Söckinger arbeiten begeistert mit

Rund 100 Söckinger Bürger – jung und alt – haben sich gestern Abend in der Franz-Dietrich-Halle eingefunden. Es ging darum der Auftaktveranstaltung für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für ihren Ortsteil zum Erfolg zu verhelfen. Die große Turnhalle war zweigeteilt. Vor der Bühne gab es Sitzplätze, wo die Besucher dem einführenden Vortrag lauschen konnten, hinter dem teilenden Vorhang hingen an den Wänden zahlreiche Plakate mit Stadtentwicklungsthemen, zu denen bereits Stärken, Schwächen, Entwicklungschancen und besondere Herausforderungen aufgelistet waren. Aufgabe der Söckinger Bürger war es, diese Listen mit ihren Ideen und konkreten Vorschlägen oder ihrer Kritik an den bestehenden Zuständen zu ergänzen. Auch bekamen sie von dem europaweit tätigen Büro „sweco“ ein umfangreiches Umfrageheft in die Hände gedrückt, das bereitwillig ausgefüllt wurde. Bei allen Fragen ging es um Söcking, wie es ist und wie es werden sollte.

„sweco“ plant und gestaltet laut Homepage des Büros „die nachhaltigen Städte und Gemeinden der Zukunft“. Das ISEK für Söcking soll bis zum Jahresende fertig sein und gibt der Stadt Starnberg dann einen Maßnahmenkatalog an die Hand, der Grundlage sein kann für positive Veränderungen, die wiederum der Freistaat Bayern mit Städtebaufördermitteln unterstützen würde, wenn sich der Stadtrat dazu durchringt, diese Maßnahmen umzusetzen und Fördermittel zu beantragen. In der Stadt Starnberg selbst ist schon so verfahren worden. Jetzt kommt also Söcking an die Reihe. Das hatte der Stadtrat so beschlossen und das Büro beauftragt. Einbezogen in die Arbeit werden alle beim Stadtbauamt bereits vorhandenen Datengrundlagen, wie zum Beispiel das Stadtentwicklungskonzept „Vision Starnberg 2025“. Vertreter des Inklusionsbeirates und des Stadtbauamtes begleiten den Prozess.

„Wir brauchen Ihre Ideen und Ihr Interesse“, lud die für die Bürgerbeteiligung zuständige Gwendolin Dettweiler von „sweco“ zum Mitmachen ein. Städteplaner Tobias Bakken von „sweco“ erläuterte nochmals, was ein ISEK ist: „Ein ganzheitliches Konzept über die Wohn- und Lebensverhältnisse, das Wohnumfeld und den öffentlichen Raum, die Mobilität und Barrierefreiheit sowie zu den Verkehrs- und Umweltbelastungen. Betrachtet würden auch die Grünflächen und die umgebende Landschaft, der Einzelhandel und die Wirtschaft, Soziales, Bildung, Kultur und Vereine. Bis zu den Pfingstferien soll noch ein öffentlicher Workshop mit den Bürgern folgen, bis zu den Herbstferien werden Ergebnisse vorliegen, die dann im Stadtrat und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bis zu den Weihnachtsferien haben die Gremien Zeit darüber zu entscheiden.

Gut eine Stunden arbeiteten die Söckinger gemeinsam mit Sweco-Vertretern an den Plakaten. Anregungen wurden schriftlich festgehalten. Die Umfragehefte wurden ausgefüllt und werden den Planern genauso Grundlage für ihre Arbeit sein. Hier das erste Fazit zu den wichtigsten Themen der Auftaktveranstaltung:

  • Grünflächen, Landschaft, Klima: Vorhandenes Grün und Landschaftsflächen in Söcking müssen geschützt werden, aber auch zugänglich und erreichbar sein. Es fehlen noch Wegeverbindungen. Ganz wichtig ist den Bürgern der Schutz der Maisinger Schlucht.
  • Soziales, Kultur, Vereine: Vermisst wird ein Dorfstammtisch, erhalten bleiben sollen Theater, die Feuerwehr und die vorhandenen Einkaufsmöglichkeiten. Manko sind fehlende Treffpunkte für die Jugend, eine Plattform für Informationen und Angebote, die Einheimische und Neuzugezogene verbinden könnte. Dringend ist der Wunsch – das zog sich auch durch alle anderen Themen – nach einem Fußweg zum „Pförtnerhaus“, einem beliebten Lokal am westlichen Ortsende. Der Sportplatz könnte für alle geöffnet werden, nicht nur für Mitglieder. Zu den Herausforderungen für die Zukunft wurde Wohnraum für junge Menschen oder Mehrgenerationenwohnen benannt.
  • Baukultur und Identität: Der Ortskern von Söcking muss aufgewertet werden, da war man sich einig. Das gelte auch für die Architektur der Gebäude und die schwierige Parkplatzsituation. Entwicklungspotenzial wird zwischen dem Höhenweg und der Andechser Straße gesehen, wobei Bedingung sein muss, dass die schöne Aussicht vom Höhenweg nicht zugebaut werden darf. Wichtig war den Teilnehmern auch, dass Starnberg und Söcking wie bisher durch Grün getrennt bleiben,und dass eine gute Balance zwischen Nachverdichtung und Erhalt des Bestandes gefunden wird.
  • Mobilität und Radverkehr: Durchgangsverkehr soll reduziert und verlangsamt werden, bei Buslinien sind engere Takte und ein Angebot nach 21 Uhr stark nachgefragt. In der Alpspitzstraße fühlen sich Fußgänger bisher „sehr an den Rand gedrängt“.
  • Einzelhandel und Wirtschaft: Was in der Ortsmitte schon da ist, soll auch da bleiben, aber Weiterentwicklungen könnten für Verbesserungen sorgen, zum Beispiel für Betriebe und Handwerker, für das Nachtleben der Jugend und zum Erhalt des Know-How am Ort. Als fehlend wurden genannt ein Bioladen und ein Cafe oder Bistro im Zentrum.
  • Straßen, Wege, Plätze: In den Wohngebieten müsste das Parken besser geordnet werden. Öffentliche Toiletten, Ruhebänke und etwas gegen den zunehmenden Verkehrlärm tun, waren wichtige Wünsche. Ihr Trambahnbergl samt besonders guter Aussicht auf die Berge und der Maibaumplatz sind den Söckingern heilig. Von Letztgenanntem müsse der Verkehr besser fern gehalten werden.

Bürgermeisterin Eva John bedankte sich am Ende für die vielen wertschätzenden Gespräche der Teilnehmer. Es gebe nun Nüsse zu knacken, doch sie sei zuversichtlich, „dass wir das schaffen“. John machte darauf aufmerksam, dass  ein Fragebogen bis 15. März 2020 noch bei der Stadtverwaltung abgegeben werden kann, wenn jemand ihn lieber in Ruhe zu Hause ausfüllt. Wer die Abgabefrist einhalte, könne sicher sein, dass seine Anregungen noch Berücksichtigung fänden. Der Fragebogen ist über die Homepage der Stadt herunterzuladen und kann ausgefüllt an ISEK(at)starnberg.de zurückgesandt werden. „Dank an alle, es war ein guter Abend für Söcking“, schloss die Bürgermeisterin.

Inzwischen hat die Stadt auch eine Pressemitteilung herausgegeben, die Sie hier im Wortlaut finden:

Söcking: Große Beteiligung der Söckingerinnen und Söckinger an der Auftaktveranstaltung

Rund 100 Söckingerinnen und Söckinger sind der Einladung zur Auftaktveranstaltung gefolgt. „Miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam überlegen und Wünsche und Ideen für Söcking einbringen. Ein buntes Publikum, jung und alt, Mitglieder von Vereinen und Verbänden und viele Interessierte, beteiligten sich mit großen Einsatz“, so Erste Bürgermeisterin Eva John.

Die Veranstaltung markierte den Startschuss für die Öffentlichkeitsbeteiligung. Es sind noch zwei weitere Veranstaltungen geplant, voraussichtlich im Mai und im Juli diesen Jahres. Das von der Stadt Starnberg beauftragte Planungsbüro SWECO aus München hat mit den Söckingerinnen und Söckingern gemeinsam die Bestandsanalyse des Planungsbüros zu den Themen Wohnen, Arbeiten, Freizeit/Sport, soziales Leben, Verkehr, Ortsbild und Landschaft überprüft und ergänzt. „Mit dieser ersten Ideensammlung haben wir eine gute Basis für die weiteren Planungen in Söcking“, so Erste Bürgermeisterin Eva John.

