuellen Stand der Verhandlungen zwischen Bahn und Stadt in Sachen Erneuerung des Seebahnhofs samt der dazu gehörigen Kostenaufteilung. Stahl würdigte besonders den jahrelangen Einsatz von WPS-Stadtrat Maximilian Ardelt bei diesem Thema. Ardelt war aus gesundheitlichen Gründen verhindert, an der Mitgliederversammlung teilzunehmen. Dem Erhalt historischer Bauten wie dem Bayerischen Hof, von stadteigenen Grünflächen, Einsatz für Brandschutz und Feuerwehr fühle sich die WPS nach wie vor sehr verpflichtet, schloss Stahl seinen Rechenschaftsbericht.

 

Feuerwehrbedarf sprengt Finanzen

Jetzt sind die Geheimnisse, die sich um den von der Politik bange, von der Feuerwehr sehnlich erwarteten extern erstellten Feuerwehrbedarfsplan rankten, endlich aus dem Sack. Die Aussagen der aktiven Floriansjünger sind dadurch mehr als bestätigt, die Befürchtungen der Politik auch. Es wird nämlich teuer. Aber die Stadtführung hat mit den vorhandenen, nicht mehr so toll wie in der Vergangenheit sprudelnden Steuereinnahmen eigentlich ganz andere Pläne. Auch vor dem Hingergrund bekamen Bürgermeister Patrick Janik und die CSU weitestgehende Unterstützung dafür, zunächst den Finanzbedarf für die im Bedarfsplan zur Umsetzung empfohlenen Maßnahmen zu ermitteln, zu schauen, ob von irgendwo her finanzielle Zuschüsse zu holen sind und sich danach erneut mit dem Stadtrat zu beraten wie man vorgehen will.

Fachplaner Markus Hasch vom Büro „Forplan Dr. Schmiedel GmbH“ aus Bonn ließ laut übereinstimmenden Berichten in der lokalen Presse keinen Zweifel daran, dass die Empfehlungen zu Ertüchtigung der Feuerwehr in Starnberg weder überzogen noch untertrieben sind, somit also ernsthaft ins Auge gefasst werden sollten. Dabei handelt es sich um folgende Punkte:

  • Statt den bisher acht Feuerwehren im Stadtgebiet und den Ortsteilen sollte es in Zukunft nur fünf geben. Percha würde als lediglich noch Löschgruppe Teil der Starnberger Wehr sein, Hadorf käme zu Perchting und Hanfeld ist bereits als Löschgruppe in die Söckinger Wehr integriert. Selbstständig bleiben Wangen und Leutstetten.
  • Das hat wiederum auch zur Folge, dass neue Feuerwehrhäuser in Starnberg, Wangen und Perchting gebaut werden müssen. Starnberg soll dabei um ein Schulungs- und Ausbildungszentrum ergänzt werden. Kostenrahmen für alles ist ein mittlerer zweistelliger Millionen-Betrag.
  • Allein mit ehrenamtlichen Kräften lassen sich die Aufgaben der Zukunft nicht mehr bewältigen, schon deshalb nicht, weil viele tagsüber gar nicht in Starnberg arbeiten und deshalb auch nicht für Einsätze zur Verfügung stehen. Daher müssen die heute zwei Hauptamtlichen um 44 plus fünf für Ausbildung, Einsatzplanung und Technik aufgestockt werden. Für die Personalkosten muss die Stadt jährlich rund 2,5 Millionen Euro einplanen.
  • Ziel aller Maßnahmen ist, die gesetzlich vorgeschriebenen Ausrücke- und Anfahrtszeiten von achteinhalb Minuten im Fall einer Alarmierung einhalten zu können. Laut Hasch ist das bisher nur in 60,5 Prozent der Einsätze tagsüber und in 77 Prozent nachts gelungen. Erforderlich wären aber 80, besser 90 Prozent.
  • Ab Inbetriebnahme des geplanten B2-Tunnels müssen 24 Einsatzkräfte innerhalb von achteinhalb Minuten am Ort des Geschehens sein, insgesamt 36 innerhalb von 13 Minuten.

