Sorge um „Lebendiges Starnberg“

Eine Woche vor der Kommunalwahl tritt noch einmal der STAgenda-Arbeitskreis Verkehr auf den Plan und gibt seiner großen Sorge Ausdruck, dass das von ihm erarbeitete Konzept zur Zurückdrängung des Durchgangsverkehrs aus Starnberg „Lebendiges Starnberg“ (siehe “Lebendiges Starnberg” ist das Ziel und Lebendiges Starnberg – die Debatte) mangels ausreichender Unterstützung der bisherigen Stadtratsfraktionen unter die Räder kommen könnte. Auf der Homepage der STAgenda unter „News und Termine“ ganz oben auf der Seite – erreichbar auch über die Homepage der Stadt Starnberg unter der Rubrik „Arbeitskreise“ (Arbeitskreis Verkehr) – sind Aussagen der Bürgermeisterkandidaten im Rahmen von deren Befragung durch die STAgenda dokumentiert und kommentiert. Außerdem können Interessierte auf der gleichen Internetadresse die Antworten von Stadträten auf zu diesem Thema gestellte Fragen zum Konzept „Lebendiges Starnberg“ nachlesen. In einem Beitrag, der heute im „Kreisbote“ erschienen ist, äußert sich der Mitinitiator des Konzeptes, Helm Andreas Heigl, sorgenvoll.

Geschätzt nur ein Drittel der aktuell mit Mandat ausgestatteten Stadträte stünden jetzt noch hinter den Vorschlägen der STAgenda, äußert sich Heigl. Dies obwohl der Rat wie berichtet zuvor einstimmig seine volle Unterstützung zugesichert hatte. Als es jedoch neulich um die Umsetzung konkreter Maßnahmen ging, wurde die Behandlung des Tagesordnungspunktes auf Betreiben von Angelika Kammerl (DPF) und unterstützt von der Mehrheit der Fraktionen vertagt (siehe Kammerl vertagt ‘Lebendiges Starnberg’). Ein weiteres Drittel ringt laut Heigl mit sich, das letzte Drittel scheine dem Konzept skeptisch gegenüberzustehen, hänge wohl noch an der Vorstellung einer autogerechten Stadt oder sei immer noch in der Tunnel- oder Umfahrungsdebatte gefangen. „Wie so oft wurden Allianzen geschmiedet und eigene Interessen gegen das Gemeinwohl abgewogen. Da möchte ein stadtbekannter Immobilienbesitzer wieder einmal ein größeres Haus bauen und dafür eine Straße sperren, dort ein Fuhrunternehmer ungebremst durch die Stadt brausen … Im Ergebnis hat es bislang noch keine der dringend zu beschließenden Einzelmaßnahmen durch den unentschlossenen Stadtrat geschafft“, schreibt Heigl. Deshalb sei „die politische Hoffnung“ die anstehende Kommunalwahl. Mit der bestehe die Chance, dass neue Gesichter im Stadtrat dazu kommen und dann „ein mutiger und am Gemeinwohl orientierter Stadtrat in seiner ersten Sitzung endlich das Gesamtpaket für ein Lebendiges Starnberg auf den Weg“ bringt. Dies bevor sich das Zeitfenster schließt, dass der Staat der Stadt gegeben habe. Für den Fall, dass das alles nicht eintritt, sieht Heigl nur einen Ausweg: „Andernfalls müssen die Menschen in Starnberg das Schicksal ihrer Stadt selbst in die Hand nehmen – und mit einem Bürgerbegehren eine lebenswerte Zukunft einfordern.“