Bushaltestelle in Söcking verlegt

Viel Wirbel gibt es vornehmlich dann, wenn etwas verändert wird. So führte jetzt die Verlegung der Bushaltestelle „Söcking Mitte“ zu viel Aufregung und entsprechenden Berichten in den Medien. Es wird nicht die letzte Änderung im Bereich der Söckinger-/Andechser Straße gewesen sein, denn die gehört seit diesem Jahr der Stadt und ist statt bisher Staats- nun Ortsstraße. Wie berichtet hat es schon Verbesserungen in Sachen Schulwegsicherheit gegeben. Für die Grundschüler wurden Hol- und Bringzonen eingerichtet (siehe Söckinger Straße gehört der Stadt). Das Starnberger Rathaus hat zur Verlegung der Haltestelle und dem damit verbundenen Verzicht auf eine bisher teils fremdgenutzte Busbucht eine Stellungnahme herausgegeben, die unten im Wortlaut abgedruckt ist:

 

„Die Bushaltestelle Söcking Mitte befand sich auf der Andechser Straße im Bereich der Lichtsignalanlage. Sie ist beidseits angelegt.

Die Haltestelle wird von den Buslinien 903, 950 und 951 bedient.

  • Die Buslinie 903 hält im nördlichen Fahrbahnbereich Montag-Freitag 1 mal stündlich zur Minute 46, samstags alle zwei Stunden, Sonn- und Feiertags ist kein Betrieb.
  • Die Buslinie 950 hält im nördlichen Fahrbahnbereich Montag-Freitag 1 mal stündlich zur Minute 00, Samstag, Sonn- und Feiertage alle zwei Stunden..
  • Die Buslinie 951 hält im nördlichen Fahrbahnbereich Montag-Freitag 1 mal stündlich zur Minute 14, Samstag, Sonn- und Feiertage alle zwei Stunden.

 

  • Die Buslinie 903 hält im südlichen Fahrbahnbereich Montag-Freitag 1 mal stündlich zur Minute 16, samstags alle zwei Stunden, Sonn- und Feiertags ist kein Betrieb.
  • Die Buslinie 950 hält im südlichen Fahrbahnbereich Montag-Freitag 1 mal stündlich zur Minute 18, Samstag, Sonn- und Feiertage alle zwei Stunden..
  • Die Buslinie 951 hält im südlichen Fahrbahnbereich Montag-Freitag 1 mal stündlich zur Minute 48, Samstag, Sonn- und Feiertage alle zwei Stunden.

 

Die Beförderung der Schülerinnen und Schüler der Grundschule Söcking ist durch eine eigene Ein- und Ausstiegshaltestelle direkt vor der Grundschule an der Kempterstraße sichergestellt. Die Buslinie 903 (Perchting/Hadorf) hält dort täglich um 7.50 Uhr zu Schulbeginn und nach Schulende um 11.51, 12.36, 13.06 und 15.50 Uhr.

 

Im Norden der Fahrbahn war die Haltestelle direkt am Haltebereich der Lichtsignalanlage angelegt. Sie verfügte über keine Aufstellfläche. Die Busgäste haben im Bereich von Garagenvorplätzen auf Privatgrund gewartet.

Im Süden der Fahrbahn war die Haltestelle direkt im Haltebereich der Lichtsignalanlage in einer zwischen Fahrbahn und Gehweg angelegten Bucht eingerichtet. Die Busgäste haben auf dem dahinterliegenden Gehweg gewartet.

Beide Haltestellen sind im Rahmen der routinemäßigen Überprüfung der Bushaltestellen im Stadtgebiet als besonders mängelbehaftet aufgefallen.

u.a. vorhandene Mängel:

Fehlende Aufstellfläche
Lage im direkten Bereich der Lichtsignalanlage
zu schmale und zu kurze „Bus“-Bucht, deshalb keine gerade Anfahrt möglich
„Bus“-Bucht oftmals zugeparkt
keine geeignete Bordsteinkante zum Einstieg

Die Verlegung der Haltestelle auf der südlichen Fahrbahnseite wurde auch im Zusammenhang mit der anstehenden Umgestaltung des Straßennebenraums durch die Anlage des barrierefreien Zugangs zur Kirche St. Stephan geprüft. Die Verwaltung hat deshalb in Abstimmung mit Polizei und Landratsamt Starnberg die Verlegung der beiden Haltestellen geprüft und durch Straßenmarkierung und Versetzung des Haltestellenmastes umgesetzt.

