WPS schreibt sich Erfolg zu

Das Erreichen des Durchfahrtsverbots für schwere Lastzüge auf Hanfelder- und Söckinger Straße reklamiert die WPS laut ihres Sprechers Markus Mooser für sich. Sie übergab folgende Pressemitteilung:
„Durchfahrtsverbot für Lastzüge über zwölf Tonnen Gesamtgewicht auf Hanfelder- und Söckinger Straße 

Seit gestern hängen die Verkehrsschilder, mit dem Durchfahrtsverbot für Lkw-Lastzüge über zwölf Tonnen Gesamtgewicht über die Hanfelder- und Söckinger Straße.

 

Ein Erfolg der Bemühungen der Anlieger dieser Straßen umgesetzt durch WPS/BLS seit August 2008 zur Luftreinerhaltung, Lärmreduzierung und Entlastung des Verkehrsflusses auf diesen Straßen.“

 

Verkehrsentlastung

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Im Vorfeld der Verkehrsfreigabe der Westumfahrung hat die Stadt Starnberg bereits im Oktober 2018 einen Antrag auf Durchfahrtsverbot für Lastkraftwägen über 12 Tonnen für die Hanfelder Straße und den Straßenzug Andechser-, Maximilian-von-Dziembowski- und Söckinger Straße beim Landratsamt gestellt. Der positive Bescheid ging daraufhin Ende Juni 2019 bei der Stadtverwaltung ein. Die Straßenmeisterei Gilching hat gestern und heute im Auftrag des Staatlichen Bauamtes Weilheim die dazugehörige Beschilderung angebracht.

Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes haben parallel dazu heute an der Hanfelder Straße die Beschilderung für die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 40 in den Nachtstunden von 22 bis 6 Uhr angebracht.

Zum Hintergrund: Beide Straßen verlaufen durch städtische Wohngebiete. Das LKW- Durchfahrtsverbot sowie die Geschwindigkeitsbegrenzung sind zwei wesentliche Bestandteile eines verkehrlichen Gesamtkonzepts, um die Anwohner vor Lärm und Abgasen zu schützen. Die Anordnung der Maßnahmen erfolgt zur Reduzierung der Lärmpegel entlang der Straßen und damit zum Schutz der Menschen und ihrer Gesundheit.“

Warten auf die Schilder

Die Stadt hat es beantragt,  und das Landratsamt hat bereits am 26. Juni 2019 die verkehrsrechtliche Anordnung erlassen. Somit könnte das Lkw-Durchfahrtsverbot für Lkw mit einem Gesamtgewicht von mehr als zwölf Tonnen auf den inzwischen der Stadt Starnberg gehörenden Hanfelder- und Andechser/Söckinger Straße längst gelten. Es fehlen aber noch die entsprechenden Verkehrsschilder, für die das Staatliche Bauamt Weilheim zuständig ist (siehe LKW-Verbot “fast” bewilligt  und LKW-Durchfahrtverbot kommt). Sie sollen laut Presseberichten Ende August/Anfang September 2019 aufgestellt sein, nicht nur an den betreffenden Straßen, sondern auch als Vorwegweiser an den Zufahrtsrouten.

Während in der lokalen Presse von einigen versucht wird, Wasser in den Wein zu gießen, herrscht bei Bürgermeisterin Eva John und der WPS eitel Freude. So liest man in dem Kommentar eine Zeitung, eine spürbare Entlastung werde sich durch das Durchfahrtsverbot „kaum ergeben“. Ein Stadtrat weist darauf hin, dass der Lkw-Verkehr ohne den Bau des B2-Tunnels vom Süden her durch die Stadt fahren müsse, der Verkehr also nur verlagert werde. Die Polizei erinnert, so dieser Zeitungsartikel, daran, dass nach der Straßenverkehrsordnung als Durchgangsverkehr nur gilt, was nicht im Umkreis von 75 Kilometer Luftlinie be- und entladen wird und macht auch gleich deutlich, dass man kaum personelle Kapazitäten haben werde, das Durchfahrtsverbot regelmäßig zu kontrollieren. Das müsse auf Stichproben beschränkt bleiben.

