Restarbeiten

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Die Bauarbeiten im Kreuzungsbereich der Gautinger Straße, Petersbrunner Straße und Leutstettener Straße sind fast beendet.
Der östliche Teil der Kreuzung und die Petersbrunner Straße wurden am Mittwoch, 30. September fertig asphaltiert.

Dieser Bereich der Kreuzung kann nun für den Verkehr wieder freigegeben werden und die Petersbrunner Straße wird wieder, bis zum Ende der Baumaßnahme, zur Einbahnstraße in Richtung Moosstraße.

Nun wird der westliche Bereich der Kreuzung für Fräs- und Asphaltierungsarbeiten gesperrt. Diese Arbeiten erfolgen nachts ab 20.30 Uhr bis zum nächsten Morgen 06.00 Uhr. Ein Abbiegen in die Leutstettener Straße ist während dieser Sperrzeiten nicht möglich.

Die Busse aus Richtung Leutstetten und Berg weichen über die B2 und dann über die Leutstettener Straße zum Bahnhof Nord aus.

Tagsüber ist der Kreuzungsbereich beschränkt befahrbar.

In der Nacht von Montag, 5. Oktober auf Dienstag, 6. Oktober ab 20.30 Uhr muss der Kreuzungsbereich zur Leutstettener Straße wegen des Aufbringens der Deckasphaltschicht wieder gesperrt werden.
Diese Arbeiten dauern bis Dienstag 06.00 Uhr. Die Markierungsarbeiten erfolgen bei laufendem Verkehr am Dienstag.

Somit werden die von der Stadt Starnberg durchgeführten Arbeiten im Kreuzungsbereich rechtzeitig fertig, so dass der am Mittwoch, 7. Oktober beginnende Schienenersatzverkehr nicht beeinträchtigt ist.“

Nächste Bauphase

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

Nächste Bauphase im Kreuzungsbereich Petersbrunner Straße und Gautinger Straße startet am Montag, 22.06.2020

Die Bauarbeiten im Kreuzungsbereich Petersbrunner Straße und Gautinger Straße schreiten weiter voran. Ab Montag, den 22.06.2020 wird die Baustelle im Norden der Gautinger Straße eingerichtet. Als nächstes stehen der Wasserleitungsausbau in der nördlichen Gautinger Straße und die Fertigstellung der Gehwegbereiche auf Höhe des Creative Centers an. Diese Arbeiten werden voraussichtlich drei Wochen in Anspruch nehmen.

In dieser Zeit wird das Befahren der Gautinger Straße, Leutstettener Straße und Petersbrunner Straße weiterhin möglich sein. Die Einbahnstraßenregelung in der Petersbrunner Straße bleibt bestehen. Der Begegnungsverkehr wird weiterhin über die bestehende Ampelanlage gesteuert.

Die Fußgängerüberwege über die Leutstettener Straße, Petersbrunner Straße und Gautinger Straße Nord (in Richtung Gauting) werden in dieser Bauphase gesperrt bleiben. Fußgänger und Radfahrer können den Überweg über die Gautinger Straße Süd (in Richtung Bundesstraße B2) nutzen. Im gesamten Baustellenbereich wird Tempo 30 angeordnet.

Der Öffentliche Personennahverkehr wird uneingeschränkt aufrechterhalten. Die Haltestelle „Moosstraße“ wird für die Buslinien in Richtung Ostufer von der Gautinger Straße wieder in die Moosstraße verlegt. Die Buslinien in Richtung Ostufer verkehren auf dem normalen Linienverlauf. Die Haltestelle „Moosstraße“ in Richtung Bahnhof Nord verbleibt in der Gautinger Straße als Ersatzhaltestelle. Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) informiert über eine entsprechende Fahrgastinformation.

