Internationaler Museumstag

Im Rahmen des Internationalen Museumstag am Sonntag, 15.05.2022, verwandelt sich das historische Haus des Museums zu einem Escape Room. Mit spannenden Knobeleien und interessanten Fakten über das Lochmannhaus, kommen rätselfreudige Besucherinnen, Besucher und Familien auf ihre Kosten. Ziel ist es, den Störenfried des Lochmannhauses zu entlarven und den Weg aus dem Lochmannhaus zu finden.
Um am Escape Room teilzunehmen, lohnt sich eine kurze Anmeldung telefonisch unter 08151/4477570. Der Eintritt, sowie der Escape Room ist von 10 bis 17 Uhr gratis.
Können die Besucher das Geheimnis des Lochmannhauses lösen?

Neue Ausstellung im Museum

Ein fotografisches Gedächtnis

Bilder aus dem Nachlass der Starnberger Fotografen-Familie Wörsching

1. Mai bis 25. September 2022

 

Der Nachlass der Fotografen-Familie Wörsching öffnet einen eindrücklichen Blick in die Vergangenheit. Die historischen Fotografien sind Momentaufnahmen von Ereignissen, Stimmungen und Entwicklungen in Starnberg und Umgebung. Sie sind Augenblicke aus dem Leben früherer Generationen genau hier am Starnberger See. Landschaften, Wege, Gebäude und Personen wirken vertraut und doch entrückt im Lauf der Zeit. Im Zentrum der Ausstellung stehen Bilder des Lebens und der Menschen. Sie zeigen Seefeste und Jahrmärkte, Hochzeiten und Feuerwehrpräsentationen, Sportvereine, Kindergruppen und Herrschaften. Die historischen Fotoabzüge sind Fenster in eine andere Welt, die doch die unsere ist. Zugleich erzählt die Ausstellung einen Ausschnitt der Geschichte einer Familie mit Geschäftssinn und künstlerischem Talent, die zu Chronisten der Starnberger Stadtgesellschaft wurde.

 

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Starnberg.

Osterferien im Museum

In den Osterferien bietet das Museumsteam ein buntes Programm für Kinder im Museum Starnberger See an.

12.04.2022, 10 bis 11.30 Uhr Die Pinguine retten die Welt

Was machen Pinguine im Museum? Warum in Starnberg? Retten sie wirklich die Welt? Wovor retten sie die Welt?
Gemeinsam mit Kunstvermittelnden des Museums erkunden Kinder die Ausstellung und diskutieren über das, was sie sehen. Sie sprechen über das Verhältnis von Menschen und Tieren und darüber, wie sich unser aller Lebensraum verändert und warum.

Inspiriert von der Ausstellung schaffen die Kinder selbst kleine Kunstwerke, die sie entweder mitnehmen oder in die Ausstellung integrieren können.
Geeignet für Kinder ab fünf Jahren. Maximal 10 Teilnehmende pro Führung.

13.04.2022, 11 bis 12 Uhr Osterkerze basteln

Warum feiern wir eigentlich Ostern? Und warum gibt es so viele Osterfeiertage? Wer ist der Osterhase und warum versteckt er Eier? Diesen Fragen gehen Kinder ab fünf Jahren gemeinsam mit Kulturvermittelnden auf die Spur, während gemeinsam eine Osterkerze gebastelt wird.
Maximal 10 Teilnehmende pro Führung.

15.04.2022, 10 bis 11 Uhr Ostereier suchen im Museum

Der Osterhase war im Museum Starnberger See und hat im Museumsgarten einige Eier versteckt – findet ihr alle? Gemeinsam können die Kinder auch im Museum nach Ostereiern suchen und Spannendes zu den Ausstellungsstücken erfahren. Im Anschluss werden die Kinder ihren eigenen Osterhasen basteln.

Geeignet für Kinder ab vier Jahren. Maximal 10 Teilnehmende pro Führung.

 

19.04.2022, 10 bis 11 Uhr Zeitdetektive im Museum

Auf einer Zeitreise werden die Kinder zu Detektiven. Mit Lupe und Taschenlampe ausgestattet, erforschen sie gemeinsam mit einem Kulturvermittelnden die Rätsel und Geheimnisse des Lochmannhauses.
Geeignet für Kinder ab acht Jahren. Maximal 10 Teilnehmende pro Führung.