Und was bedeutet das für die Stadt Starnberg?

Seit vielen Jahren ist bekannt, dass die Feuerwehr räumlich und personell besser ausgestattet werden muss. Was auch schon galt und gilt, ohne dass der B2-Tunnel, das Gewerbegebiet in Schorn oder diverse andere neue Stadtviertel wie zum Beispiel das „Moosaik“ im Bereich Petersbrunner Straße gebaut und in Betrieb genommen sind. Feuerwehrkommandant Markus Grasl redet sich den Mund seit Jahren fusselig gegenüber dem Stadtrat, seine Anforderungen in Sachen Feuerwehr ernst  und die Realisierung endlich in Angriff zu nehmen.

Der Stadtrat träumt jedoch andere Träume: Von einer millionenschweren Seeanbindung, einer Landesgartenschau und so weiter. Er gibt deshalb auch kein Geld für den Erhalt seiner denkmalgeschützten Immobilien aus. Und er träumt vom B2-Tunnel. Insbesondere Letztgenannter verursacht einen erheblichen Teil der 64 Maßnahmen, die der Feuerwehrbedarfsplan jetzt als nötig zur Umsetzung auflistet. Die politischen Gruppierungen, die die Röhre unter Starnberg hindurch seit den 1960er Jahren so vehement fordern, verteidigen und jede neue technische Schwierigkeit sowie die Steigerung der Baukosten von knapp 90 auf inzwischen 400 Millionen Euro weg lächelten, haben jetzt noch einmal die Chance, in sich zu gehen und die Situation ihrer Stadt ohne die parteipolitische Brille zu betrachten.

Viele Rahmenbedingungen haben sich längst verändert und werden das in Zukunft weiter tun: Die Abgasbelastung sinkt. Der Verkehr in der Stadt ist dank der realisierten Westumfahrung reduziert. Generell findet ein Umdenken in der Verkehrspolitik wegen Corona, Klimaschutzzielen und mehr statt.

Würden die Stadträte die Tunnelpläne heute stoppen und gegenüber dem Bund auf den Bau verzichten, hätte Starnberg auf einen Schlag eine Menge Probleme weniger. Natürlich auch in Sachen Feuerwehrbedarf.

 

Fahrstreifen werden reduziert

Eine Mitteilung des Staatlichen Bauamtes Weilheim:

B 2 Nordzulauf Tunnel Starnberg – neue Verkehrsphase vom 19.07. bis 13.08.: „2 + 1“-Lösung zw. Perchastr. und Uhdestr.: 2 Fahrstreifen stadtauswärts, 1 Fahrstreifen von BAB 952 kommend stadteinwärts

 

Neue provisorische Verkehrsführung auf der B 2 Münchner Straße zwischen Perchastraße und Uhdestraße: Für die stadtauswärts fahrenden Verkehrsteilnehmer bleiben wie gewohnt zwei Fahrstreifen bestehen. Von der BAB 952 kommend stadteinwärts für vier Wochen nur ein Fahrstreifen zwischen Perchastraße und Uhdestraße. Einfahren in Uhdestraße von der B 2 aus allen Richtungen nicht möglich. Umfahrung via Perchastraße.