Weitere Änderungen der Verkehrsführung im Kreuzungsbereich werden frühzeitig bekannt gegeben.“

Geänderte Verkehrsführung

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Die Bauarbeiten in der Petersbrunner Straße schreiten immer weiter voran. Vor Öffnung der Petersbrunnerstraße zur B2 muss auch die Kreuzung Petersbrunner-/ Gautingerstraße an die zukünftige Verkehrsführung angepasst werden. Für die Vorarbeiten zum Kreuzungsumbau muss eine neue Wasserleitung eingebaut werden. Dies führt während den Bauphasen zu zeitweise geänderten Verkehrsführungen. Weiter wird in den kommenden Wochen die bestehende Lichtzeichenanlage abgebaut und im Laufe des Sommers erneuert. Während der Bauphase wird eine Baustellenampel gestellt.

Die Einbahnstraßenregelung in der Petersbrunner Straße bleibt weiterbestehen. Ab Montag, den 18.05.2020 wird die Ampel im Kreuzungsbereich außer Betrieb genommen und die Kreuzung mittels Baustellenampel verkehrstechnisch geführt. Durch den Einbau der Wasserleitung wird in der ersten Bauphase bis Anfang Juni kein Zweirichtungsverkehr in der Gautinger Straße möglich sein. Der Begegnungsverkehr wird durch die Ampel gesteuert.

In der Nacht vom Montag, 18.05.2020, auf Dienstag, 19.05.2020, werden die bestehenden Mittelinseln in der Leutstettener Straße ausgebaut. Ab ca. 20.30 Uhr ist das Einfahren von der Gautinger Straße in die Leutstettener Straße nicht mehr möglich: Die Umleitung erfolgt über die Bundesstraße B2. Ab Dienstag, 19.05.2020 ist das Befahren der Leutstettener Straße wieder möglich. Der Busverkehr ist von der Maßnahme nicht betroffen.

Die Fußgängerüberwege über die Leutstettener Straße, Petersbrunner Straße und Gautinger Straße Nord (Richtung Gauting) werden in dieser Bauphase gesperrt. Die Fußgänger und Radfahrer können den Überweg über die Gautinger Straße Süd (Richtung Bundesstraße B2) nutzen. Im gesamten Baustellenbereich wird Tempo 30 angeordnet.

Der Öffentliche Personennahverkehr wird uneingeschränkt aufrechterhalten. Die Haltestelle „Moosstraße“ wird für die Buslinien Richtung Ostufer von der Gautinger Straße wieder in die Moosstraße verlegt. Die Linien Richtung Ostufer verkehren auf dem normalen Linienverlauf. Die Haltestelle „Moosstraße“ in Richtung Bahnhof Nord verbleibt in der Gautinger Straße als Ersatzhaltestelle. Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) informiert über eine entsprechende Fahrgastinformation.

Der Einbau der Wasserleitung wird ca. 2 Monate dauern. In dieser Zeit wird das Befahren der Gautinger Straße, Leutstettener Straße und Petersbrunner Straße möglich sein. Die Änderungen der Verkehrsführung im Kreuzungsbereich werden frühzeitig bekannt gegeben.“

Petersbrunner Straße frei

Eine Mitteilung aus dem Rathaus:

„Die im Zuge der Bauarbeiten in der Petersbrunner Straße erforderliche Einbahnstraßenregelung im Bereich zwischen Gautinger Straße und Moosstraße ist heute Mittag aufgehoben worden. Der Stra- ßenabschnitt ist nun wieder in beiden Richtungen zu befahren. Die Baustelle wurde winterfest ge- macht. Die Fortführung der Bauarbeiten ist witterungsabhängig. Sie ist für März 2020 eingeplant.“

Umbau Petersbrunner Straße beginnt

Die Stadt Starnberg teilt mit:

„Am Montag, 20.05.2019 beginnen die Bauarbeiten zu Umbau und Neugestaltung der Petersbrunner Straße. Die Stadt Starnberg realisiert in Zusammenarbeit mit dem Abwasserverband Starnberger See die Erneuerung des Regenwasserkanals. In Projektträgerschaft der Stadt entsteht der Neubau der Fahrbahn, der Geh- und Radwege, der Parkflächen sowie des Straßenbegleitgrüns.
Im ersten Abschnitt wird zunächst der Bereich zwischen Haus-Nr. 12 bis zur Einmündung Moosstraße gebaut.
Die Baumaßnahme, die von der Firma Holzer GmbH aus Degerndorf im Auftrag der Stadt Starnberg ausgeführt wird, beginnt am 20.05.2019 auf der Nord-/Ostseite der Petersbrunner Straße.
Dabei werden der bisherige Gehweg und die Pflanzinseln auf der Nord-/Ostseite der Petersbrunner Straße entfernt. Während dieser Bauphase bleiben zwei Fahrbahnen dauerhaft erhalten.
Ab ca. August bis ca. Anfang Oktober wird aufgrund der Kanalbauarbeiten nur ein Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Da die Baufeldlänge auf ca. 50 m begrenzt ist, ist Ausweichverkehr aber problemlos möglich.
Das Parken im Bereich zwischen Wendehammer und Moosstraße ist während der gesamten Baumaßnahme nur noch sehr eingeschränkt möglich.
Die Baumaßnahmen werden mit der Anliegerschaft eng abgestimmt. Die Baufirma ist angewiesen und bemüht, die Behinderungen so gering und so kurz wie möglich zu halten. Dennoch ist mit einigen Ein- schränkungen zu rechnen, die sich leider nicht verhindern lassen.“

Umbau Petersbrunner Straße

Eine Mitteilung der Stadt Starnberg:

„Ab 15.04.2019 werden vorbereitend zu den Straßenbaumaßnahmen in der Petersbrunner Straße Arbeiten an der Gasversorgungsleitung (bauausführende Firma HRS Ingenieur- und Rohrleitungsbau) und an den Wasserleitungen (Strommer-Tiefbau) vorgenommen.

Zur Einbindung der Gasversorgungsleitung sind an voraussichtlich zwei Arbeitstagen im Kreuzungsbereich Grabungsarbeiten erforderlich. Die Petersbrunner Straße und die Moosstraße sind zwar befahrbar, Abbiegevorgänge im Kreuzungsbereich sind aber nur eingeschränkt möglich.

Die Stadt Starnberg empfiehlt dringend, soweit möglich, ein Befahren der Moosstraße an diesen beiden Arbeitstagen zu vermeiden.

Die Bushaltestelle Moosstraße wird an beiden Tagen nicht angefahren. Wir bitten die Fahrgäste auf die Haltestellen Starnberg Nord (S) oder Starnberg, Landratsamt/Seebad auszuweichen.

Auf einer Baulänge von ca. 80 m zwischen den Grundstücken Petersbrunner Str. 10 und 14 wird eine neue Wasserleitung gebaut. Die Fahrbahn muss hierbei auf der Westseite abschnittsweise einseitig gesperrt werden.“

Kammerl scheitert mit Änderungswünschen

Angelika Kammerl hat in der letzten Stadtratssitzung dieses Jahres wieder einmal einen „Dringlichkeitsantrag“ gestellt, der nach den Buchstaben der gültigen Geschäftsordnung des Stadtrates keiner ist, weshalb Günther Picker (WPS) umgehend darauf hinwies, dass ein eventuell in dieser Angelegenheit gefasster Beschluss rechtswidrig sein werde. Die Mehrheit aus CSU (ausgenommen Thomas Beigel), UWG, Grünen, SPD, BLS und DPF unterstützte jedoch wie üblich Kammerl, die nochmals die Planung für den Umbau der Petersbrunner Straße aufschnüren wolllte (siehe 2019 Umbau Petersbrunner Straße und Tunnel erfordert neue Geh- und Radwege), und beschlossen mit 15:6 Stimmen, dass der Antrag auf die Tagesordnung genommen wurde. Erfolg hatte er am Ende aber dennoch nicht. Stefan Frey (CSU) und Martina Neubauer (Grüne) überredeten Kammerl, den Antrag zurückzunehmen. Nicht in öffentlich geführter Debatte, sondern in Gesprächen abseits der Mikrophone am Rande der Sitzung hatten Frey und Neubauer Kammerl zu überzeugen versucht, dass ihr Wunsch für die Pläne des Staatlichen Bauamtes Weilheim, ab Herbst nächsten Jahres den Durchstich von der Petersbrunner- zur Münchner Straße zu bauen, sehr hinderlich würden.