Ferien im Museum

Auch in den Faschingsferien bietet das Museum Starnberger See ein buntes Programm für Kinder an!
Verkleidet im Museum am 01.03.2022, 11 bis 12 Uhr
Dino, Prinzessin, Pirat oder Elefant – alle sind willkommen – umso bunter, umso besser! Verkleidet erkunden Kinder das Museum, gemeinsam mit Kunstvermittelnden. In dieser Führung geht es um Kleider – alte, neue, sonderbare, wunderschöne. Was trugen Menschen in vergangenen Zeiten? Machen Kleider wirklich Leute? Warum haben Menschen begonnen sich zu verkleiden und Fasching zu feiern?
Wer verkleidet kommt, hat freien Eintritt.
Geeignet für Kinder ab vier Jahren. Maximal 10 Teilnehmende pro Führung.

Kinderführung durch die Sonderausstellung „Die Pinguine retten die Welt“ am 02.03.2022, 10 bis 11.30 Uhr
Was machen Pinguine im Museum? Warum in Starnberg? Retten sie wirklich die Welt? Wovor retten sie die Welt?
Gemeinsam mit Kunstvermittelnden des Museums erkunden Kinder die Ausstellung und diskutieren über das, was sie sehen. Sie sprechen über das Verhältnis von Menschen und Tieren und darüber, wie sich unser aller Lebensraum verändert und warum.
Inspiriert von der Ausstellung schaffen die Kinder selbst kleine Kunstwerke, die sie entweder mitnehmen oder in die Ausstellung integrieren können.
Geeignet für Kinder ab fünf Jahren. Maximal 10 Teilnehmende pro Führung.

Kinderführung durch die Ausstellung malerisch! Villen und Künstler*innen am Starnberger See am 04.03.2022, 11 bis 12.30 Uhr
Gemeinsam mit Kunstvermittelnden des Museums begeben sich die Kinder in die Vergangenheit der prächtigen Häuser am Starnberger See. Warum wurden sie gebaut, wann und von wem? Wer lebte darin und was wissen wir aus dieser Zeit?
Kurze Geschichten und Anekdoten öffnen den Zugang zu den Kunstwerken der Ausstellung und in eine vergangene Zeit hier am Starnberger See. Es geht um prachtvolle Häuser, Künstlerfeste und Sommermärchen, aber auch um Hausgeister und eine Affenbande im Garten. Inspiriert von der Ausstellung entwerfen die Kinder selbst besondere Häuser mit eigenen sagenhaften Geschichten. Geeignet für Kinder ab fünf Jahren. Maximal 10 Teilnehmende pro Führung.

Das Museum bittet um Anmeldung per E-Mail (info(at)museum-starnberger-see.de) oder Telefon 08151 447757-0. Die Kosten betragen jeweils 3 Euro zzgl. Eintritt. Das Programm ist auch auf der Homepage verfügbar. Es gelten die aktuellen Hygienemaßnahmen.

