Umbau Bahnhofsplatz

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Über 40 interessierte Starnbergerinnen und Starnberger beteiligten sich am digitalen Bürgergespräch zu „See and the City“ am Mittwoch, 26.01.2022. Erster Bürgermeister Patrick Janik, seine Stellvertreterinnen Angelika Kammerl und Christiane Falk sowie das städtische Projektteam standen für alle Fragen rund um die temporäre Umgestaltung am Bahnhofplatz zur Verfügung.
Die Projektleiterinnen Sylvie Pfeifer und Sarah Buckel machten in ihrem Vortrag deutlich, dass der Verkehr im Moment über die Gestaltung des Straßenraums am Bahnhofplatz bestimmt. Mit der temporären Neuverteilung der Flächen möchte die Stadt Starnberg den Bereich in einen lebenswerteren Straßenraum für Fußgänger und Radfahrer verwandeln, auf dem das gesellschaftliche Leben Einzug halten kann. „Unter dem Motto „See and the City“ soll der Bahnhofplatz zwischen Mai und Oktober 2022 zu einem Ort werden, in dem die Bürgerinnen und Bürger sich gerne aufhalten und den nötigen Freiraum bekommen“, erläuterte Projektleiterin Sylvie Pfeifer.
Zum einen hat die Stadtverwaltung auf dem Areal zwischen Bahnhofstraße/Einmündung Bahnhofplatz bis zum Kreisverkehr an der Kaiser-Wilhelm-Straße einen Sommer voller Veranstaltungen geplant. Zum anderen geht es um einen Praxistest für die Zukunft. Dabei sollen Erkenntnisse gewonnen werden, was in diesem wichtigen Verbindungsraum zwischen Stadt und See funktioniert, wie Flächen anders gestaltet und interpretiert werden können. Hier waren die Bürgerinnen und Bürger gefragt, ihre Ideen und Anregungen einzubringen. „Die Beteiligung der Starnbergerinnen und Starnberger ist für uns enorm wichtig, denn bei „See and the City“ stehen sie im Mittelpunkt. Es geht darum, den Straßenraum so zu gestalten, dass er nicht nur für Autos da ist, sondern vor allem auch für die Bürgerinnen und Bürger Starnbergs“, betonte Projektleiterin Sarah Buckel.
Bei der Diskussion mit der Bürgerschaft war die Begeisterung für das Projekt schon deutlich spürbar und es gab eine Vielzahl an Ideen und Vorschlägen. Schülerinnen und Schüler vom Gymnasium Starnberg möchten beispielsweise Sprühschablonen und Tape-Art nutzen, um bunte Aufenthaltsflächen rund um das Motto Wasser und See zu gestalten. Dabei sind Fischschwärme in allen Farben, Formen und Größen denkbar. Auch eine Kooperation mit Studierenden ist hier angedacht, um weitere Kunstaktionen umzusetzen. Weiterhin wurden Lichtinstallationen und eine dreidimensionale Gestaltung des Straßenraumes mit Fischernetzen, Fähnchen oder Girlanden vorgeschlagen. Zudem ist die Einrichtung von sogenannten „Schanigärten“ für die Gastronomie im Gespräch, um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Geschäftsleute und Gastronomen am Bahnhofplatz können sich jederzeit gerne einbringen, um den Raum vor ihrem Betrieb individuell zu gestalten. Eine weitere Idee war, die Leerstände am Bahnhofareal durch Pop-Up-Aktionen im Projektzeitraum zu beleben. Bei allen Gestaltungsmöglichkeiten legt die Stadt außerdem großen Wert auf die Themen Inklusion und Barrierefreiheit. Der Starnberger Inklusionsbeirat wurde bereits beteiligt und soll das Projekt weiter begleiten.

Derzeit detailliert die Stadtverwaltung das neue Verkehrskonzept für die Zeit der Umgestaltung. Der Bahnhofplatz soll weiterhin befahrbar bleiben, allerdings mit einer reduzierten Geschwindigkeit, idealerweise Tempo 20. Durch Pflanzkübel, künstlerische Gestaltung und weniger Parkflächen soll es mehr Bereiche für Fußgänger zum Flanieren und Verweilen geben. In diesem Zusammenhang möchte sich auch der Arbeitskreis Verkehr der STAgenda21 einbringen.
Am Ende des Bürgerdialogs informierten die Projektleiterinnen über die nächsten Schritte. Die Bürgerideen werden nun in die weiteren Planungen aufgenommen und konkretisiert. Dazu sind auch Abstimmungstermine mit den Ideengebern geplant. Interessierte können sich jederzeit an das Organisationsteam wenden und ihre Anregungen einbringen. Am besten per E-Mail an see-and-the-city(at)starnberg.de. Aktuell ist das Eröffnungsfest von „See and the City“ für den 14. Mai 2022 geplant. Spätestens am 13. Mai 2022 soll die gemeinsame künstlerische Gestaltung der Flächen erfolgen.