Für alle interessierten Söckinger besteht bis zum 15. März die Möglichkeit sich mittels eines Fragebogens zu beteiligen. Was zeichnet Söcking aus? Wo können wir etwas verbessern und was muss dafür getan werden? Diese und andere Fragen werden im Fragebogen thematisiert. Der Fragebogen ist unter „Aktuelles“ auf der Homepage der Stadt zu finden. Wer mitmachen möchte, schickt ihn ausgefüllt zurück an ISEK(at)starnberg.de.

Haltestelle ist verlegt

Wie aus dem Rathaus auf Nachfrage zu erfahren war, ist die umstrittene Bushaltestelle Söcking Mitte wie vom Stadtrat beschlossen bereits letzte Woche verlegt worden. Zuvor hatte die obligatorische Fachstellenbeteiligung mit der Polizei stattgefunden. Der neue Standort der Haltestelle befindet sich jetzt auf Höhe der Patisserie „Süsser Zauber“/öffentlicher Bücherschrank.

Söcking: Auftakt für ISEK

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Auftaktveranstaltung am 5. März 2020 um 18.30 Uhr in der Franz-Dietrich-Halle zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept Söcking: Die Meinungen, Ideen und Anregungen der Söckingerinnen und Söckinger sind gefragt

„Mit der Verkehrsfreigabe der Westumfahrung hat sich uns die Möglichkeit eröffnet, für Söcking ein Stadtentwicklungskonzept zu erarbeiten – von Bürgerinnen und Bürgern für die Bürgerinnen und Bürger von Söcking. Es ist eine große Chance für Söcking, gerade was die Neugestaltung der Ortsmitte und des Straßenraumes betrifft. Alle Söckingerinnen und Söckinger sind herzlich eingeladen, zuzuhören, mitzudiskutieren und ihre Meinungen, Wünsche und Visionen für ihren Ortsteil einzubringen“, so Erste Bürgermeisterin Eva John.

Was ist ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK)?

Im Stadtentwicklungskonzept für Söcking, dessen Erarbeitung der Stadtrat beschlossen hat, werden Stärken und Schwächen aufgezeigt und Vorschläge für die zukünftige Entwicklung erarbeitet. Was zeichnet Söcking aus? Wo können wir etwas verbessern und was muss dafür getan werden? Es werden Themen wie Wohnen, Arbeiten, Freizeit/Sport, soziales Leben, Verkehr, Ortsbild und Landschaft betrachtet. Eine geordnete Verkehrsführung, sichere und barrierefreie Rad- und Fußwege, attraktive Aufenthaltsräume, die Neuordnung der Parkflächen und die Frage einer attraktiven Gestaltung des Ortskerns sowie das Einzelhandelsangebot stehen ebenso auf der Agenda wie die Optimierung des Umfelds des Krankenhauses an der Oßwaldstraße. Dabei werden gemeinsam Leitziele für die künftige Ortsentwicklung sowie Handlungs- und Umsetzungsempfehlungen erarbeitet.

Was erwartet die Besucher der Veranstaltung?

Die Veranstaltung ist der Beginn der Öffentlichkeitsbeteiligung. Das von der Stadt Starnberg beauftragte Planungsbüro SWECO aus München wird mit den Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltung gemeinsam die Bestandsanalyse des Planungsbüros zu den Schwerpunkthemen überprüfen und ergänzen. Die Söckingerinnen und Söckinger sind gefragt, ihre Gedanken und Visionen für Söcking einzubringen und diese mit dem Planungsteam zu diskutieren. Insgesamt wird es drei öffentliche Veranstaltungen geben.