Ausstellungsendspurt

Die Ausstellung „malerisch! Villen und Künstler*innen am Starnberger See“ wird noch knapp einen Monat bis 6. März 2022 im Museum Starnberger See zu sehen sein. Der Hauptteil der Ausstellungslaufzeit ist vorbei – Zeit für ein erstes Resümee. „Es ist mir immer noch jeden Tag eine große Freude durch diese Ausstellung zu gehen. Sie zeigt die Heimat der Starnbergerinnen und Starnberger auf eine ganz besondere und nie dagewesene Weise“, sagt Museumsleiter Benjamin Tillig.
Die Ausstellung portraitiert 13 ausgewählte Villen anhand von Kunstwerken, die zu allermeist aus den Villen selbst stammen. Sie entstand in Zusammenarbeit mit der Kunsthistorikerin Katja Sebald auf Basis ihres Buchs „Sehnsucht Starnberger See“, das vergangenes Jahr erschienen ist. Für die Ausstellung wurden zahlreiche Kunstwerke als Leihgaben zusammengetragen. Darunter sind äußerst wertvolle und bedeutende Werke, wie etwa das Bild „Frühstück in Max Halbes Garten“ von Lovis Corinth, ein „Mädchenbildnis“ von Franz von Lenbach oder ein sogenanntes „Affenbild“ mit dem Titel „Sintflut“ von Gabriel von Max.
Viele der Werke befinden sich in Privatbesitz. Wann oder ob diese überhaupt noch einmal öffentlich zu sehen sein werden, ist laut Tillig fraglich: „Die Ausstellung ist ein einzigartiges Stück Heimatgeschichte, denn hier scheint etwas auf, das seinesgleichen sucht und weit über die Region hinaus von Bedeutung ist.“ Gemeint ist damit die Villenkultur am Starnberger See und die Vernetzung zwi- schen Adel, Großbürgertum und Künstlerschaft. Sie war die Grundlage für das besondere Kapitel Kulturgeschichte, das in der Ausstellung erfahrbar wird. Zur Ausstellung ist ein Begleitheft erschienen, das direkt im Museum erhältlich ist.
Wer die Ausstellung in einer Führung erfahren möchte, hat Gelegenheit dazu bei den öffentlichen Führungsterminen: Sonntag, 13.02. um 11 Uhr oder Freitag, 25.02. um 16 Uhr mit Benjamin Tillig oder Samstag 05.03. um 15 Uhr mit Katja Sebald.
Am letzten Tag der Ausstellung, Sonntag, 06.03. um 17 Uhr lädt das Museum zu einer besonderen Führung ein. Katja Sebald und Benjamin Tillig werfen zusammen einen „letzten Blick“ in die Ausstellung und führen ein letztes Mal hindurch, bevor sie gemeinsam mit den letzten Gästen die Ausstellung beschließen.
Wer sich individuell mit einer Gruppe oder Familie durch die Ausstellung führen lassen möchte, kann dies ebenso tun. Buchungen individueller Führungen nimmt das Museum entgegen unter 08151/4477570 oder info(at)museum-starnberger-see.de.

Für Kinder bietet das Museum eine Kinderführung mit Kreativteil zur Ausstellung an. Unter dem Titel „Hausgeister, Affen und feine Damen“ erkunden Kinder am 01.03. und 04.03., jeweils um 11 Uhr die Ausstellung und lassen sich selbst zu Werken und Geschichten inspirieren.
Alle Termine finden Sie auch auf der neuen Internetseite des Museums.

Museum Ferienprogramm

In den Herbstferien bietet das Museum Starnberger See folgendes Programm für Kinder:

Kinderführung „Im Schein der Sterne“

Mittwoch, 03.11.2021, 14 bis 16 Uhr

Materialkosten: 2 Euro

In der Sonderausstellung „Im Schein der Sterne“ dreht sich alles um Sternbilder und Himmelskörper. Bei einer gemeinsamen, kindgerechten Führung lernen die Kinder nicht nur den Sternenhimmel kennen, sondern auch wie unterschiedliche Kulturen die Sternbilder interpretiert haben, was ein bekannter, bayerischer König mit dem Sternhimmel zu tun hatte und warum man im Museum Starnberger See einem echten Sternbild ganz nah kommt. Gemeinsam wird außerdem eine Sternenlaterne gebastelt. Bitte Maske und Getränk mitbringen. Ab 6 Jahren.

Kinderführung „malerisch!“

Freitag, 05.11.2021, 14 bis 15.30 Uhr

Materialkosten: 2 Euro

Was ist eigentlich eine Villa und warum gibt es davon so viele am Starnberger See? Damit wird sich in der neuen Sonderausstellung „malerisch!“ beschäftigt. Viele Künstlerinnen und Künstler nahmen sich die prachtvollen Häuser nämlich zum Motiv. Warum das so ist, lernen die Kinder in einer kindgerechten, interaktiven Führung. Im Anschluss darf jede und jeder eine eigene Villa designen. Bitte Maske und Getränk mitbringen. Ab 4 Jahren.

Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten per E-Mail an: vermittlung.mss(at)starnberg.de oder telefonisch unter 08151/447757-0.