Das Staatliche Bauamt Weilheim habe sie darauf aufmerksam gemacht, dass der Kostenanteil für den Umbau, der auf die Stadt Starnberg entfalle, relativ hoch sei, erläuterte Kammerl den Hintergrund für ihren Vorstoß. Sie schrieb der Planung der Geh- und Radwege, Bepflanzung  und Beleuchtung die hohen Kosten zu und erinnerte an die Haushaltslage der Stadt: „Ein solcher Ausbau ist nicht sinnvoll. Das Geld könnte man besser in andere Projekte stecken“, so die DPF-Stadträtin. Das Ingenieurbüro solle den Auftrag bekommen, die Planung zu überarbeiten. Im nördlichen Bereich reiche ein normal breiter Gehweg, denn statt des dort in ausreichender Breite geplanten kombinierten Geh- und Radwegs „können Fahrradschutzstreifen und Parkbuchten durch Markierungen auf der Fahrbahn eingerichtet werden“. Dann stiegen die Kosten für die Straße, die der Freistaat trage, sagte Kammerl. In Weilheim habe man ihr gesagt, eine Umplanung sei jetzt noch möglich. Bürgermeisterin Eva John fragte: „Was war der Grund, dass Sie ohne unser Wissen mit dem Staatlichen Bauamt verhandelt haben?“ „Ich habe nur eine Auskunft erbeten“, antwortete Kammerl. Die Bürgermeisterin erinnerte daran, dass die Pläne für den Umbau der Petersbrunner Straße vom Stadtrat bereits am 24. Juli 2018 genehmigt worden seien. Nach weiteren Anliegerversammlungen und Ortsterminen  seien noch Änderungen vorgenommen worden, so dass der Baubeschluss vom Stadtrat gefällt wurde und die Verwaltung den Auftrag erhielt, die Leistungen auszuschreiben und zu vergeben. „Wir sind jetzt soweit, dass wir vor Beginn der Arbeiten für den Durchstich gerade so fertig werden können, auch der Grunderwerb ist fast abgeschlossen. Bei einer weiteren Planänderung bauen wir sicher nicht mehr in 2019“, erläuterte John. Das Staatliche Bauamt und die Stadt waren sich von Beginn an einig, dass sich die beiden Vorhaben gegenseitig behindern würden, weshalb der Umbau der Petersbrunner Straße auf jeden Fall vor Beginn der Arbeiten am Durchstich abgeschlossen sein müsse. Zwar trage die Stadt Starnberg 51 Prozent der Kosten, die vor allem der künftigen Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern geschuldet sind – die Kosten der Straße trägt der Freistaat – doch bekomme die Stadt auch einen relativ hohen staatlichen Zuschuss. Den genauen Betrag konnte John noch nicht nennen. Nur so viel: „Ab 50 Prozent aufwärts.“

Otto Gaßner (UWG) beantragte ungeachtet der Zeitnot, Kammerls Wunsch in der nächsten Bauausschusssitzung beraten zu lassen, die erst im neuen Jahr stattfindet. Jetzt traten Frey und Neubauer in Aktion. Gaßners Geschäftsordnungsantrag wurde mit 6:23 Stimmen abgelehnt. Neubauers Wunsch nach einer Sitzungsunterbrechung lehnte das Gremium mit 10:14 Stimmen ab. Laut Klaus Rieskamp (DPF) habe Weilheim gesagt, man solle es so machen wie auf der Hanfelder Straße, auf der wie berichtet Fahradschutzstreifen markiert worden sind. Allerdings ist das wie berichtet erst nach der Abstufung zur Ortsstraße dank der Eröffnung der Westumfahrung geschehen. Rieskamp war dennoch der Ansicht: „Was geplant ist, ist eher eine Anlage für einen Kurpark, nicht für ein Gewerbegebiet. Das gesparte Geld könnte die Stadt in innerstädtische Radwege stecken.“

