Gleise – Über Variante 7 „auch“ verhandeln

In der digitalen Bürgerversammlung im Herbst letzten Jahres gab es auch zwei Bürgeranträge, die zum Ziel hatten, dass am Seebahnhof keine Gleisverlegung stattfinden soll, zumindest nicht nach der von der Bahn favorisierten Variante 1. Sie bedeutet ein Abstellgleis zwischen „Bayerischer Hof“ und See, was den Berg- und Seeblick aus der Stadt heraus beeinträchtigen würde.

In der jüngsten Stadtratssitzung sprach sich Tim Weidner (SPD) deutlich für die Variante 7 aus, bei der die Gleise nur ein Stück Richtung Nordosten rücken, aber im räumlichen Zusammenhang mit dem denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude bleiben. Das von der Bahn nach wie vor verlangte Abstellgleis käme in dieser Variante außerhalb in Richtung Niederpöcking zu liegen. Die Bahn lehnte diese Lösung bisher ab. Sie verlangt in diesem Fall den Bau eines eigenen Betriebsgebäudes samt Zufahrt, damit der Zugführer eines wendenden Zuges unter anderem Sozialräume vorfindet. Er müsste vom Zugende bei der Einfahrt auf das Gleis zum Zuganfang laufen, um den Führerstand für die geänderte Fahrtrichtung zu erreichen. Dazu meinte Weidner augenzwinkernd, dass nach der Realisierung der Starnberger Seeanbindung frühestens im Jahr 2030 vielleicht unter dem Gesichtspunkt der Automatisierung und Digitalisierung längst kein Zugführer mehr unterwegs sei, sondern eher ein Roboter: „Vielleicht erübrigt sich dann das zusätzliche Betriebsgebäude für die internen Betriebsabläufe der Bahn“, so Weidner.

Der Stadtrat beschloss einstimmig, dass die Verhandlungen mit der Bahn über den barrierefreien Umbau des Seebahnhofs „auch“ auf der Grundlage der Variante 7 weiter geführt werden sollen.