Winkelmonster und Linientiere

Ein Ingenieur im Bauhausjahr
20.7.-28.9.2019
Eröffnung am Freitag den 19. Juli 20019 um 19 Uhr anlässlich der langen Kulturnacht Starnberg.

Museum Starnberger See

Winkelmonster im Museum Starnberger See

Am Freitag, 19. Juli um 19 Uhr wird im Museum Starnberger See die neue Ausstellung „Winkelmonster und Linientiere“ eröffnet. Schon räumlich ist dieses Projekt etwas ganz Neues für das Haus, schließlich findet es nicht in einem regulären Ausstellungsraum, sondern im eindrucksvollen Treppenturm des Neubaus statt. Auch thematisch regen die „Winkelmonster und Linientiere“ dazu an, die Welt ein wenig anders zu sehen. Die Geschichte hinter dem Projekt könnte vielleicht so erzählt werden:

Ein Ingenieur, der sein Leben mit der Konstruktion von Häusern, Brücken und allerlei Bauten verbracht hat, setzt sich zur Ruhe. Doch was er all die Jahre tat, lässt ihn nicht los. Die Häuser sind alle gebaut, die Brücken alle gespannt, die Pläne aber sind noch da. Der Ingenieur holt sie wieder hervor und greift zum Stift, diesmal jedoch zum Buntstift. Die einstmals technischen Zeichnungen verwandelt er in Muster und Figuren. So wurden aus Bauzeichnungen „Winkelmonster und Linientiere“, die jetzt im Museum Starnberger See zu sehen sind.

„Ein Museum ist ein Ort des Bewahrens und Vermittelns, aber auch des Austauschs und der Utopien. Dieses Projekt ist ein wunderbares Beispiel, wie aus existierenden Strukturen völlig Neues und Unerwartetes erwächst. Solchen Prozessen einen Raum zu geben und kreative Auseinandersetzung zu ermöglichen, auch dafür soll das Museum ein Ort ein“, sind sich Erste Bürgermeisterin Eva John und Museumsleiter Benjamin Tillig einig.

Der zeichnende Ingenieur heißt Günter Steck. Er trifft in diesem Sommer auf ein prominentes Gegenüber. Vor einhundert Jahren wurde das legendäre Bauhaus in Weimar gegründet, mit dem Ziel, die Lebenswelt der modernen Menschen zu revolutionieren. Funktionalität und klare Formensprache galten als höchste gestalterische Qualität. In den Bildern von Günter Steck verschwindet das Funktionale hinter Farbe und spontanen Bildideen – ein kleiner Triumph der bunten geschwungenen Linie über den schneeweißen rechten Winkel.

 

Zur Ausstellung gehört der interaktive Winkelmonster-Parcours im Garten des Museums – zum Mitgestalten, Aus- und Drübermalen. Es finden begleitend Workshops, Veranstaltungen und Kreativangebote statt. Informationen und Buchungen dazu über die Internetseite des Museums oder unter 08151 447757-0.

Museum Starnberger See Possenhofener Straße 5 82319 Starnberg

Film zu „Revolution in der Provinz“

Filmische Interviews mit acht Aktivist*innen der Münchner Räterevolution

Filmvorführung und Gespräch mit den Filmemacher*innen Petra Gerschner und Michael Backmund im Rahmen der Ausstellung „Revolution in der Provinz“ (bis 14. Juli 2019).

Termin: Donnerstag, 16. Mai 2019, 19.00 Uhr
Ort: Museum Starnberger See
Eintritt: 10 EUR/ ermäßigt 8 EUR
(Ermäßigt für Mitglieder des Freundeskreises Museum Starnberger See, Schüler, Studenten, Sozialhilfeempfänger)

Anmeldung: 08151 447757-0 oder info(at)museum-starnberger-see.de

Die Geschichten und Schicksale hinter den Umbrüchen der bayrischen Revolution von 1918 werden heute fast ausschließlich anhand schriftlicher Quellen erzählt. Polizei- und Gerichtsakten, offizielle Dokumente und Berichte vermitteln ein oftmals allzu sachliches Bild der Ereignisse. Eine Gruppe junger Filmemacher*innen hat 1988 die letzten Zeitzeugen von Revolution, Räterepublik und Gewalt interviewt. In berührenden Gesprächen erzählen die Protagonisten von der Zeit, die ihr Leben auf den Kopf stellte. Sie wuchsen im Krieg unter katastrophalen Lebensbedingungen auf, litten unter Armut, Hunger und Not. Als Kinder und Jugendliche erlebten sie die Umstürze des 7. November 1918 und den Aufbruch in die Zeit der Arbeiterräte. Lange waren die Aufnahmen des Films vergessen, fast wären sie unwiderruflich verloren gewesen, doch vor Kurzem konnten sie restauriert und digitalisiert werden.