John reagierte sichtlich fassungslos: „Die Planung war abgestimmt mit dem Staatlichen Bauamt und der Obersten Baubehörde bei der Regierung von Oberbayern. Von den 2,2 Millionen Euro Gesamtumbaukosten treffen die Stadt 1,1 Millionen Euro minus die staatlichen Zuschüsse. Wie kommen Sie dazu in ihrem Antrag zu behaupten, die Stadt müsse 2 Millionen Euro zahlen?“ Josef Pfister (BMS) fand Kammerls Vorgehen „befremdlich“. „Wieviel wird es nach Ihrem Plan denn billiger?“, wollte er wissen und erläuterte der DPF zum wiederholten Mal:“Die Hanfelder Straße ist von der Staatsstraße zur Ortsstraße abgestuft worden. Die Petersbrunner Straße wird nach dem Durchstich aber statt bisher Ortsstraße neu zur Staatsstraße. Und bei welchem Radweg-Projekt in der Innenstadt wollen Sie denn das gesparte Geld parken? Ich hoffe, es bleibt bei den bisherigen Beschlüssen“, sagte Pfister. Ludwig Jägerhuber (CSU) warb ebenfalls dafür, die Beschlüsse nicht nochmals zu ändern: „Den Umbau müssen wir möglichst zeitnah umsetzen. Dann folgt der Umbau der Kreuzung an der Strandbadstraße mit dem Durchstich von der Petersbrunner- auf die Münchner Straße. Da darf es keine gegenseitige Behinderung geben.“ Die Planung sei schon mehrfach korrigiert worden und ermögliche jetzt einen durchgehenden Radweg von Percha zum Bahnhof Nord. Auf einer Staatsstraße brauche man Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, da seien Schutzstreifen „keine ideale Lösung“. Die Rathausverwaltung habe die ganze Arbeit in einem Jahr geleistet. Das sei alles mit großer Mehrheit (25:0) beschlossen worden. Eine nochmalige Änderung verhindere die Umsetzung, warnte Jägerhuber.

Daraufhin zog Kammerl ihren Antrag zurück.

Baumfällungen

Im Vorfeld der ab Frühjahr 2019 geplanten Straßenbaumaßnahmen werden am Samstag, 15.12.2018 im Auftrag der Stadt Starnberg zehn Pappeln im Zuge der Petersbrunner Straße gefällt. Die Arbeiten führt die Baumpflegefirma Hubert Mayr aus Ried durch. Ersatzpflanzungen werden im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen 2019 ausgeführt.

 

Kosten- und Bauaufteilung

Mit 23:5 Stimmen hat der Stadtrat in seiner vorletzten Sitzung der vom Rathaus mit dem Freistaat ausgehandelten Kostenübernahmevereinbarung hinsichtlich der Neugestaltung der Petersbrunner Straße (siehe 2019 Umbau Petersbrunner Straße und Gewerbetreibende wollen Tempo 30) zugestimmt sowie den Baubeschluss des Bauausschusses bestätigt. Die Gegenstimmen stammten von den Fraktionen, die den Bau des B2-Tunnels ablehnen. Ohne den müsste die Petersbrunner Straße nicht umgebaut und auch nicht zur Münchner Straße (B2) hin geöffnet werden.

Die Kostenübernahmevereinbarung sieht vor, dass der Freistaat die Kosten für den Vollausbau der Fahrbahn der später zur Staatsstraße hochzustufenden Straße trägt, die Stadt Starnberg die Kosten für den Bau der Geh- und Radwegeanlagen. Entsprechend der Flächenanteile werden auch die Kosten der Ingenieursleistung und der Entwässerungsanlagen aufgeteilt. Die Regierung von Oberbayern hat der Stadt für ihren Anteil eine höchstmögliche Förderung in Aussicht gestellt. Über deren Höhe gibt es aber noch keine Aussagen. Der Aufwand von voraussichtlich insgesamt 2,2 Millionen Euro soll zu 51 Prozent von der Stadt getragen werden.

