Sauna wird teurer

Im Zuge der Haushaltsberatungen hat der Hauptausschuss des Stadtrates jetzt einstimmig beschlossen die Eintrittspreise für die Sauna im Seebad Starnberg um rund zehn Prozent anzuheben. Beim Hallenbad gibt es keine Preissteigerung.

Überlegungen, noch kräftiger hinzulangen, redete Ludwig Beck von der Rathausverwaltung nicht das Wort, sondern gab vielmehr zu bedenken, dass die Zahl der Besucher sinken könnte, wenn es zu teuer wird. Dann würden die erhofften Einnahmesteigerungen aufgefressen. Er hat die Starnberger Preise mit denen anderer vergleichbarer Einrichtungen verglichen. Fazit: Beim Hallenbad liegt man gleichauf, bei der Sauna verlangen andere, die ebenfalls an einem See liegen und diesen nach dem Saunagang nutzen können, teilweise mehr. Dem will man nun Rechnung tragen. Aber ein Plus von 20 Prozent, wie von Marc Fiedler (FDP) vorgeschlagen, war der Mehrheit dann doch zu viel. Sie stimmte auch Christiane Falk (SPD) nicht zu, die mehr als die  zehnprozentige Anhebung, aber weniger als Fiedler verlangen wollte. Der Saunatarif ist wie bisher im Sommer  und Winter unterschiedlich. Die Umstellung der Preise soll „schnellstmöglich“ erfolgen. Ein bisschen Vorlauf braucht das Badmanagement aber noch.

Der Abendtarif im Sommer und Winter ist gleich (ab 19.30 Uhr) und kostet dann 14 Euro (bisher 12 Euro), die Tageskarte im Sommer 22 Euro und im Winter 28 Euro (bisher 19,50 und 25 Euro). Im Winter gibt es auch noch einen Vier-Stunden-Tarif für 22 Euro (bisher 19,50 Euro). An den Geldwertkarten-Kosten ändert sich nichts.

BMS-Stadträtin Eva John äußerte die Hoffnung, dass mit der Preiserhöhung die Überlegungen der CSU-Fraktion, das Seebad zu privatisieren, vom Tisch sind.

Freier Eintritt für Rettungsjugend

Obwohl die Stadträte wegen der Coronakrise derzeit überwiegend nur Löcher im städtischen Haushalt sehen, haben sie in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig entschieden, dass die örtlichen Kinder- und Jugendgruppen von Freiwilliger Feuerwehr, Wasserwacht, Rettungsdienst, THW und DLRG bis auf weiteres ebenfalls freien Zutritt zu Hallen- und Strandbad des neuen Seebad Starnberg haben sollen. Der Schritt ist nur logisch, nachdem der Rat im vergangenen Jahr einer ganzen Reihe von Personengruppen über die Vergünstigungen der Ehrenamtskarte hinaus die kostenfreie Nutzung des Seebades ermöglicht hatte. Nach überschlägiger Berechnung werden etwa 200 Kinder und Jugendliche in den Genuss des freien Zugangs kommen können. Die Organisation rund  um die Berechtigungskarten obliegt den Ortsgruppenvorsitzenden und Kommandanten (siehe Freier Eintritt für aktive Retter).

Seebad öffnet wieder

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Nach der Wiedereröffnung des Starnberger Strandbads am 08. Juni 2020, folgte der Beschluss des bayerischen Kabinetts über die Öffnung von Hallenbädern und Saunabereichen. Nachdem das Team des Seebads unter der Leitung von Christian Herrmann ein Hygienekonzept für die Öffnung des Hallenbads und des Saunabereichs erstellt hat, ist ein Besuch ab Montag, 29. Juni 2020 wieder möglich. Dampfbäder und Infrarotkabinen dürfen jedoch noch nicht in Betrieb genommen werden.

Aufgrund der aktuellen Bestimmungen durch die bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gelten für den Badebetrieb folgende Regelungen:

Ein Zutritt unter 12 Jahren ist nur in Begleitung eines Erwachsenen möglich. Die Gäste müssen ihre Kontaktdaten am Kassenbereich in ein Formular eintragen oder können das Registrierungsformular auch im Vorfeld auf der Homepage des Seebads heruntergeladen und zu ihrem Besuch ausgedruckt mitbringen. Zudem gelten selbstverständlich die üblichen Corona-Regeln. Direkt am Eingang bzw. am Kassenbereich werden die Badegäste bereits auf die wichtigsten Verhaltensregeln durch Plakate hingewiesen, auch ein Desinfektionsspender steht bereit. Um den nötigen Abstand von 1,5 Metern zu wahren, sind auf dem Boden Abstandsmarkierungen angebracht. Am Haupteingang wurde ein getrennter Bereich für den Ein- und Ausgang eingerichtet. Damit sich die Gäste besser zurechtfinden, sind die Wege bzw. Laufrichtungen durch Schilder gekennzeichnet.

Auf dem gesamten Gelände des Seebads – Strandbad, Hallenbad und Saunabereich – ist eine Personenanzahl von gleichzeitig maximal 1.000 zulässig. Diese wird wie folgt aufgeteilt: 142 Personen im Hallenbad, 40 Personen im Saunabereich und im Strandbad 818 Personen. Über das Drehkreuz am Eingangsbereich wird die Anzahl gleichzeitig im Bad befindlicher Badegäste erfasst, weshalb keine Saisonkarten erworben werden können. Eine Vorabreservierung ist nicht möglich. Sonderveranstaltungen – vorwiegend im Saunabereich – finden derzeit leider nicht statt, jedoch sind Aufgüsse ohne Luftverteilung („Wedeln“) möglich.

Die Umkleidekabinen und Duschen im Innenbereich dürfen neben den Außenduschen, nach den aktuellen Hygienevorschriften von maximal fünf Personen genutzt werden. In den Toilettenanlagen im Außenbereich dürfen sich gleichzeitig nur drei Personen aufhalten, im Innenbereich nur zwei. Zur Abstandseinhaltung werden entsprechende Vorkehrungen getroffen.

Das Beach-Volleyball-Feld, die Tischtennisplatten sowie der Bocciaplatz dürfen derzeit noch nicht von den Gästen genutzt werden. Auch der aufblasbare Krake im See steht nicht zur Verfügung. Das Kleinkinderbecken und der Kinderspielplatzbereich dürfen von den kleinsten Gästen unter Aufsicht der Eltern genutzt werden.

 

Ein gastronomisches Angebot steht innerhalb des Strandbades für die Gäste zur Verfügung. Öffnungszeiten und Preise bleiben unverändert. Weitere Informationen stehen auf der Homepage des Seebads unter „seebad-starnberg.de“ zur Verfügung.