Neuorganisation

Staatliches Bauamt Weilheim strukturiert den Bereich Straßenbau neu

Seit 1. Januar 2023 gelten im Fachbereich Straßenbau neue Zuständigkeiten. Einige Gemeinden und Landkreise erhalten neue Ansprechpartner. Das Staatliche Bauamt will sich dadurch flexibler und schlagkräftiger aufstellen.

Das Staatliche Bauamt Weilheim betreut ein Netz von 448 km Bundesstraßen, 753 km Staatsstraßen und 360 km Kreisstraßen in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Starnberg, Landsberg am Lech (hier ohne Kreisstraßen), Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen. Bisher gab es im Fachbereich Straßenbau fünf Gebietsabteilungen für die fünf Landkreise, eine Brückenbauabteilung und eine Abteilung für den Tunnelbau.

Neue Struktur im Straßenbau

Die fünf relativ kleinen Gebietsabteilungen wurden jetzt zu drei größeren Organisationseinheiten zusammengefasst:

Die für die Landkreise Weilheim-Schongau und Landsberg am Lech zuständigen Gebietsabteilungen wurden vereint. Der neue Name dieser Gebietsabteilung lautet „Straßenbau West“. Abteilungsleiter ist Andreas Lenker, der schon seit einigen Jahren für den Landkreis Weilheim-Schongau zuständig ist und bereits seit Anfang 2022 kommissarisch den Landkreis Landsberg am Lech betreut.

Die Betreuung des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen wird aufgeteilt. Der nördliche Teil, der etwa dem früheren Altlandkreis Wolfratshausen entspricht, wird mit dem Landkreis Starnberg zusammengefasst, der südliche Teil (Altlandkreis Bad Tölz) mit dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Die Abteilung für die „Landkreise“ Starnberg und Wolfratshausen heißt ab Januar 2023 „Straßenbau Nord“. Sie wird geleitet von Silke Schweigler, die bisher schon für den Landkreis Starnberg zuständig war.

Die neue Abteilung „Straßenbau Süd“ ist zuständig für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen und den Altlandkreis Bad Tölz. Geleitet wird sie von Martin Herda, dem bisherigen Abteilungsleiter für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

Bei der Straßenverwaltung bleiben die bisherigen Ansprechpartner in den jeweiligen Landkreisen bestehen. Dies gilt auch für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, der in Gänze weiterhin von Herrn Simon Neubert betreut wird. An den wichtigen und oft persönlichen Kontakten z. B. zur örtlichen Polizei und den Verkehrsbehörden wird sich also nichts ändern.

Die bisherige Abteilung Bergmännischer Tunnelbau heißt jetzt neu „Abteilung Tunnel“. Mit Lukas Schulte, der seit Ende März 2022 die Abteilung Bergmännischer Tunnelbau in Vertretung von Herrn Zuber leitete, erhält sie einen neuen Abteilungsleiter mit folgenden Aufgabengebieten: Tunnelbetrieb, betriebstechnische Ausstattung von Tunneln und Tunnel Starnberg.

Die Abteilung „Konstruktiver Ingenieurbau“ wird nicht verändert. Sie wird seit Herbst 2022 von Karl Kergl geleitet.

Zwei neue Abteilungen

Die neu geschaffene Abteilung „Großprojekte“ wird sich zukünftig mit besonderem Augenmerk um die Umsetzung von wichtigen, großen Projekten kümmern. Die Kompetenzen aus dem Tunnel- und Straßenbau werden hier gebündelt und die beiden Ortsumfahrungen Garmisch-Partenkirchen mit Kramertunnel bzw. Wanktunnel umgesetzt. Auch die Bedarfsplanprojekte B 23 Ortsumgehung Oberau und B 2 Ortsumgehung Murnau werden unter dem Abteilungsleiter Raphael Zuber weiter vorangetrieben. Optional kommen hier weitere Großprojekte hinzu.

Als zweite organisatorische Neuerung wird Nadine Heiß, bisherige Abteilungsleiterin Straßenbau für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen, den Fachbereich Straßenbau bei modernen Themen wie der Digitalisierung begleiten und weitere Leitungsaufgaben übernehmen. Frau Heiß wird auch weiterhin den Behördenleiter, Herrn Stefan Scheckinger, im Straßenbau bei Bedarf vertreten. Zusätzlich wird Frau Heiß die neue Abteilung „Zentrales“, die aus den vier Themenfeldern Betriebsdienst (Straßenmeistereien), Landschaftsplanung, Baysis (zentrale Informationsplattform der Bayerischen Straßenbauverwaltung) und Georisiken besteht, leiten.

„Mit dieser neuen Organisation wollen wir besser für unsere aktuellen und zukünftigen Aufgaben aufgestellt sein. Die neuen, größeren Gebietsabteilungen – „Straßenbau West, Nord und Süd“ – können nun flexibler auf Bedarfsspitzen reagieren. Größere Projekte, die spezielles Fachwissen erfordern, sollen nicht die Gebietsabteilungen belasten, sondern in der neu entstehenden Abteilung „Großprojekte“ vorangetrieben werden. Gerade hier werden wir verstärkt mit Ingenieurbüros zusammenarbeiten“, beschreibt der Behördenleiter Stefan Scheckinger die Zielsetzung dieser Umstrukturierung im Fachbereich Straßenbau.