Museum Starnberger See

Eine Information des Museums:

Im Schein der Sterne Geschichten vom Nachthimmel

Mai 2021 bis Januar 2022

Wie Ludwig II. seine eigenen Sterne schuf und das Firmament die Menschheit seit jeher prägt. Die Ausstellung im Museum Starnberger See folgt dem menschlichen Blick in den Nachthimmel und führt ein in einen Raum der Deutungen und Projektionen. Sie verbindet kulturhistorische Betrachtung und Kunst und erzählt Geschichten der Sternbeobachtung von der Frühzeit bis in die Gegenwart. Die Installationen der zeitgenössischen Künstler*innen sind im Lochmannhaus ausgestellt – einem denkmalgeschützten Anwesen aus dem 16. Jahrhundert im Museumskomplex.

Teilnehmende Künstler*innen

Björn Dahlem, Mischa Kuball, Katarína Poliačiková, Johanna Reich, Susanne Rottenbacher, Michael Sailstorfer, Brigitte Waldach, Johannes Wohnseifer … und das Schlafzimmer von Ludwig II. nach Entwürfen von Moritz von Schwind

Seit Jahrtausenden beobachten Menschen den Nachthimmel. Schon früh – vielleicht von Anfang an – erkannten sie Bilder in den Sternen, die ihre eigene Lebenswelt spiegelten. Jägerkulturen beschrieben Tiere in den wandernden Gestirnen. Frühe Kaiserreiche sahen in ihnen himmlische Herrscher und Minister. Priester*innen und Philosoph*innen erklärten aus ihnen den Aufbau der Welt. Künstler*innen schufen aus den Sternen mythischen Figuren und Sinnbilder des menschlichen Schicksals.

Das Schlafzimmer von König Ludwig II.

Im Zentrum des historischen Teils der Ausstellung steht das Schlafzimmer der bayerischen Könige auf Schloss Hohenschwangau. König Ludwig II. ließ in dieses Zimmer einen künstlichen Sternenhimmel einbauen, um auch am Tage die Sterne leuchten zu sehen. Nach seinem Tod wurde die Installation entfernt. Für die Ausstellung erstrahlen Ludwigs Sterne wieder – in einem Nachbau des Schlafgemachs in Originaldimension im Museum Starnberger See.

Die Kunst

Für den zeitgenössischen Teil der Ausstellung sind Künstler*innen eingeladen, in deren Werken die Sterne in aktueller Reflektion erscheinen. Die Kunstwerke stehen in einer Tradition der künstlerischen Deutung des Himmelsraums, die geprägt ist vom Spannungsfeld zwischen Erstaunen, Erkenntnis und Erfindung; zwischen bewahrender Ordnung und schwindelnder Dynamik; zwischen Naturwissenschaft und Übernatürlichem.

Das Museum

Hervorgegangen aus bürgerschaftlichem Engagement vor über 100 Jahren, steht das Museum Starnberger See heute in Trägerschaft der Stadt Starnberg. Es pflegt eine historisch gewachsene Sammlung der klassischen Volkskunde und bildenden Kunst. Drei besondere Sammlungsobjekte stehen als Alleinstellungsmerkmale des Museums: Das Lochmannhaus ist seit spätestens 1520 vor Ort nachweisbar. Es ist einzigartig in seiner historischen Doppelfunktion als Hofmarksitz und Bauern- bzw. Fischerhaus. Erforschung, Erhalt, Belebung und Vermittlung des historischen Anwesens sind Kernaufgaben des Museums. Die Starnberger Heilige ist eine herausragende Skulptur des Holzbildhauers Ignaz Günther aus dem Jahr 1755 und ein glanzvolles Werk des bayerischen Rokoko. Der Delphin ist das letzte erhaltene Boot aus der Prunkflotte der bayerischen Fürsten und Könige und steht damit für die jahrhundertelange höfische Schifffahrt auf dem Starnberger See.

Die Dauerausstellungen des Museums vermitteln Geschichte und Kunst mit Bezug zur Region als Grundlage für das Verständnis der Gegenwart, des interkulturellen Austauschs und als Orientierung für die Zukunft. Die Wechselausstellungen erweitern und vertiefen die thematische Grundaufstellung des Museums und knüpfen an aktuelle gesellschaftliche Themen, Prozesse und Fragestellungen an. Dabei spielt zeitgenössische Kunst als Konfrontationsraum eine zunehmend bedeutende Rolle für das Programm. Seinen gesellschaftlichen Bildungsauftrag nimmt das Museum Starnberger See mit einem umfangreichen Vermittlungsangebot wahr.