Die Filmemacher*innen berichten von den Menschen und der Entstehungsgeschichte der Interviews. Sie erklären, warum gerade solche intimen, subjektiven und unmittelbaren Zeugnisse von großer sozialgeschichtlicher Bedeutung sind.

Die Interviews mit den Zeitzeug*innen sind 1988 in kollektiver Zusammenarbeit von Ulrike Bez, Petra Gerschner und Michael Backmund entstanden. Die Filmvorführung findet begleitend zur Ausstellung „Revolution in der Provinz“ statt.

 

Jeden 1. Sonntag im Monat um 11.00 Uhr findet eine Führung durch die Sonderausstellung „Revolution in der Provinz“ statt.
Teilnahmegebühr: 8 EUR zzgl. Eintritt
Um Anmeldungen wird gebeten.

Außerdem können noch Gruppenführungen durch die Ausstellung gebucht werden. Das Museumsteam nimmt Wunschtermine gerne entgegen.
Max. Teilnehmerzahl pro Gruppe: 25
Dauer: 1,5 Std.

Kosten: 75 EUR zzgl. Eintritt

Weitere Informationen und Anmeldungen unter:

Museum Starnberger See

Possenhofener Str. 5 82319 Starnberg

Neuer Museumsleiter stellt sich vor

Ab 1. Mai 2019 hat das Museum Starnberger See einen neuen Leiter. Gestern hat er sich im Beisein von Bürgermeisterin Eva John der Presse vorgestellt. Bis zu seinem Amtsantritt werde er an zwei Tagen pro Monat schon mal hineinschnuppern in seine neue Aufgabe, sagte Benjamin Tillig, der bis Mai noch in Wiedensahl in Niedersachsen die dortige „Museumslandschaft Wilhelm Busch“ leitet. Wiedensahl ist der Geburtsort von Wilhelm Busch.

Ein kurzer Steckbrief: Beim Amtsantritt wird Tillig 38 Jahre alt sein, er hat eine Partnerin und einen elfjährigen Sohn, ist geboren in Leipzig und hat in Köln studiert. Sein Abschluss ist ein Diplom für audiovisuelle Medien. Darüber hinaus ließ er sich als Künstler (Spezialgebiet Installationen) ausbilden, hat in der Bildhauerei gearbeitet, mit Fotos, Videos und Werken von Mitstudierenden experimentiert. Als Kurator arbeitete er für die städtische Kunsthalle Köln. Ab 2012 war er in München tätig beim Freundeskreis der „Pinakothek der Moderne“ und ging seiner Lebensgefährtin zuliebe vor eineinhalb Jahren ins Niedersächsische Wiedensahl. „Dort habe ich sehr viel gelernt, was ich hier einbringen möchte“, sagte Tillig. Er werde in München wohnen und wolle in der Region bleiben, nicht zuletzt weil Familie in Münsing am Starnberger See wohne.

Er betrachte es als Herausforderung, die unterschiedlichen Häuser des Starnberger Museums – das historische Lochmann-Haus und den modernen Neubau – ebenso wie die unterschiedlichen Zeitabschnitte zusammenzubringen. Es brauche Antworten auf die Frage, wie man das historische Gut an das „Hier und Jetzt“ ankoppelt. Der Museumsbesucher solle etwas erleben, erfahren und anders aus dem Haus herausgehen als er hereingekommen sei. Als „ganz interessanten Punkt“ sehe er das Spannungsfeld zwischen Kultur und Natur. Im Lochmannhaus gehe es um Fischerei und Landwirtschaft, im Neubau mehr um den kulturell sehr stark genutzten Naturraum. Beides erlebbar zu machen, dafür gebe es für ihn drei wichtige Säulen:

  • Was die Erlebbarkeit angeht, müsse gefragt werden, welche Geschichte in den einzelnen Museumsräumen erzählt werden soll.
  • In der Museumspädagogik werde es darum gehen, zu vermitteln, was zu sehen ist.
  • Die Anbindung an das „Hier und Jetzt“ müsse helfen, am Ende eines Besuches nicht das Gefühl zu haben, man sei gerade mal schnell zum Mond und wieder zurück geflogen. „Da muss etwas in der Erinnerung bleiben“, stellt sich Tillig vor.