Darüber hinaus hat das Rathaus den Auftrag erhalten, die Maßnahme der Geh- und Radwege zu planen, auszuschreiben und ausführen zu lassen.

Anlieger wollen Radweg weg haben

Stadtbauamt und das Planungsbüro Vössing haben zwar weitestgehend die Wünsche und Anregungen der Anlieger der Petersbrunner Straße berücksichtigt (siehe Gewerbetreibende wollen Tempo 30). Die Anliegerversammlung am Mittwochabend in der Mensa der Mittelschule zeigte jedoch, dass zumindest die Wortführer der dortigen Versammlung nicht zufrieden sind. Stein des Anstoßes bleibt der kombinierte vier Meter breite Geh- und Radweg auf der Nord- und Ostseite der Straße. Der in Berg wohnende Eigentümer des Creativ-Center, Dieter Krausnick, prophezeite „Das gibt Tote dort.“ Und Carl Baasel, der seinen Betrieb von Starnberg nach Gilching verlegt hat, meinte: „Ich habe die Kreuze schon bestellt.“ Beide halten es für ein Unding, dass Beschäftigte, Kunden und anliefernde Lkw künftig bei der Einfahrt in die nördlich und am Ende der Petersbrunner Straße östlich liegenden Gewerbegrundstücke nicht nur auf Fußgänger, sondern zusätzlich auf Radfahrer Acht geben müssen, die aus beiden Fahrtrichtungen kommen können. Wie schon im Stadtrat versicherte das Stadtbauamt, der Wunsch, den Geh- und Radweg auf die Rückseite der Grundstücke ins FFH-, Landschaftsschutz-, Biotop- und wertvolle Moorgebiet zu legen sei bei der Regierung von Oberbayern nicht durchzusetzen. Das sei bereits anlässlich der Bundesgartenschau in München 2005 gescheitert. Eine Einigung war in der Anliegerversammlung nicht herzustellen. Sie endete mit der Versicherung von Krausnick: Er werde für diese Planung keinen Grund abtreten. Hätte er das getan, ließen sich Verbesserungen am Knoten mit der Gautinger Straße optimaler vornehmen. Es gehe aber auch so, sagte Bürgermeisterin Eva John auf Anfrage des Blogs.

Hier eine kleine Chronologie der Ereignisse:

Am 20. Februar 2017 fällte der Stadtrat den Beschluss „B2-Tunnel bauen, ortsferne Umfahrung planen“. In der Folge gab der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) den Tunnelbau frei und sagte die Finanzierung zu. Seit 27. Dezember 2017 steht das Projekt im Straßenbauplan des Bundes. Am 20. Juli erfolgte der Spatenstich für den Umbau der nördlichen Zulaufstrecke zum Tunnel. Teil davon wird ab 2020 der Durchstich von der Petersbrunner Straße zur Münchner Straße sein, was in der Baugenehmigung von 2007 so festgelegt ist. Schon Altbürgermeister Ferdinand Pfaffinger hatte versucht, die Anlieger zur Zustimmung zu den Umbauplänen zu bewegen, die durch diese Faktenlage nötig wird. Damals vergeblich. Nach dem Durchstich wird die Petersbrunner Straße nämlich Staatsstraße, die Gautinger Straße verliert diese Bedeutung im Gegenzug in ihrem südlichen Abschnitt. Seit Jahren ist also bekannt, dass es im Gewerbegebiet spätestens ab Fertigstellung des Durchstichs mehr Verkehr geben wird. Prognostiziert ist eine Steigerung auf rund 7000 Fahrzeugbewegungen pro Tag, was fast einer Verdoppelung entspricht. Um unter diesen Bedingungen Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer herzustellen, hat die Stadt Starnberg eine Planung entwickelt, die vom Stadtrat am 29. Januar dieses Jahres in ihren Grundzügen genehmigt worden war. Zugleich erhielt Bürgermeisterin Eva John den Auftrag, mit dem Freistaat über die Aufteilung der Kosten zu verhandeln, die betroffenen Anlieger zu informieren, die Maßnahme planen, ausschreiben und ausführen zu lassen und Fördermittel des Staates zu beantragen. Die Planung wurde entwickelt  und den Anliegern am 28. Juni 2018 wie berichtet vorgestellt. Die verlangten folgende Änderungen, die in der gestern nun vorgestellten überarbeiteten Planung berücksichtigt sind:

  • Im Kreuzungsbereich Gautinger-, Leutstettener-/Petersbrunner Straße wird ein verlängerter Rechtsabbiegestreifen in Richtung Gauting geschaffen und die Anbindung des Radverkehrs an vorhandene Radwegbeziehungen berücksichtigt.
  • Stellplätze werden nicht mehr wie beabsichtigt auf der Nord- und Ostseite der Petersbrunner Straße sondern wie es heute schon ist ausschließlich auf der Süd- und Westseite angeordnet. Ihre Zahl wird nicht halbiert sondern bleibt annähernd gleich. Außerdem werden die Stellplätze von 2,12 auf 2,30 Meter verbreitert.
  • Der Kurvenbereich der Petersbrunner Straße wird um 38 Zentimeter aufgeweitet.
  • Neue Bäume werden im Bereich der Stellplätze nur dort gepflanzt, wo an Ein- und Ausfahrten Restflächen entstehen, die nicht mehr Parkplatzgröße haben.
  • Wünsche nach einer Parkzeitbeschränkung und Anordnung von Tempo 30 auf der Petersbrunner Straße können zwar von der Stadt befürwortet werden, aber nach der Umwidmung zur Staatsstraße ist dafür das Landratsamt und das Staatliche Bauamt Weilheim zuständig.
  • Was die individuellen Ein- und Ausfahrten der Anlieger angeht, befindet sich das Stadtbauamt im Gespräch mit jedem Eigentümer, der dies wünscht und hat für nächsten Donnerstag, 11 Uhr, nochmals einen Ortstermin angeboten.

Wichtige Randbedingungen: Die endgültige Planung muss das Stadtbauamt bis 1. September bei der Regierung von Oberbayern vorgelegt haben, um eine Chance auf staatliche Fördermittel für den Umbau zu haben. Es eilt also. Außerdem muss die Petersbrunner Straße umgebaut sein, bevor das Staatliche Bauamt mit dem Durchstich beginnt.

In der Stadtratssitzung am Dienstag, 24. Juli 2018, hatte Stefanie Fritz vom Stadtbauamt die Modifikationen den Stadträten vorgestellt und nochmals erläutert, warum sich der Geh- und Radweg nicht verlegen lässt. Aussage von Winfried Wobbe (UWG): „Autofahrer müssen sich daran gewöhnen, dass Radfahrer gleichberechtigt sind. An den Ein- und Ausfahrten muss es ein Miteinander geben. Für die Alltagsradler ist das der ideale Verbindungsweg.“ Alltagsradler sind all jene, die die tägliche Fahrt zur Arbeit, zum Einkaufen, in die Schule oder für sonstige wichtige Erledigungen mit dem Rad bewältigen. Bürgermeisterin Eva John betonte, man sei besonders noch mit den Unternehmern im Gespräch, die Schwierigkeiten mit dem Anlieferverkehr hätten. Teilweise wird Ware entladen, während der Lkw auf der Straße parkt. Auch vor dem Wertstoffhof des AWISTA bilden sich öfter lange Warteschlangen. Zum weiteren Schutz der Radfahrer verlangte Anton Wiesböck (FDP) Hecken an den Wegen niedrig zu halten. Markus Mooser (WPS) bat, für optische Markierungen im Bereich der Ein- und Ausfahrten zu sorgen, die signalisierten: „Achtung, ich quere jetzt einen Radweg.“