Zum Hintergrund

Der Stadtrat hat die Erstellung des ISEK Söcking beschlossen und das Planungsbüro SWECO mit den vorbereitenden Untersuchungen beauftragt. Die Kosten für das ISEK werden im Rahmen der Städtebauförderung durch die Regierung von Oberbayern mit voraussichtlich 60 % bezuschusst. Im ISEK festgelegte Baumaßnahmen können später ebenfalls mit Mitteln der Städtebauförderung finanziell unterstützt werden.“

Baubeginn Hol- und Bringzone Söcking

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Hol- und Bringzone für Grundschule und Maria-Kempter-Kindergarten in Söcking; Baubeginn für die Haltebucht in der Maximilian-von-Dziembowski-Straße

„Auf Grundlage des zusammen mit Schule und Elternvertretung erarbeiteten Schulwegsicherheitskonzeptes für die Grundschule Söcking beginnen nun die Bauarbeiten für den letzten Baustein, die Haltebucht am Hanau-Park. Bereits im Sommer letzten Jahres wurden die Fußgängerüberwege (Zebrastreifen) in der Prinz-Karl-Straße und in der Maximilian-von-Dziembowski-Straße mit Verlängerung des Gehweges errichtet“, so Erste Bürgermeisterin Eva John.

Ab Montag, 02.03.2020, beginnt die von der Stadt Starnberg beauftragte Firma Schneider Erd- und Tiefbau GmbH mit der Einrichtung der Baustelle zum Bau einer Haltebucht. Geplant ist eine Bauzeit von 7 Wochen. Die Arbeiten sind allerdings witterungsabhängig.
Damit die Bauarbeiten ordnungsgemäß durchgeführt werden können, muss die Maximilian-von-Dziembowski-Straße in diesem Abschnitt für den Verkehr halbseitig gesperrt werden. Der Verkehr wird in diesem Zeitraum durch eine mobile Ampelschaltung geregelt.

Eine durchgängige Fußwegverbindung zwischen den Straßen „An der Linde“ und „Bismarckstraße“ ist während der gesamten Bauzeit gewährleistet.
Die Hol- und Bringzone wird während der Bauphase ersatzweise weiter östlich in der Maximilian-von-Dziembowski-Straße eingerichtet.

Die Stadt Starnberg bittet um Verständnis für leider nicht zu verhindernde Beeinträchtigungen.“

Warten auf Rat des Landratsamtes

Die Bushaltestelle in Söcking-Mitte ist nach wie vor ein Stein des Anstoßes, bei mehreren Beteilgten. In der jüngsten Stadtratssitzung hat Bürgermeisterin Eva John nochmals berichtet. Einer der Anlieger habe angedroht, den Gehweg vor seinem Grundstück zu sperren. Von der Stadt seien deshalb Polizei und Landratsamt um Stellungnahmen gebeten worden. Die Antworten lagen zur Sitzung jedoch noch nicht vor. Wie berichtet hat die Stadtratsmehrheit die Rückverlegung der Haltestelle an ihren ursprünglichen Standort verlangt, nachdem das Rathaus sie im vergangenen Jahr vor das Grundstück der Familie Zimmer versetzt hatte (siehe Bushaltestelle in Söcking verlegt und Bushaltestelle nochmals verlegen? und Bushaltestelle Söcking: Nachprüfung).

Michael Mignoli (BLS) war aufgebracht: „Es gibt doch einen Stadtratsbeschluss. Was gibt es denn da noch zu reden?“ John verwies darauf, dass eine Haltestelle nicht ohne verkehrsrechtliche Anordnung eingerichtet werden kann, und sie versicherte: „Alle bemühen sich um die Umsetzung.“ Aber es gebe baurechtliche Widersprüche. „Sie bestehen doch auch darauf, dass hier rechtmäßig gehandelt wird“, sagte John. Für die Zukunft kündigte sie an, dass bei der Festlegung von Haltestellen eine geeignete Anliegerbeteiligung stattfinden soll, was bisher – auch schon vor Johns Amtsantritt – nicht üblich gewesen sei. Stefan Frey (CSU) betonte, dass die Andechser Straße seit Eröffnung der Westumfahrung in städtischer Verantwortung liege, die Stadt somit dort auch verkehrsrechtliche Anordnungen treffen könne. „Das haben wir auch vor“, antwortete John, doch es gebe Schwierigkeiten beim Baurecht, weshalb man das Landratsamt hinsichtlich der Lösung um Beratung gebeten habe. Die Antwort stehe jedoch noch aus.