„Wir müssen Geschichten erzählen von dem, was von damals für uns heute relevant ist, und die für die Alteingesessenen, die Zugezogenen und die Touristen gleichermaßen interessant sind“, das sei seine Richtung, in die er mit dem Museum Starnberger See marschieren wolle.

John wies darauf hin, dass sich Tillig in der Bewerbung gegenüber 90 Mitbewerbern durchgesetzt habe. In nichtöffentlicher Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 7. Januar 2019 überzeugte er unter anderem mit seinem Konzept für eine Sonderausstellung, was den Bewerbern der Endrunde als Aufgabe gestellt worden war. Der neue Museumsleiter solle dann die ersten 100 Tage den sogenannten „Welpenschutz“ genießen, bevor die Starnberger ab August dann mit Konkretem rechnen können, so die Bürgermeisterin. Sie sei sehr glücklich, einen sehr qualifizierten Leiter für das Starnberger Museum gewonnen zu haben. „Ich muss erst mal wissen, was die Zukunft sein soll, wie die Museumsräume zum Beispiel gewidmet werden können“, sagt Tillig. Mit dem Rathaus und den Museumsmitarbeitern werde es zunächst darum gehen, die Grundwerte der künftigen Arbeit festzulegen und ein Leitbild zu erstellen, aus dem heraus sich ein Zukunftskonzept entwickeln lasse. „Ich möchte viel Bewegung haben, aber mit Qualität.“

Da müssen sich also noch einige gedulden, die schon Anliegen an den neuen Museumsleiter herantragen wollen. So wie die Stadträtin der Grünen, Martina Neubauer, die möglichst bald entschieden wissen möchte, ob die Exponate von Roland Gröber zur Geschichte der Fischerei angekauft werden, oder dem Wunsch von Professor Günter Steck, der das Prunkstück des Museums, das königliche Ruderboot „Delphin“, von außen im großen Schaufenster des Neubaus „sichtbarer“ gemacht haben möchte (siehe Seenfischerei im Museum? und “Delphin” sichtbarer machen). Laut dem Überblick, den Bürgermeisterin John am Montagabend im Hauptausschuss gab, haben sich die Besucherzahlen im Museum grundsätzlich positiv entwickelt. Begonnen mit rund 6400 Besuchern pro Jahr sei man inzwischen bei 8536 in 2018 angelangt. Die Besucher seien überwiegend aus Starnberg und Umgebung gekommen und hätten zumeist den 50. Geburtstag schon hinter sich. Diesen Durchschnitt zu verjüngen helfe aber die Museumspädagogik und die Angebote an Kindertagesstätten und Schulen. Seit der Eröffnung des Neubaus habe es 36 Sonderausstellungen gegeben, was drei bis vier pro Jahr bedeute.

„Delphin“ sichtbarer machen

Professor Günter Steck, Stifter der Kulturstiftung Starnberg, und von Beginn an am Schicksal des früheren Heimatmuseums, des heutigen Museums Starnberger See interessiert, hat sich mit einer Bitte an Bürgermeisterin Eva John und den Freundeskreis des Museums gewandt, die schon 2011 sein Anliegen war: Das königliche Ruderboot „Delphin“ im großen Fenster des Museums sichtbarer zu machen. John sagte auf Anfrage, die Angelegenheit müsse mit dem demnächst die Arbeit aufnehmenden neuen Museumsleiter besprochen werden.