Musikantentag

Endlich kann der Musikantentag im Museum Starnberger See wieder stattfinden. Die teilnehmenden Musikanten und Sänger freuen sich, wieder einmal ihre „traditionelle Musi und Lieder“ darbieten zu können. Sowohl vor als auch im Museum spielt an diesem Sonntag die Musik, bei freiem Eintritt und hoffentlich gutem Wetter. Für den Zutritt zum Museum gilt die 3-G Regel und im Haus die Maskenpflicht.
Von 11 bis 17 Uhr gibt es durchgängig boarische Tanz- und Blasmusi. Es wirken dabei die Starnberger Klarinettenmusi, die Hochberghauser Blasmusi, die Fischerbuam Klarinettenmusi und die Hochberghauser Tanzlmusi mit. Im Museum sind Franz Egger – Steyrische Harmonika, das „Quittengsangl“ (vom Verein für Volkslied und Volksmusik) mit lustigen Couplets, der „Pfahofner Saitenwind“ und die „Riedgasserl Gitarrenmusi “ aus Oberpfaffenhofen, die „D’Saitenbergler“ aus Starnberg, die Hochberghauser Zithermusi und der Starnberger Dreigsang sowie als Gäste aus Bad Kohlgrub/Saulgrub die Sunnta Zithermusi und der Sprittelsberger Zwoagsang zu hören.
Die musikalische Auswahl wurde wie immer von Manfred Schulz zusammengestellt. Die Teilnahme aller Musikanten erfolgt aus purer Freude an der Musik und in Verzicht auf ein Honorar. Was für ein Geschenk, gerade nach den stillen Pandemiejahren.

Neuer Musikschulleiter

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

An der Städtischen Musikschule Starnberg übernahm zum neuen Schuljahr Samuel Hartung die Musikschulleitung von Frau Cornelia Lee-Winser.
Samuel Hartung war vier Jahre lang Universitätsassistent für Instrumentalpädagogik an der Universität Mozarteum Salzburg, wo er weiterhin zum Thema Unterrichtsforschung promoviert. Bisher unterrichtete er an verschiedenen Musikschulen in Bayern Blechblasinstrumente sowie Ensembles und leitete Bläserklassen an Grundschulen.
„Mit Samuel Hartung konnten wir einen sehr engagierten und kompetenten neuen Leiter für unsere Musikschule gewinnen. Ich bin sehr glücklich, dass er dem Ruf nach Starnberg gefolgt ist und wünsche ihm viel Erfolg und Freude bei seiner neuen Aufgabe. Außerdem danke ich Cornelia Lee-Winser nochmals recht herzlich für ihren langjährigen unermüdlichen Einsatz für unsere Musikschule und ihren Beitrag zur kulturellen Vielfalt in der Stadt Starnberg. Cornelia Lee-Winser hat die Musikschule geprägt und hinterlässt ihrem Nachfolger eine hervorragend funktionierende Musikschule mit einem erstklassigen Kollegium“, so Erster Bürgermeister Patrick Janik.
Cornelia Lee-Winser verlässt nach 15 Jahren als Schulleitung und insgesamt 30 Jahren als Lehrerin für Violine, Viola und Kammermusik die Musikschule Starnberg. „Nach einer so langen Zeit in einer Hand tun frischer Wind und neue Impulse für die weitere Entwicklung der Musikschule und ihres hervorragenden musikpädagogischen Angebots gut“, so Cornelia Lee-Winser.
„Wir wollen Kultur in Starnberg wieder erlebbar machen“, sagt der neue Musikschulleiter Samuel Hartung. Bei diesem Vorhaben unterstützen ihn auch die Elternvertretung und der Förderkreis der Musikschule unter anderem durch tatkräftige Mitwirkung bei Veranstaltungen der Musikschule. Und es warten spannende Projekte auf ihn: „Die Standortfrage, die Durchführung des 50-jährigen Mu- sikschuljubiläums 2023 sowie der Ausbau von Kooperationen mit anderen Bildungseinrichtungen in der Region zur Versorgung der Schülerinnen und Schüler in Ganztagesbetreuung mit exzellenten musikpraktischen Lernangeboten werden mich in meiner Anfangszeit in Starnberg wahrscheinlich am meisten beschäftigen“, bestätigt Samuel Hartung.