Zur Ausstellung erscheint eine begleitende Publikation.

Museum Starnberger See Possenhofener Straße 5 82319 Starnberg

+49 (0)8151 4477570 und über die Homepage des „museum-starnberger-see“

Di-So 10:00-17:00
an Feiertagen geöffnet

In der aktuellen Situation ist eine Anmeldung zum Besuch des Museums erforderlich.

Museum öffnet wieder

Das Museum Starnberger See wird ab Dienstag, 9. März 2021 wieder zu den regulären Öffnungszeiten Besuchende empfangen können. Abhängig von der Inzidenzlage im Landkreis wird ein Besuch spontan oder nach kurzer Voranmeldung für Einzelpersonen, Familien und Kleingruppen im Rahmen der geltenden Bestimmungen wieder möglich sein. Innerhalb des Museums ist für alle Be- suchenden ab 15 Jahren das Tragen einer FFP2-Maske verpflichtend. Zudem gilt weiterhin das Gebot, einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Das historische Lochmannhaus kann leider noch bis in den April hinein nicht besucht werden, da notwendige Arbeiten an der Haustechnik ausgeführt werden.
Ganz neu zu erleben bei einem Museumsbesuch ist die humorvolle Kunstinstallation „You Wish“ von Bildhauer Robert Barta im Museumsfoyer. Das Kunstwerk ist gleichzeitig „Spuckschutz“ für das Kassenpersonal und wurde ganz speziell für das Museum Starnberger See entwickelt und realisiert.
Im Museumsgarten besteht keine Maskenpflicht. Unter Einhaltung der Abstandsreglungen sind Sie im Garten und Innenhof eingeladen, die frühlingshafte Luft und Sonne ganz ungefiltert zu genießen mit Blick auf das historische Lochmannhaus.
Die Präsentationen des „Museums-Spaziergang“ bleiben bis auf weiteres vom Museumsgarten aus erlebbar. Dabei handelt es sich um eine Vorstellung historischer Ansichten von Starnberg aus dem Nachlass des Fotografen Richard Wörsching und eine Präsentation der 3D gescannten Skulptur „Starnberger Heilige“ in Fenstern des Lochmannhaus. Darüber hinaus ist im Foyerfenster des Mu- seums die Installation „Konsumbibliothek“ der Künstlerin Stephanie Senge zu sehen.
Das Team des Museums freut sich sehr, Sie wieder persönlich begrüßen zu dürfen. (Öffnungszeiten Museum Starnberger See: Di-So und feiertags von 10-17 Uhr)

Museum zum Jahreswechsel

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Das Museum Starnberger See öffnet während der Weihnachtsferien den Museumsweg und die Außenbereiche, um trotz der aktuellen Einschränkungen als lebendiger Kulturort für alle Starnbergerinnen und Starnberger da zu sein.
Ein besonderes Weihnachten steht uns bevor. Die Feiertage sind überschattet von der Pandemie und strengen Kontaktbeschränkungen. Spaziergänge in kleinstem Kreis bleiben aber erlaubt. Daher verwandelt sich das Museum Starnberger See vorrübergehend in ein „Spaziergangs-Museum“.

Zentrum dieses ist die Glasfront des Museumscafés im Innenhof. In Kooperation mit dem Stadtarchiv Starnberg wird hier in großer Projektion eine bisher unveröffentlichte Auswahl von Fotografien aus dem Nachlass von Richard Wörsching gezeigt. Die historischen Aufnahmen portraitieren ein winterliches Starnberg von damals. Die großformatige Projektion verleiht den Bildern eine leuchtende Lebendigkeit zum ruhigen Ausklang eines turbulenten Jahres.

Durch die Fenster der Stube im Lochmannhaus fällt der Blick in den kommenden Tagen direkt in die Sammlung des Museums. Hier werden auf einem großformatigen Display Fotos präsentiert, die im Rahmen der Ausstellung „Schätze schauen“ entstanden. Menschen aus der Region um den Starnberger See präsentieren auf den Bildern eine Auswahl der interessantesten, wertvollsten, geschichtsträchtigsten oder kuriosesten Objekte aus der Sammlung des Museums. Die Fotografien wurden bisher nur im Buch zur Ausstellung veröffentlicht.