Täglich beobachten kann man jedoch an der Westumfahrung, die Ende letzten Jahres in Betrieb gegangen ist, dass schon sehr viele Lkw diese neue Verbindung zwischen der Autobahn bei Gilching und der Bundesstraße 2 beim Maxhof-Kreisverkehr nutzen. Aber es gibt nach wie vor eine ganze Reihe von sehr großen Lastzügen, die den Hanfelder Berg bis zum Tutzinger-Hof-Platz benutzen, um dort dann nach links Richtung A952 abzubiegen. Deren Kennzeichen sprechen eher nicht dafür, dass sie innerhalb der 75 Kilometergrenze gestartet sind, geschweige denn ein Ziel in Starnberg haben.

John freut sich auf Facebook nun ganz offen über die mögliche „Verkehrsentlastung für Starnberg“. Und die WPS hat eine Presseerklärung herausgegeben:

„Auf Antrag der WPS/BLS vom 13. August 2008, beschlossen im Bauausschuss am 28. August 2008, hat das Landratsamt nunmehr das Lkw-Durchfahrtsverbot für Lastzüge über zwölf Tonnen Gesamtgewicht für die Hanfelder- und Söckinger Straße verkehrsrechtlich angeordnet. Diese Anordung liegt seit 7. Juli zum Vollzug bei Straßenbauamt Weilheim. Damit konnte das jahrelange Bemühen der WPS, BMS und FDP durch unser Bürgermeisterin Eva John erfolgreich abgeschlossen werden.“

Anmerkung der Redaktion: Zum Zeitpunkt der Antragstellung in 2008 gab es noch eine Listenverbindung zwischen der Wählergemeinschaft Pro Starnberg (WPS) und der Bürgerliste (BLS). Bei der Kommunalwahl 2014 und auch bei deren Wiederholung 2015 traten die beiden Gruppierungen aber getrennt an. Im jetzigen Stadtrat unterstützen WPS und BLS nur noch selten die gleichen Ziele. Den Antrag, Lkw über zwölf Tonnen von den städtischen Straßen zu verbannen, hatte der Ausschuss für Energie, Umwelt und Mobilität im Oktober letzten Jahres erneut bekräftigt. Die Stadtverwaltung stellte ihn unmittelbar nach Eröffnung der Westumfahrung Ende 2018.

 

LKW-Durchfahrtverbot kommt

Als „besonderen Erfolg unserer Gruppe“ – gemeint waren WPS, BMS und FDP – hat Bürgermeisterin Eva John, Gast bei der Mitgliederversammlung der Wählergemeinschaft Pro Starnberg (WPS) die Nachricht bezeichnet, die sie aus dem Landratsamt erhalten hat. Dem von der WPS gestellten und vom Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität des Stadtrates unterstützten Antrag, auf den inzwischen zu Ortsstraßen abgestuften bisherigen Staatsstraßen Söckinger- und Hanfelder Straße ein Durchfahrtsverbot für Lkw mit einem Gesamtgewicht von über zwölf Tonnen zu verfügen, hat die Kreisbehörde stattgegeben. Noch in diesem Monat soll es angeordnet werden. Das bedeutet, dass Lkw, die kein Ziel in diesen Straßen haben, künftig über die Westumfahrung und die Hauptstraße durch Starnberg fahren müssen, wenn Sie Richung A 95 wollen. Die Söckinger- und Hanfelder Straße werden so wesentlich entlastet (siehe Maßnahmen schnellstens umsetzen).

WPS-Chef Günther Picker wies darauf hin, dass dies ein Erfolg der Hartnäckigkeit der WPS-Mitglieder Professor Helmut Bomhard und Georg Stahl sei, aber auch die Frucht eines Vorstoßes der WPS bei der Obersten Baubehörde. Die war zunächst nämlich der Ansicht, die Abstufung der Söckinger Straße könne erst erfolgen, wenn der B2-Tunnel in Betrieb genommen worden sei. Die WPS-Vertreter hätten die Verantwortlichen davon überzeugen können, dass schon die Eröffnung der Westumfahrung, die Ende letzten Jahres vorgenommen wurde, ausreichen werde, die Abstufung vorzunehmen. Seit 1. April ist die Söckinger Straße Ortsstraße der Stadt Starnberg und kann somit wie die Hanfelder Straße zeitnah umgestaltet werden. Ziel ist, den Verkehrsraum gerechter für alle Verkehrsteilnehmer, also auch für Radfahrer und Fußgänger aufzuteilen und die bisherige Vormachtstellung des Autoverkehrs zu brechen. „Wir haben für Starnberg einiges erreicht. Das verschweigt die Mehrheit lieber“, stellte Picker fest.