Ein erstes größeres Lebenszeichen setzt die Musikschule Starnberg, nach eineinhalb Jahren pandemiebedingtem Ausnahmezustand, am 8. Oktober 2021, um 18:30 Uhr, in der Schlossberghalle Starnberg, mit einer neuartigen Kooperationsveranstaltung, genannte „Tanzzentrum feat. BIG- Band-STArs“. In einem tänzerisch-musikalischen Livekonzert machen die Tänzerinnen vom Tanzzentrum Starnberg zusammen mit den Big-Band-STArs der Städtischen Musikschule Starnberg die speziellen StarnbergVIBES erlebbar. Stephanie Holzapfel und Stefan Komarek freuen sich auf das kurzweilige, spannende Projekt und betonen den großen Gewinn für die Mitwirkenden, der durch die gemeinsame künstlerische Arbeit entsteht.
Karten sind zum Preis von 10,- €, ermäßigt 6,- € ausschließlich im Vorverkauf im Musikschulbüro oder beim Tanzzentrum Starnberg zu erhalten.

Ausstellung „malerisch“

malerisch!

Villen und Künstler*innen am Starnberger See

Eröffnung am Sonntag, den 19. September um 15 Uhr

19.09.2021 – 06.03.2022

 

Historische Villen und Landhäuser prägen bis heute die Landschaft rund um den Starnberger See. In den Sommerhäusern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts begegneten sich Adel, Bürgertum und Künstlerschaft auf einzigartige Weise. Das gesellschaftliche Leben dieser Zeit ist ein besonderes Kapitel in der Kulturgeschichte. Die Ausstellung nähert sich ausgewählten Villen über Kunstwerke, unter anderem von Lovis Corinth, Hermann Ebers, Franz von Lenbach, Gabriel von Max, Marie von Miller, Paul Thiem und Wilhelm Trübner.

Einige der Werke sind von großer kunsthistorischer Bedeutung und andere vor allem als Zeitdokumente wertvoll. Alle sind mit den Häusern und Bewohner*innen unmittelbar verbunden und viele waren nie zuvor öffentlich ausgestellt.

Im Rahmen der Ausstellung wird das Bild „Im Park der Villa Knorr“ von Wilhelm Trübner vorgestellt, das mit Unterstützung des Freundeskreis Museum Starnberger See für die Sammlung des Museums erworben werden konnte.

Die Ausstellung basiert auf dem Buch „Sehnsucht Starnberger See. Villen und ihre berühmten Bewohner im Porträt“ und entstand in Zusammenarbeit mit der Kunsthistorikerin Katja Sebald. Sie wird ermöglicht durch die Unterstützung unserer Förderer Landkreis Starnberg, Stiftung der Sparkasse Starnberg-Ebersberg, Euroboden Architekturkultur und dem Freundeskreis Museum Starnberger See.

Ausstellungstexte:

Villa Linprun

Dr. Carl Joseph von Linprun, königlicher Rat und Leibarzt des Prinzen Karl von Bayern, ließ sich nur einen Steinwurf entfernt von der Villa Almeida des Prinzen nieder. Das schlichte und elegante Haus erinnert an italienische Architektur. Helle Fensterläden, ein zart rosafarbener Anstrich und zwei luftige Veranden auf der Seeseite unterstreichen diesen Eindruck. Ab 1893 bewohnte der Bildhauer Adolf von Hildebrand die Villa Linprun und ließ sie von Emanuel von Seidl für seine Zwecke umbauen. Um 1900 verkaufte er sie an den wohlhabenden und gesellschaftlich hochangesehenen Bierbrauer Eugen Thomaß. Einige von dessenNachfahren leben noch heute in der Villa.

Villa Lenbach

Engagiert und höchstpersönlich begleitete Franz von Lenbach alle Stadien der Planung und des Baus seiner repräsentativen Sommervilla auf dem Mühlberg. Immer größer wuchsen seine Pläne, ein wahres Schloss sollte entstehen. Gabriel von Seidl entwarf eine stattliche Villa mit zwei weitläufigen Seitenflügeln. Der Architekt hatte für den Künstler bereits ein Stadthaus mit benachbartem Atelier geplant – die heutigeStädtische Galerie im Lenbachhaus. Auch in der Starnberger Villa des wohlhabenden Malers sollte ein großes Atelier entstehen. Terrassen, Veranden und eine Aussichtsplattform auf dem Dach sollten den Blick über den See bis zu den Bergen ermöglichen. Lenbach aber konnte den Blick nicht mehr genießen und malte kein einziges Bild in seiner Sommerresidenz. Er starb im Mai 1904, kurz vor der Fertigstellung der Villa.