Das historische Boot war vermutlich 1834 oder 1835 als neues Leibschiff für König Ludwig I. gebaut worden. Der König hatte sich als Bugfigur den Delphin des Bildhauers Anselm Sickinger ausgesucht. Auch König Max II. schätzte es. Er nutzte das Schiff oft für Fahrten zur Roseninsel. Nach seinem Tod wurde es aber ruhig um das Ruderboot. 1949 tauchte es nochmals auf, als es der Trachtenverein geschmückt beim Oktoberfestumzug mitführte. Danach fristete es sein Dasein in Hütten und Stadeln. Die damalige Vorsitzende der Frauenunion, Hannelore Hartmann, rückte es in den 90er Jahren wieder ins Licht der Öffentlichkeit. Sie sammelte mit ihren Mitstreiterinnen Spenden und setzte sich im Stadtrat dafür ein, eine „würdige“ Unterkunft zu schaffen. Wie John in einer Pressemitteilung anlässlich der Auszeichnung des professionell restaurierten Exponats im vergangenen Jahr als „Heimatschatz“ sagte, hat Hartmann so den Stein für den Erweiterungsbaus am Museum ins Rollen gebracht. Das Bayerische Heimat- und das Kunstministerium hatten den Delphin 2018 als „regionaltypisches Kleinod“ der nicht staatlichen Museen ausgezeichnet.

Steck äußert seine Bitte nicht zum ersten Mal. Im März 2011 erinnerte er die Starnberger und den Stadtrat in einer Nacht- und Nebelaktion an das ursprünglich gegebene Versprechen, dass der Delphin durch das große Schaufenster im Erweiterungsbau an der Possenhofener Straße für jedermann sichtbar sein sollte. Hintergrund des Versprechens waren die heftigen Diskussionen um die Gestaltung der Außenfassade des Baus, die für viele so gar nicht zur Optik des historischen Lochmann-Hauses, der Keimzelle des Heimatmuseums zu passen schien. Mit der Aussicht, die graue Fassade aus Metallschuppen durch den Blick auf das wertvolle Exponat aufzuwerten, sollten die Kritiker versöhnt werden. Tatsächlich kam es aber anders. Fachleute rieten der Stadt, so wenig Licht wie nur möglich auf das Ruderboot fallen zu lassen, weshalb es hinter Rollos verborgen wurde. Steck wollte das so nicht akzeptieren und versuchte seinen Denkanstoß. Er hängte Nesselstoff, bemalt mit einem Acryl-Bild des Delphin vor dem Fenster auf. „Ich hatte Angst, die Bedenken wachsen, wenn ich vorher frage“, sagte er damals. Also verständigte er das Rathaus erst nach seiner Aktion, die er mit der Sorge  um sinkende Besucherzahlen begründete. Tatsächlich hing sein Transparent dann aber nur wenige Stunden.

Der damalige Bauausschuss beschloss am gleichen Tag unter Altbürgermeister Ferdinand Pfaffinger nur ein paar Mini-Maßnahmen zur Verbesserung des Erscheinungsbildes des 2008 entstandenen modernen Teils des Museums. Für die von FDP-Stadträtin Iris Ziebart beantragten Maßnahmen nach dem Motto „Wenn wir ein kulturelles Highlight wollen, dann müssen wir klotzen und nicht kleckern“ reduzierten die Ausschussmitglieder einstimmig auf das Aufstellen von drei Fahnenmasten, die Versetzung eines Stromkastens, das Aufstellen von zwei kleinen Schaukästen an der Seepromenade und den Bau von Fahrradständern. Ziebart wollte eigenlich viel mehr. Sie erinnerte an die Baukosten der Erweiterung mit 3 Millionen Euro und die jährlichen Unterhaltskosten von über 200000 Euro. Gegenargument: Die Stadt habe kein Geld. Man müsse auf das nächste Haushaltsjahr hoffen.

Nun, acht Jahre später, ist die Situation des Museums Starnberger See eher positiv, was die Besucherzahlen angeht. In den nächsten Monaten wird ein neuer Museumsleiter seine Arbeit aufnehmen. Das nimmt Steck zum Anlass, nochmals einen Vorstoß dafür zu machen, dass der Delphin, eigentlich das Hauptexponat des Museums, sichtbarer wird. „Das Erscheinungsbild des Museums sollte durch das Bild des Delphins im großen Fenster an der Possenhofener Straße verbessert werden. Selbstverständlich sind entsprechende Fachleute für die Ausführung zu beauftragen. Mein damaliges Acrybild auf Nesselstoff im März 2011 diente nur der Veranschaulichung meiner Bitte“, hat Steck an John und den Freundeskreis geschrieben, die er um Unterstützung bittet.

Seenfischerei im Museum?