 

In der Nacht von Sonntag, den 18. Juli auf Montag, den 19. Juli 2021 erfolgt die Baustelleneinrichtung für die neue Verkehrsphase am künftigen Nordzulauf des Tunnels. Die konkrete Maßnahme ab Montag, den 19. Juli lässt sich wie folgt beschreiben:

Auf der B 2 Münchner Straße zwischen Perchastraße und Uhdestraße bleiben für die stadtauswärts fahrenden Verkehrsteilnehmer wie gewohnt zwei Fahrstreifen bestehen. Von der BAB 952 kommend stadteinwärts wird für vier Wochen ein Fahrstreifen zwischen Perchastraße und Uhdestraße auf einer Strecke von ca. 150 m weggenommen. Es bleibt somit stadteinwärts ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Das Einfahren in die Uhdestraße von der B 2 aus allen Richtungen ist nicht möglich:

Von der Autobahn kommend kann bis mindestens 13. August 2021 – bedingt durch die neue Verkehrsphase – nicht mehr links in die Uhdestraße eingebogen werden. Die Umfahrung erfolgt über die Perchastraße. Bei Fahrtrichtung stadtauswärts auf der B 2 Münchner Straße und von der Gautinger Straße kommend kann ebenfalls nicht in die Uhdestraße eingefahren werden. Für die betroffenen Anlieger der Uhdestraße wird ein Ausfahren von der Uhdestraße in die B 2 in jede Fahrrichtung möglich sein.

„2 + 1“-Lösung

Eine „2 + 1“- Lösung ist aus Gründen der Arbeitssicherheit für die vor Ort arbeitenden Bauarbeiter zwingend erforderlich, da für die anstehenden Arbeiten in bestimmte Grundstücke kaum eingegriffen werden kann, die fortlaufenden örtlichen Tankstellenbetriebe zu berücksichtigen sind und das Baufeld in diesem Bereich räumlich extrem eingeschränkt ist.

Hintergrund für die baulichen Eingriffe ist, dass das Bauteam Mitte Juli von der Nordseite der B 2 mit seinen Aktivitäten auf die Südseite der B 2 wechseln wird. Die Bauarbeiten werden sich von der B 2 aus auch ca. 20 m in den Einmündungsbereich auf die östliche Seite der Uhdestraße hinein erstrecken, weshalb die Linksabbiegung auf der B 2 nicht aufrechterhalten werden kann.

Zur Ausführung stehen an:

Erneuerung des Gehwegs auf südlicher Seite der B 2 und ca. 20 m auf der östlichen Seite der Uhdestraße im Kreuzungsbereich zur B 2. Erneuerung der Straßenentwässerung, Verlegung von Leerrohren sowie Spartenneu- und Umverlegungen. Im Vorfeld werden betroffene Anlieger direkt informiert.

Fußgänger werden auf die Nordseite der B 2 umgeleitet. Sie haben folgende zwei Querungsmöglichkeiten: eine beim Landratsamt (MAHAG) und eine vor der Gautinger und Uhdestraße.

B2 Tunnel Bauaktivitäten 2021

Eine Mitteilung des Staatlichen Bauamtes Weilheim:

Zufahrt der Moosstraße in die B 2 ab 26. April gesperrt. Grund: Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen. – Überblick zu weiteren diesjährigen Baumaßnahmen im Nordzulauf.

 

Wie in der Pressemitteilung vom 19. März 2021 angekündigt, wird die Zufahrt der Moosstraße in die B 2 wegen Spartenarbeiten gesperrt. Der Zeitraum dafür steht jetzt fest: Beginn der Vollsperrung ab Montag, den 26. April bis voraussichtlich 18. Mai 2021. Hier werden Ver- und Entsorgungsleitungen quer unterhalb des Einmündungsbereichs der Moosstraße zur B 2 verlegt.

Verkehrsführung während der Vollsperrung

Einmündung Moosstraße in B 2 gesperrt

Einfahrt in Moosstraße aus Richtung München sowie Ausfahrt aus Moosstraße in Richtung Weilheim nicht möglich

Zufahrt zu MAHAG aus Richtung Starnberg über Gautinger Straße, Petersbrunner- und Moosstraße; aus Richtung München direkte Zufahrt von der B 2 möglich wie gehabt.