Die Haltestelle am nördlichen Fahrbahnrand wurde um ca. 30 m nach Westen verlegt. Der dort ca. 2 m breite Gehweg dient als Aufstellfläche.

Die Haltestelle am südlichen Fahrbahnrand wurde ebenfalls um ca. 30 m nach Westen verlegt. Der dort ca. 1,50 m breite Gehweg dient als Aufstellfläche.

Die Sichtbeziehungen auf der Strecke sind einwandfrei, auch aus dem Kreuzungsbereich Luitpoldstraße/Andechserstraße sind die erforderlichen Sichtbeziehungen möglich.

Das Parken ist auf den markierten Flächen nicht erlaubt. Dies war auch bisher in diesem Bereich nicht möglich (Grundstückszufahrten) bzw. durch die Anordnung eines eingeschränkten Halteverbotes nicht möglich. Die Zufahrt zu privaten Grundstücken über die markierte Fläche ist selbstverständlich erlaubt. Die schmale Bucht am Fahrbahnrand bietet Parkmöglichkeiten für ca. 4 Fahrzeuge. Sie ist aufgrund ihrer zentrumsnahen Lage sehr gut für die Erreichbarkeit der angrenzenden Geschäfte geeignet.“

Sicherheitskonzept vorgestellt

Nachdem die Verwaltung im Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates die bisherige und voraussichtliche Entwicklung der Schülerzahlen in allen Starnberger Schulen erläutert hatte (siehe nachfolgenden Bericht), wurde nun im Ausschuss für Energie, Umwelt und Mobilität der Arbeitsbericht für das Schulwegsicherheitskonzept der Stadt Starnberg vorgestellt. Angelika Kammerl (DPF) hat es mit ihrer Kritik verrissen, andere Stadträte lobten es nachdrücklich. Am Ende der Debatte stand der einstimmige Beschluss, das Konzept für andere Schulen fortzuführen, denn bisher ging es um die Schulwege der Grundschüler.

„Es ging darum, die Schulwege sicherer zu machen und die selbstständige Mobilität der Kinder zu fördern“, führte Bürgermeisterin Eva John ins Thema ein. Beteilgt worden seien an der Arbeit die Kinder, Eltern, die Stadtverwaltung, Polizei und Fachbüros. Man habe den Bestand aufgenommen, die Eltern und Kinder befragt und ihre Aussagen ausgewertet sowie Hol- und Bringzonen eingerichtet. Das alles gedruckt und veröffentlicht wird, fehle noch. John erläuterte, wie vorgegangen wurde und welche Maßnahmen herausgefunden und teils schon umgesetzt wurden. Zum Beispiel die Einrichtung der Hol- und Bringzonen in Söcking (siehe Söcking: Sicherer Schulweg und Schulwegsicherheit in Söcking). Ähnliches solle in Percha geschehen, wo Eltern ihre Kinder ab der Kirche, der Haarkirchner- oder Würmstraße selbständig gehen lassen könnten. Voraussetzung ist aber immer, dass auf den begleitenden Straßen Tempo 30 gilt, worüber man sich erst mit Landratsamt und Polizei verständigen müsse. Viel verbessert worden sei auch im Umfeld der Schule an der Ferdinand-Maria-Straße. An der Schlossbergschule sei es am schwierigsten. Dort seien solche Zonen eventuell an der Dinardstraße und am Almeida-Weg möglich, wenn die Übergänge über die B2 von Schülerlotsen begleitet würden. Neben der Umsetzung der Maßnahmen sollen die Lehrkräfte geschult, ein Schulwegeplan erstellt und die Wirkung der Veränderungen kontrolliert werden.