Die bisherige Leiterin des Museums Starnberger See, Sibylle Küttner, hat Starnberg leider schon in Richtung Erfurt verlassen. Dort wird sie sich neuen Aufgaben widmen. Die Stadt Starnberg ist deshalb auf der Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger. Wann dieser eingestellt werden kann ist noch offen. Dennoch drängten Martina Neubauer (Grüne) und Klaus Rieskamp (DPF) in der letzten Stadtratssitzung in 2018 darauf, so eilig wie möglich einen Bericht zur Situation des Lochmannhauses, dem älteren Teil des Museums, zu erhalten, zur Entwicklung des Museums insgesamt, aber auch zu der Möglichkeit, die „Seenfischerei am Starnberger See“ zu einem großen Thema im Ausstellungsbereich zu machen. Die Mitglieder des inzwischen schon aufgelösten „Förderverein Südbayerisches Schifffahrtsmuseum e.V.“ warten schon seit vielen, vielen Jahren darauf, ihre gesammelten Exponate irgendwo ausstellen zu können. Ein entsprechendes Konzept, geschweige denn die Realisierung eines solchen, dass sich viele im Zusammenhang mit dem Starnberger Museum vorstellen, war aber schon unter Altbürgermeister Ferdinand Pfaffinger nicht zustande gekommen.

Neubauer und Rieskamp wollten nun wieder Bewegung in die Sache bringen. Hinderlich ist jedoch der Wechsel in der Museumsleitung. Bürgermeisterin Eva John und die Rathausverwaltung hatten deshalb vorgeschlagen, in der nächsten Sitzung des Kulturausschusses des Stadtrates einen ausführlichen Bericht über die Entwicklungen im Museum zu geben. Insbesondere solle auf die Entwicklung der Besucherzahlen – heuer extrem positiv mit mehr als 9000 Besuchern – , die damit verbundenen Einnahmen sowie die Art und Dauer von Ausstellungen, die Situation der Dauerausstellungen und die personelle Situation eingegangen werden. Wie schon berichtet weigert sich der Stadtrat bisher den Stellenplan für 2019 zu beschließen, in dem es auch um einen halbe Stelle mehr im Museum geht. Darüber hinaus empfahl das Rathaus, den Bericht über die Situation des Lochmannhauses und eine Debatte im Ausschuss samt Expertenvorträgen zu Chancen für eine Konzentration auf das Sonderthema Seenfischerei um längstens ein Jahr zu verschieben, damit die neue Museumsleitung Gelegenheit bekommt, sich einzuarbeiten. Kein Einverständnis von Neubauer und Rieskamp. Letztgenannter wollte der neuen Leitung lediglich ein halbes Jahr Einarbeitung zugestehen. Und der Bericht der Experten solle vor dem Gesamt-Stadtrat, nicht im Ausschuss gehalten werden. John wandte ein, es wäre fair, die oder den Neuen nach seiner Anstellung zu fragen, wann sie oder er sich in der Lage fühle, das Thema vorzustellen. Neubauer dazu: „Die Exponate sind jetzt da, in einiger Zeit stehen sie vielleicht nicht mehr zur Verfügung. Roland Gröber (Anm.d.Red.: Mitglied des ehemaligen Vorstandes des Fördervereins Schifffahrtsmuseum) hat die Exponate angeboten. Wir müssen politisch entscheiden, welche Priorität die Angelegenheit hat.“ Der Leiter des Amtes Bürgerservice und Verwaltung im Rathaus, Ludwig Beck, gab einen groben Zeitplan: Im Januar könne man eventuell den Anstellungsvertrag schließen, aber in der nächsten Sitzung des Kulturausschusses, die für Februar geplant sei, könne die oder der Neue sicher noch nicht viel sagen. John warnte nochmals, der Einstellungstermin sei noch nicht sicher.

Neubauer beantragte nun, die geforderten Berichte und Schritte ein halbes Jahr nach dem Einstellungstermin auf die Tagesordnung zu setzen. Dieser Beschluss fiel einstimmig.

Museum – Adventsprogramm 2018

Kinderweihnachten 2018 im Museum Starnberger See

 

Auch dieses Jahr bietet das Museum Starnberger See seinen jüngeren Gästen ein kreatives und besinnliches Programm zu Weihnachten.