Buslinien 904, 961 und 975: Der Halt in der Moosstraße entfällt. Es werden ersatzweise temporär – für die Dauer der Maßnahme – Bushaltestellen in der Gautinger Straße eingerichtet. Die Ersatzhaltestellen sind von der Moosstraße aus über den Gustav-Otto-Weg zu erreichen.

Vorschau Bauaktivitäten in Nordzulauf 2021

Die für das Jahr 2021 vorgesehenen Bauaktivitäten für den Tunnel Starnberg sind gekennzeichnet von der Fertigstellung des Straßenzulaufs Nord auf dem Abschnitt zwischen der Perchastraße bis kurz vor die Eisenbahnbrücke.

Hier wird es im Anschluss an die oben beschriebenen Arbeiten an den Sparten zunächst auf der Nordseite der Münchner Straße und im Kreuzungsbereich zur Gautinger Straße zu Gehweg- und Fahrbahnanpassungen sowie Umbauten im Kreuzungsbereich kommen. Die gleichen Arbeiten werden zeitlich versetzt auch auf der Südseite der Bundesstraße 2 und im Kreuzungsbereich Uhdestraße ausgeführt. Außerdem wird in diesem Kreuzungsbereich, wie auf Höhe des Landratsamtes bereits vollzogen, eine Querungsinsel in der Mitte der Münchner Straße für Fußgänger und Radfahrer eingebaut. Zum Abschluss wird der Bereich zwischen der Kreuzung der B 2 mit der Moosstraße/Perchastraße bis zum Ende des Straßenzulaufs Nord (kurz vor der Eisenbahnbrücke) vollständig neu asphaltiert und markiert.

Im Bereich des Südzulaufs wird es entgegen unserer Ankündigung von 2020 zu keinen baulichen Aktivitäten dieses Jahr kommen. Die Gründe hierzu liegen nach Ausarbeitung der Ausführungs- und Ausschreibungsplanung an dieser Stelle vorrangig in bauablauftechnischen Aspekten. Ein Umbau an der Bundesstraße 2 im Süden ist im Rahmen der Hauptbaumaßnahme vom Bauablauf einfacher und mit zeitlich geringeren Eingriffen in den fließenden Verkehr zu realisieren. Daher wird diese Teilbaumaßnahme, die eine knapp 170 m lange Verbreiterung der Bundesstraße 2 zur Anlage der künftigen Ein- und Ausfädelstreifen vorsieht, vorerst verschoben. Eine Rodung in diesem Bereich ist daher ebenso vorerst nicht erforderlich.

Tunnel Fortsetzung

Das Staatliche Bauamt teilt mit:

Ab 22. März im Norden Restarbeiten in der Petersbrunner Straße OHNE AUSWIRKUNG auf den Verkehrsfluss. Mit der Vollsperrung der Moosstraße ab vorraus. Ende April sind die Arbeiten zum Nordzulauf wieder in vollem Gange.

Im Mittelpunkt der Restarbeiten in der Petersbrunner Straße ab Montag nächster Woche, 22. März 2021 steht u. a. der behindertengerechte Um- und Ausbau. Konkret bedeutet das Eingriffe im Geh- und Radwegbereich sowie den Randbereichen des Ende 2020 neu erstellten Abschnitts der Petersbrunner Straße in Richtung B 2. In den Verkehrsfluss der Petersbrunner Straße oder der B 2 wird dabei nicht eingegriffen. Fußgänger und Radfahrer bittet das Staatliche Bauamt um Verständnis für diese erforderliche Maßnahme.

Vorankündigung Vollsperrung Moosstraße

Nach den Osterferien ab voraussichtlich Ende April 2021 wird die Moosstraße gesperrt. Hier werden Ver- und Entsorgungsleitungen quer unterhalb des Einmündungsbereichs der Moosstraße zur B 2 verlegt. Nach derzeitigem Stand wird diese Vollsperrung voraussichtlich 14 Tage dauern. Hierzu wird gesondert mit Infografik rechtzeitig informiert.