In scharfem Ton legte Kammerl los: „Das betrifft ja nur die Grundschulen. Was ist mit den anderen Schulen? Für die vermisse ich sichere Wegeführungen. Ich stelle fest, dass es das Schulwegsicherheitskonzept für Starnberg nicht gibt. Das sollen Sie endlich mal erstellen. Es wird nur stückchenweise geplant und keiner hat eine Vorstellung, wo es hingehen soll. Es gibt gar kein Ziel.“

John antwortete: „Ich finde es bedauerlich, mit welcher Härte Sie die jahrelange Arbeit der Verwaltung beurteilen. Wir haben sehr wohl die Schulwege betrachtet und Problemstellen beseitigt. Die Grundschulen wurden zuerst betrachtet, weil kleinere Schüler andere Bedürfnisse haben als ältere. Da geht es schon um die Frage, mit welchem Verkehrsmittel sie zur Schule kommen. Was hier vorgestellt wurde, ist ein erster Schritt. Ältere Schüler kann man in eine solche Arbeit einbeziehen, da muss man nicht nur mit den Eltern arbeiten.“

Klaus Huber (WPS) sprach der Verwaltung ein dickes Lob aus: „Eine sehr systematische, saubere Arbeit. Da kann man den Hut ziehen.“ Er könne sich Kammerl’s Kritik überhaupt nicht anschließen, bat nur, in der dunklen Jahreszeit an die ausreichende Beleuchtung der Schulwege und den guten Winterdienst zu denken.

Christine Lipovec (BMS) meinte: „Es ist natürlich ein Schulwegsicherheitskonzept. Das brauchen wir für die Grundschüler. Es hat sich im höchsten Maß rentiert.“ Auf Franz Heidingers (BLS) Frage, was es gekostet habe, antwortete John: „8000 Euro. Und wir haben die Kostenaufstellungen nach mehreren Beschwerden von Stadträten bereits zur  Prüfung vorgelegt.“ Stefan Frey (CSU) wollte erteiltes Lob differenziert betrachtet wissen. Schließlich habe der Stadtrat die Schulbusse abgeschafft, ein System, das funktioniert habe. John konterte: „Schulbuskinder sind im Verhältnis zu den Zu-Fuß-Kindern nur eine geringe Zahl.“ Und mit dem MVV funktioniere es  für die Buskinder ja inzwischen ganz gut.

 

Söckinger Straße gehört der Stadt

Auf Nachfrage hat Bürgermeisterin Eva John bestätigt, dass die bisherige Staatsstraße – Söckinger-/Maximilian-von-Dziembowski-/Andechser Straße – im Bereich zwischen dem neuen Kreisverkehr an der Einmündung in die Westumfahrung vor Perchting und der Bundesstraße 2 am Beginn des Weilheimer Bergs seit dem 31. März 2019 Ortsstraße ist und somit die Straßenbaulast bei der Stadt Starnberg liegt. Das bedeutet, dass diese ab sofort für den Straßenunterhalt und und auch für die Anordnung verkehrlicher Maßnahmen zuständig ist.

Umgehend wurden deshalb die schon vom Stadtrat abgesegneten ersten Maßnahmen zur Einrichtung einer Hol- und Bringzone für die Grundschule Söcking und den Kempter-Kindergarten umgesetzt (siehe Hol- und Bringzone soll 2019 fertig werden und Hol- und Bringzone sicherer machen). Die entsprechenden Markierungen wurden angebracht und Tempo 30 im fraglichen Bereich angeordnet. Die weiter beschlossenen baulichen Maßnahmen wie zum Beispiel der Zebrastreifen sollen in den nächsten Monaten realisiert werden.