Villa Thiem

1896 kaufte der Berliner Bankier und Kunstsammler Adolph Thiem für seinen fast vierzigjährigen Sohn, den Maler Paul Thiem, auf dem Mühlberg ein größeres Grundstück. Noch im selben Jahr lieferte der Münchner Architekt Carl Lemmes den Entwurf für ein zweigeschossiges Landhaus mit Atelier Es entstand ein hübsch am Hang aufragender Bau. Vor allem aber zeichnet sich dieses Künstlerhaus durch seine vielen Balkone auf der Seeseite aus. Von dort boten sich dem Maler zu allen Tageszeiten wunderbare Ausblicke in die Landschaft. Die Villa Thiem gehört heute der Stadt Starnberg, das historische Atelier wird den alle zwei Jahre gekürten Kunstpreisträger*innen der Stadt zur Verfügung stellt.

Villa Mussinan

Der junge Oskar Mussinan war ein glühender Verehrer der skandalumwitterten Tänzerin Lola Montez. Als die königliche Geliebte aus München vertrieben wurde, musste auch Mussinan die Stadt verlassen, um der gesellschaftlichen Ächtung zu entgehen. Er wanderte nach Amerika aus und kehrte erst ein Vierteljahrhundert später nach Bayern zurück. Der Skandal war abgekühlt und Mussinan mittlerweile steinreich. Am Starnberger Seeufer baute er sich ein schlichtes, aber durchaus elegantes Landhaus als Sommersitz. Mussinans Tochter Margarete, genannt „Maggy“, heiratete Anfang der 1920er Jahre den verwitweten Justizrat Hermann Steininger. Der amerikanische Maler Edward Cucuel und seine Frau, die Malerin Clara Lotte von Marcard, waren in den Sommermonaten regelmäßig zu Gast bei den Steiningers.

Villa Knorr

Die weithin über den See sichtbare Villa Knorr vereint den sogenannten Maximiliansstil mit italienischer Eleganz. Die Gestaltung des Hauses ist modischer Ausdruck des Zeitgeistes in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Tatsächlich aber liegen die Wurzeln des Bauherrn Angelo Knorr in Italien. Sein Großvater Angelo Sabbadini war 1770 aus Udine nach München gekommen. In den folgenden Jahrzehnten baute er ein überaus erfolgreiches Handelsunternehmen und ein beeindruckendes Vermögen auf. Die rosarote Villa Knorr war der erste Bau und zugleich das Herzstück der Villenkolonie Niederpöcking. Hier ließ das Münchner Großbürgertum sich nieder und feierte im Sommer rauschende Feste. Angelo Knorr war den schönen Künsten zugetan und empfing gern Künstler als Gäste, darunter auch den Maler Moritz von Schwind. 

Villa Quellenheim

Marie von Miller war eine begabte Malerin. Im Rollenverständnis des 19. Jahrhunderts blieb das jedoch wenig beachtet. Als Ehefrau von Oskar von Miller, dem Ingenieur und Gründer des Deutschen Museums, konnte sie nicht als Malerin in Erscheinung treten. In der Villa Quellenheim verbrachte das Paar die Sommer am Starnberger See. Bauherr des herrschaftlichen Hauses war Ferdinand von Miller, der als Erzgießer zu königlichen Ehren gekommen war und in den Adelsstand erhoben wurde. Er schenkte die gerade fertiggestellte Villa 1855 seiner Frau Anna zur Geburt des zehnten Kindes – eben jenes Oskar von Miller. Die strahlend hellgelbe Maximilianstil-Fassade der Villa Quellenheim ist ein markanter Fixpunkt am westlichen Seeufer. Sie ist in vierter Generation in Familienbesitz. Auf dem Dach weht stets die Fahne mit dem Familienwappen.