Sonntag, 1. Dezember 2018, 11:00–14:00 Uhr Adventsbasteln/Weihnachtsschmuck

Hier können die Kinder von vier bis sieben Jahren Weihnachtsschmuck für den Baum gestalten. Individuelle kleine Sterne, Zapfen aus Gold, Ringe Glitzer und Schmuck. Dafür sollten die Kinder mit der Schere umgehen können. Bitte bringt einen Karton für den Transport mit. Mit Kunst- und Kulturpädagogin Verena Maria Mangalá Wendt.

Sonntag, 1. Dezember 2018, 14:30–16:30 Uhr Märchenstunde

Im alten Lochmannhaus in der guten Stube sitzen die Kinder am Boden auf dem Teppich und hören gemeinsam das Märchen „Frau Holle“ der Gebrüder Grimm.
Es liest Verena Maria Mangalá Wendt.

Samstag, 8. Dezember 2018, 10:00–13:00 Uhr Sterne, Engel… und allerlei Glanz

Mit Kunstpädagogin Dorothea Dattenberger.

Samstag, 8. Dezember 2018, 14:00–17:00 Uhr Sterne, Engel… und allerlei Glanz

Mit Kunstpädagogin Dorothea Dattenberger.

Samstag, 15. Dezember 2018, 11:00–14:00 Geschenkschachteln für Weihnachtsüberraschungen

Genau zur Weihnachtszeit brauchen wir kleine Kästchen für viele kleine Dinge und Überraschungen, die wir dort hineinpacken wollen. Hier habt ihr die Möglichkeit dazu, sie selbst individuell zu gestalten: mit Perlen, Gold, Glitzer und viel bunter Farbe. Mit Kunst- und Kulturpädagogin Verena Maria Mangalá Wendt.

Bitte zu jedem Kurs eine kleine Brotzeit mitbringen. Kosten: jeweils 10 € pro Kind und Kurs.

Das Museum freut sich auf seine kleinen Gäste.

Weitere Informationen und Anmeldungen unter 08151/4477570 oder info@museum-starnberger-see.de

Starnberg im November 1918

Revolution in der Provinz – Starnberg im November 1918
Ausstellung im Museum Starnberger See vom 09.11.2018 bis 14.07.2019

Die Ausstellung zeichnet den Weg der Revolution von den friedlichen Anfängen des gesellschaftlichen Umbruchs bis zu ihrer Niederschlagung nach. Der Blick ist dabei auf die Entwicklungen und Ereignisse in Starnberg gerichtet. Wer waren die Akteure, welche Motive ließen sie politisch aktiv zu werden und mit welchen Aufgaben waren sie konfrontiert?

Fotografien und Original-Dokumente erzählen nicht nur von dem Versuch, eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen, eine Gesellschaft, in der auch die unteren Schichten partizipieren können, sondern sprechen auch Bände über das bürokratische und gesetzestreue Wesen der bayerischen Revolutionäre.

Darüber hinaus verrät der mikrohistorische Blick auf Starnberg, der (nicht ganz) durchschnittlichen Kleinstadt vor den Toren Münchens, viel über die die Nöte, Sorgen und Hoffnungen der Menschen dieser Zeit.

Begleitprogramm

Fr., 16.11.2018, 18.00 Uhr

Szenische Lesung „Des Bayernkönigs Revolutionstage“
Aus den gleichnamigen Aufzeichnungen von Josef Benno Sailer (1919) und den Tagebüchern Prinzessin Wiltruds von Bayern gelesen von Constanze Fennel und Florian Schwarz. Musik: Rupert Bopp; Regie: Christiane Böhm
Veranstaltungsort: Museum Starnberger See
Eintritt: 15/10 €

Mi., 21.11.2018, 20.00 Uhr

Vortrag „Ludwig III. und das Ende der Monarchie“ von Prof. Dr. Hermann Rumschöttel. In Kooperation mit dem Starnberger Kunstkreis Buzentaur.
Veranstaltungsort: Schlossberghalle Starnberg, kleiner Saal
Eintritt: 8/5 €

 

Mi., 06.02.2019, 20.00 Uhr

Vortrag „Kronprinz Rupprecht – König von Bayern? Oder: Wie sich das Haus Wittelsbach zur Revolution 1918/19 stellte.“ von Eberhard von Lochner. In Kooperation mit dem Starnberger Kunstkreis Buzentaur.
Veranstaltungsort: Schlossberghalle Starnberg, kleiner Saal, Eintritt: 8/5 €