Wieder versetzt wurde das Ortsschild für Söcking in Richtung Perchting. Seit langem gab es eine Auseinandersetzung zwischen Stadt und Landratsamt. Die Kreisbehörde war bisher für die Straße zuständig, solange sie Staatsstraße war. Versuche der Stadt, das Ortsschild im Bereich des Kreisels am Beginn der Westumfahrung aufzustellen, wurden mehrfach einkassiert und das Schild dann stets im Bereich der Gaststätte „Pförtnerhaus“ aufgestellt. Hintergrund sind  unterschiedliche Definitionen des Begriffs „Ortsanfang“, mit dem natürlich auch die Tempobeschränkung auf 50 Kilometer pro Stunde innerorts einher geht. Nach Ansicht des Landratsamtes verlangt die Rechtslage das Schild dort aufzustellen, wo geschlossene Bebauung mit Straßen an die Andechser Straße angebunden ist. Das wäre erst an der Einmündung Fichtenweg/Bründlwiese der Fall. Die Stadt steht auf dem Standpunkt, dass auch ohne Straßenanbindung die fast bis an den Kreisverkehr heranreichende Bebauung auf der Südseite der Andechser Straße vor Lärm geschützt werden muss und für Fußgänger und Radfahrer Sicherheit durch ein herabgesetztes Tempo notwendig ist, zumal es auf diesem Stück zwischen dem Fichtenweg und dem Kreisverkehr keinen Geh- und Radweg gibt. Durch das Versetzen des Ortsschildes Richtung Perchting gilt nun wie schon in früheren Zeiten wieder Tempo 50 statt der vom Landratsamt angeordneten 70 oder 80 Kilometer pro Stunde. Allerdings hat die Kreisbehörde in Lokalzeitungen bereits angekündigt, erneut gegen diese Anordnung der Stadt vorzugehen.

Der Stadtratsausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität hat übrigens in seiner letzten Sitzung keine Einwände dagegen gehabt, dass die Stadt entgegen bisherigen Plänen die Einbahnregelung auf der Kempterstraße in Söcking, also vor der Grundschule, nun doch nicht in Ost-West-Richtung ausprobiert. Einen Änderungsvorschlag hatte laut John die Besprechung der Maßnahme mit den Anliegern ergeben. So soll jetzt getestet werden, dass es keine Einbahnstraßenregelung gibt, dafür aber die Einfahrt von der Bismarkstraße in die Kempterstraße verboten wird, in der dann Flächen für das Parken markiert und vorgeschrieben würden.

Hol- und Bringzone soll 2019 fertig werden

Grundsätzlich zugestimmt hatte der Bauausschuss der Hol- und Bringzone für die Grundschule Söcking bereits am 18. Oktober 2018. Dabei war dem Rathaus aufgegeben worden, die möglichen Varianten noch mit Elternbeirat, Schulleitung und Polizei abzustimmen (siehe Schulwegsicherheit in Söcking und Hol- und Bringzone sicherer machen). Das war erledigt, als sich der Bauausschuss jetzt nochmals mit dem Thema befasste und den Arbeiten am Ende mit 7:4 Stimmen grünes Licht erteilte.

Laut Bürgermeisterin Eva John ist die Sicht eines Erstklässlers maßgebend beim schulkindgerechten Ausbau. Folgende Maßnahmen sind jetzt für die Umsetzung nächstes Jahr angemeldet:

  • Vom Parkplatz der St. Ulrichskirche wird westlich der Parkplatzzufahrt eine sichere Straßenquerung mit einem Zebrastreifen eingerichtet.
  • Der Gehweg an der Prinz-Karl-Straße wird Richtung Maximilian-von-Dziembowski-Straße verlängert, erhält an der Einmündung in Letztgenannte eine sichere Querungsmöglichkeit hinüber zu dem Gehweg, über den die Kinder dann durch den Hanau Park zur Schule gelangen. Die Fahrbahnbreite verringert sich dadurch auf fünf Meter.
  • Der Gehweg entlang des Parks an der M.-v.-Dziembowski-Straße muss ein Stück in das Parkgelände gerutscht werden, damit die Einrichtung einer etwa 40 Meter langen Parkbucht für die eigentliche Hol- und Bringzone möglich wird. Ob dabei alle Bäume erhalten bleiben können ist nicht sicher, soll aber versucht werden.
  • Die derzeit einmal pro Tag tatsächlich von einem Bus genutzte Haltestelle von Söcking kommend vor der Einmündung in die Prinz-Karl-Straße soll dort vorerst bleiben, denn ein Umzug weiter Richtung Starnberg ans Ende der Hol- und Bringzonen-Parkbucht ist Zukunftsmusik, aber immerhin schon einmal der Favorit des Ausschusses. Laut John hat die Stadt das Zugeständnis der Polizei, dass im gesamten Bereich Tempo 30 angeordnet werden kann. „Das werden wir für Montag bis Freitag tagsüber auch nutzen“, so die Bürgermeisterin. Sie klagte, das Landratsamt habe die Schilder für die Tempobegrenzung ebenfalls abgeräumt, als es das von der Stadt nach der Eröffnung der Westumfahrung wieder Richtung Perchting hinaus versetzte Ortsschild von Söcking entgegen dem Wunsch von Rathaus und Stadtrat zurück zum Pförtnerhaus gerückt, dort ebenfalls statt dem von der Stadt gewünschten Tempo 50 wieder Tempo 70 erlaubt habe. Für John eine unverständliche Maßnahme. Für Angelika Kammerl (DPF) dagegen richtig, weil die Vorschrift so sei und sich die Abstufung der Söckinger Straße wegen eines Versäumnisses in der Rathausverwaltung noch etwas hinziehen werde. Iris Ziebart (FDP) fragte Kammerl daraufhin aufgebracht: „Wessen Interessen vertreten Sie eigentlich, Frau Kammerl?“
  • Letzter Baustein des Konzeptes ist die Umwandlung der an der Schule vorbei führenden Maria-Kempter-Straße in eine Einbahnstraße in Ost-West-Richtung. Das ist Wunsch der Schule, Eltern und Anlieger, weil derzeit vor allem morgens „ein ziemliches Chaos“ durch Autos und Schulbusse herrsche. John will die Anlieger beteiligen.

Im Frühsommer 2019 könnte das alles starten, wenn es bis dahin einen genehmigten Haushalt gebe, mahnte die Bürgermeisterin angesichts der bisher schleppenden Beschlussfassung durch den Haupt- und Finanzausschuss. Gegen die ersten vier Maßnahmen stimmte nur Kammerl. Was die Einbahnstraßenregelung anging gab es vier Gegenstimmen, vermutlich, weil die vier Stadträte, darunter Gerd Weger (CSU), vergeblich vor jeglicher Umsetzung eine Anliegerversammlung und danach eine weitere Runde durch den Bauausschuss gefordert hatten, obwohl John die Anliegerbeteiligung schon längst selbst angekündigt hatte. Um ihnen entgegen zu kommen, heißt es im Beschluss: „Die Einbahnstraßenregelung soll vor der Umsetzung in einer Anliegerinformation erläutert werden. Dem Mobilitäts-Ausschuss ist über das Ergebnis zu berichten.“

Vetreter des Elternbeirats hatten der Beratung von der Zuhörerbank aus beigewohnt. In ihrem Namen dankte Vorsitzender Marcus Fohrmann den Stadträten für ihr Votum zum Wohle und zur Sicherheit der Kinder.

Schulwegsicherheit in Söcking

Der Bauausschuss des Stadtrates hat sich in seiner letzten Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, für die Söckinger Grundschule und den dortigen Maria-Kempter-Kindergarten sichere Hol- und Bringzonen einzurichten und die Straßen und Wege wo notwendig dafür umzubauen. Auf eine Variante legten sich die Stadträte noch nicht fest. Der Stadtverwaltung erteilten sie den Auftrag, die möglichen Maßnahmen mit der Schulleitung, dem Eltenbeirat und der Polizei abzustimmen, die Planung zu erstellen und diese für den Baubeschluss nochmals dem Ausschuss vorzulegen. Außerdem erklärte sich der Ausschuss einverstanden, dass mögliche provisorische Maßnahmen zur Sicherheit schon „umgehend“ umgesetzt werden können.

Vor der Sitzung hatten sich die Ausschussmitglieder zur Ortsbesichtigung in Söcking getroffen. Es geht um zwei Hol- und Bringzonen – eine am Parkplatz der Kirche St. Ulrich an der Prinz-Karl-Straße, und eine am Hanau-Park, die bereits provisorisch entlang der Maximilian-von-Dziembowski-Straße markiert worden war (siehe Hol- und Bringzone sicherer machen). Beide erfordern laut Bürgermeisterin Eva John sichere Möglichkeiten zur Querung der Straßen sowie Verlängerungen an Gehwegen. Zusätzlich solle einem Wunsch vieler Eltern Rechnung getragen werden, die die Kempterstraße zur Einbahnstraße erklärt wissen wollen. Das sei schon vor den Umbaumaßnahmen provisorisch möglich, sagte John.