Villa Carl

Die Villa Carl an einem Hügelhang in Feldafing ist eigentlich keine Villa, sondern ein Landhaus im allerbesten Sinn. Der Chemiker und Verleger Hans Carl war ein moderner Familienvater, der von der Lebensreformbewegung seiner Zeit begeistert war. Er wollte zuhause arbeiten und das ganze Jahr über mit Frau und Kindern in einer gesunden Umgebung wohnen. Der Architekt und Künstler Richard Riemerschmidplante für die Familie Carl den wohlproportionierten ländlichen Jugendstilbau bis ins Detail. Er entwarf auch die Gartenanlage sowie zahlreiche Möbel für das Haus. Die Villa Carl befindet sich seit über hundert Jahren in Familienbesitz. Lothar-Günther Buchheim porträtierte in der Nachkriegszeit den Erbauer des Hauses.

Villa Waldberta

Die Villa Waldberta thront hoch oben auf dem Hügelkamm der Feldafinger Villenkolonie, majestätisch und verwunschen zugleich. Großartig ist der Blick auf den See und die Berge, der sich von Terrassen und zahlreichen anderen Aussichtspunkten bietet. Erbaut wurde die Villa von dem Münchner Bankier Bernhard Schuler, der sie jedoch schon ein Jahr nach Fertigstellung verkaufte. Danach wechselte sie mehrmals den Besitzer. Das deutsch-amerikanische Ehepaar Franz und Bertha Koempel vererbte das Anwesen an die Stadt München. So kann die Villa auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken und bietet heute Künstler*innen aus aller Welt eine temporäre Heimat im Rahmen eines Stipendiums der Stadt München.

Tanera-Haus

Das sogenannte Raffl-Anwesen war ursprünglich ein niedriges Bauernhaus mitten im historischen Ortskern von Bernried. Als der Militärschriftsteller Karl Tanera 1893 das uralte Haus kaufte, war es bereits eine kleine Sommervilla. Der Bernrieder Jäger Johann Buchwieser hatte es wenige Jahre zuvor aufstocken lassen und mit einem hübsch geschnitzten Balkon auf der Seeseite versehen. Da Tanera selbst viel auf Reisen war, vermietete er sein Haus an Sommerfrischler. Der Schriftsteller Max Halbe beschreibt das Haus in seinem autobiografischen Roman „Jahrhundertwende“ als Treffpunkt der Münchner Bohème. Hier malte Lovis Corinth im Sommer 1899 das Bild „Frühstück in Max Halbes Garten“. 

Villa Ebers

Die Villa Ebers mit ihrem Aussichtsturm und dem hohen Walmdach gehört zu den markantesten Gebäuden in Seeshaupt. Der Maler und Schriftsteller Hermann Ebers erweiterte den ursprünglich schlichten Bau zu einer stattlichen Villa. Zu seinem Besitz gehörte ein Englischer Park, ein Rosengarten und eine kleine Landwirtschaft. Ebers ließ sich im Garten ein Atelierhaus bauen, er war jedoch ein leidenschaftlicher Freiluftmaler und wanderte oft weite Strecken mit der Staffelei. Im Jahr 1911 waren Katia und Thomas Mann zum ersten Mal zu Besuch in der Villa Ebers in Seeshaupt und trugen sich ins Gästebuch ein. Er schrieb „entzückt und dankbar“, sie fügte hinzu: „leider auch neidisch“.

Villa Schrenck-Notzing

Die imposante Villa mit dem großen und wunderschönen Park in Ammerland geht auf den Stuttgarter Unternehmer Gustav Siegle zurück. Ihren heutigen Namen hat sie jedoch von Albert von Schrenck-Notzing, einem Münchner Arzt, der als „Geisterbaron“ berühmt wurde. Schrenck-Notzing entstammte einem uralten Münchner Patriziergeschlecht. Durch die Heirat mit der schwerreichen Industriellentochter Gabriele Siegle wurde er finanziell so unabhängig, dass er sich in seiner Münchner Privatpraxis ganz seinen neuartigen Therapiemethoden und seinen Experimenten auf dem Gebiet von Hypnose und Parapsychologie widmen konnte. Er gilt als der erste Psychotherapeut im süddeutschen Raum.