Söckinger Linde bleibt Denkmal

Einstimmig hat der Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität zur Kenntnis genommen, dass die bereits unter Denkmalschutz stehende Linde in Söcking weiterhin Naturdenkmal bleiben wird und somit Schutz genießt. Hintergrund ist der Neuerlass der Naturdenkmalverordnung durch das Landratsamt. Am Status des Baumes soll sich also nichts ändern.  Notwendige Pflegemaßnahmen sind mit der Unteren Naturschutzbehörde abzustimmen. Die Verkehrssicherungspflicht obliegt wie bisher der Stadt. Die neue Verordnung soll im Laufe dieses Jahres erlassen werden. Die Sommerlinde ist etwa 230 Jahre alt und steht in Söcking an der Straße „An der Linde“.

Bushaltestelle Söcking: Nachprüfung

Bei einem Antrag unterlegen zu sein, kann die CSU-Stadtratsfraktion nicht akzeptieren, weshalb sie, unterstützt von neun anderen Stadträten der üblichen Mehrheit einen Nachprüfungsantrag für den Beschluss des Mobilitätsausschusses vom Oktober stellte. Der hatte beschlossen, dass – entgegen dem Antrag von Stefan Frey (CSU), die Bushaltestelle in Söcking Mitte an ihren alten Standort zurückzuverlegen – im Rahmen des Umbaus der Ortsmitte ein ganz neuer Standort gefunden werden soll (siehe Bushaltestelle nochmals verlegen?). Im Stadtrat erhielt Freys Antrag eine Mehrheit von 20:9 Stimmen für die Zurückverlegung. Er stimmte dann auch noch als Einziger gegen den Vorschlag der Verwaltung, bei Straßenumbaumaßnahmen für die Ortsmitte Söcking im Rahmen des Städtebauförderprogramms den „Neubau als barrierefreie und richtlinienkonforme Bushaltestelle“ als Anforderung zur Gestaltung des Straßenraums mit aufzunehmen. Bisher ist der alte Standort, an den das MVV-Schild nun auf Grund des Stadtratsvotums zurückversetzt wird, nämlich beides nicht – weder barrierefrei noch richtlinienkonform. Eine verkehrsrechtliche Anordung des Landratsamtes fehlt noch, weshalb der Stadtratsbeschluss bisher noch nicht umgesetzt werden konnte. Zudem gibt es laut Bürgermeisterin Eva John auch noch Schwierigkeiten mit der gültigen Bauleitplanung, die das Landratsamt gerade mit der Bauverwaltung des Landkreises zu klären versuche. „Es dauert noch einen Moment“, sagte John jetzt im Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität. Der Stadtrat hatte eigentlich eine Frist bis Jahresende 2019 für die Zurückverlegung der Haltestelle vorgegeben.

In der Beschlussvorlage des Rathauses heißt es: „Die mit der Lage des Haltestellenmastes in der Parkbucht einhergehenden Defizite, wie fehlende Aufstellflächen für wartende Busgäste, die Lage im direkten Bereich der Lichtsignalanlage, die Ausbildung der Parkbucht als eine für Bushalte zu schmale  und zu kurze „Bus“-Bucht, die keine gerade Anfahrt ermöglicht, die oftmals zugeparkte Busbucht sowie die Tatsache, dass keine geeignete Bordsteinkante zum Einstieg vorhanden ist, lässt eine rechtskonforme Anordnung der Haltestelle nicht zu.“ Außerdem mahnt die Verwaltung, dass beim geplanten Umbau für den barrierefreien Zugang zur Kirche Sankt Stephan die Haltestelle aus dem Baustellenbereich herausgehalten werden sollte. Der Vorschlag des Rathauses lautete deshalb, mit den Söckingern einen geeigneten anderen Standort zu suchen.

Frey bestand aber darauf: „Unverzüglich zurück verlegen.“ Diesen Beschluss wolle er nicht verwässern lassen. Der Vorschlag der Verwaltung sei für ihn „noch eine große Wolke“, mit der er die Sache nicht in Zusammenhang bringen wolle, auf jeden Fall nicht mehr vor der Kommunalwahl. Am jetzigen Standort gebe es mehr Verkehrsgefährdung, einen zu schmalen Gehweg, es gebe Probleme für den eventuellen Winterdienst, und die Eigentumsverhältnisse seien nicht geklärt. Franz Heidinger (BLS) sprang ihm beiseite: „Die Gründe für die ursprüngliche Verlegung sehe ich als fadenscheinig an.“ Auf der Stadtratsliste seiner Gruppierung für die Kommunalwahl am 15. März 2020 kandidiert die Anliegerin, vor deren Grundstück die Stadt die Haltestelle neu eingerichtet hatte und die dagegen Sturm gelaufen war. Martina Neubauer (Grüne), deren Vorschlag die Mehrheit im Mobilitätsausschuss zuvor noch gefolgt war, unterstützte nun Freys Antrag ebenfalls. Sie sprach sich allerdings gleichzeitig für den Vorschlag aus, einen optimaleren Standort zu suchen.