Während Gerd Weger (CSU) es angesichts der Kosten von 250000 Euro nicht für wirklich notwendig hielt, die Maximilian-von-Dziembowski-Straße an der fraglichen Stelle zu verschmälern, widersprach ihm die Bürgermeisterin deutlich: „Das ist bisher wirklich eine Rennstrecke.“ Wegers Fraktionskollege Ludwig Jägerhuber und Iris Ziebart (FDP) begrüßten dagegen die Vorschläge und rieten, sich vor der Abstimmung mit den Beteiligten noch nicht auf eine Variante festzulegen. Günther Picker (WPS) wäre wohler, wenn es statt der Querungshilfe an dieser Stelle eine Ampel gäbe, denn morgens gebe es dort sehr viel Verkehr. Eine Ampel koste aber nochmals bis zu 100000 Euro, antwortete John. Weger glaubt, ein Blinklicht könnte ausreichen auf die Querung aufmerksam zu machen. Die Maßnahmen, für die Finanzmittel bereits in den Haushaltsentwurf für 2019 eingeplant sind, sind Teil des in Erarbeitung befindlichen Schulwegsicherheitskonzeptes der Stadt.

Hol- und Bringzone sicherer machen

Beschwerden von Eltern der Grundschule Söcking über Unzulänglichkeiten der seit etwas mehr als einem Jahr eingerichteten Hol- und Bringzone an der Maximilian-von-Dziembowski-Straße  (Siehe Söcking: Sicherer Schulweg) hat das Starnberger Rathaus zum Anlass für eine Pressemitteilung mit folgendem Inhalt genommen:

„Im Rahmen der Schulwegplanung, die die Stadt zusammen mit Vertretern der Schulen und des Elternbeirates entwickelt, wurde als erste Maßnahme im letzten Jahr die vom Elternbeirat der Grundschule Söcking vorgeschlagene Hol- und Bringzone am Fahrbahnrand eingerichtet. Es besteht bei allen Beteiligten Einvernehmen darüber, dass zum Angebot der Hol- und Bringzone als ausgebauter Haltebucht auch eine sichere Querung über die Maximilian-von-Dziembowski-Straße gehört. Die Umsetzung beider Maßnahmen wurde dem Elternbeirat im März 2018 vorgeschlagen und dort als sinnvoll erachtet.

Der Unfall im April 2018 an der Hol- und Bringzone ( Anm. d. Red.: ein Auffahrunfall ohne Personenschaden) war für Elternbeirat und Verwaltung Anlass, das Projekt weiter mit höchster Priorität zu behandeln. Die notwendigen planerischen Vorbereitungen und Abstimmungen sind aber leider umfangreicher als zunächst absehbar und die begrenzten personellen Kapazitäten im Haus derzeit weitestgehend durch die großen Baumaßnahmen wie Zulaufstrecke Tunnel und Petersbrunner Straße ausgeschöpft.

Trotzdem setzen wir alles daran, dass die Baumaßnahme im Oktober 2018 im Bauausschuss beraten und beschlossen werden kann. Die Vorlage im Bauausschuss muss erfolgen, da die Kosten für die Maßnahme bei rund 150.000 – 200.000 Euro liegen werden. Eine positive Beschlussfassung des Haushalts 2019 vorausgesetzt, kann die Maßnahme im 2. Quartal 2019 umgesetzt werden.

Um den (berechtigten) Wünschen des Elternbeirates Rechnung zu tragen, versuchen wir bis dahin durch provisorische Maßnahmen die Hol- und Bringzone für den Durchgangsverkehr zu verdeutlichen. Dazu gehört auch der bereits installierte Smiley. Geprüft wird derzeit auch die Verdeutlichung der Markierung im Straßenbereich, der allerdings noch abgestimmt werden muss.“