Do., 11.04.2019, 19.00 Uhr

Vortrag „Als Starnberg rot wurde. Ein wenig bekanntes Kapitel der Lokalgeschichte“ von Dr. Vitalij Fastovskij.
Veranstaltungsort: Museum Starnberger See
Eintritt: 8/5 €

Do., 16.05.2019, 19.00 Uhr

Filmvorführung: Zeitzeugen berichten von der Münchner Räterepublik, München/Giesing 1989. Anschließend: Gespräch mit dem Filmemacher M. Backmund und Kollegen. Veranstaltungsort: Museum Starnberger See
Eintritt: 10/8 €

Fr. – So., 12.- 14.07.2019

Seminar „Dichtung ist Revolution“ der Reihe Literarische Sommerfrische der Münchner Volkshochschule Haus Buchenried in Kooperation mit der Monacensia im Hildbrandhaus und dem Bayerischen Rundfunk.
Veranstaltungsort Haus Buchenried, Berg-Leoni

 

Weitere Infos und Anmeldung unter https://www.mvhs.de/programm/themen/haus-buchenried/literatur-schreibwerkstaetten-7592 oder 0 89/4 80 06-62 39

Führungen

jeden 1. Sonntag im Monat, 11.00 Uhr 8/7 € inkl. Eintritt

und nach Terminabsprache
75,- €/Gruppe zzgl. Eintritt/Person

Weitere Informationen, Buchungen und Anmeldung: Museum Starnberger See
08151/4477570
info@museum-starnberger-see.de

Sommerkunstkurse im Museum

Sommerkunstkurse für Kinder im Museum Starnberger See

 

Freitag, 3.8.2018, 10.00 – 13.00 Uhr

Bunt wie der Sommer und kreisrund

Nach dem Vorbild von Wassily Kandinsky mit seinen weltbekannten bunten Kreisen schaffen wir runde und bunte Kunstwerke.

Wenn das Wetter schön ist, legen wir außerdem im Museumsgarten aus Naturmaterialien einen großen runden Kreis und unterhalten uns mit runden Spielen.

Geeignet für Kinder von 4 bis 10 Jahren.

 

Samstag, 4.8.2018, 10.00 – 13.00 Uhr

Blumen wachsen aus meinem Kopf

Wie bei dem berühmten italienischen Maler Archimboldo lassen wir aus unserem Kopf bunte Blumen wachsen.
Zur malerischen Inspiration suchen wir im Museumgarten nach Blumen, in Büchern nach passenden Blumen oder malen unsere Fantasieblumen.

Geeignet für Kinder von 6 bis 10 Jahren.
Wenn möglich bitte eine schwarz-weiß-Kopie (DINA 4) eines Fotos mitbringen, das Deinen Kopf von der Seite zeigt.

Leitung jeweils: Dorothea Dattenberger Kosten jeweils: 10,- €/Kind Anmeldungen unter 08151/4477570

Museum Starnberger See, Possenhofener Str. 5 82319 Starnberg

Bayerns letzter König

Eine neue Ausstellung bietet das Museum Starnberger See vom 18. Mai bis 16. September 2018. Es geht um „Bayerns letzter König, 1913 bis 1918“, genau um König Ludwig III., der von 1845 bis 1921 gelebt hat. Er war ein Vetter von Ludwig II., dem berühmten Märchenkönig. Ausstellungsschwerpunkt sind die besonderen Beziehungen Ludwig III. zu Starnberg, zum Beispiel durch Schloss Leutstetten und als Förderer mehrerer Vereine wie dem Bayerischen Yachtclub und dem Museumsverein.

Mehr Informationen unter http://www.museum-starnberger-see.de.

Osterferien: Programm im Museum

In den Osterferien 2018 dreht sich im Museum Starnberger See wieder alles um Ostereier, Oster- hasen und andere Frühlingsboten. Ein kreativer Schwerpunkt liegt auf dem Werken mit Naturmaterialen wie Ton und Wolle, schreibt die Pressestelle des Rathauses und übermittelt das folgende Programm:

Neu in diesem Jahr: Die Termine sind über beide Ferienwochen verteilt. Auf Nachfrage und gegen die Gebühr von 10 Euro können auch Erwachsene teilnehmen.

