Grundwassermessung für Tunnel

Eine Mitteilung des Staatlichen Bauamtes Weilheim:

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PRESSEMITTEILUNG 147

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Weilheim, den 28.10.2022

B 2 Tunnel Starnberg: Ab 9. November weitere Erkundungsbohrungen

Zur Nacherkundung der Grundwasserverhältnisse im Starnberger Süden

Am 9. November 2022 startet ein fünftes Bohrprogramm für den Tunnel Starnberg. Insgesamt wird mit zwei Bohrgeräten an zwölf Stellen bis zu einer maximalen Bohrtiefe von 35 m gebohrt. In der Infografik sind die Bohrstellen und deren geografische Lage im Starnberger Stadtgebiet gekennzeichnet. Das Erkundungsprogramm dauert bis ca. Mitte Dezember 2022.

Diese Nacherkundung betrifft die Grundwassersituation im sogenannten ersten Grundwasserstockwerk unterhalb von Starnberg.

Auf unmittelbar betroffene Bürgerinnen und Bürger ist das Staatliche Bauamt Weilheim bereits im Vorfeld mit auf die jeweiligen Bohrstellen zugeschnittenen Anwohnerinformationen zugegangen. Diese wurden per Posteinwurf verteilt. Damit sind Schlüsselinformationen zur Passierbarkeit von bestimmten Straßen bei bestimmten Bohrstellen sowie räumliche Einschränkungen oder Sperrungen, die Umwege erfordern werden, rechtzeitig bekannt.  

Wo wird gebohrt?

In folgenden Straßen und Bereichen wird das fünfte Erkundungsprogramm im November und Dezember 2022 aktiv – siehe die orangen Ziffern von 1 bis 12 in der entwickelten Infografik. Die dort eingezeichneten Bohrstellen werden auch als Grundwassermessstellen bezeichnet:

Gegenüber Weilheimer Straße 29 (Bohrstelle 1)

Rad- und Fußweg zwischen Waldspielplatz und Franz-Heidinger-Straße (2)

Jakob-Tresch-Straße (3)

Kreuzung Jahnstraße/Ina-Seidel-Weg (4)

Kreuzung Prinzenweg/Ina-Seidel-Weg (5)

Eduard-Süskind Spielplatz (6)

Zentrale Baulogistik (7)

Kreuzung Heimstättenweg/Jahnstraße (8)

Weilheimer Straße 15 c, d, e und f (9)

Prinzenweg 2 – 4 (10)

Emslanderstraße 23 – 45 (11)

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft; Institut für Fischerei (12)

Ausblick

Untersuchung des Grundwasserkörpers im Anschluss

Nach bzw. während der beschriebenen Bohrungen, die mit dem Einrichten von Grundwassermessstellen enden, schließen sich direkt, also ab ca. Anfang Dezember 2022, Pumpversuche an. Zeitlich werden sich diese Pumpversuche bis ca. Ende Februar 2023 erstrecken. Pro Grundwassermessstelle werden diese Pumpversuche im Schnitt ca. 3 – 5 Tage dauern. Durch diese sogenannten Langzeitpumpversuche wird zeitlich begrenzt ein konstanter Absenktrichter um die betroffene Grundwassermessstelle geschaffen. Nach Ende dieser Pumpversuche wird sich an den betroffenen Stellen der natürliche Grundwasserspiegel rasch wieder auf das vorherige Niveau einstellen.

Aus den begleitenden Messungen zur entnommenen Wassermenge und Absenktiefe lassen sich wichtige Kennwerte wie Durchlässigkeit und Ergiebigkeit des für den künftigen Tunnel relevanten Grundwasserleiters, in Fachkreisen „Aquifer“ genannt, ermitteln.

Die angesprochene Infografik kann auf der Homepage des Staatlichen Bauamtes Weilheim eingesehen werden.