Nach den Erläuterungen von Fritz zog Angelika Kammerl (DPF) den Antrag ihrer Fraktion, den Geh- und Radweg zu verlegen, zurück und betonte: „Weil jetzt eine vernünftige Planung da ist.“ Sie bat nur noch darum, abgerundete Bordsteinkanten zu verwenden, zum Schutz der Autoreifen, was laut John schon in die Planung aufgenommen worden ist. Gestern Abend wollte Kammerl von der Rücknahme am Abend vorher aber offenbar nichts mehr wissen. Gemeinsam mit Angelika Wahmke (UWG) stellte sie sich auf die Seite der unzufriedenen Gewerbetreibenden. Kammerl und Wahmke gehören zu den fünf Stadträten, die sich vom Tunnelgegner zum Tunnelbefürworter gewandelt hatten.

Baasel vertrat die Ansicht, der Radverkehr werde zunehmen und wegen der E-Bikes auch sehr viel schneller werden. „Diese Lösung füllt die Krankenhäuser“, sagte er. Wer mitwirke, mache sich schuldig. Für Winfried Reithmeier ist es das Staatliche Bauamt Weilheim, das den Umbau verursache. Deshalb müsse man dort Druck ausüben „damit der Radweg auch in der sauern Wiese geht“. Er würde dafür sämtliche Hebel in Bewegung setzen, meinte er. Stadtbaumeister Stephan Weinl bat zu bedenken, dass der Radweg gepflastert und somit keine Rennstrecke werde: „Mit gegenseitiger Rücksichtnahme muss es gehen. Ich bin mir sicher, dass wir das guten Gewissens machen können.“ Baasel brachte noch einmal den nach seinen Angaben nicht geschützten verrohrten Graben auf der Rückseite der Gewerbegrundstücke zwischen dem Sichtschutzwald und den Grundstücksgrenzen ins Gespräch und bot an, für einen Radweg hier auch Grund zur Verfügung stellen zu wollen. Weinl warnte: Dann müssten alle Grundstücke auch Zu- und Ausfahrten auf dieser Seite erhalten. Es funktioniere nur, wenn alle mitmachen. „Eine Sisyphusarbeit“, so der Bauamtsleiter. An der Stelle tauchte dann die Frage auf, ob ein Radweg überhaupt nötig sei. Die Radler könnten doch auch auf der Straße mitfahren. „Ob wir wollen oder nicht, der Tunnel wird gebaut und damit auch der Durchstich zur Münchner Straße. Deshalb müssen wir an der Petersbrunner Straße den Raum so aufteilen, dass alle Verkehrsarten sicher sind“, mahnte Weinl. Der Planer vom Büro Vössing erteilte  weiteren Überlegungen einen Absage: „Wenn wir den Radweg teilen und je Fahrtrichtung einspurig mit dem jeweiligen Gehweg führen oder auf der Fahrbahn abmarkiert anordnen, reicht der Straßenraum nicht und es bleibt kein Platz mehr für Parkplätze. John fasste zusammen: „Wir stellen Ihnen hier die Planung vor, die die meisten Interessen am besten vertritt.“ Dazu Krausnick: „Gegenseitige Rücksichtnahme ist keine Planungsgrundlage.“ „Ich kann Sie nicht überzeugen“, stellte die Bürgermeisterin daraufhin fest. Sie bot an, noch bestehende Probleme mit Hilfe der individuellen Gestaltung der Einfahrten zu bewältigen und versicherte: „Wir versuchen die bestmögliche Variante umzusetzen.“ Gebaut werden solle 2019, so anliegerfreundlich wie möglich.

Ein weiterer Punkt für Verärgerung war für die Anlieger, dass sie das Gefühl hatten, die Planung sei durch die Billigung im Stadtrat längst vorgegeben und könne durch ihre Anregungen oder Kritik eigentlich gar nicht mehr verändert werden. Johns und Weinls Hinweis auf all die Punkte, die seit Ende Juni noch in die Planung aufgenommen worden seien, und die Möglichkeit die Gestaltung der Ein- und Ausfahrten zu beeinflussen, trug nicht zur Befriedung bei.