Das beleuchtete Treppenhaus des Museumsneubaus zur Possenhofener Straße ist die dritte Station des Museumsspaziergangs. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Starnberg zeigen hier künstlerische Arbeiten zum Thema „Illustrierte Wörter“, die in einem P-Seminar entstanden.

Der Museumsspaziergang ist vom 20.12.2020 bis 11.01.2021 geöffnet. Die Projektion der historischen Bilder und die Fotografien in der Stube sind täglich mit beginnender Dämmerung ab 15.30 bis 21 Uhr zu sehen.

Der Museumsweg ist ab sofort rund um die Uhr geöffnet, um allen Menschen in Starnberg auch in schwierigen Zeiten einen besonderen Ort zugänglich zu machen. Wir bitten bei der Nutzung des Museumsgeländes um Einhaltung der aktuellen Infektionsschutzregeln und um Respekt für den historischen Gebäudekomplex.“

Kleines Ferienprogramm

In den Herbstferien haben Kinder ab 8 Jahren die Chance, zusammen mit dem Künstler Tim Bennett Skulpturen anzufertigen, die den „Trophies“ im Museumsgarten ähneln. Der Workshop findet im Museum Starnberger See am Mittwoch, 4. November, um 10 Uhr statt.

Es gibt nur noch wenige Plätze, deshalb bittet das Museumsteam um Anmeldung bis spätestens 29.10.2020 unter der Telefonnummer 08151/447757-0 oder per E-Mail an info(at)museum-starnberger-see.de.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, einen Mund-Nasen-Schutz, fürs Basteln geeignete Kleidung und eine Brotzeit mitzubringen. Materialkosten: 10 Euro.

Ferien im Museum

In diesem Jahr ist alles etwas anders. Wir alle müssen Abstand halten, häufig die Hände waschen und manchmal einen Mundschutz tragen. Und in den Ferien? Auf die große Reise im Sommer müssen wir vielleicht verzichten. Doch keine Sorge! Auch hier zwischen See und Gebirge ist es wunderschön und zur Anregung und Abwechslung hat sich das Museum Starnberger See die „Ferien im Museum“ als kleinen Ersatz für das städtische Sommerferienprogramm ausgedacht.

In diesem kostenlosen Heft finden Kinder ab fünf Jahren Anleitungen, Erklärungen und Inspirationen für eigenen Entdeckungstouren im, um und mit dem Museum Starnberger See. Hier können sie mit uns zur Entdecker*in, Forscher*in und Künstler*in werden.

Am Ende der jeweiligen Seiten befindet sich manchmal eine Rätselfrage oder eine Aufgabe. Wenn man diese löst, bekommt man im Museum einen Stempel. Hat man alle Stempel gesammelt, gibt es eine kleine Überraschung – und das Beste: Wenn man dieses Heft vorzeigt, darf man während der ganzen Ferien kostenlos ins Museum, so oft man mag.

Verteilt wird das Heft in Starnberger Schulen und Kindergärten. Seit dem 27.07.2020 ist es erhältlich bei der Stadtbücherei Starnberg, der Tourist Information Starnberg, im Rathaus Starnberg und im Museum Starnberger See.

Die Frau aus Gips

Die Frau aus Gips bildet den Auftakt einer Ausstellungsreihe, in der das Museum Starnberger See jeweils ein Objekt der Sammlung mit dessen Geschichte vorstellt.

„Als wir den lebensgroßen Frauenakt im Stadtarchiv wiederentdeckten, war uns zunächst nicht klar, dass wir mit ihm in eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte eintauchen würden“, so Museumsleiter Benjamin Tillig. Zunächst war die Frauenfigur namenlos. Sie hat zahlreiche Fehlstellen und nur einen Arm. Auf den ersten Blick sieht sie fast griechisch aus, streng gestaltet – Gesicht und Haare in scharfen Linien geformt. Die Frau aus Gips ist klassisch schön, doch ohne individuelle Züge. Sie ist nicht das Abbild eines realen Menschen, sondern ein Ideal. Auf der Sockelplatte, etwas versteckt, fanden sich Signatur und Datierung: »Schmid-Ehmen 1939«.

Mehr zur neuen Ausstellung erfahren Sie in Kürze hier.