Villa Max

Bald nach dem Kauf malte der Künstler Gabriel von Max vom See aus seinen neuen Besitz in Ammerland. Das hübsche weiß gestrichene Landhaus mit den grünen Fensterläden und den Balkonen auf beiden Etagen verbildlicht die Idylle des sommerlichen Lebens am Starnberger See. Die Villa Max war aber auch Schauplatz von Séancen und spiritistischen Zusammenkünften. Im Jahr 1884 fanden sich bei einer Tagung der Theosophischen Gesellschaft die bekanntesten Geisterbeschwörer der Zeit unter der altehrwürdigen Holzdecke im Speisezimmer ein. Zu den regelmäßigen Gästen dürften Albert von Schrenck-Notzing sowie die Schriftsteller Carl du Prel und Gustav Meyrink gehört haben.

Villa Leoni

Die allererste Villa am Starnberger See gibt es nicht mehr. Ihr Bauherr wäre wohl längst vergessen, hätte nicht ein Ortsteil der Gemeinde Berg seinen Namen angenommen. Guiseppe Leoni war nicht der gefeierte Star der Münchner Oper, wie man lange glaubte, und die Villa Leoni war auch kein prunkvoller Sommersitz. Tatsächlich war Leoni wohl ein keineswegs herausragender Chorsänger und die Villa Leoni ein Gasthaus. Vorbild für das 1825 fertiggestellte Anwesen direkt am See könnte das klassizistische Münchner Palais Salabert, heute bekannt als Prinz-Carl-Palais, gewesen sein. Der junge Architekt Carl von Fischer hatte mit diesem Bau viel Aufsehen erregt. Auch Leoni war bald in der ganzen Stadt bekannt: Wer unter den Münchner Künstlern etwas auf sich hielt, kehrte bei ihm ein. Mit Johann Jakob Dorner war er befreundet. Belegt sind auch Besuche zahlreicher anderer Maler wie Wilhelm von Kaulbach und Carl Rottmann. Sogar König Ludwig I. soll den fast legendären Ort besucht haben.

Entdeckertouren

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Für Kinder gibt es ein neues Angebot im Museum – das Entdeckerheft. Das Heft enthält drei Entdeckertouren zu jeweils einem wichtigen Exponat im Museum – zum Lochmannhaus, zum Delphin und zur Starnberger Heiligen.

Die Touren funktionieren wie Schnitzeljagden und sind für Kinder ab 5 Jahren konzipiert. Hierbei begleitet das neugierige Huhn Trudel die Kleinsten im Lochmannhaus, die bunte Renke Narius bootsinteressierte Kinder und zur Geschichte der Starnberger Heiligen die weise Katze Dorothea. Angelehnt an das forschend-entdeckende Lernen können Kinder mit Trudel, Narius und Dorothea die Ausstellungsstücke selbstständig anhand vieler und auch kniffligen und kreativen Aufgaben selbst erforschen. Bei jeder Tour gilt es ein Lösungswort zu erraten, für welches man einen kleinen Gewinn an der Kasse bekommen kann. Die Touren bauen in Schwierigkeit und Textlänge aufeinander auf und sind für verschiedene Altersstufen angedacht. Jedoch kann jeder der Freude am Lesen und Rätseln hat alle Touren lösen.

Illustriert mit farbenprächtigen Bildern des Schweizer Illustrators Luca Schenardi bietet das Entdeckerheft die Möglichkeit eines kindgerechten Museumsbesuchs, der Spaß macht. Die Texte und Fragen wurden von Museumsleitung Benjamin Tillig und Museumsmitarbeiterin Alicia Looß konzipiert mit dankenswerter Unterstützung des Museumspädagogischen Zentrum Münchens. Die Gestaltung stammt von Gerwin Schmidt.

Das Projekt konnte dank der Förderung NEUSTART für Corona-bedingte Investitionen in Kultureinrichtungen des Bundesverbands Soziokultur und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien realisiert werden. Die Entdeckertouren sollen zudem eine Alternative für Führungen durch das Haus bieten, wenn diese coronabedingt beispielsweise nicht möglich sind. Zukünftig sollen die Touren auch als PDF für Lehrkräfte auf der Webseite verfügbar sein, um Museumsbesuche vorzubereiten.“