Di., 27.03.2018, 10.00 – 13.00 Uhr: Garantiert unzerbrechlich: Bunte Wolleier
Diese Ostereier sind nicht zum Essen da. Dafür gehen sie nicht kaputt und halten ewig. Wie man sie macht, zeigt Kulturpädagogin Verena Maria Mangalá Wendt.

Mi., 28.03.2018, 10.00 – 13.00 Uhr: Nützliches für Ostern: Filztaschen
Die bunten Taschen sind ideale Helfer zum Einsammeln von Ostereiern. Auch zum Verschenken geeignet. Bei einem Gang durchs Museum erfahrt Ihr außerdem, was es mit dem Osterhasen und den Eiern auf sich hat. Von und mit Kulturpädagogin Verena Maria Mangalá Wendt.

Do., 29.03.2018, 10.00 – 13.00 Uhr: Ein grüner Donnerstag?
Was das ist und wie man aus Kräutern einen schönen Strauß binden kann, erzählt und zeigt Kulturpädagogin Verena Maria Mangalá Wendt.

Sa., 31.03.2018, 10.00 – 13.00 Uhr: Ei, Ei, Ei….
Hier könnt Ihr viele bunte Ostereier und einen putzigen Osterhasen aus Ton gestalten. Danach hören wir eine Hasengeschichte und suchen im Museum nach Dingen, die uns etwas über Ostern erzählen. Wenn dann noch Zeit bleibt, spielen wir lustige Spiele (bei schönem Wetter im Museumsgarten). Mit Kunstpädagogin Dorothea Dattenberger.

Di., 03.04.2018, 10.00 – 13.00 Uhr: Nachlese – Ostereiersuche mit Pfiff
Noch einmal dreht sich alles um Ostern und alte Osterspiele: Oarwackeln, Eierlaufen, Eiersuche und welche Spiele die Kinder früher sonst noch gespielt haben, zeigt Kulturpädagogin Verena Maria Mangalá Wendt.

Do., 05.04.2018, 10.00 – 13.00 Uhr: Was uns der Ton erzählt

Ton ist einer der ältesten Werkstoffe der Menschheit. Im Lochmannhaus suchen wir Dinge, die aus Ton sind und finden heraus, wozu sie genutzt wurden. Danach kneten und formen wir wie die Urmenschen eine Schüssel und verzieren sie.
Mit Kulturpädagogin Verena Maria Mangalá Wendt.

Fr., 06.04.2018, 10.00 – 13.00 Uhr: Frühlingsfarbenrausch
Schmetterlinge, Blumen und andere Frühlingsboten – Erst schauen wir uns die Postkartenausstellung „Grüße vom Starnberger See“ an und suchen auf den Postkarten nach Frühlingsfarben. Dann gestalten wir unsere eigenen Postkarten und lernen dabei verschiedene Gestaltungstechniken kennen. Mit Kunstpädagogin Dorothea Dattenberger.

Beide Kursleiterinnen sind ausgebildete Kunst- und Kulturpädagoginnen. Liebevoll und mit vielen originellen Ideen vermitteln sie Kindern ab fünf Jahren grundlegende Techniken der Malerei und des Werkens und regen die Phantasie der Kinder an. Unterhaltsam und kurzweilig vermitteln sie nebenbei auch einiges über die Kultur unserer Region.

Gebühr: 10 Euro pro Teilnehmer und Termin.
Bitte eine kleine Brotzeit mitgeben.
Anmeldungen unter 08151/4477570 oder info@museum-starnberger-see.de.
Weitere Termine zu Kreativworkshops außerhalb der Ferienzeit unter http://www.museum-starnberger-see.de.

Wer einfach nur mal so durch das Museum streifen möchte, kann dies jederzeit von dienstags bis sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr tun oder kommt zu einer Sonntagsführung, immer am 1. und 3. Sonntag im Monat um 15.00 Uhr. Am 1. Sonntag im Monat geht die Führerin speziell auf die Wünsche und Interessen der jungen Besucher ein.

Museum Starnberger See Possenhofener Str. 5 82319 Starnberg

08151/4477570

info@museum-starnberger-see.de; http://www.museum-starnberger-see.de