Sanierung St. Stephan gesichert

Nach dem Kulturausschuss hat nun auch der Stadtrat grünes Licht für den 380000 Euro teuren Zuschuss für die Sanierung der Söckinger Kirche Sankt Stephan gegeben. Lediglich Franz Sengl (Grüne) stimmte dagegen. Wie berichtet (siehe Sankt Stephan kann saniert werden) ist die Statik der Kirche für die Zukunft nicht mehr gesichert, was schon vorhandene Risse belegen. Weitere Schäden wären die Folge, wenn nichts getan wird. Insgesamt kostet das Projekt 1,085 Millionen Euro, die auch die Diözese Augsburg mitfinanziert. Zwei Bauabschnitte sind für den Zeitraum 2020 bis 2022 geplant.

Standort geändert

Der Bauausschuss des Stadtrates hat den Standort für den geplanten neuen Mobilfunkmast in Söcking südlich der Friedhofstraße nochmals verändert. Ursprünglich war dazu im Juli 2018 vom selben Gremium das gemeindliche Einvernehmen erteilt worden (siehe Einverstanden mit Antennenmast). Bedenken meldete in der Folge jedoch die Untere Denkmalschutzbehörde im Landratsamt an. Sie kritisierte, der Antennenmast werde die historische Zusammensicht auf das Prinz-Carl-Mausoleum und die Kirche Sankt Ulrich beeinträchtigen. Verwaltung und Betreiber des Mastes verständigten sich daraufhin auf eine Verschiebung des Standortes um fast acht Meter nach Norden und eine Reduzierung der Höhe des Mastes um fast einen Meter (bisher 40 Meter). Durch diese Verschiebung wird der Mast um etwa fünf Meter tiefer liegen als zuvor geplant. Fotomontagen in der Sitzung zeigten den dadurch erzielten positiven Effekt. Nur Angelika Kammerl (DPF) stimmte gegen die Änderung.

Umzug Wochenmarkt

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Ab Freitag, den 15. November 2019 findet der Söckinger Wochenmarkt künftig von 8 bis 13 Uhr auf dem Parkplatz der Pfarrkirche Sankt Ulrich in der Prinz-Karl-Straße 3 statt. Dort ist an diesem Tag eine Wochenmarktfeier mit kleinem Rahmenprogramm geboten. Außerdem besuchen der Irmgard- Stadler-Kindergarten sowie die Vorschulgruppe des Maria-Kempter-Kindergartens den Söckinger Wochenmarkt und lernen dort einzukaufen und sich gesund zu ernähren.

Der neue Standplatz kommt dem Wunsch der Söckinger Wochenmarkthändler nach einem attraktiveren Standort nach und bietet viele Vorteile. Der Platz liegt zentral in der Nähe der Andechser Straße, einer der Hauptverbindungsstraßen zwischen Starnberg und Söcking, Perchting und Andechs. Der Parkplatz der Pfarrkirche Sankt Ulrich ist außerdem großzügig geschnitten mit ausreichend Parkmöglichkeiten für die Kunden. „Ich danke der Pfarrei Söcking für die gute Zusammenarbeit und freue mich sehr, dass wir für den Wochenmarkt in Söcking einen neuen Standort realisiert haben, der Wochenmarkthändlern und Kunden entgegenkommt“, so Erste Bürgermeisterin Eva John.

Die Händlerzahl beim Söckinger Wochenmarkt kann durch den neuen Platz aufgestockt werden, weshalb ab sofort neue Händler, auch für den Starnberger Samstagsmarkt, gesucht werden. Wir suchen Fieranten und Direkterzeuger vorzugsweise aus der Region. Interessenten wenden sich bitte an ordnungsamt(at)starnberg.de oder 08151 772-106.“